Benx und das Schloss im Nirgendwald - Thomas Rackwitz - E-Book

Benx und das Schloss im Nirgendwald E-Book

Thomas Rackwitz

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Beschreibung

Frühling in Rabaukien: die perfekte Zeit für Benx, um sich gehörig in Schwierigkeiten zu bringen. Als er seine Erzfeindin Vapora Tausendschön um ihr Erbe bringt, weiß er noch nicht, was er sich damit eingebrockt hat. Neben einem beträchtlichen Vermögen enthält das Erbe nämlich ein Schloss, das sich mitten im Nirgendwald befindet. Und dort angekommen muss Benx schnell feststellen, dass er weitaus mehr geerbt hat als ein gewöhnliches altes Gemäuer. Irgendetwas — oder jemand?! — treibt dort sein Unwesen ...

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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Benx und das Schloss im Nirgendwald

Geschrieben von Thomas Rackwitz

Über die Autoren:

Benjamin Krüger aka Benx begeistert seit vielen Jahren seine Zuschauer*innen auf YouTube. Sein blockiges Steckenpferd ist die Welt von Minecraft, sein Kanal einer der erfolgreichsten Deutschlands. Mit seiner Erzählerstimme und eigens kreierten Challenge-Ideen unterhält der YouTuber täglich über zwei Millionen Abonnent*innen, egal ob alleine oder mit Freund*innen.

Thomas Rackwitz wurde 1981 in Halle (Saale) geboren und lebt in Blankenburg (Harz). Er schrieb bereits die ersten fünf Bände der Benx-Reihe. Zuletzt erschien sein verrücktes Pinguin-­Abenteuer »Kommissar Wuschel rettet Weihnachten«.

1. Auflage

© 2025 Community Editions GmbH

Weyerstraße 88–90

50676 Köln

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk, Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger aller Art, auszugsweisen Nachdruck oder Einspeicherung und Rückgewinnung in Datenverarbeitungs­anlagen aller Art, sind vorbehalten. Vervielfältigungen dieses Werkes für das Text- und Data-Mining bleiben vorbehalten. Die Inhalte dieses Buches sind von Autoren und Verlag sorgfältig erwogen und geprüft, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung von Autoren und Verlag für ­Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.Bei Fragen zur Produktsicherheit wenden Sie sich bitte an: [email protected]

Dies ist kein offizielles Minecraft-Produkt.

Es ist nicht von Mojang genehmigt oder mit Mojang verbunden.

»Minecraft« and its graphics are trademark or registered trademark of Mojang Synergies AB.

© 2009–2025 Mojang.

Covergrafik: Monique Krüger (vanlau)

Layout: BUCH & DESIGN Vanessa Weuffel

Illustrationen: Monique Krüger (vanlau)

Künstlerfoto: David Henrichs

Text: Thomas Rackwitz

Projektleitung & Redaktion: Jana Bärenwaldt

Lektorat: Kerstin Fricke

Satz: Achim Münster, Overath

Gesetzt aus der Meta Correspondence und Dax

Gesamtherstellung: Community Editions GmbH

eISBN 978-3-96096-511-4

www.community-editions.de

Vorwort

Hey meine Rabauken!

Freut mich sehr, dass ihr zum sechsten Teil dieser Buchreihe am Start seid! Dieses Mal wird es mysteriös. Eigentlich wollte ich nur Vapora eins auswischen, aber dann habe ich plötzlich ein echtes Schloss mitten im Nirgendwald geerbt! Dort angekommen, musste ich aber schnell feststellen, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zuging … Ihr werdet niemals erraten, wen wir dort getroffen haben, und – Moment, was dort genau passiert ist und ob wir dem Geheimnis des Schlosses auf die Schliche gekommen sind, lest ihr am besten selbst.

Ich hoffe, ihr habt so viel Spaß beim Lesen wie Thomas und ich beim Schreiben!

Bis morgen, euer Benson, ciao!

