Czirpan vom Ruf der Wildnis - Hagen Mätzig - E-Book

Czirpan vom Ruf der Wildnis E-Book

Hagen Mätzig

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Beschreibung

Nachdem czirpan aus der Lausitz rurückgekehrt ist, führt ihn sein Weg mit einem neuen Rudel über die Hochgebirgszüge der Hohen Tatra (kleinstes Hochgebirge der Welt ) weiter in die region des Kaukasus. Er lernt den Elbrus( 5642m- Mont Blanc in den französischen Alpen nur 4810m) und je nach Definition der innereurasischen Grenzen höchster Berg Europas und Rußlands, mit all seiner Fauna und Flora kennen. Da sind Bergwisente, der Kaukasushirsch (Maral), Steinböcke (Thure) und Nilgau-Antilopen mit ihrem einzigartigen Rüssel (in Form eines gestauchten Stiefelschaftes zur Atemluft-Vorwärmung) Sein Rudel wird zum Herrscher über die Tierwelt des Kaukasus. Über allem steht die Problematik des Fressens, denn ein ausgewachsener Wolf benötigt circa 4-6 kg Fleisch am Tage.

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Seitenzahl: 73

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Inhaltsverzeichnis

Ende Bd.1

Das Bombardement

Die Auferstehung

Aufbruch ins alte Leben

Der Marschbeginn/Neue Liebe

Badetag

Die südlichen Masuren

Da tritt mich doch ein Elch

Wiedersehen mit dem Dreibeinigen

Erfahrungen mit Gift

Alte Freunde

Die Wege unter der Erde

Der Winter naht

Das verhasste Federvieh

Der Winter kommt

merkwürdige Bekanntschaften

Nahe dem Ziel

Der tiefe Fall

Entscheidungen

Getrennte Wege

Vorfahrt missachtet

Komische Rehe

Pinselohr greift ein

junger Übermut auf Eis gelegt

Klavka zieht sich zurück

Es muss weitergehen

Überraschungen bei Tageslicht

Horatio

Der Büffel

Die Jagd

Hilfe, Kind weg

Neue Pläne

Los geht's in die Steinwelt

Horatios Pech

Ausgetrickst

Kilians Meisterstück

Horatios Kampf um die Macht

Horatios todsicherer Plan

39 Czirpan sagt nein

Unausgereifte Ideen

Der Plan

Es geht los

Das Fiasko

Czirpan greift ein

Die Wahl

Erste Wehwehchen

Müdigkeit

Der Traum

Sirius- Der Hundsstern

der Entschluss

Kilians Widerstand

Czirpans Zweifel

Die List

Auf Teufel komm raus

Der Abschied

1. Ende von „Der Weg zurück“

Am Waldesrand angekommen machten sie eine kurze Pause und schauten noch mal zurück auf die große Fläche ihres ehemaligen Reviers. Im feuerroten Ball der untergehenden Sonne zeichnete sich auf einem Hügel die Kontur eines aufrecht sitzenden Wolfes mit erhobenen kopf ab und für alle weithin hörbar erklang zum Mut machen und zur Warnung

Der Ruf der Wildnis

2. Das Bombardement

Czirpan war mit der Absicht, die Jäger auf eine andere Fährte zu locken, ihnen entgegengelaufen. Umso mehr, staunte er, dass sich die Rufe der Jäger schnell entfernten und bald gar nicht mehr zu hören waren. Gleichzeitig detonierte in unmittelbarer Nähe eine Granate und es herrschte plötzlich eine vollständige Ruhe, der Czirpan instinktiv nicht traute und das aus gutem Grund, wie sich schnell herausstellen sollte. Es setzten nämlich urplötzlich aus allen Richtungen ein Pfeifen und anschließend anhaltende Detonationen ein. Czirpan begriff sehr schnell, dass dies für ihn eine unmittelbare Gefahr darstellte und in seiner Angst machte er einen gewaltigen Satz in die nächste Erdrinne, die sich alsbald als weit verzweigtes Grabensystem herausstellen sollte. Er verlor keine Zeit und rannte in eine Art Tunnel. Da legte er sich hin und hatte schon fast mit seinem Leben abgeschlossen, denn es fing aller Orten der Sand an zu rutschen und auch die aus Holzbalken bestehende Tunneldecke flog, mit einem mächtigen Schlag auseinander. Czirpan sah nur noch Sand und konnte keinen Atemzug mehr machen. Alles andere kam ihm wie eine Ewigkeit, in der nun schon hereingebrochenen

