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Familiengründung einmal anders. Das erzählt die Geschichte von Abrahams Wurschtkessel. Wenn Großmama den Enkeln Geschichten erzählt, hängen die Kleinen an ihren Lippen. Noch interessanter ist es dann, wenn sie zur Untermalung des Erzählten auch noch passende Bildchen zeichnet. Jetzt ist es mucksmäuschenstill geworden im Zimmer. Im vorliegenden Büchlein ist für jeden etwas dabei - auch für die Erwachsenen, insbesondere, wenn die vorweihnachtlichen Tage angebrochen sind.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 22
Veröffentlichungsjahr: 2016
Das ist Großmama, die so schön Geschichten erzählen kann.
Franziska hat sie als Dankeschön im Dezember 2014 gezeichnet.
Abrahams Wurschtkessel
Der Hornissenbesuch
Schlittenfahrt auf der Angeleswiese
Taxi Doktor Knüttgen
Märchenstunde
Vom Schlossgespenst
Der Sarg auf dem Speicher
Tierisches
Grüne Wolken
Armer Großpapa
Hexe in den Ofen
Wilde Kühe
Eingeklemmt!
Internatsgeschichten
Apfent
Der junge Graf Nikolaus wollte so gerne ein Kind haben und erinnerte sich an die Worte seines Vaters Graf Wolfram: „Wenn Du ein Kind haben möchtest, dann geh zum alten Abraham! Der hat einen großen Wurschtkessel und kann Dir daraus ein schönes Kind herausfischen.“
So machte sich der junge Graf Nikolaus auf zum alten Abraham, und wie es ihm sein Vater gesagt hatte, fischte Abraham ihm einen wunderschönen kleinen Buben aus seinem Kessel.
Fröhlich gingen die beiden nach Hause.
Dort angekommen merkten sie aber bald, dass ihnen etwas fehlte: eine Mami.
Also machten sie sich auf zum Meisenweiher.
Dort gab es nämlich eine Stelle mit vielen blühenden Seerosen, und auf jeder saßen junge und hübsche Frauen. Der junge Graf Nikolaus und sein kleiner Sohn Tobias suchten sich die liebste Frau aus. Ihr Name war Brigitte, sie wurde aber immer Mami genannt.
Die kleine Familie war sehr glücklich, doch irgendetwas fehlte!
Die drei sind noch einmal zu Abraham gegangen.
Der alte Abraham war sehr klug und wusste, was die kleine Familie vermisste. Und so brachte er ein kleines Mädchen namens Patricia, später noch ein kleines Mädchen namens Magdalena, und zu guter Letzt noch einen kleinen Buben namens Reinhard.
Jetzt endlich war die Familie vollständig und das Glück perfekt.
Nun sind viele Jahre vergangen, Papi Nikolaus und Mami Brigitte sind jetzt Großvater und Großmutter, und die Kinder sind erwachsen und haben selber Kinder. Ob sie wohl auch beim klugen alten Abraham und seinem Wurschtkessel waren?
Urgroßpapa Wolfram schlief früher in den Sommermonaten gerne im Turm, weil es dort schön kühl war. Er ließ auch die Fenster offen, damit es einen ordentlichen Durchzug gab. Außerdem schlief er immer ein, wenn das Licht noch brannte.
Ganz in der Nähe gab es ein Hornissennest, und da die Hornissen bei Licht auch nachts fliegen, wurden sie rasch durch den Schein der großen Deckenlampe angelockt und flogen ins Zimmer, wo Urgroßpapa Wolfram schlief.
Bald war der ganze Raum erfüllt vom Schnarchen Urgroßpapas und dem tiefen Summen der mächtigen Hornissen. Neugierig, wie sie waren, und auf der Suche nach etwas Fressbaren umkreisten die Tiere zunächst die Deckenlampe, bis sie eine Bewegung im Bett sahen.
