XXL-Leseprobe: Dein perfektes Jahr - Charlotte Lucas - kostenlos E-Book

XXL-Leseprobe: Dein perfektes Jahr E-Book

Charlotte Lucas

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Beschreibung

XXL-Leseprobe zu Charlotte Lucas' Dein perfektes Jahr: Ein hinreißend schöner Roman über einen Mann, eine Frau und die wirklich wichtigen Fragen im Leben. Was ist der Sinn deines Lebens? Falls Jonathan Grief jemals die Antwort auf diese Frage wusste, hat er sie schon lange vergessen. Was ist der Sinn deines Lebens? Für Hannah Marx ist die Sache klar. Das Gute sehen. Die Zeit voll auskosten. Das Hier und Jetzt genießen. Und vielleicht auch so spontane Dinge tun, wie barfuß über eine Blumenwiese zu laufen. Doch manchmal stellt das Schicksal alles infrage, ...

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 52




Inhalt

Über dieses BuchÜber die AutorinTitelImpressumWidmungZitateAn die »Hamburger Nachrichten« Redaktion/Leserdienst1 »Jonathan« (1. Januar, Montag, 7:12 Uhr)2 »Hannah« (2 Monate zuvor, 29. Oktober, Sonntag, 8:21 Uhr)3 »Jonathan« (1. Januar, Montag, 8:18 Uhr)4 »Hannah« (2 Monate zuvor, 29. Oktober, Sonntag, 12:47 Uhr)

Über dieses Buch

XXL-Leseprobe zu Charlotte Lucas’ Dein perfektes Jahr

Ein hinreißend schöner Roman über einen Mann, eine Frau und die wirklich wichtigen Fragen im Leben. Was ist der Sinn deines Lebens? Falls Jonathan Grief jemals die Antwort auf diese Frage wusste, hat er sie schon lange vergessen. Was ist der Sinn deines Lebens? Für Hannah Marx ist die Sache klar. Das Gute sehen. Die Zeit voll auskosten. Das Hier und Jetzt genießen. Und vielleicht auch so spontane Dinge tun, wie barfuß über eine Blumenwiese zu laufen. Doch manchmal stellt das Schicksal alles infrage, …

Über die Autorin

Charlotte Lucas ist das Pseudonym von Wiebke Lorenz. Geboren und aufgewachsen in Düsseldorf, studierte sie in Trier Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaft und lebt heute in Hamburg. Gemeinsam mit ihrer Schwester schreibt sie unter dem Pseudonym Anne Hertz Bestseller mit Millionenauflage. Auch ihre Psychothriller »Allerliebste Schwester«, »Alles muss versteckt sein« und »Bald ruhest du auch« sind bei Kritik und Publikum höchst erfolgreich. Mit »Dein perfektes Jahr« begibt sie sich auf die Suche nach den Antworten auf die großen und kleinen Fragen des Lebens.

Charlotte Lucas

Dein perfektes Jahr

XXL-Leseprobe

BASTEI ENTERTAINMENT

XXL-Leseprobe des in der Bastei Lübbe AG erschienenen Werkes »Dein perfektes Jahr« von Charlotte Lucas

Für die Originalausgabe:Copyright © 2016 by Bastei Lübbe AG, Köln

Für diese Ausgabe:Copyright © 2016 by Bastei Lübbe AG, Köln

Lektorat: Bettina Steinhage

Projektmanagement: Stefan Dagge

Einbandgestaltung und -motiv: Bürosüd, München, © www.buerosued.de

E-Book-Produktion: Greiner & Reichel, Köln

ISBN 978-3-7325-3831-7

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

Für meine Mutter Dagmar Helga Lorenz

* 08. 03. 1945 – † 20. 10. 2015

Und für meinen Vater Volker Lorenz

Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben – aber den Tagen mehr Leben.

Chinesische Weisheit

»Eine ziemlich platte Weisheit.«

Jonathan N. Grief

An die »Hamburger Nachrichten«

Redaktion/Leserdienst

Per Mail

Hamburg, den 31. Dezember

Wertes Redaktionsteam,

bevor ich Ihnen heute einen guten Rutsch und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr wünsche, möchte ich Sie noch kurz auf ein paar Fehler in Ihrer aktuellen Ausgabe hinweisen.

