Verlag: Bastei Entertainment Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2017

XXL-Leseprobe: Die Stille zwischen Himmel und Meer E-Book

Kati Seck  

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E-Book-Beschreibung XXL-Leseprobe: Die Stille zwischen Himmel und Meer - Kati Seck

XXL-Leseprobe zu Kati Secks "Die Stille zwischen Himmel und Meer": Nirgends hörst du dein Herz deutlicher als in der Stille zwischen Himmel und Meer Die Nordsee im Herbst. Nirgends ist der Himmel weiter, die Luft klarer und das Meer beeindruckender. Genau deswegen ist Edda hierhergekommen. Aber die junge Frau ist nicht wie andere Touristen. Sie fürchtet sich vor dem endlosen Himmel und dem unbeherrschten Meer. Sie ist jedoch fest entschlossen, sich der Angst zu stellen und dem Himmel ins Gesicht zu lachen. Hier begegnet sie einem Mann, der genau wie sie mit seiner Vergangenheit kämpft. Eine Begegnung, die beide verändern wird ... Mit unverwechselbarer Stimme und erstaunlicher Eindringlichkeit zeichnet Kati Seck den Weg einer jungen Frau nach, die gegen alle Widerstände für ihre Lebensfreude kämpft Poetisch, gefühlvoll und ergreifend - ein Buch für alle, die sich schon einmal verloren gefühlt haben Diese Leseprobe enthält außerdem noch ein Interview mit Kati Seck zu ihrem Roman "Die Stille zwischen Himmel und Meer"

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E-Book-Leseprobe XXL-Leseprobe: Die Stille zwischen Himmel und Meer - Kati Seck

Inhalt

Cover

Über dieses Buch

Über die Autorin

Titel

Impressum

Widmung

PROLOG

1.

2.

3.

4.

5.

Interview mit Kati Seck zu DIE STILLE ZWISCHEN HIMMEL UND MEER

Über dieses Buch

XXL-Leseprobe zu Kati Secks »Die Stille zwischen Himmel und Meer«:

Nirgends hörst du dein Herz deutlicher als in der Stille zwischen Himmel und Meer

Die Nordsee im Herbst. Nirgends ist der Himmel weiter, die Luft klarer und das Meer beeindruckender. Genau deswegen ist Edda hierhergekommen. Aber die junge Frau ist nicht wie andere Touristen. Sie fürchtet sich vor dem endlosen Himmel und dem unbeherrschten Meer. Sie ist jedoch fest entschlossen, sich der Angst zu stellen und dem Himmel ins Gesicht zu lachen. Hier begegnet sie einem Mann, der genau wie sie mit seiner Vergangenheit kämpft. Eine Begegnung, die beide verändern wird …

Mit unverwechselbarer Stimme und erstaunlicher Eindringlichkeit zeichnet Kati Seck den Weg einer jungen Frau nach, die gegen alle Widerstände für ihre Lebensfreude kämpft

Poetisch, gefühlvoll und ergreifend – ein Buch für alle, die sich schon einmal verloren gefühlt haben

Diese Leseprobe enthält außerdem noch ein Interview mit Kati Seck zu ihrem Roman »Die Stille zwischen Himmel und Meer«

Über die Autorin

Kati Seck wurde am 8. Juni 1987 in Hachenburg geboren. Dort lebt und arbeitet sie auch heute noch, wenn es sie nicht mit Hund und wenig Gepäck ans Meer zieht. Als Katharina Seck veröffentlicht sie bereits Bücher in anderen Genres, mit »Die Stille zwischen Himmel und Meer« legt sie nun aber ihr persönlichstes Buch vor. Die Autorin hat einen großen Teil ihrer Kindheit in Krankenhäusern verbracht und kennt das Gefühl, durch äußere Zwänge ebenso wie durch Ängste eingeschränkt zu sein. Diese Erfahrung macht auch ihre Protagonistin Edda, wenngleich auf ganz andere Weise. Mit unverwechselbarer Stimme und beeindruckender Eindringlichkeit zeichnet Kati Seck den Weg einer jungen Frau nach, die gegen alle Widerstände für ihre Lebensfreude kämpft.

Kati Seck

XXL-Leseprobe

BASTEI ENTERTAINMENT

XXL-Leseprobe des in der Bastei Lübbe AG erscheinenden

Werkes »Die Stille zwischen Himmel und Meer« von Kati Seck

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

Für die Originalausgabe:

Copyright © 2017 by Bastei Lübbe AG, Köln

Für diese Ausgabe:

Copyright © 2017 by Bastei Lübbe AG, Köln

Covergestaltung: U1berlin/Patrizia Di Stefano

Unter Verwendung von Motiven von © 123RF.com und © getty-images: Jose Manuel Espinola Aguayo | EyeEm

eBook-Erstellung: Urban SatzKonzept, Düsseldorf

ISBN 978-3-7325-5377-8

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

PROLOG

Vor sieben JahrenDer eine Tag

Ich kauerte auf dem Rücksitz eines Polizeiautos und kniff jedes Mal krampfhaft die Augen zu, wenn der Wagen eine Straßenlaterne passierte. In der Dunkelheit der Nacht leuchteten die Lampen wie Milchstraßen in der unendlichen Leere des Universums.

