Zum Problem der Interpretierbarkeit von Filmen - Marcel Riedel - E-Book

Zum Problem der Interpretierbarkeit von Filmen E-Book

Marcel Riedel

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Beschreibung

Examensarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend), Note: 1,0, Bergische Universität Wuppertal, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Filme von David Lynch lassen sich als eine „Erzeugung seltsamer Welten, verstörender Stimmungen und bizarrer Bilder“ beschreiben, die wenig mit linearen und leicht verständlichen Erzählungen gemein haben. Sie scheinen sich in ihrer assoziativen und „unlogischen“ Erzählweise eher an der Wirkungsweise von Träumen und als an klassischen Filmerzählungen des kommerziellen Mainstreams zu orientieren und sind doch Hollywoodproduktionen, die sich einer breiten Fan-Gemeinde erfreuen. Besonders auffällig sind die polarisierten Reaktionen seitens der Kritiker, die nicht selten unsachlich und emotional ausfallen: Ortwin Thal beispielsweise bewertet den Film Blue Velvet als „Kunstgewerbe“, dessen Ende „einem Tollhaus“ gleiche. Alles gerate zu „einem Spiel mit ästhetischer Raffinesse und durch diese verspielte Unverbindlichkeit“ werde Lynchs Werk „vollends unerträglich“. Der Rezensent Hans Günther Pflaum bewertet Lynch gar als „Effekthascher“, der nichts anderes zeige als „sexuelle Abartigkeiten, zudem Drogen, Gewalt und Psychopathen“ und „wohl kaum über Banalitäten hinaus“ gelange. Vor allem die schonungslose und explizite Darstellung von Sex und Gewalt scheint ein mögliches Hindernis darzustellen, sich auf die Geschichten David Lynchs überhaupt einzulassen. Andere enthusiastische Stimmen stehen diesen Kritiken diametral entgegen, loben Lynch als aufregendsten und innovativsten Regisseur seiner Zeit und seine Werke als atemberaubende Meilensteine der amerikanischen Filmgeschichte. Die Beurteilungen der Filme stehen einander folglich polar gegenüber, und es liegen unzählige Interpretationsansätze vor – wodurch die Forschung zu Lynchs Filmen der zu Kafkas Romanen und Erzählungen ähnelt -, wobei zu gelten scheint: Jeder scheint möglich, keiner der „richtige“ zu sein. Bereits Blue Velvet wird von dem Filmkritiker Corrigan als ein typischer Vertreter „unlesbarer Filme“ klassifiziert. Einige Kritiker gehen in ihrer Rezension von Mulholland Drive so weit, dass sie dem Zuschauer resignierend empfehlen, „ihn sich am besten als bloßen Traum“ zu erklären, um zu einer „schlüssig ‚vernünftigen‛ Interpretation“9 zu gelangen.

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Veröffentlichungsjahr: 2007

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