Auf Seite 18 schreiben Sie über den neuen Kinofilm »Eiszeit« mit Henning Fuhrmann: »Henning Fuhrmann (33), der sich in den vergangenen Jahren bereits als Seriendarsteller einen Namen machen konnte …«

Hierzu möchte ich anmerken, dass Henning Fuhrmann laut Wikipedia am heutigen Tag, also am 31.12., Geburtstag hat. Somit ist er nicht mehr 33, sondern vielmehr 34 Jahre alt, was Ihnen offenbar entgangen ist. Zudem stimmt in dem von Ihnen formulierten Text die Vorzeitigkeit nicht, richtig müsste es heißen: »… der sich in den vergangenen Jahren bereits als Seriendarsteller einen Namen hatte machen können.«

Und auf der letzten Seite titeln Sie zum Thema Elbphilharmonie: »Jetzt gehen sie auf’s Ganze!« Hierbei wird »aufs« natürlich ohne Apostroph geschrieben!

Der Duden merkt hierzu an:

»1. Bei den allgemein üblichen Verschmelzungen von Präposition (Verhältniswort) und Artikel setzt man in der Regel keinen Apostroph.

– ans, aufs, durchs, fürs, hinters, ins, übers, unters, vors

– am, beim, hinterm, überm, unterm, vorm

– hintern, übern, untern, vorn; zur«

Wie immer mit hochachtungsvollen Grüßen

Jonathan N. Grief

1

Jonathan

1. Januar, Montag, 7:12 Uhr

Jonathan N. Grief war nicht zufrieden. Wie jeden Morgen hatte er um Punkt 6:30 Uhr seine Joggingschuhe angezogen, sich trotz Minusgraden aufs Mountainbike geschwungen und zu seiner täglichen Laufrunde um die Außenalster aufgemacht.

Und wie jedes Jahr am 1. Januar ärgerte er sich nicht nur über die Überreste von Böllern, Raketen und Chinakrachern, die zusammen mit dem grauen Schneematsch eine hässliche und rutschige Melange auf sämtlichen Bürgersteigen, Radwegen und Laufpfaden bildeten; er ärgerte sich nicht nur über die verrußten und zerbrochenen Sekt- und Bierflaschen, die in der Nacht als Abschussrampen hatten herhalten müssen und bei denen es offensichtlich niemand für nötig befunden hatte, sie anschließend im Altglascontainer zu entsorgen; und er ärgerte sich auch nicht nur über die dicke und diesige Luft, die die feierfreudigen – in Jonathan Griefs Augen verantwortungslosen – Hamburger durch ihr hirnloses Feuerwerksgeballer in einen Albtraum der Feinstaubbelastung verwandelt hatten, und die nun wie eine Dunstglocke über der Hansestadt waberte und ihm das Atmen erschwerte.

(Jetzt natürlich lagen die Silvesterleichen alle noch verkatert und komatös in ihren Betten, hatten ihre Neujahrsvorsätze vom weniger Trinken und nicht mehr Rauchen bereits um eine Minute nach Mitternacht mit einer besonders lautstarken Rakete in den Wind geschossen und bis in die frühen Morgenstunden randaliert und getobt, als ginge es sie nichts an, dass sie mal eben einen Betrag in Flammen aufgehen ließen, mit dem man den Bundeshaushalt im Handumdrehen sanieren könnte.)

Nein, nicht nur das war es, was Jonathan Grief ärgerte.

Am meisten empörte er sich darüber, dass seine Exfrau Tina es sich auch dieses Jahr nicht hatte nehmen lassen, ihm irgendwann im Verlauf der Nacht eine Schornsteinfegerfigur aus Schokolade vor seine Haustür zu stellen; zusammen mit einer Karte, auf der sie ihm wie immer »Ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr!« wünschte.

Ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr! Als er jetzt über die Krugkoppelbrücke trabte, von der aus der Pfad vorbei am »Red Dog« runter in den Alsterpark führte, erhöhte er sein Tempo auf 14 km/h, sodass jeder seiner Schritte mit einem satten Geräusch auf den Sandweg klatschte.

Ein erfolgreiches und ein glückliches neues Jahr! Jonathans Pulsuhr zeigte ihm eine Geschwindigkeit von 16 km/h und eine Herzfrequenz von 156 Schlägen die Minute an, heute würde er die Runde von 7,4 Kilometern vermutlich in Rekordzeit schaffen. Bisher lag sein schnellstes Ergebnis bei 33,29 Minuten, das würde er toppen, wenn er so weiterrannte.

Auf Höhe vom »Anglo-German Club« allerdings verlangsamte er seine Schritte schon wieder. Das war ja Unsinn. Weshalb sollte er sich über Tinas gedankenlose »Aufmerksamkeit« so sehr aufregen, dass er seine Gesundheit gefährdete und sich womöglich eine Zerrung einhandelte. Immerhin waren sie und er schon seit fünf Jahren getrennt, da durfte ihn ein blöder Schokoschornsteinfeger nun wirklich nicht dermaßen aus der Fassung bringen.