Abenteuer auf der Halbmondinsel - Issy Kukfisz - E-Book

Abenteuer auf der Halbmondinsel E-Book

Issy Kukfisz

0,0

Beschreibung

Fynn und sein Freund spielen auf einem Boot. Als ein Unwetter heraufzieht verstecken sie sich. Das Unwetter reißt das kleine Boot hinaus auf das offene Meer. Was sollen die Kinder nur tun? Nun, wer ein echter Pirat sein will, muss Mut beweisen und erfinderisch sein. Aber das sollte kein Problem sein, denn schließlich ist Fynns Papa ein echter Piratenkapitän. So nehmen die beiden ihr Schicksal selbst in die Hand und versuchen mit den letzten eingetragenen Koordinaten, Kurs auf die Halbmondinsel zu nehmen, um Fynns Papa und seine "wilde Hilde" zu finden. Und so nimmt das Abenteuer seinen lauf.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 64

Veröffentlichungsjahr: 2014

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Issy Kukfisz

Abenteuer auf der Halbmondinsel

eine Geschichte für Kinder

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Das Abenteuer auf der Halbmondinsel

Impressum neobooks

Das Abenteuer auf der Halbmondinsel

Kapitel 1

Die Sonne stand hoch am herrlichen blauem Himmel und strahlte hell auf den weißen Sand herab. Die Wellen rauschen und zeichneten mit der Brandung schöne Muster in den Sand. Der Wind blies vom Meer her über den Strand.

Es war richtig heiß. Das war sehr ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Es war erst Anfang Mai. Also war noch Frühling, der Sommer würde erst im nächsten Monat beginnen.

Fynn saß am Strand vergrub seine nackten Füße im Sand. Die feinen Sandkörner kitzelten zwischen seinen Zehen. Verträumt sah er in die Ferne und ließ seiner Fantasie freien lauf.

Als seine Mutter sich neben ihn setzte, zuckte er vor Schreck zusammen. Er hatte gar nicht bemerkt, das sie zu ihm gekommen war. Jetzt schenkte sie ihm ein liebevolles Lächeln und strich ihm eine Strähne der blonden haare aus dem Gesicht.

„Hallo mein Schatz. Wie geht es dir? Ist es dir nicht zu heiß hier in der Sonne?“, fragte sie lbesorgt.

„Hallo Mama. Mir geht es gut. Nein, es nicht zu heiß.“, antwortete Fynn. Seufzend stand er auf und zog seine Kappe enger auf den Kopf.

„Mama? Wann kommt Papa denn wieder?“, fragte Fynn mit leiser Stimme, er klang traurig.

„Bald, mein Schatz.“ antwortete seine Mutter. Ihre Stimme klang unsicher.

„Bringt er uns einen Goldschatz mit?“, wollte Fynn wissen.

Seine Mutter nickte zuversichtlich. Fynn grinste, schmiss sich in ihre Arme und ließ sich einen Kuss auf die Wange geben. Er vermisste seinen Vater. Nun war er schon seit Wochen auf See, ohne das sie eine Nachricht von ihm erhalten hatten. Aber Fynn wusste, das sein Vater wieder Tausende von spannenden Geschichten zu erzählen hatte, wenn er erst mal wieder zu Hause war.

Fynn´s Vater war ein Kapitän. Und zwar nicht irgendein Kapitän, nein. Kapitän Dirk der Schrecken der Meere, war der gefürchtetste und grausamste Pirat aller Zeiten.

Allerdings mussten nur die Anderen vor ihm zittern. Bei Fynn und Fynn´s Mutter Iris, war Kapitän Dirk einfach nur ein lieber Ehemann und ein herzensguter Papa.

Der letzte Raubzug hatte vor zwei Wochen begonnen und so langsam wurde Fynn ungeduldig. Er wollte endlich seinen Vater wieder sehen.

„Komm mit in unser Haus. Ich habe uns etwas zu Essen gekocht.“, forderte seine Mutter Fynn auf.

Schnell liefen sie zurück zu ihrem zu Hause.

Sie wohnten in einem Holzhaus, das direkt am Strand lag. Vom Haus aus, führte ein langer Steg bis weit ins Wasser. Am Ende des Steges konnte das Boot der Familie anlegen.

Nach dem Essen nahm Fynn seine Spielzeugautos und lief zum Ende des Stegs. Dort setzte er sich hin um in Ruhe zu spielen.

„Hallo Fynn!“, hörte er eine weit entfernte Stimme rufen.

Ein Junge mit braunen Haaren und Brille kam angelaufen und setzte sich neben Fynn. Es war Nick, sein Freund. Zusammen erlebten die beiden viele Abenteuer.

„Hallo Nick.“, sagte Fynn. „Möchtest du mit mir spielen?“

„Ja.“, antwortete Nick.

So saßen sie da und konzentrierten sich auf ihr Spiel. Sie bemerkten gar nicht, das die heiße Sonne hinter dicken schwarzen Wolken verschwunden war.

Fynn bekam eine Gänsehaut. „Wuha. Mir ist kalt. Komm Nick wir gehen rein.“

Schnell liefen die beiden Jungen zum haus von Fynns Familie.

