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Unser Verhältnis zum eigenen Körper ist selten neutral – es ist durchdrungen von Bewertungen, Scham, Erwartungen und dem stillen Glauben, dass Wert von Äußerlichkeit abhängt. Dieses Buch untersucht die psychologischen Mechanismen hinter Körperbild und Selbstwert: wie frühe Erfahrungen, Vergleichsdenken und Medienbilder das Gefühl prägen, "nicht genug" zu sein. Mit einfühlsamer Tiefe zeigt es, dass Körperfrieden keine Frage der Disziplin, sondern eine Frage des Selbstmitgefühls ist. Es erforscht, wie Selbstwert entsteht, wenn er von äußeren Merkmalen entkoppelt wird und wie Körperakzeptanz ein Prozess ist, kein Zustand. Ein Buch für alle, die lernen wollen, den eigenen Körper nicht als Gegner, sondern als Teil des Selbst zu sehen – ohne Zwang, sondern mit Achtsamkeit.
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Seitenzahl: 142
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Table of Contents
Chapter 1: Die Grundlagen der Körperwahrnehmung
Der Einfluss von frühen Erfahrungen
Bewertungen und Schamgefühle
Vergleichsdenken in der Gesellschaft
Die Entkopplung von Wert und Äußerlichkeit
Chapter 2: Die Rolle der Gesellschaft im Körperbild
Die Macht der Medien und Bilder
Gesellschaftliche Normen und Schönheitsideal
Einfluss von Gleichaltrigen
Entkopplung von Selbstwert und Äußerlichkeiten
Chapter 3: Der Einfluss der Medien auf unser Selbstbild
Die mediale Schönheitsideologie
Die Illusion der Perfektion
Einfluss auf Selbstwertgefühl
Der Kampf gegen negative Medienbotschaften
Chapter 4: Die Macht der inneren Stimme
Die innere Stimme verstehen
Kritische Gedanken erkennen
Die innere Stimme umgestalten
Die Macht der Achtsamkeit
Unterstützung durch Gemeinschaft
Der kontinuierliche Prozess der Veränderung
Chapter 5: Scham und Körperwahrnehmung
Die Ursprünge der Scham
Auswirkungen der Scham auf das Körperbild
Den Teufelskreis der Scham durchbrechen
Verletzlichkeit als Stärke
Chapter 6: Vergleiche anstellen – Fluch oder Segen?
Warum vergleichen wir uns?
Die Schattenseite des Vergleichs
Der positive Aspekt des Vergleichs
Wege zu einem gesunden Verhältnis zu Vergleichen
Die Reise zur Körperakzeptanz
Chapter 7: Die Bedeutung von Selbstmitgefühl
Was ist Selbstmitgefühl?
Die Auswirkungen von Selbstmitgefühl auf das Körperbild
Praktiken des Selbstmitgefühls
Selbstmitgefühl in schwierigen Zeiten
Chapter 8: Körperakzeptanz als Prozess
Einleitung zur Körperakzeptanz
Die Phasen der Körperakzeptanz
Erwartungen an den Prozess
Werkzeuge für Körperakzeptanz
Chapter 9: Praktische Übungen zur Förderung der Körperakzeptanz
Achtsamkeit im Alltag
Kreative Ausdrucksformen
Positive Affirmationen
Entwicklung eines Körperpositiven Netzwerks
Chapter 10: Achtsamkeit und Body Positivity
Was ist Achtsamkeit?
Achtsamkeit im Alltag
Die Rolle der Selbstakzeptanz
Geschichten von Transformation
Achtsamkeit gegen negative Gedanken
Fazit und Ausblick
Chapter 11: Beziehungen und Körperbild
Der Einfluss von Familienbeziehungen auf das Körperbild
Freundschaften und deren Einfluss auf unser Selbstbild
Partnerschaften und deren Rolle für das Körperbild
Die Rolle sozialer Medien in Beziehungen
Chapter 12: Der Weg zu einem positiven Körperbild
Die Grundlagen eines positiven Körperbildes
Selbstmitgefühl entwickeln
Die Kraft der Verbindung
Praktische Schritte zur Verbesserung des Körperbildes
Der Weg zur Selbstakzeptanz: Ein Schlusswort
In diesem Kapitel erforschen wir die Grundlagen unserer Körperwahrnehmung. Was bedeutet es, seinen Körper zu sehen und zu fühlen? Wir betrachten die vielfältigen Einflüsse, die unsere Sichtweise prägen, und wie frühkindliche Erfahrungen unser Verhältnis zum eigenen Körper beeinflussen. Wir werden uns ansehen, wie prägende Momente emotionsgeladene Bewertungen nach sich ziehen können, die den Grundstein für unser Selbstwertgefühl legen.
