Dark Hart - Whitley Cox - E-Book
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Whitley Cox

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Beschreibung

She’s the light this dark Hart needs to survive.

Kinderärztin Dr. Pasha Young liebt ihren Job und hat eigentlich gar keine Zeit für die große Liebe. Deshalb genießt sie die lockere Affäre mit Heath Hart, der nichts von ihr erwartet und nichts von ihr fordert. Doch je näher sie Heath kommt, umso schwieriger ist es keine tiefen Gefühle für ihn zu entwickeln. Als eine schlimme Katastrophe über Pasha hereinbricht gibt es nur einen Menschen, den sie um Hilfe bitten kann. Doch wird sie Heath damit von sich forttreiben und für immer verlieren?

Heath Hart hat noch nie eine Frau wie Pascha getroffen. Die Chemie zwischen ihnen ist perfekt und sie akzeptiert ihn wie er ist. Denn Heath kann sich nicht mehr verlieben. Nicht nach allem, was passiert ist. Pasha kennt seine inneren Dämonen und seine Mission, die er niemals aufgeben wird und für die er sich in Gefahr begibt. Doch was passiert, wenn der Jäger plötzlich zum Gejagten wird?

Die Hart Familie - eine Familie, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte. Nur eines haben sie gemeinsam: ihre Herzen sind schwer zu erobern.

Vierter Teil der neuen Romantic Suspense Serie von Bestseller-Autorin Whitley Cox. Wir empfehlen die Titel in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

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Seitenzahl: 494

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Danke, dass Sie sich für einen Titel von »more – Immer mit Liebe« entschieden haben.

Unsere Bücher suchen wir mit sehr viel Liebe, Leidenschaft und Begeisterung aus und hoffen, dass sie Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und Freude im Herzen bringen.

Wir wünschen viel Vergnügen.

Ihr »more – Immer mit Liebe« –Team

Über das Buch

She’s the light this dark Hart needs to survive.

Kinderärztin Dr. Pasha Young liebt ihren Job und hat eigentlich gar keine Zeit für die große Liebe. Deshalb genießt sie die lockere Affäre mit Heath Hart, der nichts von ihr erwartet und nichts von ihr fordert. Doch je näher sie Heath kommt, umso schwieriger ist es keine tiefen Gefühle für ihn zu entwickeln. Als eine schlimme Katastrophe über Pasha hereinbricht gibt es nur einen Menschen, den sie um Hilfe bitten kann. Doch wird sie Heath damit von sich forttreiben und für immer verlieren?

Heath Hart hat noch nie eine Frau wie Pascha getroffen. Die Chemie zwischen ihnen ist perfekt und sie akzeptiert ihn wie er ist. Denn Heath kann sich nicht mehr verlieben. Nicht nach allem, was passiert ist. Pasha kennt seine inneren Dämonen und seine Mission, die er niemals aufgeben wird und für die er sich in Gefahr begibt.

Doch was passiert, wenn der Jäger plötzlich zum Gejagten wird?

Die Hart Familie – eine Familie, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte. Nur eines haben sie gemeinsam: ihre Herzen sind schwer zu erobern.

Vierter Teil der neuen Romantic Suspense Serie von Bestseller-Autorin Whitley Cox. Wir empfehlen die Titel in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Über Whitley Cox

Whitley Cox ist an der kanadischen Westküste geboren und aufgewachsen. Sie studierte Psychologie und unterrichtete zeitweise in Indonesien, bevor sie in ihre Heimat zurückkehrte. Heute ist sie mit ihrer Highschool-Liebe verheiratet und Mutter von zwei Töchtern.

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Übersicht

Cover

Inhaltsverzeichnis

Titelinformationen

Informationen zum Buch

Newsletter

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Kapitel 26

Kapitel 27

Kapitel 28

Kapitel 29

Epilog

Impressum

Lust auf more?

Whitley Cox

Dark Hart

Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt vonCharlotte Petersen

For Justine!

Girl, I seriously miss you.

Time for another night in Gastown for these tired mamas!

Love you!

xoxo

Inhaltsübersicht

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Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Kapitel 26

Kapitel 27

Kapitel 28

Kapitel 29

Epilog

Impressum

Kapitel 1

»Spreiz schon mal die Beine, Baby, ich bin am Verhungern!«, rief Heath, schloss Pashas Haustür hinter sich und stellte seine Tasche in der Diele ab. Er zog das Hemd über den Kopf, öffnete seinen Gürtel und knöpfte die Jeans auf, dann schlenderte er Richtung Küche, denn von dort hörte er etwas, während das Haus ansonsten ganz still war. »Sei heute Abend meine Ketchupflasche, Pash. Ich drehe dich auf den Rücken und nehme dich von hinten, bis es spritzt.«

Und? Nicht einmal ein Quietschen oder ein Kichern als Reaktion darauf? Normalerweise entlockten seine schmutzigen Sprüche ihr zumindest ein Aufstöhnen mitsamt Augenrollen und Kopfschütteln. Zwar tat sie gern so, als könnte sie es nicht leiden, wenn er solches Zeug sagte, aber wenn er dann die Finger in ihr Höschen schob, kam die Wahrheit ans Licht.

»Baby? Wo bist du? Bist du schon nackt? Sag mir ja nicht, du hast schon mal ohne mich angefangen.«

Er warf einen Blick in ihr dunkles Schlafzimmer, aber auf dem Bett lag keine Gestalt mit der Hand zwischen den Beinen.

Während er mit der flachen Hand über die Jeans strich, die sich über seiner Erektion spannte, fuhr er fort: »Ich habe seit dreißig Minuten einen Steifen, Pash. Zwei Wochen sind verdammt noch mal zu lang.« Er trat in die Küche, die Jeans aufgeknöpft, den Reißverschluss fast ganz geöffnet, und fand dort eine Frau vor, die Pasha verdammt ähnlich sah … allerdings war sie nur ungefähr halb so alt und starrte ihn mit großen Augen und offenem Mund an.

»Shit!« Beim Klang von Pashas Stimme in seinem Rücken wirbelte er herum und zog hastig den Reißverschluss wieder hoch. Sie stand im Türrahmen der Glasschiebetür zur Terrasse, durch die Grilldüfte hereinwehten. Sein Magen knurrte.

Er nahm einen Topflappen von der Theke und hielt ihn sich vor den Schritt.

»Hast du meine Nachricht nicht bekommen?«, fragte sie, die braunen Augen mit den goldenen Sprenkeln darin weit aufgerissen. Ihm war nicht entgangen, dass ihre jüngere Doppelgängerin genau die gleiche Augenfarbe hatte.

Er schüttelte den Kopf, dass sein blondes Haar flog, und betrachtete die beiden Frauen.

Die Jüngere wirkte inzwischen sehr amüsiert und zückte ihr Handy, um ein paar Bilder von ihm zu knipsen. »Vögelt ihr etwa, du und meine Schwester?«, fragte sie. »Pash, er ist verdammt heiß.«

Schwester?

Er holte ebenfalls das Handy aus der Gesäßtasche, wobei er sorgsam darauf achtete, den Topflappen die ganze Zeit vor seine langsam schrumpfende Erektion zu halten, und checkte seine Nachrichten. Seit gestern Abend hatte er nichts mehr von Pasha gehört – die letzte Nachricht gestern war ein Bild von ihren Brüsten gewesen. Und was für wunderbare Brüste das waren!

Sie warf einen Blick aufs Display ihres eigenen Handys. »Shit. Ich hab nicht auf Senden gedrückt.« Sie ließ den Kopf kreisen, um die Nackenmuskeln zu lockern. »Rayma hatte Schwierigkeiten zu Hause in Baltimore, also dachten meine Eltern, es wäre eine gute Idee, sie für ein oder zwei Wochen zu mir zu schicken, damit ich sie zur Vernunft bringen kann. Aber sie haben mir vorher nicht Bescheid gesagt, und vor zwei Stunden hab ich die kleine Miss Trouble hier auf einmal vor meiner Tür gefunden.«

Rayma grinste. »Wie ein Baby, das auf der Feuerwache abgegeben wird.«

Scheiße.

Seine Erektion war mittlerweile abgeklungen, und er nahm den Topfhandschuh von seinem Schritt und streifte die Jeans über. Auch sein Hemd zog er wieder an, dankbar, es nicht in den Flur geworfen zu haben.

»Oh, tu das nicht«, protestierte Rayma. »Mir hat der Anblick gut gefallen. Was ist das, ein Eight-Pack?« Frech grinsend ließ sie die Brauen auf und ab zucken. »So muskulöse Oberarme hab ich noch nie gesehen. Ich wette, du könntest problemlos einen ganzen Wagen in die Luft stemmen.«

Pasha verpasste ihrer Schwester einen Klaps auf den Hinterkopf, legte die Grillzange auf den Tresen und kam zu Heath. »Es tut mir leid.«

Er beugte sich zu ihr runter und küsste sie auf die Nasenspitze. »Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, Babe. Peinliche Situation, aber die Familie kommt immer zuerst, das verstehe ich. Wenn ihr wollt, fahre ich gleich wieder, damit ihr unter euch seid …«

»Nein!« Es war fast ein Aufschrei.

Er musste grinsen.

