XXL-Leseprobe: Wir sehen uns beim Happy End - Charlotte Lucas - kostenlos E-Book

XXL-Leseprobe: Wir sehen uns beim Happy End E-Book

Charlotte Lucas

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Beschreibung

XXL-Leseprobe zu Charlotte Lucas' "Wir sehen uns beim Happy End": Ella liebt Märchen. Aber noch mehr liebt sie Happy Ends. Schließlich gibt es schon genug Schlimmes auf der Welt, wer braucht da noch Geschichten mit schrecklichem Ausgang? Und so schreibt sie sie einfach um, gibt ihnen ein schöneres, nein, das richtige Ende. Oscar ist traurig. Aber er weiß es nicht einmal. Dann trifft er auf Ella, die möchte, dass auch bei ihm alles gut wird. Nur: Kann man das überhaupt? Einem anderen Menschen ein Happy End schenken? Und was tut man, wenn der das vielleicht gar nicht will? Ein zauberhafter Roman über das Schicksal, märchenhafte Begegnungen - und die Frage, ob jede Geschichte gut ausgehen muss. Diese Leseprobe enthält außerdem noch ein Interview mit Charlotte Lucas zu Ihrem Roman "Wir sehen uns beim Happy End".

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 120




Inhalt

CoverÜber dieses BuchÜber die AutorinTitelImpressumWidmungZitatBetter Endings: Unterwegs nach Cold Mountain. Oder: Ich glaube, ich spinne!1Better Endings: Ist Heimat ein Ort?2345Better Endings: Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss6Interview

Über dieses Buch

XXL-Leseprobe zu Charlotte Lucas’ »Wir sehen uns beim Happy End«:

Ella liebt Märchen. Aber noch mehr liebt sie Happy Ends. Schließlich gibt es schon genug Schlimmes auf der Welt, wer braucht da noch Geschichten mit schrecklichem Ausgang? Und so schreibt sie sie einfach um, gibt ihnen ein schöneres, nein, das richtige Ende.

Oscar ist traurig. Aber er weiß es nicht einmal. Dann trifft er auf Ella, die möchte, dass auch bei ihm alles gut wird. Nur: Kann man das überhaupt? Einem anderen Menschen ein Happy End schenken? Und was tut man, wenn der das vielleicht gar nicht will?

Ein zauberhafter Roman über das Schicksal, märchenhafte Begegnungen – und die Frage, ob jede Geschichte gut ausgehen muss.

Diese Leseprobe enthält außerdem noch ein Interview mit Charlotte Lucas zu Ihrem Roman »Wir sehen uns beim Happy End«

Über die Autorin

Charlotte Lucas ist das Pseudonym von Wiebke Lorenz. Geboren und aufgewachsen in Düsseldorf, studierte sie in Trier Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaft und lebt heute in Hamburg. Gemeinsam mit ihrer Schwester schreibt sie unter dem Pseudonym Anne Hertz Bestseller mit Millionenauflage. Mit DEIN PERFEKTES JAHR eroberte sie auf Anhieb die Spiegel-Bestsellerliste, schon vor Erscheinen wurden die Übersetzungsrechte in zehn Länder verkauft.

XXL-Leseprobe

BASTEI ENTERTAINMENT

XXL-Leseprobe des in der Bastei Lübbe AG erscheinenden Werkes »Wir sehen uns beim Happy End« von Charlotte Lucas

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

Für die Originalausgabe:

Copyright © 2017 by Bastei Lübbe AG, Köln

Für diese Ausgabe:

Copyright © 2017 by Bastei Lübbe AG, Köln

Textredaktion: Bettina Steinhage

Umschlaggestaltung: www.buerosued.de

eBook-Erstellung: hanseatenSatz-bremen, Bremen

ISBN 978-3-7325-5379-2

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

Für meine Schwester Frauke Scheunemann

Danke für all die Geschichten, die du früher für mich erfunden hast.

Am Ende wird alles gut.Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.