Frühkindliche Erfahrungen spielen eine entscheidende Rolle in der Entwicklung unserer Körperwahrnehmung. Diese frühen Phasen prägen, wie wir unseren Körper sehen und welche Gefühle wir ihm gegenüber empfinden. Hier betrachten wir, wie gesellschaftliche und familiäre Einflüsse unsere Beziehung zu unserem Körper formen.
Wie elterliche Einstellungen unsere Wahrnehmung prägen
Die elterlichen Einstellungen gegenüber dem eigenen Körper haben einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere eigene Körperwahrnehmung. Kinder nehmen die Bewertungen ihrer Eltern oft als Realität an. Wenn Eltern beispielsweise Wert auf äußere Erscheinung legen oder negative Kommentare über ihren eigenen Körper oder den von anderen machen, können sie unbewusst den Grundstein für ein gestörtes Körperbild legen.
Diese negativen Botschaften führen häufig zu einem inneren Dialog, der auf Selbstkritik und Scham aufbaut. Kinder lernen, ihren Wert aus dem Aussehen abzuleiten, was später zu Schwierigkeiten in der Selbstakzeptanz und dem Gefühl der Unzulänglichkeit führen kann. Ein unterstützendes und positives elterliches Vorbild kann hingegen helfen, ein gesundes Körperbewusstsein zu fördern, in dem Selbstliebe und Achtsamkeit im Mittelpunkt stehen.
Der Einfluss von Geschwisterbeziehungen auf unser Körperbild
Geschwisterbeziehungen sind ein weiterer bedeutender Faktor, der die Entwicklung unseres Körperbildes prägt. Oft stehen Geschwister in Konkurrenz zueinander, was besonders stark in der Kindheit und Jugend ausgeprägt ist. Diese Vergleiche können zu Unsicherheiten führen, wenn eines der Geschwister das Gefühl hat, dass das andere attraktiver oder erfolgreicher ist.
Negative Erfahrungen oder Mobbing unter Geschwistern können das Selbstwertgefühl beeinträchtigen und dazu führen, dass wir unseren Körper kritisch wahrnehmen. Auf der anderen Seite können unterstützende Geschwister, die einander in der Akzeptanz und Wertschätzung stärken, einen positiven Einfluss haben und helfen, eine gesunde Wahrnehmung des eigenen Körpers zu entwickeln.
Gesellschaftliche Normen und deren frühe Prägung
Gesellschaftliche Normen und Schönheitsideale sind zentrale Faktoren, die unsere Sichtweise auf den eigenen Körper prägen. Diese Ideale werden durch Medien, Werbung und das soziale Umfeld vermittelt und beeinflussen, was wir als „normal“ oder „schön“ empfinden. Schon in jungen Jahren sind Kinder den Bildern und Botschaften ausgeliefert, die ihnen suggerieren, wie sie auszusehen haben.
Die frühe Auseinandersetzung mit solchen Konzepten kann zu einem verzerrten Körperbild führen, da Kinder lernen, sich und andere gemäß diesen Standards zu bewerten. Es ist wichtig, sich diesen gesellschaftlichen Normen bewusst zu werden und zu hinterfragen, inwiefern sie unser Selbstbild beeinflussen. Ein kritischer Umgang mit Medien und deren Botschaften kann helfen, ein authentisches und positives Körperbild zu entwickeln.
Die Rolle von Kindheitserinnerungen in der Selbstakzeptanz
Kindheitserinnerungen sind prägend für unsere Entwicklung und beeinflussen maßgeblich unsere Fähigkeit zur Selbstakzeptanz. Positive Erinnerungen, in denen Kinder für ihren Körper gelobt oder akzeptiert werden, können ein gesundes Selbstbild fördern. Umgekehrt können schmerzhafte Erfahrungen, wie Krisen in der Körperwahrnehmung oder negatives Feedback, tief in das Selbstwertgefühl eingreifen.
