XXL-Leseprobe - T.R.O.J.A. Komplott - Ortwin Ramadan - kostenlos E-Book

XXL-Leseprobe - T.R.O.J.A. Komplott E-Book

Ortwin Ramadan

4,4

Beschreibung

Deinem Körper entkommst du nicht! Du wirst beobachtet, jeden Tag, 24 Stunden live. Und deine Augen sind die Kamera! Gesundheit ist Pflicht. Mit dieser Philosophie ist der 21-jährige Nico aufgewachsen. Wie alle anderen US-Bürger trägt auch er Nanobots in seinen Blutbahnen, die seinen Körper rund um die Uhr überwachen und sogar kleine Operationen vornehmen können. Als Nico als frischgebackener FBI-Agent für das Geheimprojekt T.R.O.J.A. rekrutiert wird, erfährt er allerdings, dass die kleinen Helfer im Körper noch wesentlich mehr können. Wenige Klicks genügen und die Nanobots docken sich an den Sehnerv an. Und schon erhalten die Ermittler Bilder, die direkt aus dem Kopf einer verdächtigen Zielperson kommen. Nico ist fasziniert. Das ist die Revolution im Kampf gegen Kriminalität und Terrorismus. Mit Feuereifer macht der junge Agent sich an seine erste Observation. Doch schon bald kommen ihm Zweifel. Warum ist die 20-jährige Beta überhaupt auf der Liste der Geheimdienste? Und wer steht eigentlich hinter T.R.O.J.A.? Als Nico das Projekt hinterfragt, wird er selbst zum Gejagten. Und vor den Spionen in seinem eigenen Körper scheint es kein Entrinnen zu geben …

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Seitenzahl: 35

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ISBN 978-3-649-66742-1

eBook © 2015 Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG, Hafenweg 30, 48155 Münster

Alle Rechte vorbehalten, auch auszugsweise

Text: Ortwin Ramadan

Covergestaltung: Eisele Grafik-Design, München

Lektorat: Dr. Rainer Schöttle, Sara Mehring

Satz: Sabine Conrad, Rosbach

eBook-Produktion: book2look Publishing 2015

Es handelt sich hierbei um eine XXL-Leseprobe. Das vollständige eBook ist Ende Januar 2015 erhältlich.

www.coppenrath.de

PROLOG

Etwas Kaltes kitzelte ihn im Gesicht. Nico öffnete verblüfft die Augen. Er lag auf dem Rücken, eine Wand aus Nadelbäumen umgab ihn von allen Seiten. Ihre verschneiten Kronen verengten den Himmel zu einem winzigen Fleck, und jedes Mal wenn eine Windböe über sie hinwegstrich, rieselten Eiskristalle auf ihn herab. Fasziniert beobachtete er das stumme Schauspiel. Die Stille um ihn herum war grandios, und während er sich noch fragte, wie er an diesen seltsam friedlichen Ort gelangt war, fuhr ihm plötzlich die Kälte wie ein Messer bis ins Mark. Sein Körper krümmte sich, alles an ihm begann zu zittern. Es war kalt. Furchtbar kalt.

Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er lediglich mit einem dünnen Hemd be kleidet im Schnee lag. Er versuchte aufzustehen, aber seine Beine knickten unter ihm weg. Sämtliche Muskeln schienen verrücktzuspielen, und er brauchte mehrere Anläufe, bis er auf seinen gefühllosen Füßen zum Stehen kam, ohne gleich wieder umzufallen. Er schlang die Arme um seinen schlotternden Körper und blickte sich um. Wie war er hierhergekommen?

Um ihn herum bogen sich die Äste unter ihrer weißen Last, und es schien, als sei er das einzige lebendige Wesen in dieser lautlosen Welt. Und dann entdeckte er den Jeep. Jemand hatte ihn zwischen zwei Tannen in einer Schneewehe festgefahren. Die Fahrertür stand weit offen und eine Fußspur führte quer über die Lichtung. Sie endete genau an der Stelle, an der er vor wenigen Augenblicken zu sich gekommen war. Verwirrt starrte Nico auf die Abdrücke, gleichzeitig regte sich sein Überlebenswille. Zitternd und mit unter die Achseln geklemmten Händen stapfte er los. Auch wenn er nicht die geringste Ahnung hatte, wem der Geländewagen gehörte – er konnte seine Rettung bedeuten. Die klirrende Luft biss in seine Lunge und bei jedem Schritt versanken seine Halbschuhe tief im Schnee. Seine Füße spürte er längst nicht mehr, ebenso wenig wie seine Finger. Verzweifelt versuchte er, sich darauf zu konzentrieren, was man ihm in seiner Ausbildung beigebracht hatte, aber auch sein Gehirn schien wie eingefroren. Das Einzige, woran er denken konnte, war die rettende Wärme.

Als Nico den Geländewagen endlich erreicht hatte, sank er erschöpft zu Boden. Sein Herz pumpte, zudem verhinderte das Zittern seiner Muskeln jede kontrollierte Bewegung. Der Impuls, einfach liegen zu bleiben und sich der Kälte wider standslos zu ergeben, wurde beinahe übermächtig. Stöhnend vor Anstrengung, zog er sich an der offenen Autotür hoch, dann schob er sich Zentimeter für Zentimeter hinter das Lenkrad. Als er den Schlüssel im Zündschloss entdeckte, hätte er beinahe laut gejubelt, aber ihm fehlte die Kraft dazu. Stattdessen griff er mit seinen gefühllosen Fingern nach dem Schlüssel, und als er ihn schließlich zu fassen bekam, drehte er ihn auf die Startposition. Nichts geschah. Nico versuchte es erneut. Vergeblich. Der Motor sprang nicht an. Ein Blick auf die Anzeige bestätigte seine Befürchtung. Der Tank war leer. Wer immer den Wagen hier zurückgelassen hatte, musste den Motor laufen gelassen haben. Nico sackte auf das Lenk rad. Eine Welle der Panik durchflutete seinen Körper, drohte ihn mit sich zu reißen. Er zwang sich, trotz der Schmerzen in seiner Lunge möglichst gleichmäßig zu atmen. Auf keinen Fall durfte er jetzt die Nerven verlieren. Vielleicht fand er im Kofferraum ja wenigstens eine Decke, mit der er sich warm halten konnte.

Vorsichtig ließ er sich durch die offene Fahrertür zurück in den Schnee gleiten. Dann umrundete er den festgefahrenen Wagen. Als er sein Heck erreichte, stutzte er. Zuerst nahm er an, seine benebelten Sinne würden ihm einen Streich spie