Vorne unterhielten sich die beiden Polizeibeamten, die mich vor zwei Stunden von dort weggeholt hatten. Sie hatten mich in eine Decke gewickelt, aber meine Zähne klapperten trotzdem. Dabei war es nicht kalt. Die Sommernacht war lau, der graue Asphalt glänzte dunkel, und es roch nach etwas Schwerem, das mir das Atmen beinahe unmöglich machte. In mir selbst war alles gefroren, als hätte ich in eisigem Wasser gebadet, dessen Kälte sich bis in mein Herz fraß.

Vorsichtig wagte ich es, die Augen zu öffnen, als der Lichterschein hinter meinen Lidern verebbte. Die Häuser waren verschwunden, dafür gab es jetzt rechts und links nur noch Nacht und Bäume. Weit über mir hing der Vollmond und warf sein fahles Dämmerlicht auf die Umgebung. Die dunklen Flecken auf seiner Oberfläche erinnerten an ein Gesicht, das lächelte, und ich zwang mich, ruhiger zu atmen.

Je länger wir fuhren, umso mehr entspannte ich mich. Ich starrte einfach den Mond an, unentwegt. Er verharrte an der gleichen Stelle, als wolle er mir folgen, egal, wie schnell die Wälder an mir vorbeirauschten oder wie oft sie ihn vor meinen Blicken verbargen.

Das Auto raste. Der Mond blieb. Ich starrte zu ihm auf, immerzu auf den Mond, um den Himmel auszublenden, denn so viel Raum konnte ich nicht ertragen.

»Wie alt ist das Mädchen nochmal?«, hörte ich einen der Männer fragen.

»Siebzehn.«

»Und wie lange war sie da unten …« Er verstummte.

»Zwölf Jahre.«

Eine Wolke verdeckte den Mond. Ich sah nur noch einen silbernen Schimmer hinter den dünnen Wolkenrändern glimmen.

Ich zog mir die Decke über den Kopf, damit der Himmel nicht über mir zusammenbrach, und presste die Handflächen auf meinen Mund.

1.

GegenwartOktober

»In drei Kilometern links halten und in Richtung …«

Ich stellte die monotone Frauenstimme leiser, die mir seit fünf Stunden aus dem Navigationsgerät entgegentönte.

Noch etwas über eine Viertelstunde bis zum Zielort, zeigte die Routenberechnung an. Keine Stauwarnung, keine Baustellen. Ich war um fünf Uhr morgens losgefahren, um dem schlimmsten Verkehr zu entgehen, aber zu dieser Jahreszeit trieb es außer mir ohnehin nicht mehr viele Besucher in den hohen Norden. Die Zeit, im Sand zu liegen und sich in Träume zu flüchten, die man nach dem Sommer wieder vergaß, war vorüber.

Jetzt, wo ich bald da war, schlug das schlechte Gewissen, das mich den ganzen Weg begleitet hatte, allmählich in nervöse Anspannung um. Meine Mutter war gegen diese Reise gewesen. Sie hatte die Idee von Anfang an für sinnlos gehalten, sogar für gefährlich. In den ersten Wochen hatte sie sich geweigert, auch nur ein Wort davon zu hören.

»Willst du dir das wirklich antun?« Aufgeregt war sie vor ein paar Stunden neben mir auf und ab gelaufen, während ich meinen kleinen Fiat mit Koffern und Taschen vollgestopft hatte. Von der frühen Uhrzeit – am Horizont zeigte sich noch nicht einmal eine Ahnung des Sonnenaufgangs – hatte sie sich nicht abschrecken lassen.

»Ja, Mama. Wir haben das doch oft genug durchgekaut. Ich muss das einfach machen. Für mich.«

»Aber du kennst dort doch niemanden. Wer soll dir helfen, wenn …«

Ich hatte meine Ungeduld und die leise Angst, dass sie womöglich recht hatte, heruntergeschluckt und meine Mutter umarmt. Für sie war es fast ebenso schwer, loszulassen, wie für mich, zu gehen.

»Es sind nur fünf Stunden Autofahrt. Zwischen uns liegen keine Welten. Wenn irgendetwas ist«, ich klopfte mit den Fingerknöcheln gegen das Blech meines Wagens, »dann bin ich im Nullkommanix wieder hier.«

Mit dem Versprechen, mich zu melden, sobald ich heil angekommen war – und auch sonst mindestens zweimal täglich –, war ich losgefahren und hatte den Regen, der Mainz in eine Stadt aus grauen Wohnbauklötzen und sich spiegelndem Asphalt verwandelte, hinter mir gelassen. Nach gut zwei Stunden Fahrt ging die Sonne auf, trocknete die Straßen und ließ meine Angst verschwinden, bei Nässe und Dunkelheit einen schrecklichen Unfall zu verursachen.

Zumindest das Wetter schien es gut mit mir zu meinen.

Bei der nächsten Ausfahrt setzte ich den Blinker und verließ die Autobahn. Mein Herz begann schneller zu schlagen, als ich mich auf einer kleinen Landstraße wiederfand. Vor mir öffnete sich eine Welt, die ich bisher nur aus Fernsehreportagen und Bildbänden kannte. Ich dachte immer, so sattgrün, wie die Wiesen darin dargestellt wurden, könnten sie in Wahrheit niemals sein. Die endlosen Felder schienen sich von der Heuernte erholt zu haben, und das Gras beugte sich im Wind.