Andor Junior, 3, Das Flüstern im Wald - Jens Baumeister - E-Book

Andor Junior, 3, Das Flüstern im Wald E-Book

Jens Baumeister

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Beschreibung

Der tapfere Krieger Thorn, die entschlossene Magierin Eara, die kluge Bewahrerin Chada und der clevere Zwerg Kram sind völlig unterschiedlich. Doch nur wenn sie zusammenhalten, können sie das Land Andor retten. Die jungen Helden sollen herausfinden, wer die Felder der Bauern im Rietland verwüstet hat. Ihre Mission führt sie in den Wachsamen Wald, wo sie plötzlich einer Horde Wardraks gegenüberstehen. Schnell ist klar: Der böse Magier Varkur hat hier seine Finger im Spiel. Diesmal hat er es nicht auf die Königskrone, sondern auf Earas Kristall abgesehen, durch den er unbesiegbar werden würde. Als Thorn, Eara, Chada und Kram auch noch getrennt werden, scheint der Kampf aussichtslos und Hilfe ist nicht in Sicht …

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Seitenzahl: 118

Veröffentlichungsjahr: 2023

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KOSMOS

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Umschlagsabbildung: © Michael Menzel

Der Erzähltext wurde vermittelt von der Literarischen Agentur Charlotte Larat rights & audio, Strasbourg

© 2023, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Pfizerstraße 5–7, 70184 Stuttgart

Alle Rechte vorbehalten

ISBN 978-3-440-50800-8

E-Book-Konvertierung: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

© Michael Menzel/Kosmos

DER ZAUBERKRISTALL

Ein angenehmer Wind strich an diesem schönen Sommertag um die Mauern der Rietburg. Vor deren Toren hatte Chada, die junge Bogenschützin, einen Strohballen aufgebaut. Er diente als Zielscheibe, mit deren Hilfe sie den anderen Kindern zeigte, wie man Pfeile darauf schoss.

„Halte den Bogen etwas höher, Thorn“, sagte sie, und der folgte ihrer Aufforderung. Er spannte die Sehne, konzentrierte sich auf das Ziel und ließ los. Der Pfeil sauste zischend durch die Luft, und einen Moment später prallte er wenige Zentimeter neben dem Ziel gegen die Burgmauer.

„Och Mann!“, beschwerte sich Thorn. „Schon wieder daneben.“

„Aber die Höhe war diesmal viel besser“, munterte Chada ihn auf. „Du hättest nur ein Stück weiter nach links zielen müssen, um den Wind auszugleichen.“

„Das hab ich ja versucht“, antwortete Thorn. „Aber egal, was ich mache – der blöde Pfeil fliegt immer gegen die Mauer.“

Kram, der Zwerg, stand neben Chada und grinste. „Ist doch schon ein guter Anfang! Falls du mal von einer wild gewordenen Burgmauer bedroht wirst, kannst du dich problemlos verteidigen.“

„Bäh!“ Thorn streckte Kram die Zunge heraus, musste dabei aber selbst lachen. „Ich hoffe doch, dass wir bald mal wieder ein richtiges Abenteuer erleben“, sagte er dann. „Zielübungen sind ja schön und gut, aber es ist schon viel zu lang her, dass wir wirklich mal jemandem helfen konnten.“

„Wir sind einfach zu gut“, erklärte Kram. „Nach unseren letzten Abenteuern haben alle Drachen, Gors und Skrale gelernt, dass man sich besser von Andor fernhält. Denn sonst kriegen sie es mit uns zu tun.“

Thorn lachte. „Dann bleiben uns wohl nur die Zielscheiben.“ Er reichte den Bogen an das zweite Mädchen der Gruppe weiter. „Hier Eara, willst du es mal versuchen?“

Eara schüttelte den Kopf. „Wozu ein Bogen, wenn man zaubern kann?“, sagte sie lachend. Sie holte einen grünlich schimmernden Kristall aus einer Tasche ihres violetten Gewands und umklammerte ihn mit einer Hand. Alle erkannten den Stein sofort wieder: Eara hatte ihn bei ihrem allerersten Abenteuer gefunden – in einer düsteren, uralten Höhle im Grauen Gebirge, in der sie einem gewaltigen Kraken begegnet waren. Eara sah, dass Chada etwas skeptisch auf den Kristall schaute, doch sie ignorierte das.