Nacht, vor.

3. Die Auferstehung

Instinktiv hatten seine Läufe einen Weg aus der Finsternis gesucht und so kam es, dass er plötzlich einen Lichtstrahl wahrnahm und sich mit ein paar letzten Vorwärtsbewegungen an der frischen Luft befand. Für den Moment war er außer Stande zu begreifen, was passiert war. Er stellte sich zuerst mal auf seine wieder „gefundenen Läufe“ und schüttelte nicht nur den Sand aus dem Fell. Er hatte das Gefühl, nie mehr damit aufhören zu können. Seine Lebensgeister erwachten langsam wieder. Überall roch es nach Qualm und Schwefel und signalisierte weiterhin Gefahr. Deshalb verschaffte er sich schnell einen Überblick und lief in die Richtung, wo er annahm Samara, Tunja und Lukan zu wissen. Er war gerade erst losgelaufen, als er die Witterung eines Wolfes in die Nase bekam. Plötzlich lief ihm ein eiskalter Schauer durchs Genick. Hinter einer kleinen Kiefer lag Raslans zerfetzter und von Maden und Ameisen durchsetzter, Körper und es sahen ihn zwei, selbst im Tode noch, brutale Augen an. So hatte Raslan also die Quittung für seine Schandtaten erhalten und konnte, weder unter den Menschen, als auch unter den Wölfen, nie mehr Unheil stiften. Vollauf mit seinen Gedanken beschäftigt, war er unbemerkt am Waldrand angelangt und konnte wie erhofft, die Witterung seines Rudels aufnehmen

4. Aufbruch ins alte Leben

Nun wollten die nächsten Schritte wohl durchdacht sein. Einerseits wollte er so schnell wie möglich den anderen hinterher. Andererseits musste er dringend etwas zwischen die Fänge bekommen und zu neuen Kräften kommen, um für den vor ihm liegenden langen Weg gerüstet zu sein. Noch hoffte er auch, schnell das Rudel zu erreichen, um nicht den langen Weg in die Beskiden allein zurückzulegen.

