POLYGLOTT Reiseführer Barcelona zu Fuß entdecken - Julia Macher - E-Book

POLYGLOTT Reiseführer Barcelona zu Fuß entdecken E-Book

Julia Macher

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Beschreibung

Mit Barcelona zu Fuß entdecken, dem neuen E-Book von POLYGLOTT, sind Reisende sowohl off- als auch online entspannt unterwegs. Geeignet für E-Reader, Tablet und Smartphone, bietet der praktische Digitalreiseführer zahlreiche Informationen ohne weiteres Gewicht im Reisegepäck. Auf 30 vielfältigen Spaziergängen werden die schönsten und spannendsten Orte Stadt erkundet. Dabei verrät Ihnen die Autorin ihre ganz persönlichen Lieblingsplätze, und mit "Mal Pause machen" können Sie während einer Tour auch mal Seele und Füße baumeln lassen. Für jedes Wetter und Zeitfenster gibt es geeignete Touren; jede verfügt über eine eigene Karte mit eingezeichneter Route und Zoomfunktion. Hinweise zu Öffnungszeiten, öffentlichem Nahverkehr sowie Einkehr- und Pausenoptionen runden die Informationen ab; zudem gibt es weitere Tipps zu Hotel-, Restaurant-, Einkaufs- und Nightlifeadressen. Bei vorhandener Internetverbindung können sämtliche Sehenswürdigkeiten mit einem online Kartendienst aufgerufen werden, sie sind jedoch auch mit Offline-Karten verknüpft. Geräteabhängig bestehen benutzerfreundliche Verbindungen zwischen Routen und Infotexten, welche ebenso wie die Volltext-Suchoption umständliches Blättern ersparen. Zudem besteht die Möglichkeit, Lesezeichen und Notizen für die persönliche Reiseplanung einzufügen. So steht einer spannenden Entdeckungsreise nichts im Weg.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 143

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Unsere eBooks werden auf kindle paperwhite, iBooks (iPad) und tolino vision 3 HD optimiert. Auf anderen Lesegeräten bzw. in anderen Lese-Softwares und -Apps kann es zu Verschiebungen in der Darstellung von Textelementen und Tabellen kommen, die leider nicht zu vermeiden sind. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Meine Reise – meine APP!

Mit der kostenfreien POLYGLOTT-App können Sie auf Ihren Touren eigene Entdeckungen mit Fotos, Adresse und Anmerkungen festhalten und mit anderen teilen. Plus: digitale Postkarten und Slide-Show-Funktion.

www.polyglott.de/meineapp

ZEICHENERKLÄRUNG

POLYGLOTT-Touren

Die Touren leiten von einer Station des öffentlichen Nahverkehrs, Bus, S und U, zu einer anderen – Parkplatzsuche überflüssig.

Wann

Sie sind viel im Freien unterwegs – am schönsten bei Sonnenschein

Überwiegend im Inneren – macht auch bei Regen Spaß

Am schönsten in der Abenddämmerung und danach

Dauer · Distanz

Ein Spaziergang von bis zu zwei Stunden zu schönen und interessanten Orten

Ein Spaziergang mit Sehenswürdigkeiten, der einen halben Tag dauert

Ein ganztägiger Spaziergang

Top-12-Highlights

Herausragende

Sehenswürdigkeiten sind mit Stern gekennzeichnet.

Lieblinge der Autorin

sind mit Herz markiert.