Sie liebte seinen Schwanz und versäumte es selten, ihm das unmissverständlich zu zeigen. Er wusste ganz genau, dass sie verdammt sauer wäre, wenn sie wegen ihrer Schwestergöre und ihren kommunikationsfaulen Eltern noch zwei Wochen auf Sex warten müsste.

»Wir passen unsere Pläne fürs Wochenende einfach ein bisschen an.«

»Ja, weniger Vögeln auf allen Oberflächen, die ihr gerade finden könnt, und mehr Vögeln hinter verschlossenen Türen«, stichelte Rayma.

Pash sah ihre Schwester über die Schulter hinweg an. »Rayma!«

Rayma setzte einen vollendeten Unschuldsblick auf, aber es war sonnenklar, dass diese Katze sämtliche sprichwörtlichen Kanarienvögel gefressen hatte. »Was denn? Er ist eben hier reingekommen und hat dir zugerufen, dass er am Verhungern ist und du schon mal die Beine spreizen sollst.«

Heaths Wangen wurden heiß. Er schnaubte und spürte, wie seine Mundwinkel zuckten. Ihm war so leicht nichts peinlich, normalerweise nahm er die Schläge einfach, wie sie kamen, aber als er seine eigenen Worte aus dem Mund von Pashas kleiner Schwester hörte, wurde er trotzdem rot.

Pasha drehte sich zu ihm um und versetzte ihm einen Stoß mit dem Ellbogen. »Nicht witzig.« Sie ging zum Tresen und warf die bereits fertig geschnittenen Gemüsewürfel in eine Salatschüssel.

»Ein bisschen schon«, widersprach er, schlang von hinten die Arme um sie und küsste sie auf den Hals. »Und sie hat recht«, flüsterte er ihr zu. »Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, dich wie ein Buffet auf den Küchentisch zu legen und über dich herzufallen.«

»Das hab ich gehört«, sagte Rayma breit grinsend.

Verdammt, es war erschreckend, wie sehr sich die Schwestern ähnelten. Bis hin zu der niedlichen kleinen Stupsnase. Die Sommersprossen, die Augen, das herzförmige Gesicht, sogar das dichte karamellfarbene Haar mit den blonden Strähnen. Er wusste, dass ihre Mutter Osteuropäerin und ihr Vater Amerikaner war, und Pasha und Rayma nach zu urteilen, hatten Mr. und Mrs. Young in der Genlotterie gewonnen. Vermutlich waren die anderen drei Schwestern ebenso schön. Der einzige Unterschied zwischen den beiden – abgesehen von ihrem Alter – schien zu sein, dass Rayma schmalere Lippen hatte. Pashas Lippen hingegen waren voll und üppig und sahen verdammt gut aus, wenn sie sich um seinen Schwanz schlossen.

»Wir brauchen mehr Wein, um dieses Wochenende zu überstehen«, sagte Pasha und legte den Kopf in den Nacken. Ihr Scheitel berührte seine Brust, und sie sah zu ihm hoch, was nur funktionierte, weil er sehr viel größer war als sie. »Denn du gehst auf gar keinen Fall irgendwohin.«

Schnaubend drehte er sie um und klemmte sie zwischen seinem Körper und dem Tresen ein. Grinste noch breiter, als sie sich auf die Unterlippe biss und zwischen ihnen hinunterschielte. Sie drückte ihr Becken gegen seins und leckte sich über die Lippen.

Er ächzte leise. »Ich mach dir heute Nacht den Schneesturm.«

Sie hob eine Augenbraue. »Hm?«

»Du bekommst achtzehn bis zweiundzwanzig Zentimeter, und das Laufen wird schwierig.« Er grinste sie an und hob die Brauen.

Pasha blieb der Mund offen stehen, und ihre Augen wurden glasig. Dann schüttelte sie den Kopf, und ihr Lächeln war zurück.

»Du bist wie ein richtig guter Film«, fuhr er fort und genoss es zu sehen, wie sie errötete.

»Ich bin nicht sicher, ob ich überhaupt fragen will …«

»Wenn ich dich anmache, kannst du sicher sein, dass ich bis zum Abspann dranbleibe.«

Sie verdrehte die Augen. »Lieber Himmel.«

»Du weißt schon, dass du nicht sehr leise flüsterst, oder?«, fragte Rayma vom Tisch aus. »Ich höre jedes Wort. Hast du überhaupt versucht zu flüstern? Denn wenn ja, dann bist du echt nicht besonders gut darin.«

Ja, er hatte versucht zu flüstern, aber offenbar hatte der nervige Teenager recht, und er konnte es nicht besonders gut. Verdammt. Ihre Kommentare zu seinem Dirty Talk ruinierten schon jetzt sein geplantes Sexwochenende.

Pasha holte tief Luft und sah ihn an. »Da siehst du mal, was ich mit ihr durchmachen muss.«

Er nickte.

»Ich hab auf dem Heimweg eingekauft, aber nur eine Flasche mitgebracht«, fuhr sie fort.

Er schlug die Hacken zusammen und salutierte. »Dann geh ich mal los und hole uns mehr Wein. Irgendwelche Vorlieben?«

Sie drehte sich um und warf die restlichen roten Zwiebeln in die Schüssel. »Bei der Hitze trinke ich normalerweise Weißwein, aber ich könnte mich auch mit einem Rosé anfreunden, wenn du einen guten auftreibst.«

Er nickte. »Ein Rosé also.«

»Ich mag Wodka-Soda«, informierte ihn Rayma.

»Du bekommst Ginger Ale, mein Kind«, sagte Pasha tadelnd und sah Heath an. »Eine Flasche Ginger Ale für das kleine Großmaul, bitte.«

Rayma knurrte. »Du bist genauso schlimm wie Mom und Dad.«

»Was denn? Weil ich nicht will, dass du nackt irgendwo in einem Erdloch endest? Ja, in dem Fall bin ich genau wie Mom und Dad, und das ist völlig in Ordnung so.«

Rayma verdrehte die Augen und hob das Kinn. »Bitte bring auch Eis mit, Surferboy.«

»Surferboy?« Er lachte.

Rayma zog eine Schulter hoch, nahm sich eine Traube aus der Obstschale und steckte sie in den Mund. »Nun, wir sind uns noch nicht vorgestellt worden. Also heißt du entweder Surferboy, weil du aussiehst, als wärst du gerade mit der Flut angespült worden, oder ich nenne dich Mann-der-meine-Schwester-auffressen-will. Such's dir aus.«

Scheiße. Rayma war wirklich eine kleine Miss Trouble.

»Wie wäre es, wenn du mich Heath nennst?«, schlug er vor. »Und was für Eis willst du?«

Sie steckte sich eine weitere Weintraube in den Mund und kaute lächelnd. »Irgendwas Fruchtiges. Ich mag Mango-Eiscreme. Oder Erdbeere. Danke, Heath.«

Er nickte. »Also Wein, Ginger Ale und Eis.« Er stellte sich hinter Pasha und strich mit der flachen Hand über ihren Hintern. »Sonst noch etwas?«

»Ohrstöpsel«, sagte Rayma. »Irgendwas sagt mir, dass ihr zwei verdammt laut sein werdet, und ich würde gern in Ruhe schlafen.«

Jetzt war es Pasha, die etwas in sich hineingrummelte, aber sie sah ihn dabei nicht an, und das war gut so, denn er hatte Mühe, sich ein Lächeln zu verkneifen.

Pasha war verdammt laut beim Sex – und er liebte es.

»Also gut. Wein, Eis, Ginger Ale und Ohrstöpsel. Kommt sofort. Ich bin gleich wieder da.« Er drückte Pashas Hintern, küsste sie auf die Schläfe und ging. Unterwegs sammelte er sein Schlüsselbund ein, das er beim Hereinkommen fallen gelassen hatte.

Er schob sich hinter das Lenkrad seines schwarzen Chevy Silverado HD und ließ den Motor aufschnurren.

So hatte er sich das lange Vierter-Juli-Wochenende mit Pasha definitiv nicht vorgestellt. Aber andererseits war nichts an ihrer Beziehung – wenn man es so nennen wollte – besonders konventionell, warum also hatte er erwartet, dass ihr langes Wochenende verlaufen würde wie geplant?

Er fuhr zum nächsten Lebensmittelgeschäft. Pasha wohnte in der Innenstadt von Seattle und arbeitete als Kinderärztin im Krankenhaus. Sie hatten sich bei einem sehr ungewöhnlichen Anlass kennengelernt – man hatte Pasha hinzugezogen, um einige Kinder zu versorgen, die Heath und seine Brüder vor Menschenhändlern gerettet hatten. Als bei dieser Operation sein Bruder verletzt worden war, war Pasha als erste Ärztin vor Ort gewesen. Ihre Beziehung – ihre rein sexuelle Beziehung – hatte sich schnell entwickelt, und seit fünf Monaten pendelten sie beide zwischen seiner Wohnung in Victoria und ihrer Wohnung in Seattle hin und her und vögelten wie die Karnickel.

War sie seine Freundin?

Nein, verdammt.

Mit richtigen Beziehungen hatte er abgeschlossen.

Das habe ich hinter mir, und meine Narben beweisen, dass es das nicht wert war.

Aber sie schliefen exklusiv miteinander. Ja, sie hatten eine Art Beziehung, aber sie war unverbindlich und nicht auf die Zukunft ausgerichtet. Das hatte er vom ersten Tag an sehr klar kommuniziert.