(Emilia Faust, geklaut bei Oscar Wilde)

Donnerstag, 3. Oktober, 04:23 Uhr

Unterwegs nach Cold Mountain. Oder: Ich glaube, ich spinne!

Liebe Netzgemeinde,

zu nachtschlafender Zeit noch ein Text von mir, aber ich habe mich heute – beziehungsweise gestern – Abend so dermaßen aufgeregt, dass ich sofort einen neuen Beitrag für Better Endings verfassen musste.

P. hat einen Film mit nach Hause gebracht, den er sich mit mir ansehen wollte. Unterwegs nach Cold Mountain mit Jude Law, Nicole Kidman und Renée Zellweger, und er hat Stein und Bein geschworen, dass die Geschichte gut ausgeht. Im Gegenteil, mein lieber Verlobter hat sogar behauptet, Cold Mountain wäre für eine Romantikerin wie mich genau das Richtige, ganz großes Kino mit noch größeren Gefühlen.

Tja, was soll ich sagen? Ich war entsetzt! Diejenigen von euch, die den Film kennen, wissen, warum: Da kämpft man sich zweieinhalb Stunden durch eine Story voller Angst, Elend, Trauer und Krieg – und kurz vor Schluss wird Jude Law nach nur einer einzigen Liebesnacht mit Nicole Kidman erschossen!

Ich meine, ERSCHOSSEN! Der Love Interest, knall, bumm, peng, tot. Viel schlechter kann ein Film doch gar nicht ausgehen!

Natürlich hat P. sich wortreich bei mir entschuldigt und erklärt, er hätte da in seiner Erinnerung etwas durcheinandergebracht. Davon hatte ich aber auch nichts mehr, dieses schreckliche Ende war und ist in meinem Kopf.

Und so sitze ich seit drei Stunden an meinem Rechner, um mir für Unterwegs nach Cold Mountain ein Happy End auszudenken. Das Ergebnis lade ich hier hoch und wünsche wieder gute – und vor allem schöne! – Unterhaltung damit.

Jetzt gehe ich ins Bett und hoffe, dass ich einigermaßen schlafen kann. Wenigstens ist morgen (heute) Feiertag, so dass ich nicht so früh rausmuss. Übrigens: Nächste Woche schreibe ich wieder mehr zu den Hochzeitsvorbereitungen. So langsam wird es ja ernst, und wir müssen uns demnächst entscheiden, wo wir feiern wollen, sonst ist bald alles ausgebucht. Ein paar schöne Locations hier oben im Norden habe ich bereits entdeckt, die werde ich euch dann alle vorstellen. Aber jetzt war Cold Mountain erst einmal wichtiger.

Euch allen eine gute Nacht! Und immer daran denken:

Am Ende wird alles gut.

Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.

In diesem Sinne alles Liebe von eurer

Ella Cinderella

Kommentare (256)

Sweet Mondträumerin, 07:33 Uhr

Oh Mann, Cold Mountain! Der hat mir damals auch wahre Albträume beschert, sooo furchtbar fand ich das Ende. Nein, eigentlich war der ganze Film furchtbar. Was hat P. sich dabei nur gedacht? Er ist doch sonst immer so aufmerksam und lieb!

Fühl dich ganz fest geknuddelt, liebe Ella. Und vielen Dank für dein Better End, das werde ich jetzt sofort mal lesen  

Glitzer-Elfe XXL, 07:38 Uhr

Schluck! Ich habe den Film nie gesehen, aber nach dem, was du hier schreibst, bin ich auch echt froh darüber. Wirklich blöd von P., da ist aber morgen mal ein fetter Blumenstrauß fällig! Schlaf gut und träum hoffentlich was Schönes. Du hast es dir verdient!

Loveisallaround_82, 07:41 Uhr

Danke, danke, DAAAAAANKE! Dieser Film spukt mir seit Jahren im Kopf herum, und nun gibt es dank dir ein neues Ende. Ella, du bist einfach spitze!

