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Gemeinsam stark für gelebte Demokratie – Demokratiebildung in der Kita wirksam gestalten Unsere Zukunft braucht Kinder, die früh erfahren, dass ihre Stimme zählt und ihr Handeln etwas verändern kann. Dieses Buch zeigt Pädagog:innen, wie sie den Grundstein für eine lebendige, alltagsnahe Demokratiebildung legen können. Es lädt dazu ein, Partizipation und Mitbestimmung als festen Bestandteil frühkindlicher Bildung zu verankern – von täglichen Schlüsselsituationen über die Teamkultur bis hin zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Familien und kooperierenden Partnern im Sozialraum. Mit konkreten Impulsen, praxisnahen Methoden und fundiertem Wissen unterstützt dieses Buch dabei, demokratische Haltung nicht nur zu vermitteln, sondern aktiv vorzuleben. So entsteht ein pädagogischer Alltag, in dem Kinder echte Beteiligung erleben und demokratische Prozesse verstehen und gestalten. In diesem Buch finden Sie: - praxisorientierte Methoden zur Demokratiebildung in der Kita - Beispiele, die Mitbestimmung greifbar machen - kompaktes Wissen zu Partizipation und demokratischer Haltung - Impulse für Teamarbeit, Familienpartnerschaft und Sozialraum - Reflexionsfragen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung Schaffen wir gemeinsame Räume, in denen Demokratie von Anfang an gelebt wird – mit allen Beteiligten und für eine starke, demokratische Zukunft.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 95
Veröffentlichungsjahr: 2026
Nuran Ayten · Emel Ertem · Kathrin Fehse · Janice Fuchs · Barbara Weber-Eisenmann · Nora Imlau · Annalena Röber · Anna Grebe · Aida Suerdieck de Rodriguez · Kiran Deuretzbacher · Eva Reiter · Nathalie Klüver · Laura Henriette Grimm · Anika Osthoff · Michèle Liussi · Julia Klimczak
in Kita, Ganztag und Schule
Klett Kita GmbH
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
www.klett-kita.de
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© 2026 Klett Kita GmbH, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.
Redaktion: Julia Killeit, Franziska Martinet
Gesamtgestaltung und Satz: Sabine Hanel, Rohrdorf bei Rosenheim
Druck: Grafik Media Produktionsmanagement, Köln
Bildnachweise: © Gestaltungssaal; © ilyast – GettyImages; © paladin13 – GettyImages
ISBN (print): 978-3-96046-420-4
ISBN (E-Book): 978-3-96046-432-7
Für mehr Informationen geht's hier lang
https://t1p.de/fskin
Vorwort: Demokratie von Anfang an!
Die Bedeutung von DemokratiebildungNuran Ayten
Reflexionstool: Was braucht gute Demokratiebildung?Kathrin Fehse und Janice Fuchs
Vorurteile erkennen und reflektierenEmel Ertem
Demokratie und Antidiskriminierung lebenBarbara Weber-Eisenmann
WIR – ein Demokratie-Gedicht für KinderNora Imlau
Kinder schützen, für Kinder einstehenAnnalena Röber
Positive Glaubenssätze für eine beteiligungsfreundliche HaltungAnna Grebe
Selbstbestimmung als Grundpfeiler demokratischer BildungAida Suerdieck de Rodriguez
Diversitäts-Checkliste für Ausstattung und Spielmaterialien
Konstruktiver Umgang mit KonfliktenKiran Deuretzbacher
Kinderrechte partizipativ gestalten und umsetzenEva Reiter
Das Kinderparlament als Grundstein für DemokratieNathalie Klüver
Als Team eine Pädagogik der Zukunft gestaltenLaura Henriette Grimm
Kann ein/e Pädagog:in neutral sein?Anika Osthoff
Zusammenarbeit mit Familien ist auch DemokratiebildungMichèle Liussi
Gemeinsam wirken im SozialraumJulia Klimczak
10 Dinge, die ihr ab heute anders machen könnt
Literatur
Weiterführende Literatur
Vitae der Autorinnen
Unsere Demokratie kann nur weiterbestehen, wenn die kommende Generation sie verinnerlicht. Demokratie beginnt, wenn Kinder erleben, dass sie gehört werden, ihre Meinung zählt und sie im Alltag etwas bewirken können.
