White Wedding - Küss die Braut! - Ally Blake - kostenlos E-Book

White Wedding - Küss die Braut! E-Book

Ally Blake

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Beschreibung

Eine Hochzeit - 5 Geschichten! White Wedding: die neue romantische Kurzgeschichtenreihe von LYX.digital. Honey und Brent haben es geschafft! Sie sind endlich verheiratet und fahren in einer schicken Limousine ihren Flitterwochen entgegen. Es war die größte Hochzeit, die in Bellefleur je gefeiert wurde, und nichts konnte den schönsten Tag in ihrem Leben trüben - was bei dieser Hochzeit nicht selbstverständlich war ...

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Seitenzahl: 31

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Inhalt

Titel

Zu diesem Buch

Widmung

Buchtext

Die Autorin

Impressum

ALLY BLAKE

White Wedding

Küss die Braut

Ins Deutsche übertragen von

Anita Nirschl

Zu diesem Buch

Honey und Brent sind überglücklich! Sie sind endlich verheiratet und erlebten in Bellefleur den schönsten Tag ihres Lebens, was angesichts ihrer Hochzeitsgäste jedoch alles andere als selbstverständlich gewesen war …

Für unsere furchtbar unglückliche Honey und die seltsame (und frei erfundene!) Stadt Bellefleur. Es war eine äußerst vergnügliche Reise.

Honey Moreau war verheiratet.

Honey Delacroix, korrigierte sie sich, während sie blind auf die Trennscheibe zwischen Chauffeur und dem Fond der Stretchlimousine starrte. Einen Augenblick lang fühlte sie sich, als wäre sie mitten in die Schlussszene des Films »Die Reifeprüfung« katapultiert worden. Nur dass sie neben dem Mann saß, mit dem sie tatsächlich verheiratet war.

Verheiratet. Sie war mit Brent Delacroix verheiratet! Honey wartete darauf, dass ihr Herz bei dem Gedanken einen freudigen kleinen Satz machte. Wartete noch ein bisschen länger. Aber nichts geschah. Kein Satz, kein Sprung, nicht einmal die kleinste Spur eines Hauchs eines Bebens.

Aber sie war verheiratet. Zumindest war sie sich ziemlich sicher, dass sie die ganze Sache hinter sich gebracht hatten. Sie erinnerte sich daran, dass sie wartend vor den großen Flügeltüren gestanden hatte, die auf den Rasen der herrlichen Plantage Belles Fleurs hinausführten. Sie erinnerte sich, wie die Musik anschwoll, wie ihr Vater ihre Hand in seiner Armbeuge festhielt. Erinnerte sich, dass ihre Mutter ihr leicht die Hand auf den Rücken legte, als die Türen aufschwangen. Erinnerte sich an die aufsteigende Panik in ihrer Kehle, und dann …

Nichts.

Sie sah hinunter auf ihre Hände, die gefaltet und reglos in ihrem Schoß lagen. Kein Händeringen, kein Geknabber an ihren perfekt manikürten Fingernägeln. Kein nervöses Wippen mit den Füßen, die säuberlich nebeneinander auf dem Fußboden der Limousine standen, die Knie geschlossen und leicht zur Seite geneigt. Dafür war sie viel zu gut erzogen. Schließlich stammte sie aus einer vornehmen Familie. Sogar so vornehm, dass ein mit Diamanten besetzter Ring an ihrem Ringfinger steckte. Platin. Eine Maßanfertigung.

Sie drehte das Schmuckstück an ihrem Finger herum und wunderte sich insgeheim, wie warm sich das Metall anfühlte, wo sie doch keine Wärme spürte. Nicht die geringste.

Dabei war sie ihr ganzes Leben darauf vorbereitet worden. Benimmschule, Tanzstunden, Französischunterricht, Anführerin des Cheerleader-Teams, Ballkönigin, Mitglied im einflussreichsten Wohltätigkeitsverein, Abschluss in Politikwissenschaft – all das war nur eine Vorbereitung auf diesen Tag gewesen. Also sollte sie doch jetzt, nachdem sie es geschafft hatte, eigentlich glücklich sein. Oder zumindest zufrieden.

Erleichtert kam der Sache noch am nächsten.

Denn während in diesem Augenblick die Hochzeitsgäste auf der Plantage das prachtvolle Feuerwerk bewunderten, mit dem die teuerste, außergewöhnlichste und pompöseste Hochzeit zu Ende ging, die die schöne Stadt Bellefleur je gesehen hatte, fühlte sich Honey Moreau nur betäubt.

Honey Delacroix, korrigierte sie sich erneut.

Bei diesem Gedanken wanderte ihr Blick, wenn auch mit ein paar Herzschlägen Verzögerung, zu ihrem Ehemann hinüber. Ihr Ehemann! Schwach hoffte sie, dass er ebenso erschüttert wirkte, wie sie sich fühlte. Das war allerdings schwer zu sagen, denn sie sah ihn nur vom Hals abwärts. Er hatte den Kopf wie ein Hund aus dem Fenster gesteckt und betrachtete, immer noch in Partystimmung, das Feuerwerk, das hinter ihnen am Himmel explodierte.

Ihre Gedanken dagegen wirbelten in so viele verschiedene Richtungen, dass sie Angst hatte, der Kopf könnte ihr abfallen.

Sie. War. Verheiratet.

Das kam fast einem Wunder gleich – trotz all der Mühen, die sie darauf vorbereitet hatten.

Schließlich hatte sie sich Brent quasi aus zweiter Hand geangelt, als er gerade frisch verlassen worden war. Von Pippa. Ihrer besten Freundin. Nachdem Pippa aus der Stadt geflohen war und ihn zurückgelassen hatte, hatte er … Trost gebraucht, den sie ihm nur allzu bereitwillig schenkte. Ganz gewiss nicht die beste Basis für eine Beziehung.