Be Angry! - Dalai Lama - E-Book

Be Angry! E-Book

Dalai Lama

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Beschreibung

In diesem Buch räumt der Dalai Lama mit alten Mustern auf. "Be Angry!" – Sei wütend! - steht für die Empörung, die in Zeiten großer sozialer Ungerechtigkeit und politischer Unsicherheit für die menschliche Gesellschaft überlebensnotwendig ist. Empörung schafft Aufmerksamkeit. Aus Wut entsteht Kraft. Starke Gefühle stecken voller Energie und Leidenschaft, wie sie jeder von uns kennt. Wie man diese Kräfte für eine positive Veränderung in unserer Gesellschaft einsetzen kann, ist die Botschaft dieses Buches. Ein Buch von berührender Klugheit, mit Beispielen für die positive Kraft der Wut, die dem Dalai Lama in der ganzen Welt begegnet sind.

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Be Angry!

Der Autor

DALAI LAMA, Tenzin Gyatso, Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama, bezeichnet sich selbst als einfachen buddhistischen Mönch. Geboren 1935, floh er nach der Besetzung Tibets 1959 nach Indien, wo er seitdem im Exil lebt. Das geistliche und (bis zu seinem freiwilligen Rückzug 2011) weltliche Oberhaupt der Tibeter wurde 1989 mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Seine spirituelle Arbeit, seine Bemühungen um die politische, religiöse und kulturelle Identität Tibets sowie sein Einsatz für den Weltfrieden finden Anerkennung in der ganzen Welt.

Das Buch

Starke Gefühle stecken voller Energie und Leidenschaft, wie sie jeder von uns kennt. Wie man diese Kräfte für eine positive Veränderung in unserer Gesellschaft einsetzen kann, ist die Botschaft des Dalai Lama.

Dalai Lama

Be Angry!

Die Kraft der Wut kreativ nutzen

Aus dem Amerikanischen von Jochen Winter

Ullstein

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Allegria ist ein Verlag der Ullstein Buchverlage GmbH

ISBN 978-3-8437-2253-7

© 2019 Noriyuki Ueda© der deutschen Ausgabe Ullstein Buchverlage GmbH, BerlinLektorat: Barbara KrauseUmschlaggestaltung: zero-media.net, MünchenE-Book Konvertierung powered by Pepyrus.comAlle Rechte vorbehalten

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Inhalt

Der Autor / Das Buch

Titelseite

Impressum

SEID WÜTEND!

Vorwort des Verlags

Wut

Ritual und Bedeutung

Buddhismus als »Wissenschaft des Geistes«

Mitfühlende Wut

Gute und schlechte Bindungen

Wissen und Praxis

Das Dilemma zwischen Modernität und Glauben

Wettbewerb und Wut

Buddhas Vorstellung von sozialem Dienst

Das Leiden überwinden

Mitgefühl entwickeln

Glaube und soziale Entwicklung

Wütend sein

Social Media

Vorablesen.de

Cover

Titelseite

Inhalt

SEID WÜTEND!

SEID WÜTEND!

Seine Heiligkeit der Dalai Lamaim Gespräch mit Noriyuki Ueda

Vorwort des Verlags

Es scheint widersprüchlich, das Adjektiv »wütend« und den Namen Dalai Lama im gleichen Buch zu nennen, geschweige denn im gleichen Satz. Schließlich handeln die Lehren des Dalai Lama Zeit seines Lebens davon, Liebe und Mitgefühl zu kultivieren. Doch wie viel er auch zu sagen hat über die Vermeidung der Wut, so räumt er zugleich ein, dass diese ein unabdingbarer Bestandteil des menschlichen Daseins ist. Er hat festgestellt: »Wenn im Allgemeinen ein Mensch nie seine Wut zum Ausdruck bringt, stimmt meines Erachtens etwas nicht. Er ist nicht richtig im Kopf.«

Wut, die nicht erkannt und unterdrückt wird, zerstört uns von innen heraus. Aber es gibt so etwas wie zorniges Mitgefühl – eine Wut, die nicht der eigenen Selbstgerechtigkeit dient, sondern darauf abzielt, andere vor Schaden zu bewahren.

In der heutigen Welt sind wir mit vielen Dingen konfrontiert, die uns wütend machen: Ungerechtigkeit, soziale und wirtschaftliche Ungleichheit, Rassismus, Ignoranz.

Dieses kleine Buch ist dazu da, euch zu sagen: Seid wütend!

Sobald wir imstande sind, die Wut zu erkennen – wie wir sie zurückhalten, wie wir sie bekunden, wie wir ihr entsprechend agieren –, können wir sie in mitfühlendes Tun umwandeln. Erst dann besitzen wir die Fähigkeit, die Welt mit Liebe, Frieden und Heilung zu bereichern.

