10,99 €
Ein Adventskalender zum Lesen und Vorlesen Dieses spannende und stimmungsvolle Kinderbuch eignet sich perfekt zum Lesen und Vorlesen für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren. Die Geschichte wird in 24 Kapiteln erzählt, mit einem Kapitel für jeden Tag im Advent vom 1. Dezember bis zum Heiligabend. Es ist ein wunderschönes Geschenk zur Vorweihnachtszeit – spannend, aufregend und sehr weihnachtlich! Ein magisches Weihnachtsabenteuer Bob ist ein kleines Weihnachtsgespenst in Ausbildung. Um endlich ein richtiges Gespenst zu werden, soll er einem geizigen Menschen einen gehörigen Schrecken einjagen, sodass er gutherzig und großzügig wird. Sophie ist schüchtern und hat keine Freunde. Deswegen überreden ihre Eltern sie zum Theaterspielen. Und so übernimmt sie – widerwillig – die Hauptrolle im Stück "Eine Weihnachtsgeschichte", frei nach Charles Dickens. Sie soll einen gierigen Menschen spielen, der Weihnachten hasst. Bald schon stecken Bob und Sophie in einem weihnachtlichen Abenteuer, das sie zusammenschweißt wie Zucker und Zimt. - Ein buntes Adventskalenderbuch: 24 spannende Kapitel, eins für jeden Tag im Advent - Ab 8 Jahren: Das ideale Geschenk für Jungs und Mädchen - So macht Lesen Spaß: Kurze Kapitel voller Humor und Spannung - Liebevoll illustriert: Viele bunte Bilder von Verena Körting machen der ganzen Familie Spaß - Extra-Motivation, auch für die Schule geeignet: Zu diesem Buch gibt es ein Quiz bei Antolin Über das Buch Dieses bezaubernde Kinderbuch des Erfolgsautors Tobias Goldfarb eignet sich perfekt für Grundschüler*innen ab der 2. Klasse und zum Vorlesen für die Jüngeren. Die warmherzige Adventskalendergeschichte ist ein ideales Geschenk für Kinder ab 8 Jahren.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2021
Noch mehr Freude …
… mit Kinderbüchern für pures Vergnügen!
www.arsedition.de
Das Neuste von arsEdition im Newsletter:
abonnieren unter www.arsedition.de/newsletter
Vollständige eBook-Ausgabe der Hardcoverausgabe München 2021
© 2021 arsEdition GmbH, Friedrichstraße 9, D-80801 München
Alle Rechte vorbehalten
Text: Tobias Goldfarb
Cover- und Innenillustrationen: Verena Körting
Covergestaltung: Grafisches Atelier arsEdition, unter Verwendung einer Illustration von Verena Körting
ISBN eBook 978-3-8458-4530-2
ISBN Printausgabe 978-3-8458-4266-0
www.arsedition.de
Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden.
Cover
Titel
Impressum
1. Dezember
2. Dezember
3. Dezember
4. Dezember
5. Dezember
6. Dezember
7. Dezember
8. Dezember
9. Dezember
10. Dezember
11. Dezember
12. Dezember
13. Dezember
14. Dezember
15. Dezember
16. Dezember
17. Dezember
18. Dezember
19. Dezember
20. Dezember
21. Dezember
22. Dezember
23. Dezember
24. Dezember
Der Autor
Die Illustratorin
Der Geist aller Geister, der gelehrte Professor Phantomio, seufzte und pustete etwas Staub von dem dicken Buch, das aufgeschlagen vor ihm lag. Wer war als Nächstes dran? Da stand es ja: Bob. Einfaches Nachtgespenst. Gerade einmal zweihundert Jahre alt. Na schön, vielleicht gab es ja eine Überraschung.
»Der Nächste bitte!«, rief der Professor mit donnernder Stimme.
Die schwere Tür des Turmzimmers öffnete sich einen kleinen Spalt.
»Bin ich das?«, wisperte ein leises Stimmchen.
»Wie heißt du denn?«, dröhnte der Geist aller Geister.
»Bob«, flüsterte es durch die Ritze zurück.
»Ja, dann bist du dran.«
»Ach, wie schön.«
Die Tür öffnete sich, bis der Professor laut »Halt!« schrie.
»Bist du denn von allen guten Geistern verlassen? Du kommst gefälligst durch das Schlüsselloch rein, wie es sich für ein Nachtgespenst gehört, auch wenn es erst läppische zweihundert Jahre alt ist wie du.«
»’tschuldigung«, säuselte das junge Gespenst, schloss die Tür und flog wie ein leichter Windhauch durchs Schlüsselloch.
