Am Ende die Nacht - Michael Herzig - E-Book

Am Ende die Nacht E-Book

Michael Herzig

5,0

Beschreibung

Ein großartiger Roman um zwölf Menschen, die auf dem schmalen Grat zwischen Recht und Unrecht darum kämpfen, sich selbst treu zu bleiben - rasant, authentisch und gleichzeitig von hoher literarischer Qualität. Ein Migrant ist assimilierter, als es ihm lieb ist. Ein Lobbyist strauchelt über seine Laster. Eine Societylady wittert die Chance, verlorenes Familienglück herbeizuzwingen. Ein Hauswart wischt ausschließlich vor den Türen der anderen. Eine Bankerin kann sich keine Gefühle leisten und wird von ihren Emotionen überwältigt. Eine Sekretärin sträubt sich gegen die Verbürgerlichung und verbürgerlicht dabei. Eine Journalistin nähert sich nicht dem Durchbruch, sondern starrt in den Abgrund. Ein Partygirl flieht vor der Ernüchterung. Eine Hausbesetzerin verwirkt ihre Glaubwürdigkeit. Ein Zuhälter sieht sich als Unternehmer. Ein Polizist macht nichts als seinen Job und damit Schlagzeilen. Zsófia Bihari hat nichts als ihren Körper und viel zu verlieren.

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Michael Herzig

Am Ende die Nacht

Roman

© 2016 by GRAFIT Verlag GmbH

Chemnitzer Str.31, 44139 Dortmund

Internet: http://www.grafit.de

E-Mail: [email protected]

Alle Rechte vorbehalten.

Umschlaggestaltung: Nele Schütz Design unter Verwendung von © shutterstock/Nickolay Koroshkov

eBook-Produktion: CPI books GmbH, Leck

eISBN 978-3-89425-706-4

Der Autor

Michael Herzig, 1965 in Bern geboren, lebt schon lange in Zürich. Er arbeitete viele Jahre im Sozialbereich und kennt dadurch auch die dunklen Seiten einer Großstadt bestens.

Das ist seinen bisherigen Romanen um die eigensinnige Polizistin Johanna di Napoli deutlich anzumerken: Für seinen zuletzt erschienenen Thriller Frauen hassen wurde Herzig mit der Anerkennungsgabe der Stadt Zürich in Höhe von 10.000Franken geehrt. Für den Vorgängertitel Töte deinen Nächsten erhielt er die ebenfalls mit 10.000Franken dotierte Auszeichnung für herausragende literarische Neuerscheinungen des Regierungsrates des Kantons Zürich.

Und auch in Am Ende die Nacht,

Blerim zieht um

Fünf Tage später wurde Blerim Selimi auf eine Bahre gelegt. Seine Augen waren zugeschwollen, Nase, Mund und Rachen verätzt. Eine Sauerstoffmaske wurde auf sein Gesicht gelegt und Luft in seine Lungen gepresst. Er nahm den geschäftigen Ton der Notfallsanitäter wahr und aufgeregte Kinderstimmen, jedoch formten sich in seinem Bewusstsein Laute nicht zu Worten und Worte nicht zu Bedeutung. Alle seine Empfindungen hingen an jenem Augenblick fest, als Zsófia Bihari in den Laden getreten war und das Regal mit den Handys betrachtet hatte.

Sie war eine Hure. Keine Szenetussi, keine Studentin, keine von hier. Dunkle Augen, rasierte und nachgezogene Brauen, ein auf den Hals tätowierter Schmetterling, ein rosa Top, die Konturen des Büstenhalters sichtbar unter dem dünnen Stoff, eine blaue Trainingshose, goldglänzende Turnschuhe.

Er begegnete ihr meistens nach Feierabend, wenn er auf dem Weg zum Bus war. Sie wohnte in einem Gebäude bei der Haltestelle, das sich von den anderen alten Stadthäusern in dem Block durch ein riesiges Lüftungsrohr unterschied, das auf der Hofseite vom Erdgeschoss zum Dach hinaufführte. Im Parterre hatten sich die Betreiber von Imbissbuden alle paar Jahre den Schlüssel weitergegeben, mittlerweile versuchte ein Telekomgeschäft, hier Fuß zu fassen. In den oberen Stockwerken betrieb der Untermieter eines Untermieters eine Absteige für osteuropäische Sexarbeiterinnen. So nannte Blerims Vater die Huren.

Sein alter Herr war Sozialarbeiter. Die Frauen würden ausgebeutet, sagte er. Von Zuhältern, Menschenhändlern, Freiern und Immobilienspekulanten. Eine Liege in einem Viererzimmer kostete zwei Tausender. Der Typ, der abkassierte, trug ein fleckiges Hemd und führte einen Köter mit sich.

Die Huren gingen arbeiten, wenn Blerim damit aufhörte. Immer im Rudel, nie allein. Sie wurden angestarrt, vermieden selbst aber jeden Blickkontakt. Prostitution war in dieser Gegend verboten, zurückschauen teuer.

»Haben Sie eine Verbindung zwischen USB und PS2?«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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