Sie schien damit kein Problem zu haben. Sie behauptete, sie habe keine Zeit für etwas Ernsthaftes, weil sie sich auf ihre Karriere konzentrierte.

Weil sie nicht mit anderen schliefen, hatte sie vorgeschlagen, auf Kondome zu verzichten. Und auch wenn er keinen Stress mit Kondomen hatte, war Sex ohne Gummi eine Million Mal besser, vor allem mit einer so heißen Frau wie Dr. Pasha Young.

Sie waren sich also vollkommen einig. Sie wollten einfach nur vögeln, ohne sich Gedanken über Geschlechtskrankheiten oder Kondome machen zu müssen. Pasha hatte eine Spirale, und der Sex war fantastisch.

Win-win.

Er fuhr auf den Parkplatz des Ladens und schaltete den Motor aus. Als er gerade aus dem Wagen stieg, vibrierte das Handy in seiner Gesäßtasche.

Es war eine Nachricht von Pasha. Töte mich jetzt. Teenager sind das schlimmste Übel der Welt. Bring so viel Wein mit, wie du tragen kannst.

»Also ist das zwischen euch was Ernstes?«, fragte Rayma, mit der Aufmerksamkeit halb bei ihrem Handy und halb bei Pasha, die den Salat fürs Abendessen zubereitete. Von den zwei Stunden, seit Pashas kleine Schwester hier war, hatte sie mindestens neunzig Minuten aufs Display gestarrt.

Puh.

Sicher, Pasha war ebenfalls in den sozialen Medien unterwegs und spielte ebenso gern Candy Crush wie alle anderen auch, aber es gab mehr im Leben als Instagram oder die neueste Social-Media-Plattform, die die Generation Z beschäftigt.

Aber wie sollte man das einer Siebzehnjährigen vermitteln?

Pasha und Rayma waren sechzehn Jahre auseinander, waren also nicht zusammen aufgewachsen. Das bedeutete nicht, dass sie ihre Schwester nicht liebte, aber sie hatte oft das Gefühl, Rayma kaum zu kennen. Sie spielten kaum eine Rolle im Leben der anderen.

Vielleicht war jetzt ihre Gelegenheit gekommen, das zu ändern.

In der Familie Young gab es fünf Töchter. Pasha war mit ihren zweiunddreißig Jahren die Älteste. Triss war dreißig und Sprachpathologin, sie lebte in Connecticut. Mieka war siebenundzwanzig und liebte ihre Arbeit als Tänzerin bei Royal Caribbean Cruises, und die dreiundzwanzigjährige Oona machte gerade ihren Master in Psychologie an der McGill University in Montreal.

Ja, Pasha war klar, dass Rayma ziemlich unter Druck stand, weil sie in die Fußstapfen einer Ärztin, einer Logopädin, einer Tänzerin und einer angehenden Psychologin trat, aber das bedeutete ja wohl nicht, dass sie sich wie eine Kriminelle aufführen musste, um der Welt ihren eigenen Stempel aufzudrücken.

»Hm, Schwesterherz?«, bohrte Rayma erneut nach. »Vögelst du den blonden Knackarsch mit dem dicken Würstchen in der Hose nur zum Spaß, oder meint ihr es ernst miteinander?«

Bäh!

Pasha warf die fertig geschnittene Gurke in den griechischen Salat und warf ihrer Schwester einen Blick zu, von dem sie hoffte, dass er alles ausdrückte, was sie dachte, aber lieber nicht sagen wollte.

Rayma verdrehte die goldbraunen Augen. »Sieh mich nicht so an. Ich habe nur eine Frage gestellt.«

»Es ist unverbindlich«, sagte Pasha verärgert. »Wir haben beide zu viel um die Ohren für was Festes. Er lebt in Victoria …«

»Und das ist wo?«

»In B.C., auf der anderen Seite der Meerenge. Auf Vancouver Island.«

Rayma starrte sie immer noch an, als würde sie eine ihr fremde Sprache sprechen.

»In Kanada!«

»Oh! Ein Ausländer. Sexy.«

Lieber Himmel.

»Klar, sein Akzent ist nicht so sexy wie zum Beispiel der von einem Australier«, sagte Pasha sarkastisch, »aber man muss mit dem arbeiten, was man hat. Jedenfalls ist er sehr beschäftigt mit seinem Job und ich mit der Arbeit im Krankenhaus, also machen wir das Beste draus …«

»… und zwar achtundvierzig Stunden am Stück affenheißen Sex, richtig?«

Ja.

Aber das ging ihre siebzehnjährige Schwester gar nichts an.

»Wir machen es so, wie es für uns funktioniert.« Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbrachte, desto schwieriger wurde es, ihr Herz aus der Gleichung rauszuhalten. »Es ist nichts Festes, aber wir daten auch niemand anderen. Wir sind zufrieden damit, wie es ist.« Zumindest rede ich mir das ständig ein. »Wir sehen uns erst seit März, es ist also noch ziemlich frisch.«

»Und heiß. Ich wette, er ist das reinste Dynamit in der Kiste. So wie er hier reingekommen ist und verlangt hat, dass du die Beine spreizt.« Raymas Augen funkelten. »Scheiße, es würde mich echt heiß machen, wenn ein Mann so mit mir redet.«

»Du bist siebzehn!«

»Aber ich bin keine Nonne. Du weißt schon, dass fast alle meine Freunde Sex haben, oder?«

Und du?

Nicht dass es ein Weltuntergang wäre, aber Pasha machte sich Sorgen um ihre kleine Schwester. Geschlechtskrankheiten waren kein Spaß. Und wenn man Pech hatte und sich einen gewissen Ruf erwarb, konnte einen das noch Jahre später verfolgen.

Während ihrer Highschool-Zeit hatte sie sich zurückgehalten und sich aufs Lernen konzentriert, fest entschlossen, als Jungfrau ihren Abschluss zu machen. Auf gar keinen Fall wollte sie riskieren, die Kindertagesstätte ihrer Highschool in Anspruch nehmen zu müssen. Als sie dann auf dem College war, ging sie hin und wieder mal mit einem Jungen aus, hatte auch ein paar Beziehungen, aber nichts davon war wirklich ernst.

Doch dann hatte sie Frank kennengelernt, und sie waren drei Jahre lang unzertrennlich gewesen. Nur bekam er nach dem Studium ein fantastisches Angebot am Johns Hopkins, und sie erhielt ein Angebot von der Mayo-Klinik, die von Anfang an ihre erste Wahl gewesen war. Nach der Facharztausbildung war sie dann als Assistenzärztin nach Seattle gezogen.

Frank war inzwischen Assistenzarzt in der Diagnostik am Johns Hopkins, und sie schrieben sich regelmäßig übers Handy. Er hatte inzwischen eine ganz hinreißende neue Freundin. Pasha wünschte den beiden nur das Beste.

Und dann war da noch ihre wilde fünfmonatige Romanze mit Ivan, einem Neurologen an der Mayo-Klinik.

Er hatte ihr einen Antrag gemacht. Sie hatte Ja gesagt. Es war magisch gewesen.

Gewesen.

Er hatte behauptet, sie zu lieben, sie heiraten und eine Familie mit ihr gründen zu wollen … nur um einen Monat nach seinem Heiratsantrag und kurz vor Weihnachten den Stecker zu ziehen und zu sagen, er könne sich einfach nicht vorstellen, mit ihr alt zu werden.

Nach diesem heftigen Schlag mitten ins Gesicht hatte sie die Assistenzarztstelle in Seattle angetreten. Am Neujahrstag war sie an die Westküste gezogen, glücklich über den Tapetenwechsel und die gewonnene Entfernung zwischen ihr und Ivan.

Anders als Frank wünschte sie Ivan nicht das Beste. Sie hoffte, dass er von diesen lächerlichen Lycra-Slips, die er so gern trug, einen schrecklichen Juckreiz im Schritt bekommen und außerdem eine sehr unschöne Glatze entwickeln würde.

»Wo bist du denn gerade gedanklich unterwegs?«, fragte Rayma, woraufhin Pasha ruckartig aufsah, das Messer aber leider nach unten drückte und sich in den Finger schnitt.

»Verdammt!«

»Scheiße.«

Obwohl sie Ärztin war, steckte sie sich den Finger in den Mund, um die Blutung zu stoppen – ein tief verwurzelter Instinkt.

»Blondie hat dich völlig zugedröhnt, hm? Denkst du an die ganzen Orgasmen, die er dir verschafft?«, stichelte Rayma, rutschte von ihrem Hocker und kam herüber. Sie riss ein Stück Küchenpapier von der Rolle und reichte es Pasha. »Pflaster sind im Bad?«

Pasha nickte und zuckte vor Schmerz zusammen, als sie den Finger aus dem Mund zog, um den Schaden zu begutachten. Ab war der Finger zwar nicht, aber gut sah es auch nicht aus, das musste genäht werden. Sie befeuchtete das Papiertuch unter dem Wasserhahn mit eiskaltem Wasser und drückte es auf die Wunde. Die Kälte würde die Blutung verringern, und die Feuchtigkeit verhinderte, dass das Papier kleben blieb.