»Schon besser«, brummte der Geist aller Geister.
Er musterte die kleine Gestalt, die da vor seinem schweren Schreibtisch schwebte. Schön durchsichtig, das musste man sagen, luftig, nicht zu rauchig, ein leichter Stich ins Blaue, alles in allem eine schöne Gespenster-Erscheinung. Leider nur überhaupt nicht gruselig. Eher umgab dieses junge Nachtgespenst etwas besonders Liebes, Gütiges und Freundliches. Was sollte er mit diesem Geisterkind bloß anfangen? Ach, die Gespenster waren nicht mehr das, was sie früher einmal waren.
»Du bist also ein Nachtgespenst …«, begann er.
Das freundliche Wesen nickte eifrig. »Ja!«
»Und seit zweihundert Jahren spukst du durch die Welt?«
»Ja!«
»Und jagst den Menschen Furcht und Schrecken ein? Vor allem den Kindern, wie es sich für Junggespenster gehört?«
»Nein!«
»Was, nein? Du meinst wohl Ja und hast bloß Nein gesagt.«
»Ich habe Nein gesagt, weil ich Nein gemeint habe.«
Der Geist aller Geister schüttelte den Kopf. So etwas hatte er noch nie gehört.
»Wozu soll ein Gespenst gut sein, das niemandem Angst macht?«
Das junge Gespenst wurde fast ganz durchsichtig, so schüchtern war es in diesem Augenblick.
»Ich möchte ja auch jemandem Angst machen. Aber nicht den Kindern.«
Hätte Professor Phantomio eine Stirn gehabt: Er hätte sie jetzt gerunzelt. Zum Glück hatte er wenigstens ein paar buschige Augenbrauen, die er entrüstet hochziehen konnte.
»Soso. Leute erschrecken: ja. Kinder erschrecken: nein. Da wollen wir mal sehen. Du bist jetzt alt genug, um deine Berufung in der Geisterwelt zu finden. Also, was hast du dir vorgestellt? Poltergeist? Irrlicht? Schreckgespenst? Flaschengeist?«
»Nein«, sagte das schüchterne Nachtgespenst wieder mit leiser, aber fester Stimme. »Ich möchte ein Weihnachtsgespenst werden.«
»Ein was?«
»Ein Weihnachtsgespenst.«
Der Geist aller Geister schnaubte. »Unsinn. So etwas gibt es gar nicht.«
»Doch«, widersprach das kleine Nachtgespenst und ein wenig Rot mischte sich in den blau-weißen Nebel seiner Wangen. »Habt Ihr, verehrter Professor Phantomio, noch nie vom Geist der Weihnacht gehört?«
Der hochberühmte Professor fühlte sich ziemlich ertappt, denn er hatte tatsächlich noch nie von diesem speziellen Geist gehört.
»Ach so, doch, na klar, der …«, murmelte er und blätterte hektisch in dem großen, staubigen Geisterverzeichnis, das ebenfalls auf seinem Schreibtisch lag.
»Es war vor ungefähr zweihundert Jahren«, half ihm das schüchterne Nachtgespenst auf die Sprünge, »zu der Zeit, als ich geboren wurde.«
»Moment!«, unterbrach ihn der Professor. »Gespenster werden nicht geboren, sie erspuken.«
Das junge Nachtgespenst nickte. »Huch, ja, stimmt natürlich. Ungefähr zur Zeit meiner Erspukung gab es einen Geist, der zur Weihnachtszeit erschien. Er hat einem bösen, geizigen und gierigen Mann einen solchen Schrecken eingejagt, dass der daraufhin gut wurde und allen Kindern jede Menge Weihnachtsgeschenke gegeben hat.«
»Jaja«, murmelte Professor Phantomio und sagte plötzlich: »Aha! Ja, hier ist er ja. Geist der Weihnacht. Spukte vor zweihundert Jahren in London herum. Hat dem geizigen Geschäftsmann Scrooge zur Weihnachtszeit einen riesigen Schrecken eingejagt. Der wurde daraufhin gutherzig und hat viele Geschenke verteilt. Danach ist dieses Gespenst nicht mehr aufgetaucht. Mmmh. Jetzt willst du also ein Weihnachtsgespenst werden?«
»Ja, genau.«
»Nun sag mir, Bob: warum?«
»Weil ich den Geruch von Kerzen liebe. Und den Duft von Weihnachtsgebäck. Weil ich Geschenke mag. Und das Warten darauf. Und Tannennadeln und Schnee und Weihnachtslieder und Adventskränze …«
»Jaja, schon gut«, unterbrach ihn der große Phantomio. »Jeder Geist, der etwas Besonderes werden möchte, muss erst zeigen, dass er dafür geeignet ist. Sonst haben wir am Ende lauter Poltergeister, die nicht poltern können, Flaschengeister, die aus Kaffeetassen erscheinen, Irrlichter, die den richtigen Weg anzeigen, und so weiter. Wenn du wirklich ein Weihnachtsgespenst werden möchtest, Rob …«
»Bob«, warf das kleine Gespenst ein.
