Wiedergeburt des Bösen - Jan Gardemann - E-Book
Beschreibung

Das magische Amulett Band 1 Roman von Jan Gardemann Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten. Brenda Logan erwacht in einem Krankenhausbett und leidet an Amnesie, nachdem man sie mit einem Schädeltrauma aus der Themse gefischt hat. In ihren Träumen wird sie von sonderbaren, sehr real erscheinenden Erinnerungen an ein junges Mädchen namens Mathilda verfolgt, die zur Zeit der Kreuzzüge auf der Burg der McLilians lebte … Im Krankenhaus erscheint der zwielichtige John Mordok und behauptet, ihr Ehemann zu sein. Obwohl Brenda eine Abneigung gegen den Mann verspürt, folgt sie ihm auf seine Burg und erkennt diese aus ihren Träumen wieder. Offensichtlich gibt es eine mysteriöse Verbindung zwischen Mathilda und ihr, zumal Mordok auf der Suche nach einem machtvollen Zauber-Amulett ist, das Brenda auch im Traum bei dem Mädchen sah. Das Amulett könnte Brenda und dem sympathischen Arzt Dr. Daniel Connors zum Verhängnis werden ...

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl:106

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi ohne Limit+” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS

Jan Gardemann

Wiedergeburt des Bösen

Das magische Amulett #1

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Wiedergeburt des Bösen

Das magische Amulett Band 1

Roman von Jan Gardemann

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten.

 

Brenda Logan erwacht in einem Krankenhausbett und leidet an Amnesie, nachdem man sie mit einem Schädeltrauma aus der Themse gefischt hat.

In ihren Träumen wird sie von sonderbaren, sehr real erscheinenden Erinnerungen an ein junges Mädchen namens Mathilda verfolgt, die zur Zeit der Kreuzzüge auf der Burg der McLilians lebte … Im Krankenhaus erscheint der zwielichtige John Mordok und behauptet, ihr Ehemann zu sein. Obwohl Brenda eine Abneigung gegen den Mann verspürt, folgt sie ihm auf seine Burg und erkennt diese aus ihren Träumen wieder. Offensichtlich gibt es eine mysteriöse Verbindung zwischen Mathilda und ihr, zumal Mordok auf der Suche nach einem machtvollen Zauber-Amulett ist, das Brenda auch im Traum bei dem Mädchen sah. Das Amulett könnte Brenda und dem sympathischen Arzt Dr. Daniel Connors zum Verhängnis werden ...

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2016

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Mathilda erreichte den Innenhof. Der Regen prasselte auf das Pflaster. Tiefe Pfützen hatten sich gebildet, in denen sich der Widerschein der Blitze flackernd spiegelte. Mathilda wollte gerade aus dem Kreuzgang hinaustreten, als ihr plötzlich eine schattenhafte Bewegung im Hof auffiel. Sofort drückte sie sich tiefer in die Dunkelheit des Ganges, dessen Dach von reichverzierten Holzsäulen getragen wurde. Bei der Gestalt im Hof handelte es sich um eine Nonne. Ihr Ordensgewand flatterte im stürmischen Wind. In der Mitte des Hofs befand sich ein Ziehbrunnen, auf den die Nonne direkt zuhielt. Als sie den Brunnen erreicht hatte, blieb sie einen Moment stehen und sah sich nach allen Seiten um. Erst dann schwang sie ein Bein über den Brunnenrand und kletterte in den Schacht hinein. Mathilda war verwundert. Noch verwunderter aber war sie, als ein Blitz die Dunkelheit zerriss und für einen kurzen Augenblick das Gesicht der mysteriösen Nonne erhellte. Es war Anglesey! Was mochte sie im Brunnen verloren haben? Und warum kletterte sie ausgerechnet nachts bei diesem Unwetter hinein?

Düster lag der lange Korridor vor ihr. Durch die schmalen Fenster, die in den zahlreichen Nischen auf der linken Seite des Ganges eingebettet waren, fielen dünne Streifen silbernen Mondlichts, das fahle Rechtecke auf die grauen Steine und die großen Ölgemälde der gegenüberliegenden Wand warf. Ein kalter Windhauch wehte durch die Fensteröffnungen herein und ließ das Mädchen frösteln. Sie zog die Seidenjacke enger um ihren Körper und raffte den knöchellangen, weit fallenden Rock zusammen, der sie beim Gehen behinderte. Wieder einmal hatte das Mädchen keinen Schlaf finden können. Quälende Gedanken hatten sie wachgehalten und den Wunsch in ihr erweckt, das Bildnis ihres Vaters zu betrachten.