Mal Pause machen

Kleine Auszeit in der Tour

Preiskategorien

Hotel (DZ inkl. Frühstück):

€€€

ab 160 €

€€

bis 160 €

bis 80 €

Restaurant (Hauptgericht):

€€€

ab 50 €

€€

bis 50 €

bis 30 €

DIE TOUREN IM ÜBERBLICK

Klicken und wissen, wie das Wetter wird:

http://www.wetteronline.de/wetter/barcelona

STADTVIERTEL

WANN

DAUER

TourBarri Gòtic Der klassische Kern

TourBarri Gòtic, Süd Urige Tapas-Bars und Klubs

TourLa Rambla Die Touristenmeile

TourRaval Multikulti im alten Barri Xinès

TourArc de Triomf Ein Spaziergang im Grünen

TourRibera/Born Das schönste Altstadtviertel

TourSant Pere Unverfälschte Altstadt

TourBarceloneta Enge Gassen und Marisco satt

TourEixample Dreta Rund um die Sagrada Família

TourPasseig de Gràcia Die Prachtmeile der Stadt

TourEixample Esquerra Bürgerliches Barcelona

TourPoble Sec Kunterbuntes Treiben

TourMontjuïc Museen und Parkanlagen

TourCastell de Montjuïc Tiefe Einblicke in die jüngere Stadtgeschichte

TourCementiri Montjuïc Eine Stadt in der Stadt

TourSants Ehemaliges einfaches Arbeiterviertel

TourCamp Nou Das größte Fußballstadion Europas

TourDelta del Llobregat Ein Vogelparadies

TourGràcia, Ost Ein Städtchen in der Stadt

TourGràcia, West Alternatives Treiben

TourPark Güell Gaudís Park und sein Wohnhaus

TourSant Gervasi Gärten und Villen

TourBonanova Geschäftsviertel mit Flair

TourSarrià Erholung in einer Klosterumgebung

TourVallvidrera Hinauf zum Tibidabo

TourPoblenou Aufstrebendes Medienviertel

TourFòrum Viel Beton für ein Kulturprojekt

TourEl Carmel Fünf-Sterne-Blick im ehemaligen Barackenviertel

TourHorta Ältester Park der Stadt

TourSant Andreu Ein Dorf mit Industriegeschichte

© Julia Macher

Das ist mein Barcelona

Julia Macher

lebt seit 2004 als Journalistin in Barcelona. Sie schreibt über Kultur, Politik und Gesellschaft und freut sich, dass sie in ihrer Wahlheimat immer wieder Neues entdeckt.

Ich könnte Ihnen vorschwärmen von den Wunderwerken des Modernisme, von Gaudís unglaublicher Formensprache, seiner überbordenden Fantasie. Oder von den verwinkelten Altstadtgassen, in denen man sich wie im Mittelalter fühlt. Ich könnte Ihnen vom milden Klima erzählen, das mir erlaubt, auch noch Anfang Oktober am frühen Abend ins Mittelmeer zu springen. Von der lebendigen Kulturszene, den zahlreichen Museen und Galerien. Ich könnte Ihnen den Mund wässrig machen mit kulinarischen Entdeckungen: versteckte Strandbars, in denen mittags knusprige Babykalamare serviert werden, Spitzenrestaurants, in denen die Köche Kunstwerke auf den Teller zaubern. Das alles gehört zu Barcelona, keine Frage.

Doch am meisten liebe ich die Stadt, weil sie so überschaubar bleibt. Die nach Paris am dichtesten besiedelte europäische Metropole wuchert mit ihren Pfründen auf engstem Raum. Das macht sie ideal für Flaneure. Wer mag, kann vom herrschaftlichen Eixample über die quirlige Altstadt bis zum Fischerviertel Barceloneta spazieren und so an einem Tag drei ganz unterschiedliche Städte erleben. Weil man nie lange braucht, um von einem Ort zum andern zu kommen, bleibt Zeit fürs eigentlich Wichtige: Kleine Entdeckungen am Straßenrand, Zeit zum Innehalten und Genießen! Das macht Barcelona so liebenswert.