Wenn wir Kindern zeigen, wie wertvoll es ist, unterschiedlich zu sein, dass es erwünscht ist, sich einzumischen und sie laut werden dürfen, wenn Ungerechtigkeit geschieht, lernen sie, demokratisch zu handeln. Ein Kind, das früh versteht: „Nicht alle haben die gleichen Chancen – aber ich kann helfen, dass es fairer wird“, wird eine erwachsene Person, die ihre Stimme nutzt.
Wir Erwachsenen haben hier eine entscheidende Vorbildfunktion: Wir müssen Vielfalt als Chance begreifen, sie sichtbar machen und wissen, wie wir diskriminierungssensibel reagieren können.
In diesem Buch findet ihr konkrete Impulse und praktische Methoden, denn wir sollten
„DEMOKRATISCHE WERTE IN DER PRAXIS LEBEN“
Ihr erfahrt anhand von Beispielen, wie Vorurteile entlarvt, Vielfalt wertgeschätzt, Toleranz geübt, Kinderrechte gewahrt und Konflikte auf Augenhöhe gelöst werden können. Außerdem gibt es Anregungen für die Erarbeitung einer Vision im Team und eine vorurteilsbewusste Zusammenarbeit mit Familien sowie Ideen, wie Gemeinschaft durch Kooperationen im Sozialraum erlebbar wird.
Euer Engagement ist entscheidend für eine lebendige und resiliente Demokratie!
Definition
Beispiel
Methoden
Reflexionsfragen
Impuls
Nuran Ayten
Unsere Demokratie kann nur weiterbestehen, wenn die kommende Generation sie verinnerlicht. Kinder sollten deshalb tagtäglich die Möglichkeit haben, demokratische Prozesse zu erleben und mitzugestalten. Sie sollten erfahren und erleben, dass sie Rechte haben und diese geschützt werden. Und sie sollten lernen, dass sie sich einmischen dürfen und sollen, wenn Ungerechtigkeit geschieht.
Demokratiebildung ist in den letzten Jahren in der Pädagogik zunehmend in den Fokus gerückt. Dabei wird Demokratie nicht nur als Staatsform verstanden, sondern als ein gesellschaftliches Ordnungssystem, das das Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft strukturiert. Eine Gesellschaftsform, in der die „Würde des Menschen unantastbar“ ist, wie es in Artikel 1 des Grundgesetzes verankert ist.
Insbesondere das Erstarken rechtsgewandter Bewegungen – mittlerweile auch vertreten in Landes- und Bundesparlamenten – stellt eine wachsende Bedrohung demokratischer Strukturen dar. Gleichzeitig führen globale und lokale Krisen zu einer Verschärfung der Lebensbedingungen vieler Kinder und Familien sowie zu Belastungen in der Arbeit pädagogischer Fachkräfte.
Krisen führen zu neuen gesellschaftlichen Herausforderungen.
Diese Entwicklungen stellen alle Beteiligten vor neue Herausforderungen. Im öffentlichen Diskurs werden demokratische Errungenschaften zunehmend in Frage gestellt und teilweise schrittweise abgebaut.
Trotz unterschiedlicher Zugänge zur Demokratiebildung – aus Perspektive der Praxis, Politik oder Wissenschaft – herrscht Einigkeit darüber, dass demokratische Werte und Haltungen bereits im frühen Kindesalter und in institutionellen Kontexten vermittelt werden müssen.
Ein einheitliches, umfassendes Konzept der Demokratiebildung liegt bislang jedoch nicht vor, dies ist der Breite des Themas geschuldet. Vielmehr ist dieser Bildungsbereich von vielfältigen Fragmenten und einer uneinheitlichen Begriffsverwendung geprägt.
