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Traumhafte Kinderbuchmagie!
Eine spannende und lebendig erzählte Geschichte von Bestsellerautorin Gina Mayer. Der erste Band einer fantastischen Reihe um Magie, Freundschaft und Träume für Mädchen ab 9 Jahren.
Willkommen im Hotel der verzauberten Träume!
Im malerischen Strandhotel der Schwestern Rose und Linde Apfel gehen seltsame Dinge vor sich! Joëlle hat in den Sommerferien herausgefunden, dass sie eine magische Gabe hat. Sie kann die Träume anderer Menschen sehen und so den Träumenden helfen: Joëlle ist eine echte Traumdeuterin! Doch die Träume sind tückisch und es gibt noch so viel zu lernen – dabei steht das nächste Abenteuer schon vor der Tür …
Fräulein Apfels Geheimnis
Na toll - weil Joëlles Mutter das Navi falsch programmiert hat, landet Familie Fröhlich nicht im »Beach Holiday Superior«, sondern 400 Kilometer entfernt in Rose-Linde Apfels »Traumhotel«. Statt Riesenwasserrutsche und Kletterpark gibt es im Urlaub nun ein verwunschenes kleines Strandhotel mit einer Gans namens Agathe als Haustier.
Doch was sich anfangs wie ein Riesenreinfall darstellt, wird bald zum spannenden Abenteuer: Die Hotelbesitzerin Fräulein Apfel hütet ein Geheimnis, davon ist Joëlle schnell überzeugt. Warum klingelt in der Rezeption ein uraltes Telefon, das gar nicht angeschlossen ist? Warum fliegt der Seeadler, der eigentlich ausgestopft im Hoteleingang steht, um Mitternacht über den Strand? Und was hat es mit dem merkwürdigen Dachboden auf sich, in dem Hunderte Traumfänger hängen?
Joëlle will dem Geheimnis unbedingt auf die Spur kommen - und macht dabei ganz erstaunliche Entdeckungen ...
Alle Bände der Serie:
1. Das Hotel der verzauberten Träume: Fräulein Apfels Geheimnis
2. Das Hotel der verzauberten Träume: Annabells Tagebuch
3. Das Hotel der verzauberten Träume: Die goldene Botschaft
4. Das Hotel der verzauberten Träume: Magie um Mitternacht
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Veröffentlichungsjahr: 2018
Vollständige eBook-Ausgabe der Hardcoverausgabe
© 2018 arsEdition GmbH, Friedrichstraße 9, 80801 München
Alle Rechte vorbehalten
Text: Gina Mayer
Cover- und Innenillustrationen: Gloria Jasionowski
Das Projekt wurde vermittelt durch Literaturagentur Arteaga.
ISBN ebook 978-3-8458-2922-7
ISBN Print 978-3-8458-2575-5
www.arsedition.de
Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden.
Cover
Titel
Impressum
Sie haben Ihr Ziel erreicht!
Pizza und Frisbee
Der Bote
Kein Zutritt für Gäste!
Alles geht schief
In Seenot
Das doppelte Fräulein Apfel
Der gefangene Traum
Hausbesuche
Kim Lavendel
Auf Albtraumfang
Jenny
Bennys Geheimnis
Die Autorin
Leseprobe zu "Das Hotel der verzauberten Träume - Annabells Tagebuch"
»Wo ist denn das Meer?«, fragte Papa. »Es müsste doch längst zu sehen sein. Der Club liegt direkt am Strand, haben die geschrieben.«
»Warte mal, bis wir um die Kurve da vorn sind«, sagte Mama. »Dann sehen wir es bestimmt.« Ihre Hände umklammerten das Lenkrad. Die Straße, auf der wir fuhren, wurde immer schmaler und holpriger. Und die Büsche, die zu beiden Seiten des Weges wuchsen, wurden immer riesiger. Ein großer Zweig peitschte gegen die Windschutzscheibe. Papa zuckte zusammen, Mama schrie erschrocken auf und hätte um ein Haar das Steuer herumgerissen.
»Ich glaub, wir sind total falsch.« Mein Bruder Lancelot hatte sein Handy sinken lassen, auf dem er gespielt hatte, seit wir vor über viereinhalb Stunden von zu Hause losgefahren waren.
