AERA - Wie alles begann - Markus Heitz - kostenlos E-Book

AERA - Wie alles begann E-Book

Markus Heitz

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Beschreibung

AERA - Die Rückkehr der Götter: Das große Dark Fiction- eSerial des Meisters der Phantastik! Es geschah. Von einem Tag auf den nächsten waren sie wieder da: Götter. Und zwar die alten Götter. Jene, welche die Bibel mit »Du sollst neben mir keine anderen Götter haben« meinte – und deren Existenz die Heilige Schrift der Christen niemals in Abrede stellte. Interpol-Ermittler Malleus Bourreau ist Atheist geblieben in einer Welt, in der es vor Göttern nur so wimmelt. Und er ist gut in seinem Job, denn er hat keinen Respekt. Nicht vor Menschen und nicht vor Göttern. Sein aktueller Fall fordert ihn allerdings: Wertvolle Artefakte aus den verschiedensten Kulturen sind verschwunden, und die Diebe gehen dabei buchstäblich über Leichen. Wie hängen die Gegenstände zusammen? Das Prequel zu »AERA – Die Rückkehr der Götter« beschreibt, wie die Götter am 21. Dezember 2012 auf die Erde zurückgekommen sind und wie sich die Welt seitdem bis zum Start von AERA im Jahre 2019 verändert hat …

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Seitenzahl: 66

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Markus Heitz

AERA Wie alles begann

PROLOG

Knaur e-books

Über dieses Buch

Inhaltsübersicht

MalleusAuszug aus: [...]#1#2#3#4#5#6Mord in der KücheAlle Teile der aufregenden Dark-Fiction-Serie von Markus Heitz »Aera – Die Rückkehr der Götter«
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Auszug aus:

TUN & LASSEN

Die informativ-amüsante Ratgeber-Serie für die Welt von 2019,

in der es GÖTTINNEN und GÖTTER gibt.

Mit neuen exemplarischen Beispielen

342. digitale und erweiterte multimediale Auflage, November 2019

keine Gewähr, keine Haftung

– Download: 99 Cent –

Geneigte Leser und Leserinnen,

mit diesem kleinen Ratgeber wollen wir die einschneidenden Ereignisse der letzten Jahre Revue passieren lassen.

 

Wir erinnern uns an das Jahr 2012:

Von einem Tag auf den nächsten waren sie wieder da: Götter.

Und zwar die alten Götter.

Jene, welche die Bibel mit Du sollst neben mir keine anderen Götter haben meinte – und deren Existenz die Heilige Schrift der Christen niemals leugnete oder in Abrede stellte.

 

Manche Götter eroberten sich ihre alten Kultstätten zurück, auf welche vor allem die Christen ihre Kirchen gestellt hatten. Prächtige Bauten wurden dem Erdboden gleichgemacht und durch vergessene Symbole ersetzt.

 

Manch einer von Ihnen erinnert sich sicher an die Verwirrung, das Chaos auf der Welt; manch einer von Ihnen war vielleicht sogar dabei, als die Götter sich erstmals zeigten. Für Sie und alle anderen haben wir in den Archiven gegraben und einige Beispiele der damaligen Vorkommnisse zusammengestellt.

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#1

Deutschland, RadioaufzeichnungAntenne Hamburg, 21.12.2012, 00.14 Uhr

 

SPRECHER: »Das war das Wetter in dieser wunderschönen Winternacht. Und jetzt haben Sie wie immer die Gelegenheit, in unser Studio durchzuklingeln und uns zu erzählen, was Sie alles an Silvester machen werden. Hier ist unser erster Anrufer, nein, eine Anruferin, wie ich gerade höre: Iris aus Horn.«

IRIS: »Ja, hallo, aber das … das ist gerade total abgefahren!«

SPRECHER: »Was genau machen denn du und deine Freunde?«

IRIS: »Wir wollten eben ins Auto steigen, dann kam da dieses Licht und … das ist gar kein Licht. Das ist so ein Wagen mit einem Mann drauf.«

SPRECHER: »Auf der Straße?«

IRIS: »Am Himmel! Kein Scheiß! Mit einer … keine Ahnung. Sah aus wie … der hatte zwei Vögel dabei, die um uns rumgeflattert sind! Nachts!«

SPRECHER: »Yo, Iris, ihr habt aber ganz schön einen gebechert, kann das sein?«

IRIS: »Ich verarsche dich nicht! Und jetzt … scheiße, da ist noch einer. Der hat einen Hammer und … Scheiße! Scheiße, der hat die Kirche weggerissen! Das ganze Gebäude ist eingestürzt! Und …«

Das Telefonat bricht an dieser Stelle ab.

 

Im 21. Jahrhundert rechnete niemand damit, dass die Götter zurückkehren. Mitten hinein in das, was man Realität nennt.

Pyramiden, Tempel, Schreine und jedwede Heiligtümer oder besonderen Orte bekamen ihre Wichtigkeit zurück.

Mannigfaltig kamen die Götter und wirkten. Die Meldung über Sichtungen häuften sich und über die Wunder, die sie vollbrachten.

Hier unser nächster Beleg.