Demokratiebildung
Zentrale Bezugspunkte der Demokratiebildung sind: Inklusion, Vielfalt, Partizipation sowie Diskriminierungskritik – Begriffe, zu denen unterschiedliche Definitionen, Konzepte und theoretische Zugänge bestehen.
Neuere Programme und Praxisprojekte haben Demokratiebildung explizit zum Ziel (vgl. Eberlein, Durans & Brinbacher 2021, S. 11).
Ein Beispiel hierfür ist die „Kinderstube der Demokratie“, entwickelt vom Institut für Partizipation und Bildung (Kiel) oder die „Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung“ (VBuE), entwickelt von der damaligen Fachstelle Kinderwelten/Ista (jetzt: Institut für Diskriminierungskritische Bildung).
Die Lebensrealitäten von Kindern in der heutigen Gesellschaft sind geprägt von sozialen Ungleichheiten, Diskriminierungserfahrungen und Ausgrenzung. Kinder sind dabei unterschiedlichen Formen von Diskriminierung ausgesetzt – beispielsweise Adultismus, Rassismus, Sexismus, Klassismus, Be_Hinderung (Ableismus) oder weiteren Differenzlinien. Bildung findet somit unter strukturell ungleichen Voraussetzungen statt und reproduziert häufig bestehende Ungleichheitsverhältnisse.1
Kinder sind im politischen und gesellschaftlichen Denken kaum präsent.
In der Veröffentlichung von „Kinder – Minderheit ohne Schutz“ argumentieren El-Mafaalani, Kurtenbach & Strohmeier (2025), dass Kinder in der heutigen Gesellschaft zunehmend zu einer vernachlässigten Minderheit werden – insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Es wird ausführlich beschrieben, dass Kinder als Gruppe im politischen oder gesellschaftlichen Denken kaum präsent sind, obwohl sie von Bildungsungleichheit, Dauerkrisen und politischen Überforderungen stark betroffen sind.
Diskriminierung
Nach Gomolla besteht Diskriminierung nicht nur aus individuellen Vorurteilen, Annahmen oder Handlungen, sondern strukturiert die Gesellschaft in Bezug auf die Verteilung und Zugänge zu Ressourcen. Sie schreibt: „Diskriminierung umfasst Praktiken der Herabsetzung, Benachteiligung und Ausgrenzung von Personen oder Gruppen, durch die gesellschaftliche Ungleichheiten legitimiert und reproduziert werden.“ (Gomolla 2010, S. 73)
Diskriminierung hat tiefgreifende Auswirkungen auf Kinder: Sie kann das Selbstwertgefühl beeinträchtigen, Bildungsprozesse verhindern und die Identitätsentwicklung hemmen. Wagner betont: „Diskriminierung ist mit Bildungsbenachteiligung verwoben, auf vielfältige Weise und auf mehreren Ebenen, der strukturellen, der institutionellen und der individuellen, die sich wiederum wechselseitig beeinflussen […]“ (Wagner 2022, S. 212). Dies wird im Kita-Alltag häufig nicht bewusst wahrgenommen.
Genau hierauf sollte der Fokus der Demokratiebildung gerichtet werden. Eine Demokratie, die konstruierte Menschengruppen ausgrenzt, behindert Kinder an ihrem Recht auf Bildung, Teilhabe und Schutz vor Diskriminierung.
Der Abbau von Diskriminierung kann Kita-Teams gelingen, wenn sie sich Wissen aneignen, Bestehendes hinterfragen und die Auswirkungen von Diskriminierung in der pädagogischen Praxis reflektieren.
Der Abbau von Diskriminierung erfordert gemeinschaftliche, kontinuierliche Teamprozesse. Kita-Teams sollten sich auf einen gemeinsamen Wertekompass verständigen, der die Kinderrechte, insbesondere Beteiligung und Schutz vor Diskriminierung, sichert. Dazu gehört auch die kritische Reflexion bestehender Strukturen.