Rasch schritt sie die Reihe der Gemälde ab, die in dem weitläufigen Korridor hingen. Das Echo ihrer eiligen Tritte hallte schaurig und hohl in dem Gemäuer wider, und das zuckende Licht ihrer Fackel warf gespenstische Schatten an die Wände.

Bei den Bildern handelte es sich überwiegend um Porträts. Sie zeigten die zahlreichen Ahnen der McLilians, die diese Burg erbaut hatten und Herrscher über die Ländereien westlich von London waren. Gemälde von grimmig dreinschauenden Rittern in glitzernden Kettenhemden hingen neben denen von zierlichen Frauen mit bunten Schleierhauben und aufwendigen Kleidern.

Das Mädchen kannte all die Namen, die zu den abgebildeten Menschen gehörten; und sie kannte die Geschichten und Legenden, die sich um sie rankten. Ihr Vater hatte immer viel Zeit darauf verwendet, ihr von den Ahnen und ihrem Leben zu erzählen.

Am Ende der Galerie hing ein ganz frisches Gemälde. Es wurde direkt von einem Mondstrahl getroffen, sodass es aussah, als wäre es von einer mystischen Aura umgeben. Es verströmte den Geruch von Ölfarbe und Firnis.

Als das Mädchen dieses Bildnis erreichte, steckte sie die Fackel in eine Halterung in der Wand und versank in den Anblick, den das frische Gemälde ihr bot.

Es zeigte einen stattlich aussehenden Mann. Ein kurzer Bart zierte sein markantes, männliches Kinn. Seine blauen Augen schauten stolz und würdevoll auf den Betrachter hinab. Er trug ein fein gearbeitetes Kettenhemd, das seinen ganzen Körper bedeckte. An seinem Arm lehnte ein großes Schild, das die Form eines Blütenblattes hatte. Der weiße Stoffkittel, den der Ritter über dem Kettenhemd trug, und das Schild wiesen das gleiche Symbol auf: ein rotes Kreuz auf weißem Grund. Das Zeichen der Kreuzritter!

Das Mädchen seufzte auf. Sie konnte ihren Blick nicht von dem Bildnis abwenden, das der Maler erst kurz vor der Abreise ihres Vaters angefertigt hatte. Sinnierend starrte sie dem Mann ins Gesicht und schien ihre Umgebung völlig vergessen zu haben.

»Wenn ich einmal groß bin, werde ich auch so ein mutiger Ritter wie dein Vater sein«, erklang plötzlich die helle Stimme eines Jungen hinter ihr.

Das Mädchen zuckte zusammen und wirbelte herum. Ein Junge in einem langen, wollenen Wams stand hinter ihr. Sein blondes, lockiges Haar wirkte unordentlich. Verwegen grinste er das Mädchen an.

»Habe ich dich etwa erschreckt, Mathilda?«, fragte er schadenfroh. »Du musst zugeben, dass ich mich meisterhaft anschleichen kann.«

Mathilda funkelte ihn wütend an. »Mein Vater sollte seinem Knappen aber auch beigebracht haben, höflich zu einer jungen Dame zu sein«, versetzte sie schnippisch. »Oder hast du seine Lehren schon wieder vergessen, Phillip?«

Der Seitenhieb saß.

Der Junge wurde rot und senkte beschämt den Blick. Mathilda wusste, wie sehr Phillip ihren Vater verehrte. Und sie wusste auch, wie sehr es Phillip schmerzte, dass er seinem Herrn nicht auf den Kreuzzug nach Palästina hatte folgen dürfen. Phillip war noch zu jung. Er zählte erst sechzehn Jahre. Mathildas Vater hatte ihn erst vor zwei Jahren in seine Dienste aufgenommen. Phillip war eine Waise, deren Eltern ums Leben kamen, als das kleine Dorf, in dem die Familie lebte, von Räubern überfallen wurde.

»Ich hätte alles dafür gegeben, wenn dein Vater mich als Knappen mit nach Jerusalem genommen hätte«, sagte Phillip traurig. »Aber er ließ mich zurück. Und wie stehe ich jetzt da? Alle werden mich für genauso feige halten wie deinen Onkel John.«

Als Mathilda sah, welche Wirkung ihre Worte auf Phillip ausübten, bereute sie ihre harte Bemerkung.

»Ich weiß, dass du kein Feigling bist«, erklärte sie ruhig. »Du bist für manche Dinge nur noch zu jung. So wie ich.«

Phillip schaute mit einem scheuen Blick zu ihr auf. Als Mathilda ihn anlächelte, errötete er wieder. Mathilda war es nicht entgangen, dass Phillip ihr häufig verstohlen nachschaute, wenn sie sich in der Burg begegneten. Er war der Erste, bei dem ihr aufgefallen war, welche Wirkung ihr erblühender Körper auf ein männliches Wesen ausüben konnte.