© Michael Menzel/Kosmos

Eara murmelte etwas in einer Sprache, die die anderen Kinder nicht verstanden. Sekunden später kam ein starker Wind auf. Der Pfeil, den Thorn gerade abgeschossen hatte, hob sich vom Boden! Einen Moment lang ließ der Wind ihn in der Luft schweben. Er drehte sich hin und her, als wüsste er nicht genau, wohin er wollte – dann pustete die Böe ihn schnurgerade nach oben, bis fast auf Höhe der Mauerzinnen. Der Pfeil machte über den Köpfen der Kinder einen Looping, bevor der Wind ihn mit fantastischer Geschwindigkeit auf das Ziel zu blies! Das Stroh raschelte leicht, als sich die Pfeilspitze hineinbohrte.

Chada ging hinüber und begutachtete den Pfeil. „Genau in der Mitte getroffen.“

Eara lächelte. „Wie gesagt: Wer braucht schon einen Bogen?“

Thorn nickte beeindruckt. „Deine Zauberei hat ganz schöne Fortschritte gemacht.“

„Danke!“, antwortete Eara. „Ich bin jetzt, glaube ich, schon besser als manche der Bewerber, die an der Feste von Yra angenommen werden.“

Die Feste von Yra war die berühmteste Zauberakademie in ganz Hadria, Earas Heimatland. Man brauchte eine Menge Talent, um den Einstellungstest dort zu bestehen. Die Kinder wussten alle, dass es Earas größter Wunsch war, später auch einmal dort zu studieren.

Kram warf ihr einen spöttischen Blick zu. „Haben die in der Feste denn auch solche Kristalle für ihre Zauberei?“

Earas Miene verdüsterte sich. „Was willst du damit sagen?“

„Na ja – nichts gegen deine kleine Kunstflugvorführung, aber wie viel davon war denn dein Können und wie viel hat das grüne Glitzerding gemacht?“

„Willst du es ausprobieren?“ Eara hielt Kram den Kristall hin. „Bitte sehr. Aber ich glaube nicht, dass du mit ihm umgehen kannst.“

Chada sah Eara unsicher an. „Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist …“, begann sie.

Doch Thorn unterbrach sie. „Wieso denn nicht? Wenn wir mit deinem Bogen üben können, warum dann nicht auch mit Earas Kristall?“

Kram zögerte kurz, dann nahm er den Edelstein aus der Hand der jungen Zauberin. „Was muss ich jetzt tun?“, fragte er. „Muss ich irgendwas sagen – ‚Abrakadabra‘, ‚Simsalabim‘ oder so?“

„Du musst einfach einen Zauber ausführen“, erklärte Eara. „Und der Kristall macht ihn dann stärker.“

„Und wie führe ich einen Zauber aus?“, hakte Kram nach.

„Siehst du – genau das meine ich!“ Eara nahm ihm den Kristall wieder ab. „Wenn du nicht zaubern kannst, kann der Stein auch nichts für dich tun. Ich kann zaubern, und er hilft mir, meine Kräfte besser auszunutzen.“ Sie steckte ihn zurück in ihren Umhang. „Tut mir leid, dass ihr das nicht ausprobieren könnt.“

Chada runzelte die Stirn. „Hattest du nicht mal gesagt, dass du den Kristall nicht mehr benutzen willst, solange du nicht genau weißt, wie er funktioniert?“

Eara winkte lässig ab. „Ich weiß doch, wie er funktioniert. Er macht meine Zauberkraft stärker.“

„Ja, aber wie macht er das?“, beharrte Chada.

Die Zauberin rümpfte die Nase. „Das ist wieder typisch! Du willst immer alles bis ins Kleinste auseinandernehmen. Ich weiß, was der Kristall tut und wie ich ihn benutzen muss. Das reicht doch!“

Chada wollte noch etwas sagen, aber Thorn bekam ein wenig Angst, dass die beiden sich gleich streiten würden. „Soll ich euch mal zeigen, wie man damit umgeht?“, fragte er und hielt sein Schwert in die Luft. „Das kann jeder lernen – egal ob mit oder ohne Zauberkraft!“

„Klar kann das jeder!“, lästerte Kram. „Sonst hättest du ja kaum eine Chance, das Ding unter Kontrolle zu halten.“ Das brachte alle zum Lachen, und Thorn erkannte dankbar, dass die Anspannung für den Moment verflogen war.

Eine Weile später hatten alle einmal ihr Glück mit dem Schwert versucht.

