Verlag: Bastei Entertainment Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2017

XXL-Leseprobe: Taste of Love - Geheimzutat Liebe E-Book

Poppy J. Anderson  

3.88888888888889 (18)

Das E-Book lesen Sie auf:

Kindle MOBI
E-Reader EPUB für EUR 1,- kaufen
Tablet EPUB
Smartphone EPUB
Computer EPUB
Lesen Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?

Leseprobe in angepasster Form herunterladen für:

Sicherung: Wasserzeichen

E-Book-Beschreibung XXL-Leseprobe: Taste of Love - Geheimzutat Liebe - Poppy J. Anderson

XXL-Leseprobe zu Poppy J. Andersons Taste of Love - Geheimzutat Liebe: Eine Prise davon macht jedes Essen besser - Geheimzutat Liebe. Andrew Knight ist neuer Stern am Bostoner Gastrohimmel - doch mittlerweile total ausgebrannt. Beim spontanen Kurzurlaub in Maine trifft er auf Brooke Day, die den lokalen kulinarischen Geheimtipp leitet und nicht ahnt, wer sich da bei ihr einquartiert. Gemeinsam machen sie aus dem bisher erfolglosen Geheimtipp eine In-Location, und Andrew hat zum ersten Mal seit Jahren wieder Spaß beim Kochen. Doch kann Brooke ihm verzeihen, dass er ihr nicht die Wahrheit gesagt hat? Der erste Band der bezaubernden Liebesroman-Reihe Taste of Love von Bestseller-Autorin Poppy J. Anderson. Diese Leseprobe enthält außerdem die Lieblingsrezepte von Brooke Day, Andrew Knight und Poppy J. Anderson selbst. Schnell reinlesen und ausprobieren!

Meinungen über das E-Book XXL-Leseprobe: Taste of Love - Geheimzutat Liebe - Poppy J. Anderson

E-Book-Leseprobe XXL-Leseprobe: Taste of Love - Geheimzutat Liebe - Poppy J. Anderson

Inhalt

Cover

Über die Autorin

Titel

Impressum

Widmung

1

2

Poppys Lieblingsrezepte

Unsere Empfehlungen

Über die Autorin

Poppy J. Anderson hatte schon immer eine große Schwäche für das Geschichtenerzählen, ihre ersten schriftstellerischen Versuche brachte sie bereits mit zwölf Jahren zu Papier. Nach ihrem Studium nahm sie allen Mut zusammen und stellte endlich einen ihrer Texte einem größeren Publikum vor. Mit umwerfendem Erfolg: Ihre witzigen Romane, die alle in den USA spielen und von der großen Liebe handeln, begeisterten so viele Leser, dass Poppy als erste deutsche Selfpublisherin zur Auflagenmillionärin wurde. Wenn sie nicht gerade schreibt oder über neue Geschichten nachdenkt, reist sie gerne an die abgelegensten Orte der Welt oder spielt zu Hause in einer rheinländischen Großstadt mit ihren beiden Hunden Anton und Zipi.

POPPY J. ANDERSON

TASTE OF LOVE

Roman

BASTEI ENTERTAINMENT

XXL-Leseprobe des in der Bastei Lübbe AG erscheinenden Werkes »Taste of Love – Geheimzutat Liebe« von Poppy J. Anderson

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

Copyright © 2017 by Bastei Lübbe AG, KölnLektorat: Bettina SteinhageTextredaktion: Ulrike Strerath-BolzUmschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, Münchenunter Verwendung eines Motivs von© FinePic®, München

eBook-Erstellung: Urban SatzKonzept, Düsseldorf

ISBN 978-3-7325-4176-8

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

Für meinen Opa,der mir mein erstes Buch geschenkt und

Andrew Knight ignorierte seine Assistentin, die ihm im Nacken saß und von Sekunde zu Sekunde mehr Unwillen auszustrahlen schien. Um sich ein wenig abzuschirmen, hielt er sich das Handy ans Ohr und lauschte mit aller Geduld, zu der er momentan fähig war, den schier endlosen Ausführungen seiner Tante.