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#2

Deutschland, TV-AufzeichnungZDF heute Nachrichten, 1.1.2013, 00.19 Uhr

 

MODERATOR: »Die Meldungen über Sichtungen von rätselhaften Wesen häufen sich. Experten gehen von einem perfekt koordinierten Streich aus. Die Weltuntergangshysterie rief so manche Spaßvögel auf den Plan. Teilweise sind die in den sozialen Netzwerken hochgeladenen Filmchen von extrem hoher Qualität, andere hingegen erinnern an das Blair Witch Project. Wir schalten live zu David Brauer, der mit einem Kamerateam für uns die Feier in Berlin am Brandenburger Tor begleiten sollte und erstaunliche Beobachtungen machte. David, was haben Sie gesehen?«

BRAUER: »Es ist schwer zu verstehen, was sich genau ereignete, aber mitten im Feuerwerk gab es einen gigantischen Lichtblitz wie bei einer elektrischen Entladung, und sämtliche Raketen erloschen. Man hat das Knallen gehört, aber es gab keine Explosionen am Himmel. Und dann erschien dieses übergroße Wesen, das die meisten Besucher, die wir anschließend befragten, an einen Wikinger erinnerte. Es hatte nur ein Auge und rief einige Worte in schwer verständlichem Deutsch.«

– Einblendung der aufgezeichneten Bilder vom Team, danach abgefilmte Handydisplays –

MODERATOR: »Die Skepsis befiehlt zu fragen: Kann es sich dabei um einen der zahlreichen Scherze handeln, mit denen eine Gruppe von Hackern und Spaßvögel die Welt in Atem hält?«

BRAUER: »Allerdings. Davon gehen zurzeit alle aus. Die Polizei sucht die Dächer der umliegenden Gebäude sowie das Brandenburger Tor ab, um die Projektoren zu finden. Es muss sich um sehr starke Apparate handeln, vermutlich ausrangierte Filmprojektoren.«

MODERATOR: »Wie lässt sich das Nichtzünden der Raketen erklären?«

BRAUER: »Die Polizei geht davon aus, dass der oder die Täter die eigentlichen Pulverkammern oder die innenliegenden Zündvorrichtungen einfach durchnässten. Das wäre durchaus möglich gewesen.«

MODERATOR: »Danach gingen die Feiern trotz der ungeplanten Unterbrechung weiter?«

BRAUER: »Ja. Das kann man wohl sagen!«

– Er tritt zur Seite, dahinter werden zahlreiche Holzfässer sichtbar. –

BRAUER: »Die Ablenkung nutzten die Täter, um fünfzig Fässer mit Met auf dem Platz abzuladen. Und es soll …«

– er hebt die Hand mit einer Tasse –

BRAUER: »… ausgezeichnet schmecken.«

 

Unschön kann es ebenso werden, wenn Entitäten mit Dingen nicht einverstanden sind, die in ihrem Gebiet geschehen.

Verfolgen Sie es selbst:

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#3

Italien, Stimmen-Aufzeichnung italienische Küstenwache, PatrouillenkreuzerBrentano, 26.12.2012, 21.12 Uhr

 

KÜSTENWACHE: »Unbekanntes Schiff, Sie haben einen Notfall gemeldet? Bitte identifizieren Sie sich.«

STIMME: »Wir haben Wassereinbruch nach der Kollision mit einem Ding!«

KÜSTENWACHE: »Wir sehen Sie jetzt, auf dreizehn Uhr. Ihr Schiff Bravewave hat schwere Schlagseite. Wir werden Sie nicht schleppen können.«

STIMME: »Sie müssen mich runterholen, bevor das Ding nochmals auftaucht!«

KÜSTENWACHE: »Ihr Schiff ist nicht gelistet. Welche Ladung haben Sie, Sir?«

STIMME: – schweigt –

KÜSTENWACHE: »Welche Ladung haben Sie an Bord, Sir?«

STIMME: »Jetzt kommt schon rüber, verdammt!«

KÜSTENWACHE: »Wir sind gleich bei Ihnen. Wie viele Personen sind zu evakuieren? Verletzte?«

STIMME: »Ich bin der letzte Überlebende. Das Ding hat alle umgebracht. Mit einem Dreizack.«

KÜSTENWACHE: »Wiederholen Sie bitte, Sir. Ich habe Dreizack verstanden.«

STIMME: »Los! Das säuft gleich ab!«

– Einblendung der Aufnahmen aus der Frontkamera:

Eine Welle erhebt sich ansatzlos in der ruhigen See und drückt den in Schieflage geratenen Rumpf komplett zur Seite, der Funk erstirbt, das Schiff versinkt blubbernd, während sich ein glühender Dreizack durch den Rumpf zu bohren scheint –

KÜSTENWACHE 1: »Was war das denn? Wo kam die Welle her? War … das andere ein Torpedo?«

KÜSTENWACHE 2: »Was weiß ich! Und … da treiben Päckchen auf dem Wasser.«

 

An der Stelle der besondere Hinweis für Reisende:

Informieren Sie sich dringend unterwegs, welche Entitäten für die Region zuständig sind, um Zwischenfälle

1) mit Einheimischen und

2) mit den Gottheiten

zu vermeiden.

Eine Provokation wird – wie unser nächstes Beispiel zeigt – umgehend geahndet.

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#4

Irland, Film auf einer Internetplattform, 29.12.2012, 18.23 Uhr

 

Jugendlicher in Sportklamotten vor einem Fluss.

JUGENDLICHER: »Daraus hat es geleuchtet. Wirklich! Und dann hat eine Stimme gesungen, total schön, und da drüben hat sich ein Typ aus dem Fluss erhoben.«

Die Kamera schwenkt über den ruhigen Fluss.

OFF: »Da ist nix, du Spinner.«