BLOXXXBUSTER, 08:11 Uhr

Was soll der Mist? Unterwegs nach Cold Mountain ist ein Jahrhundertwerk, und wer daran herumpfuscht, hat sie nicht mehr alle. Und außerdem viel zu viel Zeit. Echter Weiberkram eben.

Little_Miss_Sunshine_and_Princess, 08:17 Uhr

Halt die Klappe, Bloxxx! Wenn dir Ellas Seite nicht gefällt, musst du hier ja nicht mitlesen. Also verzieh dich gefälligst zu irgendeinem Action-Spiel auf deiner Playstation und pöbel den Fernseher an!

Ella Cinderella, 08:23 Uhr:

Danke, Miss Sunshine! ♥

Little_Miss_Sunshine_and_Princess, 08:24 Uhr

Du bist schon wieder wach? Musst doch tooodmüde sein!

Ella Cinderella, 08:28 Uhr:

Lach, bin ich auch  

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1

Wenn es eine Sache gab, die Emilia Faust, genannt »Ella«, mit absoluter Sicherheit wusste, dann die, dass eine Geschichte immer nur so gut ist wie ihr Ende.

Philip kannte diese Ansicht. Natürlich kannte er die, sie waren ja schon seit über sechs Jahren ein Paar, und er wusste, dass Ella es nicht ertrug, wenn ein Buch oder ein Film schlecht ausging. Deshalb war sie jetzt, während sie mit seinem Trenchcoat in der Reinigung in der Ottenser Hauptstraße stand und darauf wartete, dass die Kundin vor ihr endlich sämtliche Teile aus ihrem sehr großen Wäschesack herausgeholt und auf den Tresen gelegt hätte, immer noch ziemlich wütend auf ihn.

Die ältere Dame verrichtete ihre Aufgabe extrem umständlich. Jedes Hemd, jede Bluse und jede Hose kramte sie einzeln hervor, setzte ihre Lesebrille auf – die sie für die Suche nach dem nächsten Stück aus dem Beutel selbstverständlich zuerst wieder abnahm – und zeigte der Frau von der Reinigung mit unerbittlicher Akribie den jeweils zu entfernenden Fleck. Die Angestellte von Super & Sauber legte dabei eine Engelsgeduld an den Tag und beugte sich gemeinsam mit der Kundin über das betreffende Corpus Delicti.

Es war zum aus der Haut fahren. Jedenfalls für Ella, die die unschönen Rotweinspritzer auf Brusthöhe von Philips Mantel bereits zu Hause gut sichtbar mit auswaschbarem Markierstift angezeichnet hatte. So wie sie es auf der Hauswirtschaftsschule von ihrer Lehrerin Margarethe Schlommers, Gott hab sie selig, mal gelernt hatte.

Ella blickte unauffällig auf ihre Armbanduhr, um weder die betagte Dame noch die Angestellte zu brüskieren. Seit geschlagenen zehn Minuten stand sie nun schon hier herum, und das nur, weil sie schnell Philips Trench hatte abgeben wollen, bevor sie sich an die restlichen Erledigungen des heutigen Tages machte.

»Und sehen Sie hier«, erklärte die Kundin vor ihr nun empört. »Dieser Gulaschfleck, der ist selbst bei sechzig Grad nicht rausgegangen. Nie will mein Mann sich eine Serviette umbinden, dabei habe ich ihm schon tausendmal gesagt …«

Ella überlegte, ob sie den Laden einfach wortlos verlassen sollte. Nur hätte sie die zwei Damen dann doch brüskiert und darüber hinaus die bereits verstrichenen zehn Minuten sinnlos vergeudet. Außerdem brauchte Philip seinen beigefarbenen Mantel gerade jetzt so bald wie möglich zurück. Sie schrieben schließlich den 4. Oktober, und der Übergangsmantel hatte vor allem in Herbst und Frühjahr seinen Zweck zu erfüllen.