MEINE LIEBLINGE

Hier schlägt das Herz der Autorin höher

< La Monroe gehört nicht nur wegen des tollen Programms der benachbarten Filmoteca zu meinen Stammlokalen. Von der Terrasse hat man einen unverfälschten Logenblick auf das bunte Leben im Einwandererviertel Raval (Pl. Salvador Seguí 1–9). >>

> Der Mercat de Santa Caterina mit seinem farbenfroh gewellten Dach ist ein Grund, warum ich mein Viertel so liebe. Ruckzuck macht der Fischhändler den Seeteufel bratfertig, die Gemüsehändlerin packt noch einen Rezepttipp zu Tomaten und Paprika dazu. >>

? Zum Auftakt eine Orxata (Erdmandelmilch) in der Horchatería Sirvent (C. Parlament 56), dann die Carrer del Parlament entlangflanieren – mein Sonntagsvergnügen! >>

, Plaça de la Revolució heißt ein beliebter Platz in Gracia. Am Holztresen des Canigó diskutierten schon Generationen von Graciencos über die Welt- und ihre persönliche Lage (C. Verdi 2). >>

. An der Platja de Bogatell ist das Strandleben entspannt: Familien mit Picknickkorb, Ball spielende Jugendliche, verliebte Pärchen. Zum Ausklang gibt es ein paar Tapas im unprätentiösen Klublokal der Segelschule »La Base Náutica« (Av. del Litoral s/n, basenautica.org).

/ Den Turó de la Rovira mag ich am frühen Abend am liebsten. Dann taucht die untergehende Sonne das Häusermeer zu meinen Füßen in rot-goldenes Licht; Sagrada Família und Torre Agbar wirken noch erhabener als tagsüber. >>

TOP-12-HIGHLIGHTS

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

1 Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia hat einen wunderschönen Kreuzgang – mit schnatternden Gänsen! >>

2 La Rambla – das Spektakel muss man erleben! >>

3 Boqueria Die stattliche Markthalle der Stadt ist ein Fest für die Sinne. >>

4 Santa María del Mar ist die Lieblingkirche der Barcelonesen. >>

5 Museu Picasso In fünf Stadtpalästen zeigt das Museum Picassos Werdegang zum Ausnahmekünstler. >>

6 Palau de la Música Catalana Überbordendes Meisterwerk des Modernisme, entworfen vom Architekten Lluís Domènech i Montaner. >>

7 Barceloneta 4,5 Kilometer feinster Sandstrand, mitten in der Stadt! >>

8 Sagrada Família An Gaudis unvollendetem Werk wird seit mehr als 130 Jahren gearbeitet. >>

9 Hospital de la Santa Creu i Sant Pau In den Pavillons des Krankenhauses sollten Patienten durch Natur und Kunst genesen. >>

! Casa Milà Gaudís spektakuläres Wohnhaus wird »La Pedrera« genannt. >>

@ Fundació Joan Miró Diesen Ort der Kunst muss man gesehen haben. >>

# Camp Nou Das europaweit größte Stadion ist für Fußballfans Pflicht. >>

qBarri Gòtic

Der klassische Kern

Tourenkarte | Übersichtskarten

Santa María del Pi›Plaça de Sant Felip Neri›El Call›Catedral›Temple d’August›Palau de la Generalitat›Casa de la Ciutat›Monument als Castellers›Plaça Reial

Start: H Liceu (M L3)

Ziel: H Liceu (M L3)

Wann: Tagsüber, Plaça Reial auch abends und nachts

Distanz: 2 km

Barcelona verfügt über ein gut erhaltenes, in sich geschlossenes Viertel aus gotischer Zeit. Besonders an Orten wie der Plaça del Rei ist das Mittelalter noch deutlich sichtbar. Auf diesem Spaziergang sehen Sie aber auch Baudenkmäler aus römischer Zeit.