Verlegen schaute sie zur Seite.

»Du solltest nicht so schlecht über Onkel John reden«, sagte sie rasch, um das Thema zu wechseln. »Als die Ritter sich auf den langen, beschwerlichen Weg nach Palästina machten, war Onkel John schwer krank.«

»Pah!«, stieß Phillip verächtlich aus. »Jetzt macht er aber einen ganz munteren Eindruck. Er hat sich wie eine Made in der Burg eingenistet und spielt sich auf, als wäre er der Herr des Hauses. Wenn dein Vater hier wäre, würde er seinen schmarotzenden Bruder zum Tor hinauswerfen.«

»Phillip!«, stieß Mathilda tadelnd aus.

Aber der junge Knappe sah ihr fest in die Augen.

»Dein Onkel demütigt die Leute, wo er nur kann, und schielt den Frauen in der Küche nach. Und sein merkwürdiger Freund, den er mit angeschleppt hat, ist allen unheimlich. Man munkelt, Roderik wäre ein Zauberer und würde Unheil über die Burg bringen.«

Mathilda runzelte die Stirn. Auch ihr waren schon ähnlich lautende Gerüchte über den geheimnisvollen Begleiter ihres Onkels zu Ohren gekommen. Bisher hatte sie das für abergläubisches Gewäsch gehalten, mit dem das Gesinde sich die Zeit vertrieb. Dass nun auch Phillip ganz offen von diesen Dingen sprach, machte sie stutzig.

»Dieser Roderik und dein Onkel führen irgendetwas Böses im Schilde«, fuhr Phillip fort. »Dein Vater hat mir beigebracht, Menschen einzuschätzen. Und bei Roderik habe ich ein ganz merkwürdiges Gefühl. Außerdem treiben sich die beiden nachts im Kellergewölbe herum und verbieten jedem anderen, sich dort aufzuhalten.«

»Dir steht es nicht zu, über die Gäste unserer Burg zu richten«, wies Mathilda den Jungen zurecht. In Gedanken aber stimmte sie dem Knappen zu. Auch ihr war Roderik unheimlich. Und die unverfrorene Art, mit der Onkel John sie anstarrte, behagte ihr ganz und gar nicht.

»Warum erzählst du mir das alles?«, fragte Mathilda. »Und was hast du zu dieser späten Stunde überhaupt im Haupthaus der Burg verloren?«

Phillip schaute einen Moment verlegen zur Seite. Doch dann straffte sich seine Körperhaltung, und er richtete sich stolz auf.

»Dein Vater hat mir den Auftrag erteilt, dich während seiner Abwesenheit zu beschützen«, sagte er in würdevollem Tonfall. »Und seit dein Onkel und sein unheimlicher Begleiter in dieser Burg weilen, habe ich das unbestimmte Gefühl, dass du in Gefahr schwebst. Irgendetwas hecken die beiden im Keller aus. Ich wüsste nur zu gerne, was sie dort treiben.«

Mathilda konnte ein Kichern nur mühsam unterdrücken. Der Ernst, mit dem Phillip gesprochen hatte, wollte so gar nicht zu seinem Erscheinungsbild passen. Das struwwelige blonde Haar und die braunen Augen, in denen der Schalk blitzte, ließen ihn doch eher wie einen frechen, aber mutigen Jungen erscheinen als einen edlen Beschützer junger Damen.

Trotzdem musste Mathilda sich eingestehen, dass ihr die Worte des Knappen schmeichelten. Sie mochte Phillip, auch wenn er manchmal zu kindischen Streichen neigte. Er war ein aufrichtiger, aufmerksamer Junge. Mathilda wusste, dass sie gut daran tat, auf seine mahnenden Worte zu hören.

Sie glaubte allerdings nicht, dass sie auf seinen Schutz angewiesen sei, denn ihr Vater hatte sie heimlich in einigen Kampftechniken unterwiesen.

»Wenn du glaubst, dass Onkel John und Roderik im Kellergewölbe etwas Schlimmes vorbereiten, warum schauen wir dann nicht einfach nach?«

Phillip sah Mathilda erschrocken an. »Ich habe das bereits versucht«, sagte er aufgeregt. »Aber Roderik hätte mich beinahe erwischt. Obwohl ich völlig leise gewesen bin. Ich glaube, er hat meine Anwesenheit gespürt.«

»Vielleicht bist du die Sache nur noch nicht richtig angegangen«, sagte Mathilda überlegen und genoss den verärgerten Ausdruck, der sich auf Phillips Gesicht breitmachte.

»Was weißt du schon vom Anschleichen und Spionieren?«, stieß er wichtigtuerisch hervor.

