Yoyogi Park - Andreas Neuenkirchen - E-Book

Yoyogi Park E-Book

Andreas Neuenkirchen

4,6

Beschreibung

Fünf Leichen in drei Tagen, eine Metropole voller Glanz und Gift - und ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit Frühling in Tokio: Im Yoyogi Park nimmt das jährliche Kirschblütenfest ein jähes Ende - die Leiche einer jungen Frau wird gefunden. Es ist der erste große Fall für Inspektorin Yuka Sato und ihr Team. Schnell stellt sich heraus, dass der Mord Teil eines größeren, weitaus dunkleren Geheimnisses ist. Eine tote Familie auf einem Dachboden, ein scheinbarer Selbstmord in einem Wohnheim, ein Internet-Forum für jugendliche Ausreißer, eine mäßig erfolgreiche Fernsehserie und eine hoffnungsvolle junge Schauspielerin sind Teile eines Puzzles, das Sato schnell zusammensetzen muss. Denn weitere Leben stehen auf dem Spiel - auch ihr eigenes. Die junge Polizistin ermittelt in Tokios bunten und bizarren Subkulturen von Harajuku und Akihabara, in den glänzenden Wolkenkratzern und namenlosen Nebengassen des Business- und Vergnügungsviertels Shinjuku sowie in den trügerisch verschlafenen Vororten am Rande der Mega-City. Doch letztlich führen alle Wege zurück an den Ort, an dem alles begonnen hat. Im Yoyogi Park liegt der Schlüssel zu einem grausamen Geheimnis. Yoyogi Park nimmt Sie mit in das moderne Tokio mit all seinen Verlockungen und Gefahren, seiner Pracht und seinen Abgründen. 35 Millionen Einwohner. Einer ist der Mörder. Und sein nächstes Opfer kennt er bereits.

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Yoyogi Park

Fünf Leichen in drei Tagen, eine Metropole voller Glanz und Gift – und ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit

Frühling in Tokio: Im Yoyogi Park nimmt das jährliche Kirschblütenfest ein jähes Ende – die Leiche einer jungen Frau wird gefunden. Es ist der erste große Fall für Inspektorin Yuka Sato und ihr Team. Schnell stellt sich heraus, dass der Mord Teil eines größeren, weitaus dunkleren Geheimnisses ist. Eine tote Familie auf einem Dachboden, ein scheinbarer Selbstmord in einem Wohnheim, ein Internet-Forum für jugendliche Ausreißer, eine mäßig erfolgreiche Fernsehserie und eine hoffnungsvolle junge Schauspielerin sind Teile eines Puzzles, das Sato schnell zusammensetzen muss. Denn weitere Leben stehen auf dem Spiel – auch ihr eigenes.

Die junge Polizistin ermittelt in Tokios bunten und bizarren Subkulturen von Harajuku und Akihabara, in den glänzenden Wolkenkratzern und namenlosen Nebengassen des Business- und Vergnügungsviertels Shinjuku sowie in den trügerisch verschlafenen Vororten am Rande der Mega-City. Doch letztlich führen alle Wege zurück an den Ort, an dem alles begonnen hat. Im Yoyogi Park liegt der Schlüssel zu einem grausamen Geheimnis.

Yoyogi Park nimmt Sie mit in das moderne Tokio mit all seinen Verlockungen und Gefahren, seiner Pracht und seinen Abgründen. 35 Millionen Einwohner. Einer ist der Mörder. Und sein nächstes Opfer kennt er bereits.

»Mit Witz und Humor, Lolitas, Kirschblüten und Yakuza. Neuenkirchens Krimi-Debüt ist der Krimi für Fans japanischer Pop-Kultur!«(Friederike Krempin, japanliteratur.net)

Widmung

Für Junko, my dear Watson

Dramatis Personae

Yuka Sato (I): Inspector beim Tokyo Metropolitan Police Department

Shun Nakashima: Assistant Inspector beim Tokyo Metropolitan Police Department, Inspector Satos Partner

Daisuke Kawase: Oberster Leichenbeschauer beim Tokyo Metropolitan Police Department

Samantha Lodge: Satos australische Freundin und Nachbarin

Shinji Shiraishi: Anführer der Gangsterbande Shiraishi-gumi

Madame Shiro: illustre Geschäftsfrau, u. a. Betreiberin eines Maid Cafés

Kaito Matsuyama: Fernsehproduzent

Kentaro Sakamoto: Hacker und Polizei-Informant

Masaki Kimura: Präzisionsschütze der Bereitschaftspolizei

Katsuaki Yamaguchi: Senior Superintendent beim Tokyo Metropolitan Police Department

Ai Minamoto: Mordopfer

Yukiko Minamoto: Ais Mutter

Susuma Minamoto: Ais Vater

Ryo Sakurada: Ais Freund

Yuka Sato (II): Jugendidol

Sämtliche Namen entsprechen der deutschen und nicht der japanischen Reihenfolge bei der Nennung von Vor- und Nachnamen.