Die Reflexion über eigene Kindheitserinnerungen und deren Einfluss auf das heutige Körpergefühl ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Selbstakzeptanz. Indem wir diese Erinnerungen aufarbeiten und verstehen, können wir die Muster erkennen, die uns im Erwachsenenleben begleiten. So wird der Weg zur Körperakzeptanz zu einem Prozess der Heilung und des Wachstums, der unsere Sichtweise auf unseren eigenen Körper nachhaltig verändern kann.
Bewertungen und das Erleben von Scham sind weit verbreitet in unserem Verhältnis zum eigenen Körper. In diesem Abschnitt untersuchen wir, wie diese Gefühle entstehen und wie sie unser Selbstwertgefühl beeinflussen können. Wir lernen auch, wie wichtig es ist, diese Empfindungen zu erkennen und anzugehen.
Die Entstehung von Schamgefühlen im Kontext des Körpers
Schamgefühle im Zusammenhang mit dem eigenen Körper sind oft das Ergebnis gesellschaftlicher Normen und individueller Erfahrungen. Diese Emotionen können in der Kindheit verwurzelt sein, wenn Kinder beginnen, ihren Körper mit anderen zu vergleichen und soziale Rückmeldungen zu erhalten. Der Druck, den Erwartungen der Gesellschaft zu entsprechen, kann dazu führen, dass unser Körper als unzureichend wahrgenommen wird.
Hierbei spielt das Umfeld eine entscheidende Rolle. Negative Kommentare über das Aussehen, sei es von Eltern, Gleichaltrigen oder Medien, können langanhaltende Schamgefühle hervorrufen. Diese Gefühle sind nicht nur emotional belastend, sondern können auch das Selbstbild erheblich verzerren. Sich selbst durch die Linse der Scham zu sehen, schränkt den Zugang zu einem positiven Körperbewusstsein ein und fördert ein negatives Selbstbild.
Wie Bewertungen von außen unsere Selbstwahrnehmung verzerren
Äußere Bewertungen haben einen enormen Einfluss auf unser Selbstbild. Wenn wir ständig Blicke und Kommentare von anderen wahrnehmen, wird unser Selbstwertgefühl häufig von diesen Rückmeldungen beeinflusst. Unsere Wahrnehmung, ob wir „schön“ oder „wertvoll“ sind, wird somit nicht nur durch eigene Gedanken, sondern auch durch die Stimmen unserer Umgebung geprägt.
Die Medien spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle, indem sie oft unerreichbare Schönheitsstandards propagieren. Diese Standards können wir uns selbst nicht unterwerfen, was zu einem verzerrten Selbstbild führt. Wenn wir uns mit Bildern von „perfekten“ Körpern vergleichen, entsteht häufig das Gefühl, nicht genug zu sein. Dies manifestiert sich in einem ständigen inneren Konflikt und kann die Akzeptanz des eigenen Körpers stark behindern.
Der Kreislauf von Scham und gesundheitlichen Auswirkungen
Der Kreislauf von Scham und negativen Körperwahrnehmungen kann weitreichende gesundheitliche Folgen haben. Scham führt häufig zu Vermeidungsverhalten; Menschen ziehen sich zurück, vermeiden soziale Interaktionen oder setzen sich extremen Diätpraktiken aus. Diese Verhaltensweisen können nicht nur das psychische Wohlbefinden, sondern auch die körperliche Gesundheit erheblich beeinträchtigen.
Langfristiger Stress und emotionaler Schmerz, der aus Scham resultiert, können zu ernsthaften Erkrankungen führen. Eine negative Selbstwahrnehmung kann auch das Risiko für Essstörungen, Depressionen und Angstzustände erhöhen. Es ist entscheidend, sich dieses Kreislaufs bewusst zu werden, damit Strategien zur Gesundung und Wiederherstellung des Körperbewusstseins entwickelt werden können.
Strategien zur Überwindung von negativen Bewertungen
Um negative Bewertungen zu überwinden, ist es hilfreich, Achtsamkeit und Selbstmitgefühl zu kultivieren. Achtsamkeit ermöglicht es, die eigenen Gedanken und Gefühle zu beobachten, ohne sie sofort zu bewerten. Diese Praxis hilft, sich von der Selbstkritik zu distanzieren und einen neutraleren Blick auf den eigenen Körper zu entwickeln.