Nick klopfte an die Tür und Fynn klingelte. Doch niemand öffnete die Tür. Wo war denn nur Iris? Sie war doch eben noch da.

„Ist deine Mama gar nicht da?“, fragte Nick und hüpfte dabei von einem Bein auf das andere.

„Nein. Ich glaube, sie ist ins Dorf gelaufen um ein zu kaufen. Sie ist sicher bald zurück.“, antwortete Fynn.

„Und was machen wir jetzt?“, wollte Nick wissen.

„Wir können doch zu dir gehen.“, schlug Fynn vor.

Nick schüttelte den Kopf. „Nee. Das geht nicht. Kurt soll eine Karte machen, wo markiert ist, wo unsere Piraten die Schätze verstecken. Der Bürgermeister war bei uns und hat gesagt, das wir einen Vorrat für schlechte Zeiten brauchen oder so.“

„Was für schlechte Zeiten? Wenn es regnet, etwa?“, hackte Fynn nach.

Nick zuckte die Schultern. „Weiß nicht so genau. Ich hab auf der Treppe gesessen und gelauscht. Dann kam Lisa und hat mich in mein Zimmer geschickt.“

„Wie blöd.“, sagte Fynn. „ So ein Mist, das sie dich beim Lauschen erwischt hat.“

Die ersten Tropfen fielen zu Boden und hinterließen dunkle Flecken im Sand und auf dem Steg.

„Iiiiihhh! Jetzt regnet das auch noch! So ein Scheibenkleister!“, rief Nick und hielt schützend die Hände über den Kopf.

Fynn zog die Nase kraus und verschränkte die Arme vor der Brust. Da sah er das Boot am Ende des Stegs. Ohne ein Wort zu sagen, rannte er los.

„Komm mit Nick!“, brüllte er. „ Wir klettern solange in unser Boot, bis der Regen vorbei ist.“

Gesagt, getan.

An Bord des Bootes sahen sich die Jungen um.

Fynn dachte angestrengt nach. Wo hatten seine Eltern nur den Ersatzschlüssel für die Kajüte versteckt? Er wusste, das der Ersatzschlüssel immer an Bord blieb. Blieb nur die Frage wo.

Fynn sah angestrengt zu Boden und sagte kein Wort.

„Was ist denn?“, wollte Nick wissen.

„ Ich weiß nicht mehr, wo der Schlüssel ist. Ich weiß aber, das er irgendwo hier sein muss.“, Fynn klang schon fast verzweifelt.

„Also, unser Ersatzschlüssel liegt im Vorgarten unter dem weißen Stein.“, überlegte Nick laut.

Doch hier an Bord gab es keine Steine unter denen ein Schlüssel hätte sein können.

Aber unter dem Steuerrad war eine kleine Holzschachtel angeschraubt. Fynn ging hin und öffnete sie. Das war gar nicht so leicht, da das Scharnier angerostet war.

Endlich schaffte er es. Und ...hurra... der Schlüssel war gefunden.

Eilig liefen die beiden zur Kajütentür und schlossen sie auf. Der Regen war inzwischen schlimmer geworden und der Wind pfiff.

Schnell schlossen sie die Tür und setzten sich an eines der Bullaugen.

„So ein Schietwetter!“, fluchte Fynn.

„Ja! So ein Schietwetter!“, wiederholte Nick.

Die Jungen sahen sich an und lachten los. Worüber wussten sie selber nicht, aber das war auch nicht wichtig.

Der Regen hörte nicht auf und der Wind ließ das kleine Segelboot schaukeln.

„Ich Hab´s!“, rief Nick und sprang auf. „Wir spielen Piraten. Ich meine, das werden wir ja eh, wenn wir so groß sind wie Kurt und dein Papa. Wir können ja schon mal üben.“

Fynn´s Augen leuchteten, die Idee fand er super.

„ OK. Ich bin der Kapitän und du bist mein Steuermann.“, Fynn strahlte. „Setzt die Segel, Männer. Nehmt Kurs nach Süd-West. Wir stechen in See!“

„Aj, aj, Käpt´n!“, brüllte Nick und salutierte dabei.

Schnell waren die beiden so in ihrem Spiel vertieft, das sie alles um sich herum vergaßen. Sie lachten und ließen sich in die Kissen der Kojen fallen.

Nick sah aus dem Bullauge und wurde ernst. „Du Fynn. Da Draußen ist es aber ungemütlich. Guck mal wie dunkel das ist und wie doll das regnet.“

Fynn setzte sich neben ihn. „Stimmt. Und bei mir zu Hause ist noch kein Licht zu sehen.“

„Dann bleiben wir halt noch hier.“, schlug Nick vor.

„Und was machen wir jetzt?“, fragte Fynn.

„Ich weiß. Wir erzählen uns Piratengeschichten. Du fängst an. Erzähl mir noch mal, wie dein Vater und die Piraten die Halbmondinsel fanden.“

Die Jungs kletterten in eine Koje und Fynn erzählte. Die Geschichte von der Halbmondinsel, war auch seine Lieblingsgeschichte. Fast jeden Abend erzählte seine Mama ihm von den Zahlreichen Abenteuern seines Vaters.

Nach einer Weile sah Fynn zu Nick. Er schlief tief und fest. Und auch Fynn fielen die Augen langsam zu.