1. Akt: Im Dickicht

Tag 1

Unter Kirschblüten

Ai lag im Gras, die Augen geschlossen, umweht von einer warmen Brise, die die ersten Kirschblüten des Frühlings sanft auf ihr Gesicht legte. Yuka Sato und Shun Nakashima schauten sie lange an, ohne ein Wort zu sagen, als wollten sie das Mädchen nicht wecken.

Schließlich fragte Inspector Sato: »Was meinen Sie, wie lange liegt sie hier schon?«

»Nach dem, was wir wissen, wurde sie vor zwei Stunden bei der morgendlichen Parkreinigung gefunden«, antwortete Assistant Inspector Nakashima. »Gestern war Samstag, und gutes Wetter. Da war der ganze Park voller Menschen, die Hanami-Partys gefeiert haben. Sie kann also nicht lange tot hier gelegen haben, ohne dass es jemand bemerkt hätte.«

»Möglicherweise ist sie nicht hier gestorben. Oder nicht hier ermordet worden.«

»Vielleicht war es kein Mord. Überdosis? Krankheit? Sie wirkt sehr friedlich.«

»Sie wirkt sehr blass. Blutleer.«

»Ich sehe kein Blut.«

»Das meine ich. Wo ist das Blut? Im Körper scheint sehr wenig zu sein.«

»Oder sie ist so geschminkt. Sie kennen doch die jungen Dinger.«

Junge Dinger? Sato fühlte sich nicht alt genug, um über Jugendliche despektierlich zu sprechen oder sich von ihnen abzugrenzen. Dabei war sie schon Mitte 30. Sie fragte sich, wann es aufhören würde, dass man sich wie 20 fühlte. Mit 40? 50? Mit eigenen Kindern? Nie? »Ich benutze auch Schminke«, sagte sie. »Das ist keine.«

»Die Todesursache wurde noch nicht festgestellt. Wir müssen warten, bis die Kollegen von der Spurensicherung fertig sind.«

»Wozu?«

»Um die Leiche zu bewegen.«

»Wir haben doch insgesamt vier gesunde Arme und Hände. Und Polizeiabzeichen. Und Handschuhe.«

Nakashima zögerte. Es war nicht an ihm, seine Vorgesetzte zu kritisieren, auch wenn ihr gutes zwischenmenschliches Verhältnis kaum von hierarchischem Gefälle bestimmt war. Schließlich sagte er: »Das ist aber nicht unsere Aufgabe. Wir dürfen am Tatort nichts verändern, bevor der diensthabende Pathologe seine Zustimmung gegeben hat.«

Sato hasste es zu warten. Sie zeigte auf die uniformierten Polizisten, die den Tatort absperrten. »Die haben hier doch schon alles fotografiert und abgezeichnet. Wir können auch noch ein paar Fotos von dem Mädchen machen, wenn es Sie beruhigt. Dann bewegen wir die Leiche.« Sie holte ihr Mobiltelefon aus der Innentasche ihres beigen Trenchcoats. Es war eines der neuen P-Phones, wie Nakashima nicht ohne Neid bemerkte. 3.000 dieser Wunderdinger waren an Tokios 43.000 Polizeibeamte ausgegeben worden, nachdem sich die Kommunikation per Mobiltelefon beim Polizeieinsatz während des Amoklaufs von Akihabara 2009 als verlässlicher und effizienter erwiesen hatte als der gute alte Funkverkehr. Der 25-jährige Fabrikarbeiter Kato Tomohiro hatte in der Fußgängerzone von Electric Town sieben Menschen getötet und zehn verletzt, eine grauenvolle Premiere im Land mit der niedrigsten Mordrate unter den Industrienationen der Welt. Jedoch: Hätte die Polizei nicht so schnell und vorbildlich koordiniert zugegriffen, wäre der Ausgang mit Sicherheit noch um einiges grauenvoller ausgefallen. Die P-Phones sollten zukünftige Zugriffe noch vorbildlicher koordinieren helfen. Sie waren ausgestattet mit Kameras und Navigationssystem, ermöglichten unkomplizierte Konferenzgespräche und gaben Fotos und andere Daten in Windeseile weiter. Nakashima war ein Gadget-Freak. Er war stolz darauf, zu den ersten japanischen Käufern des ersten iPads zu gehören, er hatte sich extra einen seiner wenigen erlaubten Krankheitstage genommen, um am Erstverkaufstag vor dem Apple Store auf der Edel-Einkaufsmeile Ginza anzustehen. Auf das P-Phone seiner Vorgesetzten war er dennoch neidisch, auch wenn es dafür kaum attraktive Apps gab. Es war die Exklusivität. Da half weder Anstellen noch Kampieren. Der Chief Superintendent allein entschied, wer eines bekam. Police Inspector Sato hatte Glück gehabt, mit ihrem bestenfalls mittleren Rang eines der Geräte erhalten zu haben.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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