»Bring auch das Zeug zum Nähen mit«, rief sie ihrer Schwester hinterher, ging zum Esstisch und setzte sich. »Es ist in meiner Medizintasche, und die liegt auf der Bank am Fußende meines Betts. Danke.«

Verdammt noch mal. Normalerweise war sie nicht so geistesabwesend.

Dass Rayma auf einmal wie eine Ausreißerin vor ihrer Tür gestanden hatte, kurz bevor Heath auftauchte, bereit für die ultimative Schlacht zwischen den Laken, hatte sie völlig aus der Bahn geworfen.

Sie liebte ihre Eltern sehr, aber sie waren manchmal ein wenig realitätsfremd und hatten keine Ahnung vom Alltag einer Kinderärztin. Sie konnte sich nicht so mal eben zwei Wochen Zeit nehmen und ihrer kleinen Schwester etwas Vernunft beibringen. Sie hatte Arbeit zu erledigen. Viel Arbeit.

Und sie hatte auch ein Privatleben – sozusagen.

Und einen Freund, auch wenn es nichts Festes war, auf den sie sich sehr gefreut hatte. Sie hatte sich das ganze lange Wochenende freigenommen und sich vorgestellt, dass Heath und sie sich tagelang gar nicht erst wieder anziehen würden. Dann hatte sie sich die Augenbrauen zupfen lassen und sich heute Morgen frisch die Beine rasiert.

So viel also zu diesem Plan.

Ihr vögelt nur miteinander, und zufällig hat er einen Schlüssel zu deiner Wohnung. Du solltest sowieso nicht so einen Wirbel drum machen und dich extra für ihn rausputzen.

Sie seufzte.

Das stimmte. Nach dem Sex hielt Heath sie stundenlang in den Armen, und sie unterhielten sich bis tief in die Nacht, aber es war nun mal nichts Ernstes. Trotzdem konnte es ja wohl nicht schaden, dass sie sich vor einem gemeinsamen Wochenende ein wenig zusätzliche Körperpflege gönnte.

Sie verdiente es, sich schön und sexy zu fühlen. Begehrenswert.

Vor allem, nachdem Ivan ihre Verlobung so hässlich aufgelöst hatte.

Sie hatte sich gefühlt, als würde er ihr damit zu verstehen geben, dass sie sich nicht für etwas Ernsthaftes eignete. Nicht als Mutter oder Ehefrau infrage kam.

Dabei wollte sie im Moment sowieso keine Familie gründen. Sie konzentrierte sich auf ihre Karriere. Sie war erst zweiunddreißig. Sie hatte noch Zeit.

Rayma kam mit einer Schachtel Pflaster und Pashas sterilem Nähset zurück, legte alles vor Pasha auf den Tisch und setzte sich auf den Stuhl gegenüber. »Du denkst also so intensiv an seinen Kopf zwischen deinen Beinen, dass du dir fast den eigenen Finger abschneidest?«

Statt einer Antwort verdrehte Pasha nur die Augen. Mit der unverletzten Hand und ein paar Fingern der anderen bereitete sie Nadel und Faden vor. Ihr Finger pochte.

»Kriegst du das echt hin, das selbst zu nähen?«, fragte Rayma mit schriller Stimme. »Wie so ein Soldat oder so? Liebe Güte, lass mich dir wenigstens einen Eiswürfel holen.« Sie stand wieder auf und ging zum Gefrierschrank.

So nervig ihre kleine Schwester auch sein konnte, in diesem Moment war Pasha dankbar, sie hier zu haben. Nicht, weil sie Pflaster und Nähset nicht selbst hätte holen können, aber sie lebte allein, und es war schön, zur Abwechslung mal jemanden zu haben, der sich ein bisschen um sie kümmerte.

Sie hörte, wie Heath durch die Tür kam, und das lenkte sie von dem pochenden Schmerz in ihrem linken Zeigefinger ab.

Rayma war wieder da und legte ein Papierhandtuch mit einem Eiswürfel neben Pashas Hand. »Brauchst du Hilfe?«

»Hilfe wobei?« Heaths Stimme war rau, aber trotzdem klang sie in Pashas Ohren wie warmer Honig. Eine schöne Stimme, fand sie. Sie hätte ihm stundenlang zuhören können. Der ganze Heath gefiel ihr. Und das war noch zahm ausgedrückt. Bei seinem bloßen Anblick wurde ihr schon ganz heiß.

Er stellte die Einkaufstasche auf den Tresen und kam mit besorgt gefurchter Stirn auf sie zu. »Was ist passiert?«

»Ich habe versucht, sie umzubringen«, sagte Rayma mit einem breiten Grinsen. »Hat nicht geklappt. Ich hab nur den Finger erwischt.«

Pasha verdrehte die Augen. »Ich hab mir in den Finger geschnitten. Und ich habe erst gestern die Messer geschärft.«

»Sie hat von deinem Kopf zwischen ihren Beinen geträumt und sich dabei fast den Finger amputiert«, ergänzte Rayma.

Heath bemühte sich, nicht zu lächeln, aber es gelang ihm nicht. Er schob Rayma aus dem Weg und setzte sich auf den Stuhl gegenüber von Pasha. »Lass mich mal sehen.«

Vorsichtig zog sie das Papierhandtuch ab.

Heath biss die Zähne zusammen und holte tief Luft. »Du hast wirklich von meiner Zunge geträumt, nicht wahr?«

Rayma schnaubte belustigt.

Pasha verdrehte wieder die Augen und schlug ihm gegen die Schulter. »Halt die Klappe.« Beim tiefen Klang seines leisen Lachens kribbelte Verlangen in ihrem Bauch. »Ganz schön tief.«

»Das hast du jetzt gesagt«, murmelte er.

Sie schlug ihm erneut gegen die Schulter.

»Ist alles schon einsatzbereit?«

Sie reichte ihm die Nadel.

»Halte den Eiswürfel eine Weile dran.«

Sie tat wie geheißen.

Er wandte sich an Rayma. »Mach doch schon mal den Salat fertig. Ich kümmere mich dann gleich um den Grill.«

»Scheiße!« Pasha stand auf, schnappte sich das Papierhandtuch und legte es wieder auf die Wunde. »Das Huhn! Ich hab das Huhn völlig vergessen.«

Ganz der Fels in der Brandung, legte ihr Heath eine Hand auf die Schulter. »Setz dich. Ich kümmere mich darum.«

»Aber wahrscheinlich ist es schon verbrannt«, jammerte sie.

»Dann bestelle ich uns eine Pizza. Setz dich.«

Schmollend setzte sie sich und betrachtete seinen hübschen Hintern, als er durch die Glasschiebetür auf die Terrasse hinausging und die Tür hinter sich wieder zuzog.

»Verdammt, ist der heiß«, säuselte Rayma, die inzwischen an der Theke stand und irgendetwas kleinschnitt. »Und sehr dominant. Das gefällt mir.«

»Benimm dich, Mädchen«, sagte Pasha und schüttelte den Kopf, lächelte aber, weil ihre Schwester nicht unrecht hatte. Heath war heiß und dominant, und sie mochte beides sehr.

»Er ist aber eigentlich gar nicht mein Typ«, fuhr Rayma fort. »Ich mag dunkelhaarige Männer lieber.«

Pasha nicht.

Sie mochte sie am liebsten blond. Gebräunt. Durchtrainiert.

Wie ein Surfer, der aus dem Meer auftaucht und dessen nasse Haut im Sonnenlicht glänzt.

Wie Heath.

Kapitel 2

Pasha beobachtete, wie sich Heaths Kehlkopf bewegte, als er einen Schluck von seinem Wein nahm. Dieser Mann würde vermutlich selbst beim Schrubben einer Toilette noch heiß aussehen. Sie fand einfach alles an Heath Hart sexy. Sein schulterlanges blondes Haar, die dunkelblauen Augen, seinen vollendeten Körper. Sogar sein Beruf machte sie an – er war Sicherheitsspezialist. Dass er obendrein fließend sechs Sprachen beherrschte und gelegentlich als freiberuflicher Grafikdesigner Liebesroman-Cover für Indie-Autoren gestaltete, machte ihn nur noch attraktiver. Er war das ganze Paket. Ein großes Paket.

Vorsichtig, Mädchen. Ihr habt nichts Festes miteinander. Verlieb dich bloß nicht, ihr habt eine Abmachung. Er kann dir das Heute geben, aber dir kein Morgen versprechen. Vergiss das ja nicht.

Aber so sehr sie sich auch einzureden versuchte, dass sie mit ihrem Arrangement zufrieden war … jedes Mal, wenn sie sich trafen, spielten die Schmetterlinge in ihrem Bauch verrückt, und ihr Herz geriet ins Stolpern.

