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Sebastian Woye

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Thema: Internationale Organisationen, Note: 2,3, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut), Veranstaltung: Politische Reaktionen auf wirtschaftliche Globalisierung, Sprache: Deutsch, Abstract: Die stockende und kurz vor dem Scheitern stehende Doha-Runde ist in mehrfacher Hinsicht ein schmerzlicher Rückschlag auf dem Weg zum Freihandel und mehr Wohlstand auf der ganzen Welt. Die Autorität der Welthandelsorganisation (WTO) als global anerkannte Institution für Handelsfragen steht auf dem Spiel. Ihr multilateraler Ansatz ist in Gefahr. Die möglichen ökonomischen und politischen Kosten eines Scheiterns der Welthandelsrunde sind immens. Die Ursachen sind unter anderem in einer dramatischen Verschiebung der weltwirtschaftlichen Kräfteverhältnisse der vergangenen Jahre zu suchen. Diese „neue Geografie des Welthandels“ wirkt sich in ungeahnter Weise auf die Weltwirtschaft und nicht zuletzt auf die Welthandelsorganisation aus. Mit den Worten des diplomatische Altmeister Henry Kissinger: „Die Welt als Ganzes ist heute so sehr in Bewegung wie schon seit Jahrhunderten nicht mehr.“1 Die Aufteilung zwischen dem reichen Norden und armen Süden hört auf zu existieren, weil die großen Staaten des Südens wirtschaftlich immer stärker werden. Sie emanzipieren sich vom bislang dominierenden Norden, und solidarisieren sich in bisher nicht gekannter Intensität. Die wirtschaftlichen Aufsteiger im Süden beziehen eine Position der Stärke und wollen politische Mitbestimmung, ob im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen oder bei den Verhandlungen der WTO. Angeführt wird diese Bewegung von Brasilien, China und Indien. Auch die multinationalen Konzerne dürfen als Faktor in dieser neuen Geographie des Welthandels nicht unbeachtet gelassen werden. Die Trennungslinien verwischen, nicht nur zwischen Norden und Süden, sondern im globalen Ausmaß. Getragen wird dieser Vorgang von einer Globalisierungswelle, die übergreifende Chancen, aber auch globale Probleme in sich birgt. Die Arbeit beschäftigt sich mit diesen neuen Mächte, den Reaktionen der Handelswelt und der Position der WTO in diesem bezug. Die Frage nach den Auswirkungen auf die WTO und ihren Zielen, soll mit Hilfe der theoretischen Grundlagen zum Freihandels, sowie aktueller Literatur zu den Verhandlungsrunden und zum Umfeld der WTO geklärt werden.

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Veröffentlichungsjahr: 2009

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Inhaltsverzeichnis
Kapitel
1.1 Vom GATT zur WTO
1.2 Ziele und Aufgaben
1.3 Theorie
1.4 Wechselwirkung Globalisierung und Liberalisierung
2.1 (Verlierer) Rolle der Entwicklungsstaaten
2.2 Die neuen Mächte
2.3 Faktor globale Unternehmen
3.1 Neuer Protektionismus
3.2 Die Verhandlungsrunden
3.3 Ausblick

Page 1

Sebastian Woye

Geschichte/ Sozialkunde

Lehramt L4

11. Semester

Page 1

Einleitung

Die stockende und kurz vor dem Scheitern stehende Doha-Runde ist in mehrfacher Hinsicht ein schmerzlicher Rückschlag auf dem Weg zum Freihandel und mehr Wohlstand auf der ganzen Welt. Die Autorität der Welthandelsorganisation (WTO) als global anerkannte Institution für Handelsfragen steht auf dem Spiel. Ihr multilateraler Ansatz ist in Gefahr. Die möglichen ökonomischen und politischen Kosten eines Scheiterns der Welthandelsrunde sind immens. Die Ursachen sind unter anderem in einer dramatischen Verschiebung der weltwirtschaftlichen Kräfteverhältnisse der vergangenen Jahre zu suchen. Diesecneue'}PŒ(]tošZvo^Á]Œlš]Z]vµvPZvšŒt]µ(]tošÁ]ŒšZ(šµvv]Zš

zuletzt auf die Welthandelsorganisation aus. Mit den Worten des diplomatische Altmeister Henry Kissinger:c]tošo'v̐]š Zµš } ZŒ ]vÁPµvPÁ] Z}v ]šJahrhundertenv]Zš uZŒX^1Die Aufteilung zwischen dem reichen Norden und armen Süden hört auf zu existieren, weil die großen Staaten des Südens wirtschaftlich immer stärker werden. Sie emanzipieren sich vom bislang dominierenden Norden, und solidarisieren sich in bisher nicht gekannter Intensität.

Die wirtschaftlichen Aufsteiger im Süden beziehen eine Position der Stärke und wollen politische Mitbestimmung, ob im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen oder bei den Verhandlungen der WTO. Angeführt wird diese Bewegung von Brasilien, China und Indien. Auch die multinationalen Konzerne dürfen als Faktor in dieser neuen Geographie des Welthandels nicht unbeachtet gelassen werden. Die Trennungslinien verwischen, nicht nur zwischen Norden und Süden, sondern im globalen Ausmaß. Getragen wird dieser Vorgang von einer Globalisierungswelle, die übergreifende Chancen, aber auch globale Probleme in sich birgt.

Die Arbeit beschäftigt sich mit diesenneuen Mächte,den Reaktionen der Handelswelt und der Position der WTO in diesem bezug. Die Frage nach den Auswirkungen auf die WTO und ihren Zielen, soll mit Hilfe der theoretischen Grundlagen zum Freihandels, sowie aktueller Literatur zu den Verhandlungsrunden und zum Umfeld der WTO geklärt werden.

1zitiert inHirn ,Wolfgang/Schwarzer, Ursula,Allianz der neuen Mächte,in:manager magazin,5/2005, S. 151.