Klicken und auf Google Maps finden:

1 Santa María del Pi

4 1 Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia

5 Temple d’August

6 Palau de la Generalitat

© Shutterstock/Iakov Filimonov

Auf der Plaça del Pi

An der Plaça del Pi steht die gotische Kirche Santa María del Pi 1 aus dem 14. Jh., deren Besichtigung sich aufgrund ihres stimmungsvollen Inneren unbedingt lohnt (tgl. 9.30–13, 17 bis 20 Uhr, 3 €)! Am Wochenende findet hier unter den Pinien ein Bauernmarkt statt. Ein idyllischer Platz mit Brunnen ist die Plaça de Sant Felip Neri 2. An der Fassade der dortigen Schule lassen sich die Spuren eines Bombardements durch die italienische Luftwaffe während des Spanischen Bürgerkriegs ablesen, bei dem viele Kinder getötet wurden. Empfehlenswert ist das Café Caelum, in dem es u. a. köstliches, von Nonnen hergestelltes Gebäck gibt (s. Shopping, >>). In Richtung Süden schließt sich das alte jüdische Viertel der Stadt an, El Call 3. Hier lässt sich die Sinagoga Major besichtigen, einzig verbliebene von mehreren Synagogen (Mo–Fr 10.30–18.30 Uhr, So 10.30–15 Uhr). Heute leben etwa 1000 jüdische Familien in Barcelona.

Durch einen Torbogen geht es über den Carrer de St. Sever Richtung Kathedrale. Zunächst gelangt man zum Kreuzgang mit Palmen, einem Wasserbecken und 13 Gänsen. Sie warnten einst vor Kirchendieben und erinnern an die 13-jährige Märtyrerin Santa Eulàlia, die unter dem Hauptaltar begraben ist. Im benachbarten Carrer de Sta. Llúcia wartet ein bisweilen übersehenes Kleinod: ein Briefkasten aus Marmor mit einer Schildkröte und mehreren Schwalben – gestaltet vom Modernisme-Baumeister Lluis Domenèch i Montaner. Um die Ecke befindet sich der Haupteingang zur Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia 4 1 (tgl. 8–12.45, 17.45–19.30 Uhr, Eintritt frei, sonst 6 €). Das imposante Gotteshaus, mit dessen Bau 1298 begonnen wurde, steht an der Stelle einer 985 n. Chr. von den Mauren zerstörten Basilika. Neben dem Hauptportal finden sich Reste der Stadtmauer aus dem 4. Jh. und die Ruine eines Aquädukts. Diese Mauer machte aus »Barcino« einst die bestbefestigte Stadt des weströmischen Imperiums.

 MAL PAUSE MACHEN

Tourenkarte

Wegen der tollen Akustik ist die Ecke an der »Seufzerbrücke« bei Straßenmusikern besonders beliebt. Ans historische Gemäuer lehnen, innehalten und lauschen!

C. del Bisbe/C. de la Pietat

Auf dem Weg zum nächsten Ziel liegen eine Reihe Museen wie das Museu Diocesà für Kirchenkunst und das dort befindliche Gaudi Exhibition Center, dann das Museu F. Marès mit Skulpturen des 12.–19. Jhs. Der Innenhof des Palau de Lloctinent führt zum MUHBA Museu d’Història de la Ciutat und dem Palau Reial Major  (Di–Sa 10–19, So 10–20 Uhr, für beide 7 €) an der Plaça del Rei, wo ein Zwischenstopp lohnt. Von hier geht es zur Baixada de la Llibreteria 7, wo das älteste Geschäft Barcelonas zu sehen ist – die Cerería Subirà, gegründet 1761 (s. Shopping, >>). Dort werden handgemachte Kerzen verkauft. Am Carrer del Paradís war mit 16,9 m die höchste Stelle der einstigen römischen Siedlung. Hier stand vermutlich der Temple d’August 5, von dem sich in einem Innenhof noch vier Säulen besichtigen lassen (C. Paradís 10, Di bis So 10–19, Mo 10–14 Uhr).