5. DerMarschbeginn/Neue Liebe

Als er so in der Sonne lag, hörte er in unmittelbarer Nähe, ein leises Winseln. Er legte die Ohren an und machte sich zum Sprung bereit. Als sein kräftiger Körper, wie von einer unsichtbaren Sehne gespannt und freigegeben, durch die Luft ins Dickicht flog, war er bereit, es egal mit welchem Gegner, aufzunehmen. Umso verwirrter war er, als plötzlich eine ausgewachsene Wolfsfähe ihm gegenüberstand. Die ließ es gar nicht erst zu einem Kampf kommen, sondern legte sich unterwürfig auf den Boden. Schließlich stellte sie sich als Winna aus Raslans altem Rudel vor. Czirpan war so perplex, dass er selbst sogar einige Winsellaute von sich gab. Als Czirpan sich neben sie legte, fing sie an, ihm den Fang zu lecken. Damit hatte sie Czirpan endgültig für sie eingenommen. Man hätte meinen können, dass sie wie sie so nebeneinander lagen, wie ein jung verliebtes Paar warteten, was der nächste Moment für sie bringen würde. Das sie den nächsten Weg gemeinsam gehen würden stand für beide, außer Frage. Czirpan wusste nur nicht, ob Winna die, auf sie zukommenden Strapazen, richtig einschätzte. Vorerst mussten sie sich erst einmal stärken und wie es der Zufall wollte, sprang ein, von ihnen gestörter Rehbock, neben ihnen aus dem Unterholz. Fast wie abgesprochen, waren sie mit ein zwei Sätzen bei ihm. Während Czirpan sich an seinem Hals festbiss, brachte Winna ihn, durch einen Biss in einen Vorderlauf zu Fall. So fielen sie mit ihrer Beute im wilden Durcheinander zu Boden. Als Czirpan das frische Blut auf seinen Lefzen spürte, fühlte er sich wie neu geboren. Sie ließen sich, ohne eine Spur von Argwohn ihrer Umgebung gegenüber, zu einer ausgiebigen Mahlzeit nieder. Diesmal war es Winna, die ihrem zügellosen Gelage, ein Ende bereitete. Sie meinte nur ganz nebenbei: „Ein voller Bauch macht träge und unvorsichtig. Das holte sie beide schnell in die Wirklichkeit zurück und sie trabten Richtung Osten. Nach nicht allzu langer Zeit, erreichten überquerten sie, die Czirpan noch allzu bekannte Straße und sahen bald darauf, das blaue Band der Neiße, vor sich im Tal liegen. Obwohl Czirpan von seinen eigenen Schwimmkünsten nicht allzu überzeugt war, beschlossen sie, die Neiße mit der Strömung zu durchschwimmen. Dazu liefen sie jedoch erst mal ein gutes Stück die Strömung hinauf und sahen sich nach einem günstigen Ufer um. Da sie die Aktion sowieso erst nachts starten wollten, hatten sie alle Zeit der Welt hierzu.

6. Badetag

An diesem schönen Tag ließ sich die Sonne anscheinend eine Ewigkeit Zeit, bevor sie am Horizont verschwand. Da sie nun ihrer Meinung nach die richtige Stelle gefunden hatten und weit und breit kein anderes Lebewesen zu sehen, oder zu wittern war, tollten sie noch einmal im flachen Uferwasser herum. Unbemerkt zog die Dunkelheit, schneller als erwartet, über dem Fluss herein. Jetzt, wo man das gegenüber liegende Ufer noch klar erkennen konnte, war der günstigste Augenblick. Noch ein kurzes Bellen an Winna, ihm unmittelbar zu folgen, an und Czirpan stürzte sich in die Fluten. Die Strömung des Flusses war stärker als gedacht und Czirpan blieb nichts Anderes übrig, als sich erstmal treiben zu lassen. Dabei verlor er Winna aus den Augen, hatte aber zunächst mit sich selbst zu tun. Nach einer geraumen Zeit, er war etwas näher an das andere Ufer getrieben, machte er zwei kurze Paddelschläge und stieg aus dem Wasser. Jetzt schüttelte er nicht nur das Wasser, sondern auch einige Anspannung, aus seinem Fell. Kurz darauf hörte er ein plätschern und sah auch Winna an Land springen. Beide begrüßten sich, als wären sie einer tödlichen Gefahr entronnen. Czirpan sann aber schon über die notwendigen weiteren Schritte nach. Über den Weg machte er sich keine Sorgen, denn auf seinen Instinkt konnte er sich stets verlassen. Wenn sie aber beide ihr Ziel erreichen wollten, mussten sie jederzeit wie eine eng verbundene Einheit handeln. Schnell überblickte Czirpan den Ort wo sie sich befanden. Es war das Land der vielen Seen und des Nebels, den Czirpan gar nicht mochte, da ihn im Nebel auch seine scharfen Augen im Stich ließen. Noch etwas beunruhigte ihn. Zwar konnte er sich auf seinen Instinkt verlassen, der ihm den Weg vorgab, aber es fehlte ihm das Gefühl von Sicherheit, auf das sich Czirpan und Winna verließen.

7. Die südlichen Masuren