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Brummi lernt das Schwimmbad und eine große Rutsche kennen, Schwimmflügel sind ihm völlig fremd. Da er bald drei Jahre als wird, meldet ihn seine Mami im Bärenkindergarten an. Einen Tag darf er reinschnuppern und erzählt, was er alles erlebt hat. Die Frage, warum er keinen Papi hat, beschäftigt ihn nun auch. Tütü, seine neue Freundin im Kindergarten, meint, dass eine Familie ohne Papi nur eine halbe Familie ist.
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Seitenzahl: 25
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Dorothee Sargon
Brummi im Kindergarten, Band 4
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1
Impressum neobooks
Mama schaut mich an und streckt mir warnend den Zeigefinger entgegen: „Brummi, das Wort möchte ich nicht mehr hören, ist das klar? Gut erzogene Bärenkinder benutzen es nicht. Und zwanzig Tage musst du dich noch gedulden. Ich weiß, dass dir langweilig ist. Langeweile empfindet man immer dann, wenn man nichts mit sich anzufangen weiß. Du musst dich mit etwas beschäftigen, was dir gefällt. Dann geht die Zeit auch schneller rum.“ Ist das öde, 20 Tage … Wann die wohl vorbei sind? Bis 5 kann ich schon zählen – 1, 3, 2, 4, 5. Nein, falsch. 2 kommt nach 1, dann 3, dann 4 und dann 5. Verdammt, immer zähle ich falsch. Muss mir das unbedingt merken.
Werde jeden Tag einen Strich an meiner Tafel machen, gleich nach dem Aufstehen. Wenn ich 5 gemalt habe, sind 5 Tage rum, dann frage ich Mami erneut.
Vorgestern hat sie gesagt, dass wir den Kindergarten in einigen Tagen probeweise besuchen dürfen. Aber einige Tage sind nicht heute. Ich platze bald vor Neugier. Und was sind einige Tage? 2, 3 oder 4? Aber ich will Mami nicht nerven, deshalb verziehe ich mich in mein Zimmer und versuche Striche zu malen.
Bin eifrig dabei, Striche zu malen. Na ja, gerade sind sie noch nicht. Plötzlich steht Mami im Zimmer und fragt:
„Brummi, hast du Lust, mit mir schwimmen zu gehen? Das chinesische Wort für Schwimmbad ist yóuyongchang.“ Für Mami ist das Wort der reinste Zungenbrecher. Ich lache mich kaputt und versuche, es ihr mit der richtigen Betonung vorzusprechen. Nach einigen Versuchen gebe ich auf, sie kapiert es nicht. Scherzend beendet sie den Versuch und meint: „Das Wetter ist schön, draußen sind über 30 Grad. Zuhause müssen wir zu viel schwitzen.“
„Ich und schwitzen, nie! Mami, du weißt doch, dass ich Wasser gar nicht mag, das ist mir zu nass, und schwimmen - was ist das denn schon wieder?“ „Brummi, wie Schwimmen geht, das zeige ich dir dort.“ Wenig begeistert blicke ich sie aus meinen braunen Knopfaugen an und brumme: „Aha.“ „Ach Brummi, ich weiß, es wird dir gefallen. Weißt du, was es im Schwimmbad noch gibt?“ „Nee.“ Woher soll ich das wissen, war doch nie dort, denke ich. Mami kann aber auch fragen.
„Was ganz Tolles, Brummi, ein großes Planschbecken, in dem du stehen kannst“, verrät mir Mami. „Und im Bad sind bestimmt viele Bärenkinder, mit denen du spielen kannst.“ Das hört sich schon besser an. „Dann gehen wir ins Schwimmbad, Mami.“ Ob das Planschbecken wirklich so toll ist?, überlege ich. Und wenn, das Wasser ist trotzdem nass. Wenn ich nur daran denke, schüttelt es mich. „Mach doch nicht so ein Gesicht, Brummi. Hab ich dir schon erzählt, dass eine Rutsche direkt ins Planschbecken führt?“
„