- 1 -

Ein unerwartetes ­Wiedersehen

In Rabaukien gibt es ein Sprichwort: Die Siege von gestern sind geradeso viel wert wie ein Inventar ohne Items. Und es lässt sich schwerlich von der Hand weisen, dass die Leute schrecklich vergesslich sind. Sie haben kaum die Fünf vor zwölf beiseitegelegt, schon wissen sie nicht mehr, dass im Wetterbericht von Sonne die Rede war oder die drohende Krise sich verschärft – und dieser Umstand trifft gleichermaßen auf die Sportinteressierten zu, wie Benx am eigenen Leib erfahren musste. Er war der Hideball-Champion, doch längst krähte kein Hahn mehr danach. Auch dass sein Erzfeind Nebulas Gorgigel und seine Frau Lemuria wie vom Erdboden verschluckt zu sein schienen, kümmerte die Rabaukianer nicht. Ihr Alltag gestaltete sich kräftezehrend genug. Alles war wieder beim Alten, was sich bei Benx leider nicht behaupten ließ. Weil er seinen Vater Happi in dessen Gewächshaus eingesperrt und ein paar Wochen lang vergessen hatte, wechselte der Mann mit den unkrautartigen Locken kein Sterbenswörtchen mehr mit ihm. Da konnte Benx das Alphabet der Entschuldigungen noch so beherzt rauf- und runterbeten. Was seinem Vater an Redebereitschaft fehlte, machte seine Mutter Nox doppelt und dreifach wett. Seit ein paar Wochen beklagte sie sich besonders, ihr bärtiger Sprössling solle endlich einer geregelten Tätigkeit nachgehen. Zwar wohnte Benx wieder bei seinen Eltern, aber die Sache hatte einen Haken, denn er war ein erwachsener Mann oder glaubte es zumindest zu sein. Immerhin war er im Besitz des legendären Regenbogenschwerts und bisher jedem Abenteuer gewachsen gewesen. Für seine Mutter war das freilich unbedeutend. Für sie zählte nur, dass er keinen Job hatte und daran nichts änderte.

Wie gewöhnlich wachte Benx spät auf. Auch an diesem Morgen fiel es ihm schwer, seine verquollenen Augen offen zu halten. Gähnend schob er die rosa Vorhänge zur Seite. Dichte graue Wolken trübten den Himmel und schickten erste Regentropfen als Späher voran. Das Wetter lud dazu ein, direkt wieder ins Bett zu gehen. Doch er hielt inne, nicht nur weil sein Hund Rufus das Kopfkissen für sich beanspruchte. Einige Riesenschweine bogen in den Nischelweg ein und erregten seine Aufmerksamkeit. Derlei Ansammlungen waren nichts Ungewöhnliches in Rabaukien, auch die Vielzahl der Hufe irritierte ihn nicht halb so sehr wie die Rabaukianer, die auf den duldsamen Wesen Platz gefunden hatten. Von den Leuten kannte er nicht wenige. Angeführt wurde die Kolonne von Graf Zips. Seitdem Benx das Skelett mit der roten Perücke in der seit Längerem geschlossenen Schule für angewandte Gehirnwäsche kennengelernt hatte, war es stets für ihn und seine Freundinnen Elina und Ebru dagewesen. Nun allerdings brauchte es offenbar eine Auszeit. An seinem Rücken lehnte ein Koffer, in der Knochenhand trug es eine Broschüre. Benx kniff die Augen zusammen, um Hinterwaldreisen zu entziffern. Das schien etwas Gutes zu sein, denn die Rabaukianer, die ihm folgten, machten freundliche Gesichter. Einzig Candida Karies, deren Riesenschwein den Abschluss markierte, spielte nicht mit. Die ehemalige Leiterin des Waisenhauses schaute wie immer: so miesepetrig, dass es den Regenwolken Angst und Bange werden musste. Von dieser Zimtzicke wollte Benx sich nicht die Laune verderben lassen und so suchte sein Blick ein anderes Ziel. Irgendwo in der Menge entdeckte er Noratio Krimskrams, Graf Zips’ besten Kumpel. Wie immer hatte der klapperdürre Hüne seine Haustür dabei. Diese lag zwischen seinem Gesäß und dem Rücken des Riesenschweins. Mürrisch grunzte dieses ihn an, weil er zugleich winkte und hüpfte. Während der Mann mit dem popelgrünen Gewand sich wieder aufrecht hinsetzte, erkannte Benx weitere Rabaukianer, die er wesentlich weniger leiden konnte als Noratio. Dicht hinter dem Brillenträger mit dem silbernen Zopf ritt Querelia Quallenquark auf dem kleinsten Lastentier der Karawane. Seit ihrem Reinfall mit Drögel war die Fischladenbesitzerin wieder ordentlich in die Breite gegangen. Ihr folgte der Fünf vor zwölf-Reporter Schlendrian Schluckauf. Auch einen der Diabas-Brüder meinte Benx in dem Gewusel zu erkennen, bloß konnte er sich nicht mehr daran erinnern, wie der zwielichtige Typ hieß. Im Gegensatz dazu kannte er die Namen der beiden anderen dubiosen Händler, die vor ihm herritten: Erwin Emeraldo und Rudolf Rubinho.

