Wovor hast du Angst? - Isabel Arvanitidis - E-Book

Wovor hast du Angst? E-Book

Isabel Arvanitidis

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Beschreibung

Anastasia leidet seit einem traumatischen Erlebnis an ausgeprägter Agoraphobie. Sie kann das Haus gar nicht mehr verlassen.

Eines Tages bekommt sie merkwürdige Anrufe und unerwarteten Besuch.

Wohin soll man fliehen, wenn man gefangen in seinen eigenen vier Wänden ist?

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Veröffentlichungsjahr: 2018

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Isabel Arvanitidis

Wovor hast du Angst?

BookRix GmbH & Co. KG81371 München

Prolog

Angst haben wir alle. Der Unterschied liegt in der Frage, wovor.

-Frank Thiessi

 

Hinter der Scheibe konnte man gerade noch so ihr Gesicht erkennen.

Ihr Puls schien nun so beschleunigt zu sein, dass sich ihre Atemfrequenz um ein vielfaches erhöht haben musste, denn binnen kür

zester Zeit bildete sich ein großer Fleck auf der Scheibe.

Ein Abbild ihres Atems.

Mit großen Augen blickte sie hinaus.

Und hier stand ich, in hoher Erwartung sie zu berühren, sie mit meinen Armen zu umschließen.

Ihr die letzte Atemluft zu rauben, ihr einen Kampf ums nackte Überleben zu bescheren.

Wie würde sie sich entscheiden?

Würde sie sich heraus trauen, oder blieb sie dort, so wie sich in Sicherheit wog?

Würde sie ihre Angst überleben?

Würde sie daran zerbrechen?

Kapitel 1

 

Anastasias Handy klingelte zwei Sekunden, so schnell konnte sie gar nicht abheben.

Eine anonyme Nummer, so etwas liebte sie, wie Fußpilz.

Wie sollte sie sich denn nun zurück melden?

Schnell legte sie das Smartphone wieder beiseite, denn es hatten sich schon weiße Farbflecken darauf abgezeichnet.

Farbe, die von dem Pinsel in ihrer Hand darauf getropft war.

Gott sei dank war sie nie der Typ Mensch gewesen, der viel Geld für technischen Schnick Schnack ausgab, so ärgerte sie sich nicht

weiter und konnte sich wieder ihrem Gemälde zuwenden.

In einer Woche musste es fertig sein, dann würde es abgeholt werden und in einer Gallerie zu finden sein.

Leider konnte Anastasia nicht daran teilnehmen, doch gefiel ihr der Gedanke, wie die Menschen davor stehen würden und rätselten,

was die Künstlerin gefühlt haben musste.

Sie grinste und schwang wieder den Pinsel.

 

 

Heute war ein sehr inspirierender Tag für sie.

Es gab Tage , da fiel ihr nichts ein und diese, an denen sie die Zeit beim Malen vergaß, und ehe sie sich versah, war es dunkel

draußen.

Nach gefühlten dreißig Minuten und wahrhaften zwei Stunden, wurde sie von dem Klingeln der Türe aus ihren künstlerischen

Gedanken gerissen.

"Tut mir leid, dass ich spät dran bin, aber ich musste vorher noch meine Einkäufe zu mir bringen, ich habe mir mal wieder Vanilleeis

gegönnt, und bevor es hinterher Suppe wird, naja , du weißt schon.‘‘

Vor ihr stand ihre Mutter mit Taschen, in die der Vorrat für eine zweiwöchige Reise gepasst hätte.

'‘Ich habe dir direkt viel eingekauft, ich bin ja ab morgen fünf Tage mit Thorsten auf Sylt.‘‘

Anastasia genoss es ihre Mutter so glücklich zu sehen.

Nach dem Tod ihres Vaters vor fünf Jahren, hatte diese sich lange zurück gezogen, und Anastasia hatte Angst, dass sie nie wieder

aus ihrem Schneckenhaus hervor gekrochen kommen würde, doch dann trat Thorsten in ihr Leben.

Er war ebenfalls Witwer und gegenseitig zogen sich die beiden wieder hoch.

Vier Beine stützten besser als zwei.

 

 

Ihre Mutter begann direkt die Nahrungsmittel in den Kühlschrank zu räumen.

"Es wäre so schön, hättest du heute mit uns bei ‚Iannis' zu Mittag essen können. Es gab Oktopus vom Grill, und die Sonne war

herrlich.‘‘

"Du weißt ganz genau, dass das nicht geht.‘‘, unterbrach Anastasia sie.

"Ich weiß.‘‘

Zwar hatte ihre Mutter sie vorgewarnt, nicht viel Zeit zu haben, doch war es eben diese, die nicht aufhören wollte zu plaudern, so

musste Anastasia sie irgendwann buchstäblich rausschmeißen.

Ihre Mutter war jedoch nicht sauer darüber, im Gegenteil.

"Ach du Schande, die Zeit vergeht viel zu schnell. Du bist mit allem versorgt, wenn noch was sein sollte, Tante Evas Nummer hast du