»Also, Rayma«, begann Heath, stellte sein Weinglas ab und griff zur Gabel, um ein Stück von dem in letzter Sekunde geretteten Grillhähnchen aufzuspießen, »was hast du angestellt, dass deine Eltern dich zur großen bösen Schwester geschickt haben, damit sie dich zur Vernunft bringt?«

Rayma presste die Lippen aufeinander und zog eine Grimasse, wie sie nur Teenager zustande brachten. »Ach, Mom und Dad sind solche Spießer. Ich bin ein einziges Mal erst kurz nach der Sperrstunde zu Hause gewesen, und schwupps, schon bin ich in ihren Augen der faule Apfel, der die ganze schöne Erfolgsgeschichte der Familie Young zu verderben droht.«

Pasha spießte ein Stück Tomate mit der Gabel auf, steckte es in den Mund und betrachtete ihre Schwester kauend. Dann trank sie einen Schluck Wein. »Du bist um vier Uhr morgens nach Hause gekommen – obwohl du um elf zu Hause sein solltest -, und du hast auf dem Rücksitz eines Motorrads gesessen, und zwar ohne Helm. Wer der Fahrer dieses Motorrads war, wissen sie nicht, aber er war tätowiert und trug eine Lederweste, die ihn als Mitglied einer Motorradgang auswies. Das ist nicht nur einmal passiert, sondern viermal. Und beim letzten Mal warst du so betrunken, dass du es nicht bis zur Haustür geschafft hast, bevor du ohnmächtig geworden bist.«

Raymas Wangen färbten sich dunkelrot, und hätte sie über übersinnliche Kräfte verfügt, dann hätte ihr mörderischer Blick Pasha wohl den Kopf weggesprengt. Wahrscheinlich würde ihr jede Sekunde Dampf aus den Ohren kommen. »Sein Name ist Arrow, und er gehört zu den True Destroyers aus Baltimore. Das ist keine Gang, das ist ein Club. Und ich war nicht so betrunken, dass ich es nicht bis zur Haustür geschafft hätte. Ich wollte nur nicht um vier Uhr morgens durchs Haus trampeln und Mom und Dad aufwecken.«

»Sie haben dich schlafend auf dem Steinweg vor dem Haus gefunden.«

»Es war Juni. Es war warm. Ein idealer Ort zum Schlafen, wenn man …«

»… ein Waschbär ist«, vollendete Pasha ihren Satz.

»Wie auch immer«, sagte Rayma verärgert. »Sie können mich ja nicht ewig wegschicken. Wenn sie nicht vorhaben, mich aufs Internat oder die Militärschule zu schicken, muss ich ja sowieso bald wieder nach Hause, also bringt das alles nichts. Sie ärgern sich nur, dass ich kein Wunderkind bin, so wie ihr anderen.«

»Keine von uns war ein Wunderkind. Wir haben hart für unsere guten Noten und unseren Erfolg gearbeitet. Triss hat Legasthenie und Mieka ADHS. Wir alle hatten irgendwelche Hindernisse zu bewältigen.«

Rayma trank einen Schluck Ginger Ale. »Wie auch immer. Ich gehe nicht aufs College. Ich werde mein Geld auf die neue Art verdienen.«

»Welche da wäre?«, fragte Heath. Pasha konnte an seinem Gesichtsausdruck erkennen, dass er sich schon beim Sprechen wünschte, er hätte nicht gefragt.

Sie wünschte sich das ebenfalls.

Aber Raymas Augen leuchteten bereits vor Begeisterung auf. »Als Influencerin.«

Allmächtiger Gott. Pasha kannte diese Rede bereits, und sie hätte definitiv darauf verzichten können, sie noch mal zu hören.

»Ich werde Beauty-Bloggerin und Influencerin. Die Firmen schicken mir Produkte und bezahlen mich dafür, dass ich mit meinen Followern darüber spreche. Ich werde auch ein OnlyFans-Konto eröffnen und damit Geld verdienen.«

Heaths Hand mit der Gabel hielt auf halbem Weg zum Mund inne, und er machte große Augen. Verzog das Gesicht, als hätte er verdorbenen Thunfisch gegessen, und sah Pasha an. Sie wusste genau, was er gerade dachte, denn sie dachte exakt dasselbe.

Er holte tief Luft, löste den Blick von ihr und konzentrierte sich auf Rayma. »Das ist interessant. Und ich werde nicht versuchen, dich davon abzubringen …«

Pasha hätte fast aufgekeucht, aber er hob eine Hand, und sie schloss den Mund wieder.

»… aber«, fuhr Heath fort, »erstens: Schick mir bitte niemals den Link zu deinem OnlyFans-Konto. Und zweitens: Die sozialen Medien entwickeln sich ständig weiter. Deine Generation ist zum Beispiel nicht mehr auf Facebook unterwegs, richtig?«

»Richtig.«

»Morgen ist vielleicht Instagram nicht mehr angesagt.«

»Dann mache ich einfach auf der Plattform weiter, die gerade angesagt ist.«

»Okay. Aber man sollte immer einen Notfallplan in der Tasche haben. Für den Fall, dass man es leid ist, Influencer und Blogger zu sein, oder keine Zeit mehr dafür hat, zum Beispiel, weil man sich doch für Kinder entscheidet. Ich glaube übrigens auch, dass man dadurch vielseitiger wird und ein größeres Publikum erreichen kann.«

Pasha hätte diesen Mann mitsamt seiner ruhigen, geduldigen Art küssen können. Wenn Rayma nicht gewesen wäre, wäre sie über den Tisch gesprungen und hätte ihm die Kleider vom Leib gerissen.

»Du meinst also, ich sollte mir einen Job suchen, um Geld zu verdienen?«, fragte Rayma.

»Ich denke, du solltest deine Leidenschaft und Talente nutzen, die darin bestehen …«

»Menschen zu beeinflussen. Eben Influencerin zu sein.«

»Gut. Dann kanalisiere das in eine Richtung, die du beruflich nutzen kannst. Zum Beispiel Branding oder Marketing. Du könntest einen Abschluss in Marketing machen und dann anderen Leuten beibringen, wie man Influencer wird. Bring deinen Kunden bei, wie sie sich selbst vermarkten können.«

Raymas Augen waren so groß wie Untertassen. Pasha konnte förmlich sehen, wie Heaths Worte bei ihr verfingen.

Rayma nickte. »Mir gefällt die Idee. Wenn ich älter bin und nicht mehr so heiß, so etwa in Pashas Alter, dann kann ich Kunden im heißen Alter beibringen, wie man Influencer wird.«

»Erstens ist deine Schwester verdammt heiß, also halt die Klappe«, sagte Heath mit leichter Schärfe in der Stimme, und Pashas Gesicht wurde ganz warm. Er sah sie an. »In deiner Nähe, Weib, habe ich ständig eine halbe Erektion. Du bist so verflucht heiß wie die Oberfläche der verdammten Sonne. Lass dir von diesem kleinen Scheißerchen« – er warf Rayma einen flüchtigen, aber nachdrücklichen Blick zu – »nichts anderes erzählen.«

Ihr Unterleib stand in Flammen. Normalerweise hätte sie ihn ermahnt, in Hörweite ihrer Schwester besser auf seine Wortwahl zu achten, aber sie hatte schon einiges an Wein getrunken, und ihr Finger pochte. Rayma hatte all diese Ausdrücke garantiert schon einmal vernommen, und ihr würden schon nicht die Ohren bluten, nur weil sie sie aus Heaths Mund hörte.

Er richtete den Blick wieder auf Rayma, die ihn mit offenem Mund anstarrte. »Aber ja. Mach einen Abschluss in Marketing, damit du weißt, wie du dich und deine Marke am besten verkaufst, und dann kannst du noch mehr Geld verdienen, indem du anderen beibringst, wie man es richtig anstellt, und zwar, solange du selbst auch noch im Geschäft bist. Verstehst du, was ich meine?«

Rayma nickte enthusiastisch. »Auf jeden Fall. Ich liebe diese Idee.« Sie wandte sich an Pasha. »Er ist wirklich klug. Mehr dran an ihm als nur schöne Haare und irre Bauchmuskeln.«

»Danke«, sagte Heath trocken und trank einen weiteren Schluck Wein.

»Das war ein Kompliment.« Rayma wirkte auf einmal tatsächlich beleidigt.

»Du hast eine seltsame Art, Leuten Komplimente zu machen«, erwiderte er ausdruckslos, dann sah er Pasha an und betrachtete ihren bandagierten Finger. »Wie geht's dir?«

»Tut weh«, sagte sie. »Pocht ziemlich. Aber wird schon besser. Ich glaube, die Blutung hat aufgehört. Nur gut, dass es die linke Hand ist.«

»Und ein Glück, dass du es nicht zur Chirurgin gebracht hast, sonst wäre deine Karriere vielleicht schon vorbei, bevor sie überhaupt ganz angefangen hat, falls der Finger nicht wieder richtig wird«, fügte Rayma hinzu.

Pfui Teufel! Teenager waren wirklich das Allerschlimmste.

»Danke, Schwesterchen.« Pasha lächelte ihre Schwester sarkastisch an.

»Ich sag ja nur«, jammerte Rayma.

»Ich weiß, dass du das nur sagst. Aber musst du es überhaupt sagen? Ich liebe es, Kinderärztin zu sein. Und dass ich es nicht in die Chirurgie geschafft habe, betrachte ich inzwischen eher als Glücksfall. Ich sehe ja, wie viel die Chirurgen arbeiten und wie anstrengend es ist.«

»Um mal ganz abrupt das Thema zu wechseln«, mischte sich Heath ein, »wie sieht der Plan für morgen aus?« Er grinste Pasha über den Tisch hinweg breit an, und sie formte lautlos ein »Danke« mit den Lippen.