Das vorliegende Buch beruht auf einem Gespräch mit dem Dalai Lama, das Noriyuki Ueda führte, ein weithin bekannter japanischer Autor, Dozent und Kulturanthropologe. Als Gastwissenschaftler am Center for Buddhist Studies der Stanford University hielt er eine zwanzigteilige Vorlesungsreihe über den gegenwärtigen Buddhismus, in deren Verlauf seine Studenten ihm die Frage stellten: »Kann der Buddhismus auf aktuelle Probleme reagieren?«

Wut

In der realen Welt ist Ausbeutung eine Tatsache, und es klafft eine große, ungerechte Lücke zwischen Arm und Reich. Aus buddhistischer Perspektive lautet die Frage: Wie sollten wir mit Ungleichheit und sozialer Ungerechtigkeit umgehen? Ist es inmitten solcher Verhältnisse unbuddhistisch, Wut und Entrüstung zu empfinden?

Das ist eine interessante Frage. Betrachten wir sie zunächst von einem weltlichen Standpunkt aus, das heißt im Hinblick auf Erziehung. Welche Lehren verbreiten wir über die Wut?

Immer wieder vertrete ich die Ansicht, dass wir ernsthafter darüber diskutieren und forschen sollten, ob unser sogenanntes modernes Bildungssystem hinreichend geeignet ist, eine gesündere Gesellschaft zu entwickeln – oder nicht.

Einige mir bekannte amerikanische Wissenschaftler sind wegen der sozialen Probleme zutiefst besorgt. Im Lauf der Jahre hatten wir zahlreiche Diskussionen über den Wert des Mitgefühls, wobei mehrere dieser Wissenschaftler mit Studenten ein Experiment durchführten.

Über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen sollten die Studenten bewusst meditieren (und dabei ihre Achtsamkeit schulen); anschließend untersuchten die Wissenschaftler, welche Veränderungen in ihren Probanden stattgefunden hatten. Sie berichteten, nach dieser Meditationspraxis seien die Studenten ruhiger und weniger stressbelastet gewesen, hätten über mehr Scharfsinn und ein besseres Erinnerungsvermögen verfügt.

Die University of British Columbia in Kanada hat ein neues Institut gegründet, an dem darüber geforscht wird, wie man innerhalb des modernen Bildungssystems bei Schülern und Studenten Warmherzigkeit ausbilden kann. Mindestens vier oder fünf Universitäten in den Vereinigten Staaten bestätigen, dass der modernen Erziehung in dieser Hinsicht etwas fehlt.

Endlich werden Untersuchungen angestellt, um das Problem in Angriff zu nehmen sowie Mittel und Wege vorzuschlagen, die das System verbessern.

Wenn es weltweit keine Bewegung gibt, die Erziehung zu reformieren und der Ethik mehr Beachtung zu schenken, wird diese Aufgabe sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und sich als äußerst schwierig erweisen.

Natürlich besteht in Russland und China die gleiche Gefahr, in Indien ebenso. Indien mag aufgrund der überlieferten spirituellen Werte ein wenig bessergestellt sein, selbst wenn die meisten Menschen dort wohl nicht logisch oder verstandesmäßig über diese Frage nachdenken.

Japan ist ein modernisiertes und daher verwestlichtes Land, also sind die Probleme des Westens auch in Japan anzutreffen. Durch die Übernahme eines modernen Bildungssystems haben die traditionellen Werte und im Besonderen die der Familie gelitten. Im Westen wiederum ist die Macht der Kirche und deren Unterstützung für die Familie schwächer geworden, und die Gesellschaft muss die Konsequenzen tragen. Ähnlich hat in Japan der Einfluss der religiösen Institutionen nachgelassen, was den Familien ebenfalls zu schaffen macht.

Sprechen wir nun darüber, welche Rolle religiöse Menschen bei der Lösung sozialer Probleme spielen können. Alle religiösen Institutionen beruhen auf den gleichen Grundwerten – Mitgefühl, Liebe, Vergebung, Toleranz. Diese Werte bekunden und fördern sie auf unterschiedliche Weise. Dabei verfolgen Religionen, die die Existenz Gottes anerkennen, einen anderen Ansatz als jene, die es nicht tun – wie etwa der Buddhismus. Der gegenwärtige Papst ist ein sehr kultivierter Theologe, und ungeachtet seiner religiösen Führerschaft betont er, dass Glaube und Vernunft gleichberechtigt nebeneinander bestehen müssen.

Eine Religion, die ausschließlich auf Glauben beruht, kann in Mystizismus enden, wohingegen die Vernunft ihm eine Grundlage und im täglichen Leben eine Bedeutung verleiht.

Im Buddhismus müssen Glaube und Vernunft von Anfang an immer miteinander verbunden sein. Ohne Vernunft wäre es nur blinder Glaube, den Buddha zurückwies. Unser Glaube muss auf den Lehren Buddhas aufbauen.

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