Inzwischen war es schon so spät geworden, dass selbst der kleine Kram einen langen Schatten warf, und aus Richtung der Burgküche zog der Duft des Abendessens zu ihnen herüber.

„Mann, riecht das gut!“, rief Thorn. „Die Übungen haben mich richtig hungrig gemacht. Ich glaub, ich könnte den ganzen Kochtopf allein aufessen!“

„Kein Problem!“, erwiderte Kram. „Solange ich den Inhalt kriege, kannst du gern den Topf verspeisen – Gusseisen ist mir sowieso viel zu zäh.“

Thorn musste grinsen. „Idiot“, sagte er lachend. Dann klopfte er seinem Freund auf die Schulter, und die beiden liefen gemeinsam durch das Tor der Rietburg in Richtung des Palas – des Hauptgebäudes der Burg.

Chada wollte ihnen bereits folgen, da spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter. Es war Eara, die sie zurückhielt.

„Entschuldige bitte wegen eben“, sagte die Zauberin. „Das war nicht nett von mir, dass ich gesagt habe, du nähmst immer alles auseinander.“

Chada lächelte. „Na ja, ein bisschen stimmt das ja. So bin ich eben aufgewachsen. Die Bewahrer ordnen und sortieren das gesamte Wissen von Andor. Deswegen will ich immer wissen, wie und warum die Dinge funktionieren.“

Eara nickte. „Das ist ja eigentlich auch vernünftig. Aber dieser Kristall … Weißt du, als ich ihn damals in der Höhle mit dem Kraken gefunden habe, hat es sich einfach so richtig angefühlt. Verstehst du? So, als ob er da auf mich gewartet hätte und von mir gefunden werden wollte.“

Chada lachte. „Der hat da wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten im Dunkeln gelegen. Ich glaube kaum, dass er da auf dich gewartet hat.“

„Ich weiß“, sagte Eara. „Ich meine ja nur, dass es sich so angefühlt hat. So, als ob er mir gehöre. Und wenn etwas mir gehört, dann kann ich es doch auch benutzen, oder?“

Chada hob unsicher die Schultern. „Wahrscheinlich hast du recht“, sagte sie dann. „Wenn er wirklich nur die Kräfte verstärkt, die du sowieso schon hast, dann kann ja eigentlich auch nichts schiefgehen, oder?“

„Genau“, bestätigte Eara erleichtert.

Chada lächelte. „Auf jeden Fall bin ich dir nicht böse. Entschuldigung angenommen!“ Sie deutete zu Thorn und Kram, die schon fast am Eingang des Palas angekommen waren. „Und jetzt lass uns schnell zum Abendessen gehen, bevor die beiden alles aufgefuttert haben!“

Sie lief lachend Richtung Burg und Eara folgte ihr.

Die beiden drehten sich nicht um, während sie zum Palas liefen. Darum bemerkten sie auch nicht, dass gerade am Horizont, in weiter Ferne, eine Gestalt auftauchte.

Es war ein Reiter mit einer Botschaft. Und er steuerte sein Pferd geradewegs auf die Rietburg zu.

© Michael Menzel/Kosmos

EIN UNERWARTETER AUFTRAG

Das Abendessen fand in der großen Halle der Rietburg statt, einem gewaltigen Saal, der heute aber recht leer war.

Die Gesellschaft saß verteilt an vier Tischen: An einem waren „die superwichtigen Leute“, wie Kram sie nannte. Darunter befanden sich der große, bärtige König Brandur mit seinem Sohn, dem achtzehn Jahre alten Prinzen Thorald, der breitschultrige Waffenmeister Harthalt und die Abgesandte Nelímar aus dem östlichen Nachbarland Tulgor. Das war ein Land, das sich hinter den Gipfeln des Fahlen Gebirges befand.

An zwei weiteren Tischen saßen die, die für Kram „die normal wichtigen Leute“ waren: Wachleute und Handwerker und das Küchenpersonal der Burg. Auch Casimir, der Hüter der Nachrichtenfalken und Lehrer der Burgkinder, war bei ihnen.

Am letzten Tisch schließlich saßen die Kinder: nicht nur Eara, Chada, Kram und Thorn, sondern noch Aćh und Forn.