»… ja, von mir aus«, fuhr der Geist aller Geister fort, »wenn du tatsächlich zur Weihnachtszeit spuken möchtest, dann tu es deinem Vorbild, dem Geist der Weihnacht, gleich: Suche dir einen geizigen und gierigen Menschen und jage ihm einen gehörigen Schrecken ein, sodass er gutherzig und großzügig wird. Dann könnte ich vielleicht darüber nachdenken, dir eine Lizenz als Weihnachtsgespenst zu erteilen. Vielleicht!«
Das kleine Nachtgespenst glühte mittlerweile orange vor Aufregung.
»Danke, Professor Phantomio! Das werde ich tun! Ich werde ihm einen Schrecken einjagen, den er sein Leben lang nicht vergisst, und dann wird sein Herz wieder gut sein und er wird jede Menge Geschenke verteilen«
»Na schön«, brummte der Geist aller Geister. »Ich weiß zwar nicht, wozu das gut sein soll, wenn die Menschen liebenswürdig und großzügig sind, aber offenbar ist das eben die Aufgabe der Weihnachtsgeister. Doch nun beeil dich! Es ist die Nacht zum ersten Advent, wenn du ein richtiges Weihnachtsgespenst werden möchtest, musst du jetzt anfangen zu spuken!«
»Ich eile! Ich fliege!«, rief das kleine Nachtgespenst und verschwand durch das Schlüsselloch. Es hinterließ bloß einen feinen Geruch nach Tannennadeln.
Der Geist aller Geister seufzte tief. »Diese jungen Geister heutzutage«, murmelte er vor sich hin. »Herumspuken, um jemanden zu einem guten Menschen zu machen? Was für eine gespenstische Idee.«
Simone Pfeffenpuhl, Lehrerin und Leiterin der Theater-AG an der Grundschule Kleine Kobolde, seufzte und pustete etwas Kreidestaub von der Liste, die vor ihr auf dem Pult lag. Wer war als Nächstes dran? Da stand es ja: Sophie. Drittes Schuljahr. Bemerkung: Besonders schüchtern. Na schön, vielleicht gab es ja eine Überraschung.
»Die Nächste bitte!«
Die Tür des Klassenzimmers öffnete sich einen kleinen Spalt.
»Bin ich das?«, wisperte ein leises Stimmchen.
»Wie heißt du denn?«
»Sophie«, flüsterte es durch die Ritze zurück.
»Ja, dann bist du dran.«
»Ach, wie schön.« Die Tür öffnete sich und ein Mädchen mit zwei vom Kopf abstehenden Zöpfen betrat das Zimmer.
»Soso«, sagte Simone Pfeffenpuhl, »du möchtest also mit uns Theater spielen?«
»Nein«, antwortete das Mädchen.
»Was, nein? Du meinst wohl Ja und hast bloß Nein gesagt.«
»Ich habe Nein gesagt, weil ich Nein gemeint habe.«
»Also, Sophie, du meldest dich hier an, aber hast gar keine Lust, Theater zu spielen …«
Sophie wurde rot bis zur Nasenspitze. »Meine Eltern wollen, dass ich hier mitmache. Ich bin nämlich sehr schüchtern und habe keine Freunde in der Schule. Wir waren deswegen sogar bei einer Ärztin, und die hat gesagt, dass Theaterspielen mir helfen könnte. Aber eigentlich habe ich gar keine Lust. Darf ich jetzt wieder gehen?«
»Mmh«, machte die Lehrerin. Sie musterte das kleine Mädchen, das vor ihrem Schreibtisch stand und schüchtern auf seine Schuhspitzen starrte. Was sollte sie mit diesem Kind bloß anfangen?
Dann hatte sie eine Idee.
