Friedrich Radszuweit (1876–1932) war mit dem 'Bund für Menschenrecht' eine Leitfigur der frühen Emanzipationsbewegung. Als Verleger äußerst erfolgreich, dominierte er den Zeitschriftenmarkt für Schwule und Lesben. Politisch war er bis zu seinem frühen Tod um einen Ausgleich mit dem aufkommenden Zeitgeist bemüht; Bruno Balz sah in ihm einen 'mutigen und tapf'ren Streiter'.