Wenn das Glück anklopft - Kerstin Hohlfeld - E-Book

Wenn das Glück anklopft E-Book

Kerstin Hohlfeld

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Beschreibung

Am Eingang der Rückenschule würde Milena »Bandscheibenvorfall« Mielke, 38, am liebsten wieder umkehren. Aber dann wird es im Stuhlkreis doch interessant, was vor allem an der sympathischen Caroline liegt, die so schrecklich müde aussieht. Auch die schüchterne Bibliothekarin Ann-Kathrin wirkt nett, im Gegensatz zur durchgestylten Redakteurin Vivien. Bald entdecken die vier: Sie haben nicht nur »Rücken«, sondern viele Sorgen, Ängste und Heimlichkeiten, die sie durch den Alltag schleppen. Und gemeinsam plötzlich auch Ideen, wie man das ändern könnte ...

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Das Buch

»Rückenschule für Frauen jedes Alters – noch Plätze frei«. Als die 38-jährige Milena Mielke das Nachbarschaftszentrum betritt, würde sie am liebsten wieder umkehren. Bandscheibenvorfall hin oder her, die Schmerzen sind doch gar nicht mehr so schlimm, seit sie die Spritzen bekommen hat.

Aber dann sitzt sie im Stuhlkreis, die Teilnehmerinnen stellen sich vor, und die ganze Sache fängt an, Milena zu interessieren. Was vor allem an der sympathischen Caroline liegt, die so müde aussieht, dass sie einem leidtun kann und deren Handy während der ersten Sitzung gleich dreimal klingelt. Auch mit der Bibliothekarin Ann-Kathrin könnte Milena sich verstehen – wenn die offenbar unglaublich schüchterne Frau mal den Mund aufmachen würde. Die gertenschlanke und durchgestylte Vivien kann ihr fürs Erste gestohlen bleiben, aber ausgerechnet sie hängt sich sofort an Milena und Caroline dran. Im Laufe der Zeit kommen sich die vier unterschiedlichen Frauen langsam näher und finden gemeinsam heraus, was wirklich hinter ihren Rückenschmerzen steckt – Einsamkeit, Perfektionswahn, die Angst, nicht geliebt zu werden … Barrieren auf dem Weg zum Glück, die es endlich niederzureißen gilt!

Die Autorin

Kerstin Hohlfeld, geboren 1965 in Magdeburg, studierte von 1985 bis 1991 Theologie in Naumburg und Berlin. Danach bekam sie erst einmal drei Kinder und sah lieber davon ab, für die Kirche zu arbeiten. Sie verlegte sich aufs Schreiben und veröffentlichte bereits mehrere Romane.

Kerstin Hohlfeld

Wenn das Glück anklopft

Roman

Ullstein

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ISBN 978-3-8437-0979-8

Originalausgabe im Ullstein Taschenbuch© Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2014Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, MünchenTitelabbildung: © FinePic®, München (Tapete); © Corbis/TongRo/TongRo Images (Illustration)

Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden.

E-Book: Pinkuin Satz und Datentechnik, Berlin

Für meine Freundinnen –Was wär ich ohne euch!

EINS

»Maaaama!«

Milena, die auf der Terrasse eingenickt war, schreckte hoch.

»Was ist los?«

»Maaaama!«

Die Mittagshitze war heute besonders quälend gewesen. Milena hatte ihre Gartenarbeit nach zwei Stunden erschöpft aufgegeben und war unter den Sonnenschirm geflüchtet, um sich ein wenig auszuruhen und ein paar Ideen in ihr kleines Notizbüchlein zu kritzeln. Leise stöhnte sie auf.

»Was gibt’s denn?«, rief sie.

Seit sie laufen konnten, versuchte Milena, ihren Kindern beizubringen, dass sie aufstehen und zu ihr kommen sollten, wenn sie etwas brauchten. Mit zweifelhaftem Erfolg, wie sie gerade feststellte. Noch immer zogen die beiden, die unterdessen zu schlaksigen Teenagern herangewachsen waren, es vor, ihre Mutter durch schrilles Geschrei in Bewegung zu setzen. Das war schließlich bequemer so.

»Ich hab Hunger!«, grölte die 14-jährige Lilli mit der Lautstärke eines startenden Düsenjets zurück. Wahrscheinlich hatte sie sich die Ohren mit diesen kleinen Kopfhörern zugestöpselt und deshalb keinerlei Gefühl für die Dezibel ihrer Stimme.

»Im Ofen ist eine Pizza«, rief Milena und wartete darauf, dass jeden Moment einer ihrer Nachbarn den Kopf über den Gartenzaun strecken würde.

»Mmh, Pizza gibt’s bei Ihnen. Da würde ich gerne mitessen.«

Sie musste wegen ihrer kleinen Übertreibung lächeln. Ganz unrecht hatte sie trotzdem nicht, denn spätestens heute Abend würde wieder jemand aus der Siedlung vor ihrer Tür stehen und sich etwas ausborgen. Milena war bekannt für ihren stets gut gefüllten Kühlschrank. Zwei Häuser weiter wohnte eine Familie mit drei ganz kleinen Kindern. Da fehlte immer irgendetwas. Allerdings verstand Milena nur zu gut, dass es einer Herkulesaufgabe gleichkam, einen Haushalt mit lauter Windelkindern perfekt zu organisieren. Sie half gern aus. Bei dem Rentnerehepaar aus dem Haus gegenüber konnte sie erst recht nicht nein sagen. Manchmal brachte sie ihnen einen Topf Suppe, denn Milena kochte immer reichlich und gab gern ab. Und die beiden freuten sich.

Das Haus zu ihrer Linken stand seit Monaten leer. Vorher hatte ein alleinstehender Unternehmer dort gewohnt, der so manches Mal mit Milena und ihren Kindern am Abendbrottisch gesessen hatte. Der Mann konnte außer Spiegelei in der Küche nichts zustande bringen und sah nach der Arbeit immer so geschafft aus, dass Milena ihn zuweilen am Gartenzaun abpasste und an ihren reich gedeckten Tisch bat.

Einzig ihre Nachbarn rechter Hand konnten eigentlich selbst für ihr Essen sorgen. Die waren weder alt, einsam noch überlastet, und ihre einzige Tochter war bereits sechzehn und in der Lage, sich auf ihr Fahrrad zu setzen und in den Supermarkt zu fahren. Aber wenn sie oder ihre Eltern vor der Tür standen, die Kochschürze umgebunden, aber »… leider sind uns gerade die Eier/Milch/Äpfel/Rosinen ausgegangen«, dann konnte Milena einfach nicht nein sagen.

»Nein« war nämlich ein Wort, das sie nur äußerst selten benutzte.

Sie war die Älteste von vier Geschwistern. Wenn die Kleinen etwas von ihr wollten, so hatte sie nie ablehnen können. Sie war die große Stütze ihrer stets überfordert wirkenden Mutter gewesen, und es hatte ihr gefallen, gebraucht zu werden.

Die meisten Menschen liebten sie für ihre aufopferungsvolle Art. Nur Alex, ihr Exmann, hatte irgendwann genug von ihr gehabt. Milena schüttelte leicht den Kopf und schob jeden weiteren Gedanken an das betrübliche Ende ihrer Ehe beiseite. Sie hatte das alles schon tausendmal und von allen Seiten betrachtet.

»Isst du mit mir?«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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