»Unsinn. Das Navi sagt, dass wir gleich da sind.« Jetzt hatten wir die Kurve erreicht. Und tatsächlich – dahinter lag das Meer. Blau und weit und wunderschön erstreckte es sich bis zum Horizont. Nur ein Ferienclub war nirgends zu sehen. Stattdessen stand da ein schiefes Haus, dessen Wände über und über mit Kletterrosen bewachsen waren. Obendrauf saß ein buckliges Dach, das aussah wie ein alter Filzhut.
»Na, das kann es ja wohl nicht sein«, sagte mein Vater im selben Moment, in dem das Navi verkündete: »Sie haben Ihr Ziel erreicht.«
»Bitte was? Das ist doch nie und nimmer der Holiday-Beach-Club Superior.« Meine Mutter stellte den Motor ab.
»Ist es auch nicht.« Ich zeigte auf das krumme Holzschild, das neben unserem Wagen stand. Darauf stand in Schnörkelschrift:
Mama schnappte ihr Handy aus der Mittelkonsole und wischte auf dem Bildschirm herum. »Ich check noch mal die Buchung«, sagte sie. »Hier ist die Adresse. Holiday-Beach-Club Superior, Strandweg 8, Karbotz. Genau wie ich es eingegeben habe.«
»Nicht ganz.« Papa starrte auf das Display des Navigationsgeräts. »Du hast Korbutz eingegeben.«
»Hab ich nicht.« Mama warf einen genervten Blick auf das Navi. Dann erstarrte sie. »Oh.«
»Hast du doch.« Mein Bruder hatte die Adresse auf seinem eigenen Handy gegoogelt. »Karbotz und Korbutz sind 400 Kilometer voneinander entfernt. Karbotz liegt an der Nordsee, wir sind an der Ostsee. Wir sind komplett in die falsche Richtung gefahren.«
»Zeig her.« Meine Mama beugte sich nach hinten und nahm ihm das Handy aus der Hand. Stirnrunzelnd starrte sie auf die Karte, die er aufgerufen hatte. Sie hasste es, einen Fehler zuzugeben. Dabei lag es auf der Hand. Wir hatten uns total verfahren.
»Ich wusste es«, murmelte ich. »Es war alles zu schön, um wahr zu sein.«
Sonst verbrachten wir unsere Sommerferien immer bei Oma Lore auf dem Land, aber in diesem Jahr hatte Papa fünf Bilder verkauft, deshalb konnten wir uns etwas ganz Besonderes leisten.
Unsere Eltern hatten zum ersten Mal einen richtigen Traumurlaub gebucht: zwei Wochen in einem exklusiven Ferienclub am Meer. Lancelot und ich hatten uns die Homepage bestimmt zweihundert Mal angeguckt: Im Holiday-Beach-Club Superior gab es eine riesige Indoor-Pool-Landschaft mit künstlichem Korallenriff, eine zwanzig Meter hohe Kletterwand und eine Bungee-Jumping-Anlage. Man konnte Tauchen, Bowlen, Bogenschießen, Ponyreiten, Fallschirmspringen und Feuerspucken lernen. Für Gäste war alles umsonst, das Schwimmen, Tauchen und Klettern, aber auch die Drinks und Leckereien, die es in der Anlage gab.
Lancelot freute sich besonders auf das Feuerspucken und ich auf das Tauchen. Und auf das Ponyreiten und Bogenschießen. Eigentlich auf alles. Ich bin echt gut im Freuen. Mama und Papa müssen das bereits geahnt haben, als ich geboren wurde, denn sie haben mich Joëlle getauft. Das ist Französisch und heißt Freude. Und unser Nachname ist auch noch Fröhlich!
Mein Aussehen passt auch ganz gut zu meinem Namen. Ich habe viele Sommersprossen, die mir nicht nur auf der Nase, sondern auch auf der Stirn und auf den Armen herumtanzen. Und meine blonden Locken springen in alle Richtungen.
Bei meinem Bruder hatten meine Eltern damals keinen so guten Riecher. Der erste und echte Lancelot war nämlich ein Ritter und Held, aber mein Bruder ist leider weder ritterlich noch heldenhaft. Er kann nicht mal reiten, geschweige denn fechten.