»Rayma möchte Seattle erleben, also dachte ich mir, wir machen einen auf Touris und fahren mit dem Riesenrad, steigen auf die Space Needle, besuchen das Aquarium und gehen zum Pike Place.« Ihr Weinglas war leer, sie brauchte dringend mehr. Heath hatte einen köstlichen Rosé ausgesucht. »Ich nehme an, du wirst dich für eine Weile aus dem Staub machen, um zu arbeiten?«

Heath nickte. Auf Raymas neugierigen Blick reagierte keiner von beiden.

Pashas Schwester sollte nicht wissen, was Heath hier in Seattle tat. Pasha kannte kaum Einzelheiten, aber sie wusste, dass er auf der Jagd war.

»Und dann hast du etwas von einem Kunstfestival am Sonntag gesagt?«, fragte Rayma.

»Ja, Kunst im Park. Das Festival findet jedes Jahr am vierten Juli im Magnolia Park statt. Alle möglichen Künstler kommen zusammen und zeigen ihre Talente in einer großen Show. Bands, Tänzer … es soll wirklich toll sein. Man sitzt auf der Wiese, macht ein Picknick und genießt den ganzen Tag lang kostenlose Unterhaltung.«

»Klingt nach einer schönen Art, den Sonntag zu verbringen«, sagte Heath, stand auf und griff nach seinem leeren Teller. »Bist du fertig?«, fragte er Pasha.

Sie nickte.

Auch wenn ihr Teller nicht leer war, hatte sie keinen Appetit mehr. Jedenfalls nicht auf Essen. Ehrlich gesagt verlangte es sie eher danach, ihre Zähne in den freundlichen, geduldigen, sexy Mann zu versenken, der gerade ihre Spülmaschine belud.

Sie kannte Heaths Mutter nicht, denn die Art von Beziehung führten sie schließlich nicht, aber sie wusste, dass seine Mutter Joy hieß und dass Joy Hart einen guten Mann großgezogen hatte.

Heath musste man weder in der Küche, im Bad noch im Schlafzimmer hinterherräumen. Oft ertappte sie sich dabei, wie sie aktiv nach einem Makel an ihm oder in ihm suchte.

Irgendeinen Makel oder eine Macke musste dieser Mann doch wohl haben?

Aber sie hatte jeden Zentimeter seines Körpers erforscht und nicht mal ein hässliches haariges Muttermal oder eine Warze entdeckt.

Was war mit dem Kerl los? Also im Ernst?

»Wollt ihr in Pashas Zimmer gehen und vögeln?«, fragte Rayma und trug ihren Teller zu Heath in die Küche, der ihn ihr abnahm.

»Ray…«

»Jawohl!«, sagte Heath. »Du kannst die ganze Eiscreme allein essen.« Er warf Pasha einen anzüglichen Blick zu, und seine mitternachtsblauen Augen funkelten.

Pashas Höschen war ganz sicher nicht mehr trocken.

»Ich habe für dich Ohrstöpsel in industrietauglicher Qualität besorgt. Die Art, die man benutzt, wenn man neben einem Presslufthammer steht. Damit hörst du gar nichts mehr. Du wirst schlafen wie ein Baby, während ich deine Schwester mit dem Presslufthammer bearbeite.« Er nahm die Schachtel mit den Ohrstöpseln von der Theke und reichte sie Rayma.

Es war urkomisch zu sehen, wie die Witze und Sticheleien ihrer Schwester auf sie zurückfielen. Und wie Rayma darauf reagierte.

Pasha lagen solche Frotzeleien nicht im Blut, aber Heath war ein Profi. Das kam wahrscheinlich daher, dass er der jüngste von vier Brüdern war. Und sie waren altersmäßig deutlich näher beieinander als Pasha und ihre Schwestern.

Sowohl Oona als auch Rayma waren Verhütungsunfälle gewesen. Nach Raymas Geburt schließlich fasste ihr Vater den klugen Beschluss, sich um eine Vasektomie zu kümmern. Zumal ihre Mutter gar nicht glücklich darüber gewesen war, mit Mitte vierzig noch mal schwanger zu sein.

Pasha erhob sich ebenfalls und nahm ihr und Heaths Weinglas mit. Sie fragte ihn gar nicht erst, ob er noch etwas trinken wollte; sie wusste, dass er es wollte.

»Leg schon mal die Füße hoch, Babe, ich bin gleich fertig«, sagte er und küsste sie auf die Wange, und sie ging mit dem Wein ins Wohnzimmer vor.

Rayma blieb mit Heath in der Küche zurück, und Pasha hörte, wie sie ihn mit weiteren Fragen übers Marketingstudium löcherte und ihn nach Tipps fragte, wie sie es wohl zur Influencerin auf Kylie-Jenner-Niveau bringen könnte.

Sie setzte sich auf ihr butterweiches weißes Ledersofa und legte die Füße auf den Couchtisch. Ihr Finger pochte, und sie betrachtete Heaths Arbeit.

Er hatte darauf bestanden, sie zu nähen. Obwohl sie nur einen Eiswürfel zur Betäubung der Stelle benutzt hatte, hatte sie kaum etwas davon gespürt. Er war überraschend sanft und geschickt für einen Mann mit so riesigen Händen. Hatte sich große Mühe gegeben und ausgezeichnete Arbeit geleistet. Anschließend hatte er ihren Finger verbunden, statt ein Pflaster zu benutzen, und ihr gesagt, sie solle die Hand über Höhe ihres Herzens halten.

Darüber, dass er einer Ärztin solche wertvollen Tipps gab, musste sie kichern, aber ihr war auch ganz warm ums Herz geworden.

Auf dem Heimweg von der Arbeit hatte sie einen wunderschönen Strauß Pfingstrosen mitgebracht, der jetzt in einer Glaszylindervase auf ihrem Kaminsims stand. Sie liebte ihr Stadthaus. Es war nicht riesig, aber für sie hatte es die perfekte Größe: ein handtuchgroßer Garten, zwei Schlafzimmer, eine Einzelgarage, in die auch ihr Heimtrainer passte, und ein atemberaubendes Erkerfenster mit weißen Vorhängen, vor dem sie sitzen und lesen oder das Treiben der Welt beobachten konnte – auch wenn sie dafür selten Zeit fand. Sie fühlte sich hier sehr zu Hause.

Sie hatte das Haus in ihren Lieblingsfarben eingerichtet – Pfirsich und Türkis -, dabei aber darauf geachtet, alles modern und minimalistisch zu halten, wie es ihrem Stil entsprach.

Rayma kam mit einer Schale Eiscreme aus der Küche. Sie ließ sich auf dem gegenüberliegenden Sofaende nieder und legte die Füße auf den Couchtisch, genau wie Pasha. »Ich mag ihn.«

Ich auch. Wahrscheinlich zu sehr.

»Ich glaube aber nicht, dass Mom und Dad ihn mögen würden.«

Pashas Kopf fiel ihr fast vom Hals, so schnell fuhr sie herum und starrte ihre Schwester an. »Und warum nicht?«

Rayma zuckte mit den Schultern und machte sich lässig über ihr Eis her, als hätte sie nicht gerade so eine Bombe gezündet. »Weil er so gefährlich wirkt. Sie sehen es lieber, wenn ihre Töchter Freunde mit langweiligen, sicheren Jobs haben. Dad arbeitet in einer Firma, die Haushaltsgeräte herstellt, und zwar in der Büroabteilung, und Mom ist Apothekenhelferin. Nicht gerade gefährlich oder aufregend. Und sie waren beide sehr froh darüber, dass keine ihrer Töchter Polizistin wurde oder zum Militär wollte.«

Da hatte sie recht. Ihre Eltern hatten alles darangesetzt, ihre Kinder davon zu überzeugen, sichere Berufe zu wählen. Und sie dann darin bestärkt, sich auch Partner mit sicheren Berufen zu suchen.

Einmal hatte Pasha während der Collegezeit ihrem Vater bei einem Wochenendbesuch erzählt, dass der Kommilitone, mit dem sie zusammen war, gerade seinen Pilotenschein machte. Daraufhin hatte sich ihr Vater das ganze Wochenende lang redlich bemüht, Pasha diese Beziehung auszureden, ehe es zu ernst wurde. Als sie im College einige Monate lang mit einem Polizisten zusammen gewesen war, hatte sie es ihren Eltern lieber gar nicht erst erzählt – sie hätten vermutlich gemeinsam einen Herzinfarkt bekommen.

Und deshalb hatten sie vermutlich nicht die geringste Ahnung, wie sie mit der wilden und rebellischen Rayma umgehen sollten. Sie war ihr eigen Fleisch und Blut, aber sie war so anders als die sicherheitsbedürftigen, sanftmütigen und milden Eltern, dass die beiden aus lauter Angst, sich noch weiter zu entfremden, die drastische Entscheidung getroffen hatten, Rayma für zwei Wochen zu Pasha zu schicken.

Eine Vorwarnung wäre schön gewesen.

Aber so waren eben ihre Eltern. Ihr Vater Royce, ein Amerikaner, und ihre Mutter Yanna, deren Familie aus dem Kosovo geflohen war, hatten sich in der Highschool kennengelernt und ineinander verliebt. Ihre Mutter war zwölf Jahre alt gewesen, als ihre Familie in Maryland ein neues Zuhause fand, und ihre Eltern waren stets der Maxime gefolgt, den Kopf einzuziehen, hart zu arbeiten und tunlichst jeden Ärger zu vermeiden. Diese Lebensphilosophie hatte Yanna übernommen, und so waren Pashas Eltern andauernd krampfhaft darum bemüht, jedem Problem aus dem Weg zu gehen und bloß keine Wellen zu machen.