© Michael Menzel/Kosmos

Ah war die Tochter der Gesandten aus Tulgor. Wie ihre Mutter hatte sie dunkle Haut und dunkle Haare. Auf ihrer Schulter saß ein großer, golden schimmernder Takuri mit Namen Turr. Takuris waren hochintelligente Zauberwesen und wurden von den Leuten in Tulgor oft für die Jagd, für Kämpfe oder als Wachtier abgerichtet.

Ah hatte Turr auf ihrer Reise nach Andor in den Bergen gefunden und er hatte sich ihr angeschlossen. Eigentlich war sie noch zu jung, um eine Takuri-Hüterin zu sein, aber Aćh und Turr hatten mitgeholfen, die Rietburg vor dem bösen Zauberer Varkur zu retten. Damit hatte Aćh gezeigt, dass sie bereits reif genug war, sich um einen Takuri zu kümmern, und ihre Mutter hatte ihr schließlich erlaubt, Turr zu behalten.

Jetzt gerade knabberte der Takuri an einem Bund Felsenblumen, den Aćh ihm hinhielt. Der kräftige Lakritzgeruch der Pflanzen zog über den ganzen Tisch.

Kram sah kopfschüttelnd zu dem Zauberwesen. „Du hast echt einen komischen Geschmack, Turr. Dieses Kraut mieft so sehr, dass ich mein eigenes Essen nicht mehr schmecken kann.“

„Also, mich stört es nicht“, schaltete Forn sich ein, der neben Aćh saß. Forn sah ganz anders aus als die restlichen Kinder am Tisch: Seine Haut war rötlich schuppig, fast wie die einer Echse, und hinten hatte er einen langen Schweif.

Das lag daran, dass Forn ein Skral war – jedenfalls zur Hälfte. Skrale waren kämpferische Wesen, die schon oft versucht hatten, die Bewohner Andors anzugreifen. Forn war ein Waisenkind und kannte seine Eltern nicht, aber es war klar, dass ein Elternteil ein Skral und der andere ein Mensch gewesen sein musste. Von der Skralseite hatte er den Schweif und die rote Schuppenhaut, von der menschlichen Seite seine tiefblauen Augen.

Forn war als Adoptivkind in einer Skralhorde aufgewachsen, aber anders als die meisten Skrale hatte er nie viel vom Kämpfen gehalten. Als sein Adoptivvater ihn eines Tages als Spion in die Rietburg geschickt hatte, war er einfach dortgeblieben und hatte die Burg zusammen mit den anderen Kindern gegen die Angreifer verteidigt. Und als Belohnung hatte ihm König Brandur erlaubt, auf der Rietburg zu bleiben.

Forn deutete auf die Felsenblumen, die Turr mit zunehmender Begeisterung verzehrte. „Ich mag den Geruch.“ Er sah sich um, um zu sehen, ob ihm jemand zustimmte. Doch stattdessen fing Eara plötzlich an, laut zu lachen. Forn war ein bisschen beleidigt. „Was ist denn daran so lustig?“

Eara schüttelte den Kopf, musste aber schon wieder lachen. „Gar nichts! Entschuldige bitte!“ Sie deutete nach unten. „Rutan schlabbert mir nur gerade die Füße ab. Das kitzelt!“

Jetzt schauten alle unter den Tisch. Und wirklich: Dort saß ein kleiner, grauer Wolf, der voller Hingabe an Earas Füßen leckte!

„Lass das, Rutan!“, rief Eara. „Bitte!“

Chada sah Kram und Thorn an und hob die Augenbrauen. „Wenn Rutan hier ist, sind Merla und Lonas bestimmt auch nicht weit. Wetten?“

Thorn nickte. „Garantiert!“

Und wirklich: Einen Moment später sahen sie zwei weitere Wolfswelpen durch die Halle flitzen! Die Kinder kannten die Tiere gut. Es waren Zauberwölfe, mit denen sie schon viele Abenteuer erlebt hatten.

Jetzt tollten sie so wild unter dem Tisch herum, dass Thorn beruhigend einzugreifen versuchte. „Hey, ruhig ihr drei! Was ist denn heute los mit euch?“

Doch die Wölfe waren offenbar so aus dem Häuschen, wieder bei den Kindern zu sein, dass sie sich einfach nicht besänftigen ließen. Jetzt versuchte Rutan sogar, auf den Esstisch der Kinder zu springen!

„Sch, lass das!“, rügte Eara ihn. „König Brandur guckt schon!“

Tatsächlich schaute der König gerade stirnrunzelnd zum Tisch der Kinder herüber.