Eine merkwürdig vertraute Stimme holte ihn plötzlich aus seinen Gedanken. Er schloss das Fenster, tauschte seinen Schlafanzug gegen seine Schlabberklamotten und wankte aus seinem Zimmer. Zweifelsohne war das Geräusch von nebenan gekommen. Seine Mutter saß in der Küche und schwadronierte, ohne dass Benx heraushören konnte, worum es ging. Scheinbar erklärte sie einer Kundin, was das Schicksal für sie bereithielt. Seit geraumer Zeit ließ sie in ihren Sitzungen alles Schlechte außer Acht. Das wollten die Rabaukianer ohnehin nicht hören. Eine geschlagene Stunde lehnte er mit dem Ohr an der Küchentür, bis diese sich öffnete. Erschrocken sprang er beiseite. Ausgerechnet seine Oma marschierte an ihm vorbei, die Hände in den Hosentaschen. Grinsend zeigte sie ihm ihre lila Zähne. Ehe Benx wusste, wie ihm geschah, war sie bereits verschwunden.

Seine Mutter räusperte sich. »Sie meinte, sie kenne jemanden für Schmarotzer wie dich.«

Benx wollte seinen Ohren nicht trauen. »Für Schmarotzer wie mich? Was bildet die sich ein? Was hat sie mit dir zu schaffen? Du hast sie rausgeschmissen! Schon vergessen?«

»In Familien passieren solche Sachen eben manchmal. Wir sind dabei, unseren Streit beizulegen. Sie hat angeboten, sich ab und an um Zyx zu kümmern. Apropos Zyx, du hattest mir vorgestern versprochen, die Kellertreppe aufzuräumen. Seine Sammelschnecken liegen immer noch dort!«

Benx gähnte. »Erledige ich später … im Laufe des Tages …«

»Tja, so ganz unrecht hat sie nicht.« Sie schüttelte den Kopf. »Wir müssen dich auf Kurs kriegen, mein Junge. Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst …«

»Dann lege ich sie eben drauf«, unterbrach er sie vorlaut. »Wo ist das Problem?«

Schnaufend verdrehte sie die Augen. »Heute Nachmittag hast du ein Vorstellungsgespräch bei Zwei linke Hände.«

»Ist das nicht dieser schreckliche Baumarkt?«

»Oma hat ein gutes Wort für dich eingelegt.«

»Sie hat was?«, fragte er mit weit aufgerissenen Augen.

»Der Laden gehört ihrem Verehrer. Vergeig es nicht … sonst …«

»Sonst was?«

Seine Mutter überlegte. »Setzen wir dich vor die Tür!«

Benx schluckte. »Aber nachher ist die Wiedereröffnung der Bonbonquetsche. Da wollte ich mit meinen Freunden hingehen. Es ist Valys’ letzter Tag in Rabaukien.«

»Die ist erst abends, soweit ich weiß. Dann gehst du eben ein wenig später hin.«

Knurrend verzog Benx sich in sein Zimmer. Er fiel in sein Bett und kuschelte mit Rufus. Manchmal wünschte er sich, wenigstens sein Vierbeiner würde ihn verstehen. Von den Rabaukianern konnte er das nicht erwarten. Nach seinem Dafürhalten war er ein bescheidener Zeitgenosse. Viel brauchte er nicht, nur seine Ruhe, Zeit mit seinen Freunden und möglichst großen Abstand zu seiner Oma. Wenn auf der Oberwelt eines gewiss war, dann das: Sie hassten einander abgrundtief. Seine Gedanken kreisten um die alte Schachtel. Warum tauchte sie ausgerechnet jetzt wieder aus der Versenkung auf? Je länger er darüber nachdachte, desto entschlossener wurde er, das Vorstellungsgespräch im Baumarkt mit Absicht in den Sand zu setzen. Bloß, wie sollte er das anstellen? Es durfte auf keinen Fall zu plump aussehen.

Mürrisch zog er die Haustür ins Schloss und trottete über die Straße. Rote Blüten wehten ihm um die Ohren, während der Regen ihn tüchtig durchnässte. Er grübelte. Etwas Gutes hatte der unfreiwillige Ausflug. So blieb er wenigstens von den Wutausbrüchen seines Brüderchens verschont. So niedlich Zyx sein mochte, so schrill war seine Stimme, wenn er seinen Willen nicht bekam. Dabei endete es immer auf dieselbe Weise: Der kleine Racker wusste, wie er mit seinen Eltern umspringen musste. Benx allerdings schienen die beiden aus Prinzip auflaufen zu lassen. Er fragte sich, ob sie Zyx bewusst bevorzugten.

»Schön, dich wiederzusehen«, holte eine vertraute Stimme Benx aus seinen Gedanken. Er hatte gar nicht gemerkt, dass er beobachtet wurde. Es war Mandyas. Sein Rollstuhl bremste am Eingang des Baumarkts. Das Gebäude befand sich an den Ausläufern des Industriegebiets. Soweit Benx das beurteilen konnte, verirrten sich nur wenige Rabaukianer in die grünkohlfarbige Halle. Direkt über dem Mann mit der hohen Stirn und den Plüschpantoffeln hing ein schief angebrachtes Holzschild mit der Aufschrift Zwei linke Hände.

