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Wenn durch ein Kinderbuch nur eine Kinderseele Kraft und Mut schöpfen kann, dann hat dieses Buch einen Sinn. Ein Feuerwerk mitten in der Nacht? Schnell wird Kateryna klar, dass es sich um kriegerische Angriffe auf ihre Heimatstadt handelt. Sie flüchtet zunächst mit ihrer Familie in den Keller, bevor sie in Deutschland Zuflucht findet. Ein Kuscheltier und ein Buch sind wichtige Begleiter für sie. Wann wird sie ihren Papa wohl wiedersehen? Das Buch gibt einen Einblick in die Gefühlswelt von Kindern und zeigt die Toleranz und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. So bleibt stets ein Schimmer von Hoffnung und Zuversicht. Mit Erläuterungen zum Thema Krieg für Kinder und Eltern. Übertragbar auf alle Kriege weltweit. Ab 8 Jahren
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Seitenzahl: 23
Veröffentlichungsjahr: 2022
„Die Liebe und das Mitgefühl sind die Grundlagen für den Weltfrieden - auf allen Ebenen.“
Dalai Lama
Dieses Buch gehört
Vorwort
Ein Feuerwerk mitten in der Nacht?
Im Keller
Wir müssen hier weg
Auf dem Weg zum Bahnhof
Abschied
Ankunft in einer fremden Stadt
In Sicherheit
Viele Wörter — eine Bedeutung
Für Erwachsene
Für Kinder
Für Kinder und Erwachsene
Nachwort und Dank
Die Autorin
Sollte ein Buch für Kinder Krieg thematisieren? Darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Ich meine ja, wenn es gelingt, dadurch Hoffnung, Mut und Zuversicht zu spenden.
Inspiriert durch erschütternde Berichte in den Medien, aber auch durch die Schilderung der Flucht von Verwandten ukrainischer Freunde, entstand diese Geschichte. Sie möchte, trotz der Tragik der Geschehnisse, MUT machen. Mut, an das Gute im Menschen - wie Hilfsbereitschaft, Toleranz und Mitgefühl - zu glauben, Mut an die eigene Kraft zu glauben sowie die Zuversicht vermitteln:
Alles wird wieder gut - auch wenn die Lage aussichtslos erscheint.
Wenn durch ein Kinderbuch nur eine Kinderseele Kraft und Mut schöpfen kann, dann hat dieses Buch einen Sinn.
Herzlich
BUM BUM BUM, Kateryna setzt sich im Bett auf und reibt sich die Augen. RUMS, wieder ein lauter Knall, noch lauter als der, der sie soeben aus dem Schlaf gerissen hat. Draußen ist es noch dunkel.
Kateryna läuft barfuß ans Fenster. Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und blickt in die Nacht hinaus. BUM BUM BUM ertönt es erneut. Der Himmel wird von zuckenden Blitzen erhellt. Dunkle Rauchschwaden folgen.
Ein Feuerwerk mitten in der Nacht?
Kateryna läuft ins Schlafzimmer ihrer Eltern. „Mama, Papa, ein Feuerwerk, schaut doch!“
Ihre Eltern stehen ebenfalls am Fenster. Sie drehen sich zu ihr um. Mamas Augen sind angsterfüllt. Auch Papa wirkt sehr besorgt.
„Komm her, Kateryna“, er legt den Arm um sie.
„Siehst du das Feuerwerk, Papa?“ Kateryna zeigt auf die Lichtblitze in der Ferne. Es kracht und donnert erneut.
„Das ist kein Feuerwerk, Kateryna. Das sind Bomben und Granaten. Die sind gefährlich. Du musst jetzt tapfer sein. Schnell, zieh dich an! Wir müssen in den Keller. Dort sind wir sicher.“ Katerynas Augen füllen sich mit Tränen. „Was passiert nun mit uns? Wer macht so etwas? Warum?“
„Hab keine Angst! Alles wird gut!“, sagt Papa.
Mama hat schon Katerynas dicke Socken geholt und streift ihr die Jogginghose über die Schlafanzughose. Den roten Kuschelpulli, den Kateryna sonst nur an Sonntagen tragen darf, zieht sie ihr über das Schlafanzugoberteil. „Zieh dir schnell die warmen Stiefel an“, sagt sie.
Wie ein Roboter gehorcht Kateryna. Sie beobachtet, wie auch ihre Eltern hastig dicke Kleidung anziehen.