An der Plaça de St. Jaume stehen sich zwei wichtige Gebäude gegenüber: der Regierungspalast Palau de la Generalitat 6 (www.gencat.cat/generalitat) und das Rathaus, die Casa de la Ciutat 7 (Führungen: 2. und 4. So/Monat 10.30–13.30 Uhr). Oft enden auf diesem Platz Demonstrationen, die über die Via Laietana führen. In einer der vom Platz Richtung Rambles abführenden Straßen befindet sich das empfehlenswerte Restaurant Allium (C. del Call 17, s. Restaurants, >>). Hinter dem Rathaus steht auf der Plaça de Sant Miquel eine riesige Skulptur, die an ein Metallnetz erinnert. Das Monument als Castellers 8 ist den traditionellen Menschenpyramiden bei katalanischen Festen gewidmet.

© Fotolia/Graça Victoria

Plaça Reial

Richtung Rambla geht es zur Plaça Reial 9, in der Mitte der »Brunnen der drei Grazien«. Die Laternen sind ein Frühwerk von Antoni Gaudí. Nördlich davon befindet sich die Herboristeria del Rei, in dem Dustin Hoffman in Tom Tykwers »Das Parfum« seinen Starauftritt hat (s. Shopping, >>). An der Ostseite treffen sich im Ocaña (s. Nightlife, >>) die Szenegänger. Auch die Flamencodarbietungen bei Los Tarantos (s. Nightlife, >>) sind sehenswert.

wBarri Gòtic, Süd

Urige Tapas-Bars und Klubs

Tourenkarte | Übersichtskarten

Basílica de la Mercè›Palau Mornau›Sant Cristòfol›Basilica dels Sants Màrtirs Just i Pastor

Start: H Drassanes (M L3)

Ziel: H Drassanes (M L3)

Wann: Tagsüber, am frühen Abend und später

Distanz: 1,5 km

Während das nördliche Barri Gòtic mit kirchlichen und musealen Pfründen wuchert, locken im südlichen Teil urige Tapas-Bars, verwinkelte Gassen und mittelalterliche Handwerker- und Bürgerhäuser.

Klicken und auf Google Maps finden:

1 Basílica de la Mercè

2 Palau Mornau

4 Basilica dels Sants Màrtirs Just i Pastor

© Fotolia/Moreno Novello

Leckere Tapas

Ob man es glaubt oder nicht – angeblich war der Bereich des unteren Barri Gòtic bis in die 1980er-Jahre hinein der einzige Ort in Barcelona, an dem es Tapas zu essen gab. Die Tapas-Kultur stammt ursprünglich aus Andalusien und gehörte nicht zur traditionellen katalanischen Küche. Die Katalanen haben den tapeo – d. h. abends von Bar zu Bar ziehen, um einen Happen zu essen – in den letzten 30 Jahren auch für sich entdeckt, sodass an allen Ecken und Enden der Stadt Tapas-Bars aus dem Boden schießen.

Vor dem kulinarischen Streifzug, geht es jedoch zur Basílica de la Mercè 1, die im 13. Jh. errichtet, aber 1765–1775 im Stil des Spätbarock umgebaut wurde (Mo–Sa 10–13, 18–20 Uhr). Seit 1868 ist die Verge de la Mercè (die Jungfrau der Barmherzigkeit) die Stadtheilige von Barcelona. Die ihr gewidmete Statue auf der Kuppel ist von vielen Stellen sichtbar. Der Madonna ist ein mehrtägiges Fest im September gewidmet, das zu den schönsten und lebendigsten in Barcelona zählt.

Am Carrer Ample residierten die Reichen und Mächtigen im 16. Jh. in ihren Stadtpalästen, der Palau Mornau 2 aus dem frühen 15. Jh. ist einer davon (C. Ample 35). Ein holländischer Investor, der in Amsterdam ein Hanfmuseum betreibt, ließ diesen Palast aufwendig renovieren und eröffnete hier das Hanfmuseum (tgl. 10–22 Uhr, hashmuseum.com, 9 €). Allein die Besichtigung der hohen Hallen mit ihren kunstvollen Holzschnitzarbeiten, Art-déco-Kaminen und Bleiglasfenstern lohnt schon den Eintritt. Die Ausstellung zeigt alle Facetten der Hanfverarbeitung und dessen wirtschaftliche Bedeutung. In Barcelona ist der Marihuanakonsum in den nur Mitgliedern zugänglichen Cannabis-Klubs gestattet, der Straßenverkauf ist allerdings verboten.