»Das kann doch nicht wahr sein«, sagte Papa. »Sag, dass das nicht wahr ist, Silke.«
»Nun mach doch nicht so ein Drama«, erklärte meine Mutter gut gelaunt. »Wir sind einen kleinen Umweg gefahren. Na und?«
»Wir sind 400 Kilometer von unserem Ziel entfernt.« Papas Stimme bebte. Er wurde selten wütend, aber jetzt war er es. »Weil du das Navi falsch programmiert hast.«
»Aber schau dich doch mal um!«, sagte Mama. »Findest du es nicht zauberhaft? Wir bleiben eine Nacht hier. Und morgen geht es mit frischem Schwung nach Karbitz.«
»Du meinst Korbitz«, sagte Papa.
»Karbotz!«, korrigierte Lancelot.
Aber meine Mutter war schon ausgestiegen, atmete tief durch und reckte und streckte sich. »Herrlich! Ich fühl mich jetzt schon erholt!«
Papa sah dagegen kein bisschen erholt aus.
Ich blickte mich um. Der Wind strich sanft durch das Dünengras und die Sonne spiegelte sich im unendlichen Meer. Es war wirklich schön hier. Aber Lancelot und ich hatten uns wie verrückt auf das riesige Büfett im Beach-Club gefreut und danach wollte ich zum Mitternachtsschwimmen und Lancelot ins 3D-Kino. Und nun verpassten wir den ersten Abend und den ganzen ersten Tag und mussten dafür in einem Null-Sterne-Hotel übernachten. So ein Mist!
»Hoffentlich haben die noch Zimmer frei!« Mama marschierte mit großen Schritten auf das Haus zu. Sie blieb stehen, als ein Dackel um die Hausecke stürmte und laut bellend auf sie zurannte. Vor ihren Füßen ließ er sich auf den Rücken fallen und streckte alle viere in die Luft.
»Na, du bist ja ein toller Wachhund.« Mama bückte sich und streichelte ihn am Bauch. »Wo ist denn dein Frauchen?«
Das war ein bisschen dumm von ihr, der Dackel konnte natürlich nicht sprechen. Er winselte nur enttäuscht, als Mama sich wieder aufrichtete und zur Haustür ging. Dann rannte er sofort zu mir und Lancelot. Wir hatten gerade angefangen, ihn zu streicheln, als wir Mama erschrocken schreien hörten.
Papa rannte als Erster ins Haus, um Mama zu retten. Lancelot und ich stürmten hinterher und der Dackel folgte uns.
Als wir den Vorraum betraten, blieb mir fast das Herz stehen. Direkt neben der Tür thronte ein riesiger Adler auf einem Podest. Er hatte schwarzes Gefieder, nur sein Kopf und sein Hals waren weiß. Die runden gelben Augen über dem spitzen, gebogenen Schnabel fixierten uns böse. Aber im Gegensatz zu mir hatte Papa überhaupt kein bisschen Angst vor ihm.
»Na, alles klar, alter Knabe?«, fragte er nur und stupste ihn mit dem Zeigefinger in die Federn.
»Nicht, Papa!«, schrie ich erschrocken und zerrte ihn am Ärmel weg. Lancelot lachte laut.
»Haha, bist du doof, Joëlle. Der ist doch ausgestopft.«
»Ich bin auch drauf reingefallen«, gab Mama zu. »Aber er sieht ja auch total lebendig aus. Genau wie die Gans da drüben.«
Die ausgestopfte Gans bemerkte ich erst jetzt. Sie stand neben der Hintertür und starrte uns mit glitzernden Augen an.
»Du siehst ja genauso aus wie unser letzter Weihnachtsbraten.« Lancelot war zu ihr gegangen und streckte die Hand aus, um sie am Schwanz zu zupfen.
Aber nun war er es, der erschrocken aufschrie. Die Gans reckte nämlich plötzlich den weißen Hals nach vorn, riss den Schnabel auf und zischte ihn wütend an. »Chchchchchch!«
Vor Schreck machte Lancelot einen Satz zur Seite, verlor das Gleichgewicht und plumpste zu Boden.
Die Gans hörte auf zu zischen, dafür schnatterte sie laut und wütend und schlug mit den Flügeln. Neben mir fing der Dackel wieder zu bellen an, er kläffte wie verrückt, und zu allem Überfluss begann jetzt auch noch das uralte Telefon zu klingeln, das auf dem kleinen Rezeptionstischchen stand.
»DINNNNGDRINNGDRINNNGGGGG!!! HAFFFAAFFFAFFAFFFAFFF! NACKNACKNACKNACKNACK!« Der Lärm war ohrenbetäubend.
»Rückzug!«, brüllte Papa. »Nichts wie weg hier!«