Eigentlich hatte er genug zu tun und ahnte nach einem kurzen Blick auf seine Armbanduhr, dass ihm der größte Stress des Tages noch bevorstand, auch ohne dass Tante Daisy ihm kostbare Zeit raubte. Da sie jedoch nicht nur seine Tante, sondern auch seine Managerin war, blieb ihm gar nichts anderes übrig, als das eindimensionale Gespräch fortzuführen und zu hoffen, dass ihr bald die Stimme versagte. Das atemlose Krächzen, das sie mittlerweile ausstieß, während sie ihm von ihrer neuesten Idee berichtete, ließ jedenfalls vermuten, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft auflegen würde.

Stumm und zudem wenig begeistert hörte sich Andrew an, was Tante Daisy zu sagen hatte, und marschierte währenddessen durch sein Restaurant, das jetzt am Vormittag noch menschenleer war. Missmutig runzelte Andrew die Stirn, als er an den kunstvoll abgewetzten Chesterfieldsesseln des Empfangsbereichs vorbeilief und dabei an den Künstler dachte, der unbedingt heute mit ihm über die Möglichkeit sprechen wollte, seine Bilder in Andrews Restaurant auszustellen. Normalerweise hätte Andrew einem solchen Termin niemals zugestimmt, doch da der Maler der Freund des Bruders seiner Ex war, hatte er zähneknirschend versprochen, ihn zu treffen.

Seit er vor einigen Monaten sein Restaurant Knight’s in Boston eröffnet hatte, häuften sich die Anrufe alter Schulfreunde, ehemaliger Freundinnen und längst vergessener Bekannter, die ihn um irgendwelche Gefallen baten. Andrew wusste selbst, dass er auf solche Anfragen nicht eingehen sollte, doch in diesem Fall war es anders: Diese Frau hatte ihn nackt gesehen und auf seinen damaligen Wunsch hin Dinge getan, die in einigen Bundesstaaten gegen das Gesetz verstießen. Wenn sie ihn jetzt um einen Gefallen bat, konnte er schlecht Nein sagen.

»Die Produzenten sind begeistert, Andrew! Wir haben …«

»Moment, Tante Daisy«, unterbrach er nun doch den Monolog seiner Tante und blieb an der glänzend polierten Bar stehen. Mit zwei Handgriffen korrigierte er die Position von einem der Barhocker, der nachlässig und völlig schief an den Tresen geschoben worden war, runzelte die Stirn und brummte in den Hörer hinein: »Du hast bereits mit einem Produzenten gesprochen?«

Das Seufzen seiner übereifrigen Tante klang entschuldigend. »Ich weiß, dass ich das erst einmal mit dir hätte besprechen müssen, Andy, aber die Gelegenheit ergab sich völlig spontan. Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist, nicht wahr?«

Andrew fielen sofort zwei Dinge auf: Erstens nannte Tante Daisy ihn nur dann Andy, wenn sie ihn weichkochen und von einer Idee überzeugen wollte. Und zweitens verlegte sie sich immer dann auf Sprichwörter, wenn sie sich ertappt fühlte. Dass ihr Treffen mit einem TV-Produzenten spontan abgelaufen war, kaufte Andrew ihr deswegen nicht eine Sekunde lang ab. Da er seine Tante jedoch trotz ihrer nervtötenden und teilweise übergriffigen Art sehr liebte, hielt er sich mit Verdächtigungen gentlemanlike zurück.

Stattdessen versuchte er es mit der Vernunft. »Tante Daisy, das mag eine tolle Idee sein, aber das Restaurant frisst meine komplette Zeit auf. Ich weiß ja nicht einmal, wie ich …«

»Aber, Andrew, bedenke doch, was das für deine Karriere bedeuten würde! Du hättest eine eigene TV-Show, eine landesweite TV-Show«, betonte sie mit der Aufregung einer Schülerin, die sich für ihren ersten Schulball schminkte und in ein viel zu enges Kleid quetschte. »Dein Name würde noch bekannter werden, was wiederum von Vorteil wäre, falls du eine Restaurantkette eröffnen willst.«

»Wer sagt denn, dass ich eine Restaurantkette eröffnen will?«, fragte er ehrlich überrascht.