Zusätzlich kann der Austausch mit Gleichgesinnten eine positive Wirkung haben. Unterstützungsgruppen oder Gespräche mit Freunden können helfen, das eigene Körperbild zu verbessern und die negative Sichtweise zu hinterfragen. Außerdem sind Affirmationen - positive Selbstbekräftigungen - eine effektive Methode, um schädliche Gedankenmuster zu durchbrechen. Indem wir Schritt für Schritt lernen, uns selbst wertzuschätzen, können wir Frieden mit unserem Körper schließen und das Selbstwertgefühl nachhaltig stärken.
Vergleichsdenken ist ein weiterer bedeutender Faktor, der unsere Körperwahrnehmung beeinflusst. Wir setzen uns ständig mit anderen in Beziehung und bewerten uns selbst nach Maßstäben, die oft unerreichbar sind. Hier betrachten wir, wie diese Gedanken ablenken und unser Selbstwertgefühl untergraben können.
Soziale Medien als Quelle des Vergleichs
Soziale Medien haben unsere Kommunikationsweise revolutioniert und gleichzeitig das Vergleichsdenken verstärkt. Täglich sehen wir eine kuratierte Auswahl von Bildern und Inhalten, die oft die besten Momente im Leben anderer Menschen zeigen. Dieses Phänomen lässt uns dazu verleiten, unsere eigene Realität mit den Hochglanzfotos anderer zu vergleichen.
Diese Vergleiche können negativ auf unser Selbstwertgefühl wirken, weil sie uns das Gefühl vermitteln, hinter anderen zurückzubleiben. Studien zeigen, dass Nutzer von sozialen Medien, die sich regelmäßig mit anderen vergleichen, häufiger negative Gefühle über ihren eigenen Körper und ihr Aussehen entwickeln. Die ständige Konfrontation mit scheinbar perfekten Leben kann zu Unzulänglichkeit und Scham führen, die unser emotionales Wohlbefinden beeinträchtigen.
Wie Vergleichsdenken unser Selbstbild verzerrt
Vergleichsdenken hat die Macht, unser Selbstbild auf subtile und tiefgreifende Weise zu verzerren. Wenn wir uns ständig mit anderen messen, fokussieren wir uns oft nur auf unsere Schwächen und Unzulänglichkeiten. Diese negativen Selbstbewertungen werden durch das ständige Streben nach dem unerreichbaren Ideal verstärkt, das durch Medien und Gesellschaft propagiert wird.
In dieser toxischen Denkweise verlieren wir den Blick für unsere individuellen Stärken und Qualitäten. Statt uns selbst zu schätzen, rutschen wir in einen Zustand der Selbstkritik ab. Dies kann das Selbstwertgefühl erheblich herabsetzen und Gefühle der Wertlosigkeit hervorrufen. Es ist entscheidend, sich dieser Dynamik bewusst zu werden, um einen gesünderen Umgang mit unserem Selbstbild zu finden.
Die Rolle der Popkultur und Werbung in der Selbstwahrnehmung
Popkultur und Werbung spielen eine zentrale Rolle dabei, wie wir uns selbst und unseren Körper wahrnehmen. Sie setzen oft unrealistische Schönheitsstandards und fördern bestimmte Ideale, die kaum erreichbare Erwartungen erzeugen. Die ständige Exposition gegenüber solchen Bildern prägt unser Bild davon, wie wir auszusehen und zu sein haben.
Diese Ideale bringen nicht nur Druck, sondern fördern auch ein verzerrtes Selbstbild. Menschen fühlen sich oft gezwungen, ihren Körper anzupassen, um den vorgegebenen Normen zu entsprechen. Diese Erwartungen können zu einem tiefen Gefühl der Unzulänglichkeit führen, wenn die Realität nicht den Verkaufsbildern entspricht. Bewusstsein ist der erste Schritt, um diesen Kreislauf zu durchbrechen und den eigenen Körper in seiner Einzigartigkeit zu akzeptieren.
Wege zur Selbstakzeptanz durch Weglassen des Vergleichs
Selbstakzeptanz beginnt mit dem Mut, den Vergleich mit anderen zu hinterfragen und abzubauen. Ein wichtiger Schritt ist, sich bewusst von sozialen Medien und anderen Vergleichsquellen zu distanzieren. Durch gezielte Pausen und reflexive Einstellungen können wir uns auf unseren eigenen Körper und unser individuelles Wohlbefinden konzentrieren.