»Was machst du denn hier?«, fragte Benx und musterte die Auslage mit dem welken Löwenzahn neben dem Eingang.

»Hab den Laden eben gekauft«, antwortete Mandyas gleichgültig und fuhr näher an Benx heran.

»Du bist der Verehrer meiner Oma?«

Sein einstiger Hideball-Trainer lächelte gequält. »Wie bitte?«

»Du stehst auf meine Oma«, sagte Benx.

»Also, ich bin neu hier … Bestimmt meint sie Drögel, der kümmert sich um die Finanzen und das Personal …«

»Das trifft sich … Zu ihm muss ich wegen des Jobs. Bloß, was hat meine Oma mit diesem Kerl zu schaffen?«

»Wie redest du denn vom Geschäftsführer dieses ehrenwerten Hauses?«, fragte Mandyas gekünstelt streng. Die letzte Silbe war kaum verklungen, als ein Dachziegel auf den Boden krachte. Mandyas zuckte zusammen. »Na schön, es gibt noch einiges zu tun.«

Drögel kam japsend herausgestürmt. »Ist Ihnen was passiert, Chef?«

»Alles in Ordnung«, beruhigte Mandyas ihn. »Wir haben nicht zufällig eine Stelle für Benx frei?«

Der Mann mit dem Basecap begann zu grinsen. »Natürlich haben wir etwas frei, etwas schweißtreibend zwar, aber von besonderer Bedeutung!«

»Na siehst du …« Mandyas klopfte Benx auf die Schulter und rollte davon, während Drögel eine Kaugummiblase machte und sie genüsslich platzen ließ.

- 2 -

In Liebe, Rosazea

>Und?«, fragte Benx und folgte Drögel in die Halle.

»Komm mit in mein Büro!« Ihr Weg führte durch enge Gänge, die von hohen Regalen gesäumt waren. Hier herrschte das totale Chaos. Druckplatten lagen neben den Steinäxten, Schienen lehnten an Kesseln. Wer hier nach Birkensetzlingen suchte, wurde erst bei den Blitzableitern fündig.

Benx hielt an und blies die Backen auf. »Sag nicht, ich muss den ganzen Kram sortieren …«

Doch statt zu antworten, stieß Drögel seine Bürotür auf. Elegant umkurvte er den aus Akazie gefertigten Schreibtisch, der auf einem Podest stand. Dann deutete er auf einen klapprigen Stuhl gegenüber. Benx folgte dem Wink und ließ sich nieder.

»Was läuft da zwischen meiner Oma und dir?«, fragte Benx und blickte hinauf zu Drögel, der sich gut einen Meter über ihm auf dem Schreibtisch abstützte.

»Wir beide haben noch eine Rechnung offen. Denkst du, ich könnte je vergessen, dass ich deinetwegen beinahe erfroren bin?«

»Schnee von gestern«, tat Benx die Bemerkung ab.

»Eben nicht. Deine Oma sieht das genauso wie ich. Du brauchst einen kleinen Denkzettel. Deshalb …« Hastig wandte er sich ab und kramte in seinem Inventar.

Vorsorglich tastete Benx nach dem Griff des erloschenen Regenbogenschwerts. Ihm war klar, dass es brenzlig werden konnte, wenn die Leute Rachegelüste hegten. Zu seinem Erstaunen war der Mann mit dem Faltengesicht nicht bewaffnet, obwohl Benx das lieber gewesen wäre, zumindest lieber als das, was ihn stattdessen erwartete.

»Ein paar Gebrauchsspuren hier und da, aber insgesamt …« Glucksend hielt Drögel ihm ein quietschgelbes Kostüm unter die Nase. Es hatte eine eigenwillige Form. Erst bei näherer Betrachtung erkannte Benx, dass es eine Hand darstellen sollte.

»Worauf wartest du?«, fragte Drögel. »Zieh es an!«

»Nie im Leben!«

»Wie du willst …« Der Mann mit dem Basecap schob sich einen langen Kaugummistreifen in den Mund. Mit gespielter Empörung wandte er sich ab. »Dann rede ich eben mit deiner Oma …«

Zerknirscht senkte Benx das Haupt. »Na schön!«, knurrte er nach einer Weile und schlüpfte in das kratzende Outfit. Darunter war es stickig, Schweiß perlte seinen Rücken hinab. Die Sichtschlitze waren so klein, dass er alle Mühe hatte, nirgends dagegenzulaufen. »Und was nun? Darf ich es wieder ausziehen? Du hattest ja deinen Spaß …«

»Hier ist der Deal«, meinte Drögel und öffnete die Bürotür. »Du unterhältst die Kundschaft zwei Wochen lang als Maskottchen. Lässt du dir nichts zuschulden kommen, stelle ich dich ein.«