»Ich meine, er ist großartig. Er ist nett. Er ist klug. Er ist verdammt heiß und auch witzig. Aber du weißt genauso gut wie ich, wenn nicht sogar besser, dass die Arbeit im Sicherheits- und Überwachungssektor kein ungefährlicher Job ist.« Rayma presste sich die Hand an die Stirn. »Hirnfrost. Shit.«

Ja, sie wusste, dass Heaths Job nicht ungefährlich war. Vor allem nicht nach dem, was sie bei der Rettung von Heaths Bruder Chase miterlebt hatte. Und sie wusste, dass Heath aus zwei Gründen immer wieder nach Seattle zurückkam: Um sie zu sehen … und weil er den Mann jagte, der seinen Neffen und seinen Bruder entführt hatte.

Dakota Creed war ein Menschenhändler, spezialisiert auf kleine Jungen. Er hatte Chases vierjährigen Sohn Connor entführt, und bei der Rettungsaktion war Chase selbst in die Gewalt der Entführer geraten.

Pasha war hinzugezogen worden, um den geretteten Kindern zu helfen und sie medizinisch zu versorgen. Bei dieser Gelegenheit hatte sie Heath kennengelernt. Eines der Kinder war taub gewesen, und als sie fragte, ob jemand im Hotelzimmer die Zeichensprache beherrschte, hatte Heath sich gemeldet und ihr geholfen, sich mit dem verängstigten kleinen Mädchen zu verständigen.

Wäre sie romantischer veranlagt – aber sie war eher bodenständig, was erstaunlich war, wenn man bedachte, wie gern sie Liebesromane las -, hätte sie wohl gesagt, dass sie sich auf den ersten Blick in den großen, muskulösen Mann verliebt hatte, der so sanft und freundlich mit den Kindern umging. Aber ihr war sehr bewusst, welchen Deal sie miteinander hatten, sie war Realistin. Allerdings hatte sie ganz definitiv ab dem ersten Moment körperlich auf ihn reagiert, und als sich nach der ganzen Aufregung der Staub legte, hatten sie ihrer gegenseitigen Anziehung freien Lauf gelassen.

Und in der Rückschau kamen ihr die letzten fünf Monate vor wie ein einziges Orgasmus-Dauerfeuer.

»Würdest du dich mit jemandem verabreden oder jemanden heiraten, den Mom und Dad nicht gutheißen?«, fragte sie Rayma, nachdem sich ihre Schwester vom Hirnfrost erholt hatte.

Raymas Augen weiteten sich. »Heiraten?«

Scheiße.

»Ach, vergiss es.«

»Ja, würde ich«, sagte Rayma ganz ruhig. »Ist dir noch nie aufgefallen, wie passiv-aggressiv sie sind? Wie kontrollsüchtig? Sie wirken niemals laut oder fordernd, aber sie kontrollieren uns mit Schuldgefühlen. So haben sie uns erzogen. Anstatt mit uns zu sprechen, als wären wir erwachsene Menschen …«

»Was du nicht bist«, warf Pasha ein.

Dafür erntete sie einen bösen Blick von ihrer Schwester. Aber Pasha tat, als würde sie es nicht bemerken, und Rayma fuhr fort: »Ich bin fast erwachsen. Auf jeden Fall bin ich alt genug, um selbst zu denken und zu wissen, was richtig und falsch ist, und um meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Aber sie behandeln uns nicht als Menschen mit eigenen Gedanken und Ideen. Sie pflanzen uns ihre Ideologien in die Köpfe, mit diesen ganzen unterschwelligen Kommentaren und passiv-aggressiven Bemerkungen, die uns glauben machen sollen, dass wir ihnen etwas Schlimmes antun, wenn wir uns anders entscheiden, als sie es haben wollen. Dass wir damit unserer Familie Schaden zufügen. Mann, das ist voll die Sektenmentalität. Und ich habe es satt. Vielleicht hat es dir, Triss, Mieka und Oona ja irgendwie in den Kram gepasst, aber mein Ding ist das echt nicht, und deshalb spiele ich da nicht mehr mit.«

Gerade als sie gedacht hatte, ihre Schwester sei ein hoffnungsloser Fall, selbstverliebt und vom Ruhmesversprechen der sozialen Medien besessen, kam Rayma ihr mit dieser klugen Ansprache, bei der Pasha ganz schwindlig wurde.

Ihre Eltern waren wirklich so.

Sie hatten Pasha und ihre Schwestern das Fürchten gelehrt, was Drogen, Sex, Alkohol und Partys betraf, und zwar so gründlich, dass keine von ihnen – bis auf Rayma – während ihrer gesamten Jugendzeit diese rote Linie auch nur um einen Millimeter übertreten hatte.

Ihre Eltern sagten immer: »Was ist, wenn du eines Tages in die Politik gehen willst, und dann tauchen auf einmal alte Fotos auf, die zeigen, wie du auf einer Highschool-Party Shots runterkippst? Dann war’s das. Dann ist dein Ruf ruiniert, und du bekommst nie wieder einen Fuß in die Tür.«

Oder der Lieblingsspruch ihres Vaters: »Du kannst nicht nach einer Party bei Freunden übernachten. Was hält denn die anderen Schüler davon ab, das Gerücht zu verbreiten, dass du nicht nur dort geschlafen hast, sondern mehr passiert ist mit irgendwem, der ebenfalls dort war? Ehe du dich versiehst, bist du als Schlampe abgestempelt. Viel Glück bei dem Versuch, diesen Ruf wieder loszuwerden. Selbst bei einem Klassentreffen nach zwanzig Jahren werden sich alle noch daran erinnern.«

Sie hatte auch nicht vergessen, wie negativ ihre Eltern über andere Eltern gesprochen hatten, die zuließen, dass ihre Kinder auf Highschool-Partys gingen und dergleichen Teenagerdinge taten. Als hätten sie diese Eltern am liebsten wegen Kindeswohlgefährdung angezeigt.

»Ich kann nicht fassen, dass Ronald und Karen ihre Töchter in diesem Outfit aus dem Haus lassen. Wissen sie überhaupt, wo diese Party stattfindet? Wer kommt noch dorthin?«, sagte ihre Mutter zum Beispiel an einem Freitagabend, als sie gerade aus dem Wohnzimmerfenster schaute, während die Töchter der Nachbarn auf der anderen Straßenseite loszogen.

Aber die Mullins hatten durchaus gewusst, wo ihre Töchter waren. Sie fuhren sie zur Party und holten sie auch wieder ab. Und die Mädchen waren nicht nuttig gekleidet, sondern trugen Röhrenjeans und Tanktops mit süßen Glitzer-Pailletten.

Die Mullins vertrauten ihren Töchtern, weil sie glaubten, dass ihre Erziehung den beiden das Rüstzeug mitgab, um selbst die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Nicht so die Eltern von Pasha.

Sie kritisierten Pasha und ihre Schwestern ständig und stellten es so dar, als wären sie ununterbrochen in Gefahr, ihren guten Ruf zu verlieren oder gar in der Gosse zu landen.

»Denk einfach mal drüber nach«, sagte Rayma. »Also mir ist es wirklich völlig egal, ob Mom und Dad die Männer, mit denen ich was anfange, gutheißen oder nicht. Solange ich selbst meinen Freund liebe und er mich gut behandelt, ist alles in bester Ordnung.«

»Es sei denn, er ist ein Drogenboss, richtig?« Heaths tiefe, raue Stimme ging Pasha durch und durch, und ihre Wangen wurden heiß. Wie viel von ihrem Gespräch hatte er mitbekommen?

Er kam mit seinem Weinglas ins Wohnzimmer geschlendert und setzte sich in den Sessel neben Pasha. Dann zog er ihre Füße auf seinen Schoß und begann sie zu massieren.

Oh. Lieber. Gott.

Wenn sie nicht aufpasste, würde sie neben ihrer Schwester auf dem Sofa einen Orgasmus bekommen.

Rayma zuckte mit den Schultern und stellte die leere Eisschüssel auf den Kaffeetisch. »Also, wenn er mich gut behandelt, ist es für mich in Ordnung, selbst wenn er ein Kingpin ist.« Sie grinste Heath und Pasha schelmisch an, bevor ihre Miene wieder ernst wurde. Sie sah Pasha an. »Ich weiß, du hast diese tiefe, liebevolle Beziehung zu Mom und Dad, und ich meine, ich liebe sie ja auch, aber sie sind nicht perfekt. Und jetzt, wo du erwachsen bist und am anderen Ende des Landes lebst, solltest du vielleicht anfangen, ein bisschen mehr selbst zu denken. Die Nabelschnur durchschneiden. Denk einfach mal ein bisschen genauer über unsere Kindheit nach und darüber, wie wir erzogen wurden.« Sie deutete mit dem Kinn auf Heath. »Du willst doch nicht etwa die Fehler unserer Eltern mit seinem riesigen blonden Baby wiederholen, oder?«

Heaths Augenbrauen schossen bis zum Haaransatz hoch, und seine Hände auf ihren Füßen erstarrten. »Baby?«

Pasha verdrehte die Augen. »Sie ist unhöflich … und vorlaut. Es gibt kein Baby.«

Nicht dass sie nicht schon darüber nachgedacht hätte, wie hinreißend ein Baby von Heath sein würde. Sein Teint, sein Haar, seine Augen – der Mann war eine wandelnde griechische Statue, und ein von ihm gezeugtes Kind würde zweifellos genauso prächtig werden wie er.