Seine Tante ging auf den Einwand gar nicht ein, sondern flüsterte geradezu ehrfürchtig: »Denk an Martha Stewart, Andrew.«

»Ich tue Tag und Nacht nichts anderes«, erwiderte er übertrieben feierlich. »Allerdings wüsste ich nicht, was Martha Stewart damit zu tun haben soll, dass du mir eine TV-Show vorschlägst.«

»Also, bitte!«, rief seine Tante empört. »Martha Stewart ist die amerikanische Ikone schlechthin, was das Kochen betrifft. Und sie ist ständig in diversen TV-Shows zu sehen.«

Andrew konnte ein Ächzen nicht unterdrücken. »Außerdem war sie ziemlich oft vor Gericht zu sehen und durfte bestimmt hinter Gittern für ihre Mithäftlinge kochen, Daisy. Soll ich mir tatsächlich Martha Stewart zum Vorbild nehmen? Dann darfst du mir später einmal einen Kuchen mit integrierter Feile backen und in den Knast schmuggeln.«

»Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.« Tat-sächlich klang Daisy derart verständnisvoll, als wäre Martha Stewart wegen eines ausgespuckten Kaugummis im Gefängnis gelandet. »Sei nicht so negativ. Wenn dir Martha Stewart nicht gefällt, denk von mir aus an Jamie Oliver und Gordon Ramsay.«

Andrew seufzte schwer und ließ seinen Blick über die Reihen von dezent ausgeleuchteten Flaschen wandern, während er sich in Gedanken eine Notiz machte, mit dem Sommelier über die letzte Lieferung des Pinot Gris zu sprechen, der eine Katastrophe gewesen war. Dann fragte er gottergeben nach: »Was ist mit Jamie Oliver und Gordon Ramsay?«

»Was soll mit ihnen sein?«, empörte sich Tante Daisy. »Du weißt sehr gut, welchen Bekanntheitsgrad die beiden haben – dank ihrer TV-Shows. Auf der ganzen Welt kennt man ihre Namen, kauft ihre Bücher und besucht ihre Restaurants. Der Grund ihres Erfolges ist ihre mediale Präsenz. Wenn du deine eigene TV-Show hättest, wäre das nicht nur ein Grundstein für einen nationalen, sondern auch für einen internationalen Durchbruch, Andrew.«

»Die beiden kommen aus Großbritannien«, brummte Andrew und konnte den abfälligen Tonfall in seiner Stimme kaum unterdrücken. »Du weißt, was ich von der britischen Küche halte.«

»Dann denk an Mario Batali, um Himmels willen«, fuhr sie ihn an. »Der Mann verdient sich dumm und dämlich.«

Vor lauter Schreck verschluckte sich Andrew, als er plötzlich das Bild des rothaarigen, übergewichtigen Fernsehkochs vor Augen hatte, der vor der Kamera nicht nur billige Plastiksandalen trug, sondern sich gerne für Fotos Ketten aus Salamis um den Hals hängte. Er musste husten.

»Geld ist nicht alles, Daisy.«

Mal abgesehen davon, dass Andrew weder dadurch bekannt werden wollte, dass er vor laufender Kamera ein Schwein schlachtete, noch dass er seine Mitarbeiter anschrie und sie zum Heulen brachte wie Gordon Ramsay, hatte er überhaupt kein Interesse daran, sein Gesicht ständig im Fernsehen oder auf Kochbüchern zu sehen. Er war Koch und kein Showmaster oder Entertainer. Anstatt sich auf seine mediale Präsenz zu konzentrieren, wie Tante Daisy es vorschlug, wollte er seine Zeit und Energie in sein Restaurant stecken, irgendwann zum besten Küchenchef der Stadt werden und in der Zwischenzeit seine Gäste anständig bewirten. Das ganze Drumherum machte ihm bereits genug zu schaffen, ohne dass er jetzt auch noch zum TV-Koch werden musste. In den letzten Monaten fühlte er sich ohnehin zunehmend ausgebrannt. Er hatte von Anfang an von morgens bis spät in die Nacht geschuftet, um sicherzugehen, dass sein Restaurant gut lief und keinen Schiffbruch erlitt.

Und jetzt, da alles so gut – fast schon zu gut – lief, war er vollkommen erschöpft.