Darüber hinaus können Achtsamkeitsübungen helfen, unser Selbstbild zu stärken und uns in der gegenwärtigen Realität zu verankern. Diese Praktiken fördern einen liebevollen und mitfühlenden Umgang mit uns selbst und ermutigen dazu, die Einzigartigkeit des eigenen Körpers zu würdigen. Indem wir den Fokus von externen Vergleichsmaßstäben weglenken, können wir eine gesunde Selbstakzeptanz entwickeln und Frieden mit uns selbst schließen.
Eine zentrale Erkenntnis auf dem Weg zur Selbstakzeptanz ist die Entkopplung des eigenen Wertes von äußeren Merkmalen. Dieser Abschnitt zeigt, wie das Verständnis oder die Umdeutung des eigenen Körpers zu einem gesünderen Selbstwertgefühl führen kann.
Wie unsere innere Stimme den Körperwert beeinflusst
Unsere innere Stimme spielt eine zentrale Rolle in der Wahrnehmung unseres Körperwertes. Sie ist oft von früheren Erfahrungen, sozialen Erwartungen und persönlichen Überzeugungen geprägt. Wenn wir negativ mit unserem Körper sprechen, internalisieren wir diese kritischen Kommentare und verstärken ein Gefühl von Unzulänglichkeit. Diese kritische Selbstwahrnehmung kann zu einem schwachen Selbstwertgefühl führen.
Um dies zu verändern, ist es entscheidend, die innere Sprache zu erkennen und zu transformieren. Anstatt sich für vermeintliche Mängel zu verurteilen, sollten wir lernen, uns wertzuschätzen und zu akzeptieren. Affirmationen oder dankbare Gedanken über den eigenen Körper können helfen, eine positive Beziehung zu ihm aufzubauen. Dieser Prozess ist nicht immer einfach, aber er erfordert nur Geduld und kontinuierliche Anstrengung.
Praktiken zur Förderung der inneren und äußeren Einheit
Die Förderung von Einheit zwischen unserem inneren Selbst und der äußeren Erscheinung ist entscheidend für wahrhaftige Selbstakzeptanz. Praktiken wie Achtsamkeit und Meditation können uns helfen, ein tieferes Verständnis für unseren Körper zu entwickeln. Durch bewusste Atmung und Körperwahrnehmung lernen wir, unseren Körper als Teil unserer Identität zu sehen, anstatt nur als Objekt der Beurteilung.
Bewegung kann ebenfalls eine wichtige Rolle in diesem Prozess spielen. Ob Yoga, Tanz oder einfaches Spazierengehen – diese Aktivitäten verbinden uns mit unserem physischen Körper und stärken das Gefühl der Einheit. Indem wir uns auf das Hier und Jetzt konzentrieren, können wir die Abhängigkeit von äußeren Bewertungen reduzieren und unser Selbstwertgefühl von innen heraus aufbauen.
Das Erkennen der eigenen Werte jenseits des Körpers
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Entkopplung des eigenen Wertes von äußeren Merkmalen ist das Erkennen persönlicher Werte. Oft definieren wir unseren Wert über äußere Maßstäbe wie Aussehen, Gewicht oder gesellschaftliche Erwartungen. Stattdessen sollten wir uns auf innere Werte konzentrieren, wie freundliches Handeln, Kreativität oder Intelligenz.
Indem wir uns fragen, was uns wirklich wichtig ist, können wir unsere Perspektive ändern. Übungen wie Journaling oder das Reflektieren über vergangene Erfolge helfen dabei, unsere Stärken und Werte herauszuarbeiten. Dieser Prozess der Selbstentdeckung legt den Grundstein für ein selbstbewussteres und erfüllteres Leben, unabhängig von äußerlichen Bewertungen.
Die Bedeutung von Selbstmitgefühl im Körperkult
Selbstmitgefühl ist ein entscheidender Baustein, um eine gesunde Beziehung zu unserem Körper zu entwickeln. In einer Welt, die oft unerbittlich in ihrer Bewertung unserer körperlichen Erscheinung ist, ist es wichtig, freundlich zu sich selbst zu sein. Selbstmitgefühl bedeutet, Verständnis für die eigenen Unvollkommenheiten zu haben und sich selbst mit derselben Wärme und Freundlichkeit zu begegnen, die man einem Freund entgegenbringen würde.