Heath sah zutiefst erleichtert aus. »Ich habe mich kurz echt erschreckt.« Er massierte weiter, bearbeitete mit den Daumen ihre Füße, bis sie vor lauter Genuss den Tränen nah war.

Es war noch nicht sehr spät, aber sie hatte einen langen Tag im Krankenhaus hinter sich, und der Schreck über Raymas unerwartetes Auftauchen und ihren verletzten Finger forderte ebenfalls seinen Tribut. Ihr fielen die Augen zu.

Rayma hing am Handy rum, so wie immer. »Oona sagt, er ist heiß, und will wissen, ob er Brüder hat.«

Pasha öffnete die Augen und sah ihre Schwester grinsen.

Auch Heath grinste. »Japp. Ich habe drei Brüder, aber die sind alle wahnsinnig in ihre Frauen verliebt.«

Rayma schmollte. »Das ist scheiße.«

»In der Tat.« Heaths große Finger fächerten Pashas Zehen auf, und fast wäre sie auf der Stelle gekommen.

Sie gähnte.

»O nein, das kann ich nicht erlauben.« Heath lachte leise, ein so tiefes und dumpfes Grollen, dass es über seine Arme und Hände direkt in ihren Füßen vibrierte. »Ich muss dich ins Bett bringen, Doc.«

Sie schloss die Augen wieder und sagte träge: »Klingt nach einem Plan.«

»Ich sehe mir in meinem Zimmer einen Film an«, sagte Rayma und stand auf. Ihre leere Schüssel nahm sie mit, war aber wenige Sekunden später schon wieder da. »Die hier darf ich auf keinen Fall vergessen.« Pasha öffnete die Augen und sah, wie ihre Schwester mit der Ohrstöpsel-Schachtel wedelte. »Denkt daran, dass im Zimmer nebenan ein leicht beeinflussbares Kind ist.«

»Beeinflussbar.« Heath schnaubte.

»Unschuldig?«, schlug Rayma vor.

Heath schnaubte erneut. »Eher nervig.«

Rayma stellte sich hinter ihn und zerzauste ihm das Haar. »Und dabei fing ich gerade an, dich zu mögen, Heath.«

Er grinste. »Geh ins Bett, Großmaul.«

Rayma warf Pasha einen Luftkuss zu und machte sich auf den Weg ins Gästezimmer.

Pasha wartete, bis sie das Klicken der Tür hörte, bevor sie widerwillig ihre Füße aus Heaths herrlichen Liebkosungen löste. Dann sprang sie auf, plötzlich überhaupt nicht mehr müde, und setzte sich rittlings auf seinen Schoß.

Er umfasste ihre Brüste. »Ich dachte schon, sie würde nie gehen.«

Sie legte die Lippen auf seinen Mund, nur ganz leicht. »Oder? Wir haben schon Stunden aufzuholen.«

Sie spürte an ihren Lippen, wie er lächelte. »Sieht so aus, als würden wir heute Nacht nicht viel Schlaf bekommen, hm?«

Sie knabberte an seiner Unterlippe. »Tun wir das jemals?«

Kapitel 3

Heath ließ den Blick über Pashas nackten Körper wandern und beobachtete, wie sie sich ans schmiedeeiserne Kopfteil ihres Betts klammerte, so fest, dass ihre Knöchel weiß wurden. Sie hatte den Kopf zurückgeworfen, das karamellfarbene Haar lag aufgefächert auf dem Kissen wie ein Heiligenschein. Die Augen hatte sie geschlossen, und die Brustwarzen waren hart und dunkel.

Er hatte nur einen Finger in ihr, aber das schien genug zu sein. Ein Finger und sein Mund zwischen ihren Beinen, natürlich. Er leckte an ihrem Kitzler, schnippte mit der Zungenspitze dagegen, bis sie anschwoll. Knabberte an den Schamlippen, nahm sie in den Mund und saugte daran.

Ihr Atem kam in keuchenden Stößen.

Sie konnte öfter hintereinander kommen als jede andere Frau, mit der er bisher geschlafen hatte, und er würde erst aufhören, wenn sie ihm mahnend auf den Kopf klopfte.

»O Gott!«, schrie sie, ihre Hüften schossen ihm entgegen, und er bekam ihren Schamhügel gegen die Nase. Zwischen ihren Beinen befand sich nur ein feiner Streifen Haar. Ihm allerdings wäre auch ein voller Busch recht gewesen, er hatte alles schon gehabt, und für ihn war das alles in Ordnung.

Pussy war Pussy.

Ja, sicher, jede war auf ihre Weise einzigartig und faszinierend, und er liebte es, herauszufinden, was eine bestimmte Frau so verdammt feucht machte, dass die Matratze und seine Hände klatschnass wurden. Aber solange die Frau genoss, was er tat – er selbst genoss es definitiv -, war es ihm egal, ob sie ganz glatt oder völlig naturbelassen war oder irgendwas dazwischen.

Er streckte die Zunge aus, zog den Finger fast ganz heraus und fuhr mit der Zunge zu ihrem Kitzler hinauf. Saugte daran. Fest.

Ihre Hüften zuckten, die Augen schlossen sich noch fester, und er sah, wie sich ihre Arme anspannten, als sie sich am Bettgestell festklammerte, als ginge es ums nackte Leben.

Er liebte es, Pasha kommen zu sehen.

Ob sie nun auf ihm lag oder unter ihm, ihn dabei im Spiegel ansah oder auf dem Rücken lag, während er sich an ihr gütlich tat … Pasha war wunderschön, wenn sie kam.

Sie war anderer Meinung und fand ihr Gesicht beim Höhepunkt hässlich, aber er musste entschieden widersprechen. Sie ließ vollkommen los, hörte auf zu denken und überließ ganz und gar ihrem Körper das Ruder. Öffnete den Mund, runzelte ganz hinreißend die Stirn, und dann stieß sie ein leises Quietschen aus, als würde sie nach Kräften versuchen, einen Laut von sich zu geben, obwohl er ihr Worte und Luft geraubt hatte.

Er ließ den Finger wieder in ihre feuchte Tiefe gleiten, und sie hob die Hüften an und zog sich fest um ihn zusammen. Er zeichnete mit der Zunge Kreise um ihren Kitzler. Gegen den Uhrzeigersinn, niemals in die andere Richtung. Das hatte er gelernt, als er zum ersten Mal den Kopf zwischen ihren Beinen gehabt hatte. Der Gegenuhrzeigersinn brachte sie zum Ziel, und zwar schnell. Der Uhrzeigersinn hingegen brachte gar nichts.

Diese Frau war und blieb ein Rätsel.

Sie ließ das Bettgestell los, und fuhr ihm mit den Fingern durchs Haar. »Verdammt, du hast so tolle Haare«, sagte sie.

Lächelnd schnippte er mit der Zunge über ihren Kitzler. Viele Frauen liebten seine Haare.

Er selbst ja auch.

Er hatte beschlossen, sie wachsen zu lassen, nachdem er die Marine verlassen hatte. Sie kurz zu tragen, hatte er verabscheut – seine Ohren froren schnell.

Sie vergrub die Hände so fest in seinem Haar, dass die Kopfhaut schmerzte. »Mein Gott …«

»Vorsicht, Frau, sonst hab ich bald eine Glatze, wenn du so weitermachst.«

Sie lockerte ihren Griff, aber nicht viel.

Er schnippte wieder gegen ihren Kitzler und ließ die Zungenspitze im Uhrzeigersinn kreisen. Ihre Hüften zuckten rhythmisch, und sie drückte leicht auf seinen Kopf, damit er mehr Druck ausübte. Sie hatte keine Scheu, ihm zu zeigen, was sie wollte, was ihr gefiel und wovon sie mehr wollte. Er schätzte das sehr an ihr.

Er schätzte verdammt noch mal alles an ihr.

Er hatte im Lauf der Jahre mehrere unverbindliche Sachen am Start gehabt – und einige wenige Freundinnen –, aber keine von ihnen war so entspannt gewesen und war so gut mit der Situation zurechtgekommen wie Pasha. Pasha und er waren beide nicht auf der Suche nach etwas Festem. Sie wollten Sex, aber ohne Verbindlichkeiten oder Komplikationen. Wenn sie beschloss, Schluss zu machen, würde er ihr alles Gute wünschen und sich trollen.

Aber jetzt gerade könnte sie nicht weiter davon entfernt sein, es zu beenden.

Gott sei Dank.

Sie schrie seinen Namen und kam.

»Heath! Fuck, ja!« Sie drückte den Rücken durch, und ihre Pussy zog sich pulsierend um seinen Finger zusammen, während es sich in warmen Wellen über seine Handfläche ergoss. Ihr Kitzler war fast auf die doppelte Größe angeschwollen, und er spürte ihren Puls an seiner Zunge. Als ihr Höhepunkt verebbte, zog er den Finger aus ihr heraus und leckte ihre süßen Säfte auf.