Um sich ein wenig die Zeit zu vertreiben, begann Ella darüber nachzusinnen, was genau eigentlich ein Übergangsbekleidungsstück auszeichnete und von welchem Übergang dabei die Rede war. Von der Zeit vom Sommer zum Winter und vom Winter zurück zum Sommer, demnach Herbst und Frühling, so viel war nach gängiger Meinung klar. Aber galten dafür feste Termine? Waren der 22./23. September beziehungsweise der 20./21. März unumstößlich definierte Daten, zu denen die Übergangsjacken und -mäntel aus den Mottenkisten hervorzuholen waren?

Diese Gesetzmäßigkeit schien nicht ernsthaft zu greifen, denn Philip trug seinen Trench bis auf im Winter fast das gesamte Jahr hindurch, zuletzt erst gestern Abend, als er darin zu einem Essen mit einem Mandanten entschwunden war. Trotz Feiertag hatte er das getan, und Ella hatte dieser Umstand (das Entschwinden, nicht das Tragen des Mantels) einigermaßen erzürnt, mehr noch als das Cold-Mountain-Debakel von vorgestern.

Sie lenkte ihre Gedanken zurück zum Thema der Übergangsbekleidung, denn sie verspürte nur wenig Lust, sich über ihren Verlobten aufzuregen. Sie würden nächstes Jahr heiraten, am 21. August. Eindeutig ein Datum für ein luftiges Sommerkleid. Jedenfalls hoffte Ella das, im regnerischen Hamburg konnte man da nie ganz sicher sein.

»Ja, bitte?«

Ella zuckte zusammen und blickte in das auffordernde Gesicht der Frau hinterm Annahmetresen. Kurz konnte sie ihr Glück kaum fassen, die alte Dame hatte unbemerkt von ihr die Reinigung verlassen, und nun war Ella an der Reihe.

»Der Mantel hat einen Rotweinfleck«, erklärte sie und händigte den Trenchcoat aus. »Ich habe die Stelle bereits markiert.«

»Sehr gut«, sagte die Frau. »Dann bekomme ich 14 Euro.«

»Stimmt so.« Ella reichte ihr Zehner und Fünfer, die sie in der Hand hielt, rüber. »Wann kann ich ihn abholen?«

»Nächsten Dienstag.«

»Geht’s auch schneller? Wir bräuchten ihn dringend.«

Die Frau nickte mit dem Kopf Richtung Schaufenster, draußen regnete es in Strömen, die Tropfen klatschten in Sturzbächen aufs Pflaster. »Bei dem Wetter empfehle ich eher was anderes.«

»Ab heute Nachmittag soll’s wieder besser werden«, erwiderte Ella, entschlossen, nicht kampflos aufzugeben. Und schob hinterher: »Wir wollen ein paar Tage verreisen.« Was nicht stimmte, aber theoretisch sein könnte. Ein kleiner Trip ans Meer, geplant von Philip als romantische Überraschung, nur er und sie in einer reetgedeckten Kate an der Lübecker Bucht … Wenn jetzt gleich ein neuer Kunde reinkommt, klappt es, dachte Ella und blinzelte dreimal fest mit beiden Augen.

Die Ladenglocke bimmelte, sie drehte sich um und erblickte einen Teenager, der mit einer Plastiktüte unterm Arm die Reinigung betreten hatte. Dann wandte sie sich wieder dem Tresen zu.

»Na gut.« Die Angestellte lächelte sie an. »Ich nehme ihn noch kurz dazwischen, Sie können ihn morgen Vormittag abholen.«

»Das ist toll, da wird sich mein Mann freuen!« Das »Mann« ging ihr mühelos über die Lippen, denn sie nannte Philip schon lange so. Mit zweiunddreißig Jahren noch von »Freund« zu sprechen, erlaubte sie sich höchstens in Gedanken, nach außen hin käme ihr das kindisch und unwürdig vor. »Verlobter« schien ihr zu antiquiert, so bezeichnete sie ihn nur in ihrem Weblog Better Endings. Seit Philips Antrag vor einem halben Jahr fieberte die Netzgemeinde Woche um Woche bei ihren Berichten über die Hochzeitsvorbereitungen mit, worum Ella ihre Fans natürlich nicht betrügen wollte. Und so schrieb sie über ihren Verlobten P. oder nannte ihn auch mal GöGa, die national anerkannte Abkürzung für »Göttergatte«, auch, wenn er das ja erst werden sollte.