Schräg gegenüber, am Carrer Ample 28, riecht es verführerisch nach geschmolzenem Zucker. Im Papabubble bereiten pfiffige Unternehmer vor den Augen der Besucher wahre Zuckerkostbarkeiten zu (Mo–Fr 10–14, 16–20.30, Sa 10–20.30 Uhr, www.papabubble.com). In der Parallelstraße, Carrer de la Mercè, finden sich die urigsten Tapas-Bars. Besonders zu empfehlen sind die frittierten Sardinen in der Bar La Plata (s. Restaurants, >>). Im halbverfallenen Gebäude gegenüber hatte Picasso früher sein Atelier. Sie dürfte wohl die kleinste Kirche Barcelonas sein, die Kapelle Sant Cristòfol 3, und fast übersieht man sie in der Carrer del Regomir 7. Im Inneren gibt es acht Gebetsbänke für 16 Personen. Auf dem Platz vor der Kapelle finden sich immer am 10. Juli Pkw-Besitzer ein, um Ihre Autos segnen zu lassen.

 MAL PAUSE MACHEN

Tourenkarte | Google Maps

Im Stadtpalais der Adelsfamilien Marc und Gualba residiert das Kulturzentrum Pati de Llimona. Im Hofcafé kann man bei einem café oder tallat das historische Ambiente genießen.

C. de Regomir 3

Am Carrer de la Ciutat gelangen Sie auf Höhe der Touristen-Information zu der an einem hübschen Platz gelegenen Basilica dels Sants Màrtirs Just i Pastor 4 (Plaça Sant Just i Pastor 1, www.basilicasantjust.cat). Die sehenswerte Kirche ist eine der ältesten der Stadt. Auch ein Blick in den Innenhof der ehrwürdigen Reial Academia de las Bones Lletres im Palau Requasens lohnt. Die dreieckige Plaça de George Orwell ist in Barcelona wegen des dort einst florierenden Drogenhandels als »Plaza del Tripi« bekannt, heute treffen sich dort Straßenmusiker, Erasmus-Studenten und junge Barcelonesen. Auf dem Carrer dels Escudellers, wo in den 1960ern-Jahren Prostituierte auf amerikanische Marine-Soldaten warteten, beginnt eine von Barcelonas beliebtesten Ausgehmeilen: Imbisse, Kneipen, Klubs reihen sich aneinander.

© laif/Gunnar Knechtel

Marula Café

Einheimische treffen sich nachts im Marula Café (s. Nightlife, >>). Beliebt ist auch das Restaurant Los Caracoles (C. Escudellers 14, www.loscaracoles.es, €). Zum Schluss lässt sich in der Passatge de la Pau begutachten, wie es in diesem Viertel noch in den 1970er-Jahren und vor diversen Modernisierungsmaßnahmen ausgesehen hat. Wer jetzt immer noch Kraftreserven hat, kann über die Rambla del Mar zum Shoppen ins Maremagnum gehen (s. Shopping, >>).

eLa Rambla 2

Die Touristenmeile

Tourenkarte | Übersichtskarten

Font de Canaletes›Església de Betlem›Palau Moja›La Boqueria›Casa Bruno Cuadros›Gran Teatre del Liceu›Museu de Cera›Kolumbussäule

Start: H Plaça de Catalunya (M L1, L3, L6, L7)

Ziel: H Drassanes (M L3)

Wann: Am frühen Abend ebenso wie tagsüber

Distanz: 1,2 km