Praktiken wie das Verfassen von selbstmitfühlenden Briefen oder das Erinnern an positive persönliche Eigenschaften können helfen, diesen inneren Dialog zu fördern. Wenn wir uns selbst nicht verurteilen, sind wir eher in der Lage, unseren Körper zu akzeptieren, wie er ist. Dieses Gefühl der Akzeptanz ist entscheidend für das Entwickeln eines positiven Körperbildes und letztendlich für ein gesundes Selbstwertgefühl.
Hier beleuchten wir, wie gesellschaftliche Normen und Erwartungen unser Körperbild beeinflussen. Von Medienbildern bis zu sozialen Netzwerken – dieser Einfluss ist allgegenwärtig und kann unser Selbstbild maßgeblich formen. Wir diskutieren, wie Vergleiche mit anderen zu einem Gefühl der Unzulänglichkeit führen können und wie wichtig es ist, sich von diesen äußeren Maßstäben zu distanzieren.
In dieser Sektion betrachten wir, wie Medienbilder unseren Blick auf den eigenen Körper prägen. Angefangen bei Werbeanzeigen bis hin zu sozialen Medien vermitteln Bilder oft unerreichbare Schönheitsideale, die unser Selbstwertgefühl beeinträchtigen können.
Medienbilder als Maßstab
Die ständige Konfrontation mit idealisierten Körpern in Werbung und sozialen Medien hat einen tiefgreifenden Einfluss auf unser Selbstbild. Diese Bilder präsentieren oft unerreichbare Schönheitsideale, die mit Glück und Erfolg verknüpft sind. Wenn wir uns täglich solchen Darstellungen aussetzen, entsteht das Gefühl, unseren eigenen Körper permanent im Vergleich zu wahren Makellosen zu bewerten.
Diese Vergleiche können zu einem verzerrten Körperbild führen, in dem wir uns selbst nicht akzeptieren oder wertschätzen können. Viele Menschen entwickeln das Gefühl, nicht zu genügen, was ihr Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen kann. Es ist wichtig zu erkennen, dass diese Ideale oft bearbeitet und unrealistisch sind. Um ein gesundes Körperbild zu fördern, sollten wir diese externen Maßstäbe hinterfragen und lernen, den eigenen Körper mit Mitgefühl zu betrachten.
Soziale Bestätigung und Likes
In sozialen Netzwerken wird die Wahrnehmung von Schönheit häufig von Likes und Kommentaren beeinflusst. Diese digitale Bestätigung kann den Druck erhöhen, bestimmten Schönheitsidealen zu entsprechen. Wenn ein Bild viele Likes erhält, wird es automatisch als „schön“ oder „erstrebenswert“ kategorisiert. Dieser Abgleich führt dazu, dass viele Nutzer ihr Selbstwertgefühl aus diesen flüchtigen Momenten der Anerkennung schöpfen.
Die Sehnsucht nach sozialer Bestätigung kann dazu führen, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche zurückstellen. Statt den eigenen Körper zu schätzen, bewerten wir ihn durch die Linse der externen Meinungen. Ein bewusster Umgang mit sozialen Medien kann helfen, diesen Kreislauf zu durchbrechen, indem wir uns darauf konzentrieren, Inhalte zu konsumieren, die echte Körpervielfalt und Authentizität fördern.
Vergleichsfallen erkennen
Vergleiche mit anderen, insbesondere in einer von Social Media dominierten Welt, können unbewusst das Selbstwertgefühl untergraben und ein Gefühl von Unzulänglichkeit hervorrufen. Oft vergleichen wir uns mit Freunden, Influencern oder sogar Fremden und fokussieren uns dabei auf die vermeintlichen Schwächen des eigenen Körpers.
Diese Vergleiche sind jedoch nicht fair und dienen meistens dazu, unser Selbstwertgefühl zu sabotieren. Es ist wichtig, die eigenen Erfolge und einzigartigen Eigenschaften anzuerkennen und anzunehmen. Indem wir uns auf die eigene Reise der Selbstakzeptanz konzentrieren, können wir diese Vergleichsfallen vermeiden und ein gesünderes Körperimage entwickeln, das auf innerer Stärke basiert.
Der Einfluss von Influencern