»Prima«, sagte die Frau und reichte Ella den grünen Abholschein, »dann sehen wir uns morgen früh ab zehn.«

»Danke.« Ella wandte sich zum Gehen. »Einen schönen Tag Ihnen noch!«

Sie hatte ihre Hand schon auf der Klinke der Eingangstür liegen, als die Frau sie noch einmal rief.

»Warten Sie! Da steckte was in der Innentasche.«

Ella drehte sich überrascht zu ihr um und ging zurück. »Ach ja? Ich dachte, ich hätte alles herausgenommen.«

»Das hier haben Sie übersehen.« Sie wedelte mit einem zusammengefalteten Stück Papier.

»Vielen Dank«, sagte Ella und nahm es entgegen. »Da hab ich wohl nicht gründlich genug nachgeschaut.«

»Ist ja kein Problem.« Sie lächelten sich an, von Frau zu Frau. Dann ließ Ella das Briefchen in der Tasche ihres eigenen Übergangsmantels verschwinden, wünschte erneut einen schönen Tag und verabschiedete sich.

Draußen, unter der Markise der Reinigung, spannte Ella ihren Knirps auf und eilte durch den Regen rüber zur Sparkasse, wo sie ein paar Überweisungen einwerfen und am Automaten die Kontoauszüge vom September ausdrucken wollte.

In Bankangelegenheiten war sie altmodisch und hegte ein tiefes Misstrauen gegenüber jeglicher Form der Onlinegeschäfte. Trotz des Umstandes, dass sie seit der Gründung ihres Blogs vor vier Jahren mittlerweile ein ziemlicher Internet-Profi war, fühlte sie sich bei dem Gedanken, so empfindliche Daten wie Bankverbindung und Kontostand ins World Wide Web zu pusten, einfach nicht wohl. Philip machte sich oft lustig darüber und nannte sie paranoid. Aber da es ausschließlich Ellas Aufgabe war, sich um ihre gemeinsamen Finanzen und das gesamte tägliche Leben zu kümmern, ließ er sie machen, wie sie es für richtig hielt.

So hatten er und sie sich überhaupt erst kennengelernt: Nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Hauswirtschafterin und ein paar Jahren Berufserfahrung in einem Krankenhaus, einer Tagungsstätte und zum Schluss in einem Privathaushalt mit drei Kindern hatte Ella mit ihrer vormals besten Freundin Cora eine Agentur namens Die gute Fee gegründet. Ziel war es, zahlungswilligen und vom Leben gestressten Kunden den kompletten Haushalt zu managen. Vom täglichen Einkauf über die Verwaltung aller Privatangelegenheiten (Rechnungen überprüfen und anweisen, Strom-, Gas- und Wasserzähler ablesen, Auto in die Werkstatt bringen, Urlaube buchen und, und, und) bis hin zur Organisation, Einarbeitung und Überwachung von Kinderbetreuern oder Reinigungskräften – Cora und Ella boten als »gute Feen« ihre professionellen Dienste an, damit ihre Auftraggeber sich voll und ganz auf ihren Job konzentrieren konnten und nicht mehr gezwungen waren, an so lästige Dinge wie den achtzigsten Geburtstag von Tante Inge oder das anstehende Hockey-Turnier der Jüngsten denken zu müssen.

Die gute Fee – Agentur für ein zauberhaftes Leben, hatten sie in geschwungenen Lettern oben auf ihr neu entworfenes Firmenbriefpapier drucken lassen. In der festen Überzeugung, damit in einer Stadt wie Hamburg, einer Metropole mit jeder Menge gestressten Unternehmern, einen immensen Erfolg zu haben.