»Vielleicht mehr als du denkst«, erwiderte Mathilda, wandte sich ab und rannte den dunklen Korridor entlang. Dann huschte sie in eine kleine, finstere Nische. Dort betätigte sie einen versteckten Hebel und verschwand kurz darauf in dem Geheimgang, der sich lautlos vor ihr auftat.

Vorsichtig drückte sie die Geheimtür zu und lauschte.

»Mathilda! Wo bist du?«, hörte sie Phillips gedämpfte Rufe und musste wieder ein Kichern unterdrücken. Phillip hatte keine Ahnung, dass die Burg mit einem komplizierten System aus Geheimgängen versehen war. Ihr Vater hatte sie mit dieser Besonderheit vertraut gemacht, weil er der Meinung war, dass es für Mathilda hilfreich sein könnte, als einzige Tochter und Erbin der Burg und der Ländereien über einige Trümpfe zu verfügen.

Mathilda ließ Phillip einige Minuten zappeln. Dann erst öffnete sie geräuschlos die Geheimtür und stand plötzlich hinter dem jungen Knappen im Korridor.

»Wenn ich einmal groß bin, werde ich die Herrin dieser Burg sein«, äffte sie Phillips Tonfall nach. »Und es wird in diesen Gemäuern kein Geheimnis geben, über das ich nicht Bescheid weiß.«

Phillip fuhr mit einem überraschten Aufschrei herum. Die Fackel, die er von der Wand genommen hatte, fiel ihm dabei fast aus der Hand.

Verdattert starrte er Mathilda an.

»Wie hast du das gemacht?«, fragte er eingeschüchtert. »Kannst du etwa auch hexen, so wie dieser Roderik?«

Mathilda lachte und schüttelte vergnügt den Kopf.

Doch dann wurde sie wieder ernst. Sie schaute Phillip fest in die Augen. »Du musst mir dein Ritterehrenwort geben, dass du niemand von dem erzählen wirst, was ich dir jetzt zeige.«

Phillip nickte verwirrt und starrte Mathilda misstrauisch an. »Ich verspreche es«, sagte er und machte ein Zeichen mit der Hand.

Mathilda nahm ihn beim Arm und führte ihn zur Nische. Die geheime Tür stand noch offen.

»Ein Geheimgang«, stieß Phillip beeindruckt hervor. »Das ist also das Geheimnis deines Verschwindens.«

Mathilda nickte. »Und jetzt werden wir Onkel John und Roderik mal auf den Zahn fühlen. Komm mit!«

2

Der Widerschein der Fackel geisterte gespenstisch durch die engen Gänge. Die Luft roch muffig und nach Fäulnis. Mathilda war froh, sich dazu entschlossen zu haben, Phillip in ihr Geheimnis einzuweihen und ihn mitzunehmen. Die Geheimgänge waren ihr stets unheimlich gewesen. Selbst jemand, der sich in dem System aus Stollen, Treppen und Gängen gut auskannte, lief Gefahr, sich hoffnungslos darin zu verlaufen, wenn er auch nur einen Augenblick unkonzentriert war und die falsche Abzweigung nahm.

Aber auch Phillip schien sich nicht besonders wohl in seiner Haut zu fühlen. Er sagte kein Wort und schaute sich immer wieder um, wenn ihn das Echo ihrer Schritte narrte oder eine huschende Ratte ihren Weg kreuzte.

Nach einer Weile gelangten sie an eine enge, steile Treppe, die in die Dunkelheit hinabführte.

»Wenn wir diese Treppe hinuntergehen, kommen wir zu dem Kellergewölbe, das du mir beschrieben hast«, flüsterte Mathilda. »Wir müssen uns ruhig verhalten und dürfen nicht sprechen. John und Roderik könnten sonst misstrauisch werden.«

Phillip nickte tapfer und wischte sich Spinnweben von der Schulter, die sich im rauen Stoff seines Wamses verfangen hatten.

Dann begannen sie den Abstieg. Die Wände glänzten feucht. Moose und Flechten hatten sich in den Ritzen der Felsquader angesiedelt.

Als sie das Ende der Treppe erreicht hatten, hörten sie Stimmengemurmel. Mathilda führte Phillip zu einer Nische. Sie tastete mit den Fingern über das kalte, feuchte Gestein. Dann hatte sie die kleine Klappe gefunden und schob sie vorsichtig auf.

Gelbes Licht drang durch die beiden daumennagelgroßen Löcher. Mathilda blinzelte und schob ihr Auge vor eine der Öffnungen. Kurz darauf spürte sie Phillips Kopf an ihrer Seite, der durch das andere Loch spähte. Seine Nähe übte eine beruhigende Wirkung auf sie aus.

Mathilda konzentrierte sich auf das, was sie durch das Loch sehen konnte.