Das Märchen aller Märchen - Marcel Gebhardt - E-Book

Das Märchen aller Märchen E-Book

Marcel Gebhardt

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Beschreibung

Eine kleine märchenhafte Geschichte über einen Bären, seine Freunde, seine Abenteuer und etwas Magie...

Das E-Book Das Märchen aller Märchen wird angeboten von BoD - Books on Demand und wurde mit folgenden Begriffen kategorisiert:
Märchen,Liebe,Natur,Kindergeschichte,Erzählung

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Seitenzahl: 51

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Für Doreen

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit…Da lebte ein gemütlicher, grimmiger, Bär mit dickem Fell. Der lebte einsam und verlassen im tiefen Wald und zog durch die Lande und fraß und schlief und lief und fraß und schlief. So vergingen Sommer des Fressens und Winter des Schlafens. Da der Bär so groß war und so gefräßig, hatten alle Tiere des Waldes Angst vor ihm und so kam es, dass der Bär keine Freunde hatte und auch keine Freude. Denn ein Freund war alles, was sich der Bär wünschte. All die anderen Tiere, die vor ihm wegliefen, waren auch immer mit anderen Tieren zusammen. Die Rehe mit den Hirschen, die Häsin mit dem Hasen, der Wolf mit der Wölfin. Und manchmal hatten diese Tiere sogar noch kleinere Tiere dabei. Die sahen aus wie die anderen beiden, nur viel kleiner. Und so verging Jahr um Jahr und alle Tiere des Waldes gab es zu zweit, zu dritt, in klein und in groß. Aber der Bär blieb allein.

Niemand der sich mit ihm freute, weil der Honig so lecker war, niemand der mit ihm Fische jagte, keiner der in seiner Höhle schläft damit er nicht allein bei Regen auf den nächsten Tag warten muss. Und so kam es das der Bär sich den ganzen Sommer kugelrund futtert, denn niemand war bei ihm mit dem er sein Essen teilen konnte. Und so kam es das er jeden Winter allein in seine Höhle ging zum Schlafen und jedes Frühjahr allein aufwachte. Allein und hungrig wurde er immer trauriger und trauriger und immer einsamer. Eines Tages war er so traurig geworden, dass er keine gute Laune mehr bekam. Er war immer schlechter gelaunt und immer grimmiger. So kam es, dass die Tiere des Waldes auch immer ängstlicher wurden und noch schneller vor dem Bären wegliefen.

So wurde der einsame, grimmige Bär nur noch einsamer und noch grimmiger.

Und so kam es das der Bär sich den ganzen Sommer kugelrund futtert, denn niemand war bei ihm mit dem er sein Essen teilen konnte. So kam es das er jeden Winter allein in seine Höhle ging zum Schlafen und jedes Frühjahr allein aufwachte. Allein und hungrig wurde er immer trauriger und trauriger und immer einsamer. Als der Bär groß geworden ist und die Tage so kurz, dass er es nicht mehr schaffte am Tage satt zu werden, zog er an einem späten Sommerabend aus seiner Höhle los, um noch einmal nach Honig zu suchen. Da er alle Bäume, alle Tiere, alle Tümpel und alle Bienenstöcke im Wald kannte und er noch großen Hunger hatte und er wusste, dass er noch mehr fressen muss bevor der Winter kommt, beschloss er so lange zu laufen, bis er seinen Wald hinter sich gelassen hat. Der Wald in dem er alle Bäume, alle Tiere, alle Tümpel und alle Bienenstöcke kannte. Also lief der Bär los. Er lief an den Bäumen vorbei. Er lief an den Tieren vorbei. Er lief an den Tümpeln vorbei. Und er lief an den Bienenstöcken vorbei. Er lief und lief und lief. So verging die Nacht. So verging auch der nächste Tag. Und die nächste Nacht. Und der Bär lief. Der Bär lief so viel und so weit wie noch nie. Als er so lief und der nächste Tag anbrach merkte er, dass sein Hunger immer größer geworden ist. Daher beschloss er auf der nächsten Lichtung im Wald Rast zu machen und etwas zum Fressen zu suchen. Vielleichtfindet er ein Nest voll leckerer Vogeleier, oder ein kleines zartes Reh oder seinen geliebten Honig. Am liebsten mag er Honig von Hummeln, aber die sind schwer zu finden und ärgern den Bären immer in dem sie ihn in die Nase beißen. Dabei möchte er doch nur etwas von dem Honig und er hat doch so großen Hunger. So bricht der Tag an und der Bär erreicht eine Lichtung. Eine Lichtung mit einem großen, großen Baum, einem Eschenahorn mitten auf der Wiese. Der Bär lehnt sich an diesen mächtigen Stamm mit den tiefhängenden Ästen. Jetzt merkt der Bär wie müde er ist und dass er lange, sehr lange gelaufen sein muss. Er weiß nicht wie lange, wie viele Nächte, wie viele Tage er gelaufen ist. Da blickte er sich um. Er konnte in die Richtung blicken, aus der er kam. Und was er sah, war seltsam. Er wusste nicht, was es ist. Irgendetwas war anders. Anders als sonst.

Alles sah auf einmal so fremd aus. Alle Bäume, alle Tiere, alle Tümpel und vielleicht auch alle Bienenstöcke, sobald er welche findet. Als er begriff, dass er so weit gelaufen sein muss, dass er alle Bäume, alle Tiere, alle Tümpel und alle Bienenstöcke die erkannte hinter sich gelassen haben muss, fielen dem Bären schon die Augen zu, so müde war er. Als er nach einem langen, langen Schlaf aufwachte und dass mehr aus Hunger als allem anderen, stand die Sonne hoch am Himmel und kitzelte den Bären in seiner Nase. Da nieste der Bär laut und er nieste und nieste. Aber das Kitzeln in seiner Nase hörte einfach nicht auf. Erst als er anfing zu schielen, um nach seiner Nasenspitze zu schauen stellte er fest, dass es ja gar nicht die Sonne war, die ihn da kitzelte, sondern ein kleiner bunter Käfer! „Nanu wer bist denn Du und warum ärgerst du mich so und warum hast du keine Angst vor mir wie all die anderen Tiere?“ fragte der Bär. „Hallo du großer Bär! Ich bin Mutschekiebchen, ein Marienkäfer! Und warum sollte ich Angst vor dir haben? Ärgern wollte ich dich nicht, ich wollte mich bloß auf deiner großen schwarzen Nase sonnen und von den Honigresten in deinem Fell naschen!“ Da staunte der Bär mit seinen großen, braunen Augen! „Sonnen? Naschen? Du traust dir was kleines Mutschekiebchen! Was ist, wenn ich dich einfach auffresse?“ „Warum solltest du