Auch wenn Konzepte wie „interkulturelle“ oder „diversitätsorientierte“ Pädagogik versuchen, Vielfalt als Ressource darzustellen, geschieht dies mitunter in normierenden und kulturalisierenden Mustern. Bildungsbenachteiligung wird somit nicht strukturell, sondern kulturell erklärt – ein Ansatz, der reale Diskriminierungserfahrungen verkennt und stereotype Zuschreibungen reproduziert.
Migrationshintergrund
Der Begriff „Migrationshintergrund“ differenziert nicht danach, unter welchen Bedingungen und aus welchen Gründen eine Familie eingewandert ist. Der Begriff aktiviert gesellschaftliche Ressentiments und trägt zur Konstruktion eines „Anderen“ bei, das oft in einem defizitorientierten Licht erscheint.
Das Phänomen des „Othering“, also die Konstruktion eines „Anderen“, ist ein machtvoller sozialer Prozess, durch den Menschen in Gruppen eingeteilt und hierarchisiert werden. Diese Prozesse sind tief in gesellschaftlichen Machtverhältnissen verankert. Rommelspacher beschreibt dies als kollektive Deutungsmuster, die soziale Ungleichheit legitimieren, nicht als bloße individuelle Vorurteile (vgl. Rommelspacher 2002, S. 72 ff.).
Othering
Othering (dt. Fremdmachen) beschreibt einen Abgrenzungsprozess, bei dem Menschen in ein „Wir“ und in „die Anderen“ eingeteilt werden. Im Gegensatz zum „Wir“ wird die vermeintliche Andersartigkeit als minderwertig und nicht zugehörig gesehen.
Pädagog:innen müssen daher ihre Praxis kontinuierlich überprüfen: Wo finden sich in Strukturen, Abläufen, Routinen und Mechanismen des „Veranderungsprozesses“? Wie werden Kinder unterschiedlich adressiert, beteiligt oder ausgeschlossen?
Das Zusammenkommen von Familien und Kindern, ohne sie zu „verandern“, kann durch vielfältige Angebote gefördert werden. „Veranderungsprozesse“ können unterbrochen werden, wenn wir aufhören, bestimmte Gruppen zu verallgemeinern. Häufig verbergen sich hinter solchen Verallgemeinerungen abwertende Narrative, in denen die betroffenen Personen nicht als individuelle Subjekte mit ihren eigenen Geschichten wahrgenommen, sondern durch Stereotype ersetzt und entmenschlicht werden. Dies passiert häufig in Sätzen wie „Das ist doch bei euch immer so.“
Ein besonders gelungenes Beispiel aus der Praxis ist – neben den bekannten Familienbüchern oder Familienwänden – das Projekt „Mein Name ist ein Geschenk!“:
„Mein Name ist ein Geschenk!“
In diesem Projekt werden Bezugspersonen eingeladen, die Geschichte hinter dem Namen ihres Kindes zu erzählen oder schriftlich festzuhalten. Dies kann an einem Familiennachmittag oder -abend stattfinden. Jedes Kind steht dabei für einen Moment im Mittelpunkt – mit seinem Namen, seiner Geschichte.
Dieses Vorgehen stärkt die Identitätsbildung und Zugehörigkeit. Gleichzeitig bietet es den Bezugspersonen einen geschützten Raum, um sich jenseits gesellschaftlicher Zuschreibungen zu begegnen, einander zuzuhören und ihre Geschichten zu teilen. Unterschiede und Differenzen werden dabei nicht ignoriert, sondern sichtbar gemacht, jedoch nicht als trennendes, sondern als verbindendes Element, das Annäherung ermöglicht.
Reflexionsfragen
Wie zeigt sich mein Demokratieverständnis in meiner Arbeit?Welche konkreten demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten bieten wir Kindern im Alltag?Sind unsere Beschwerdewege für Kinder niedrigschwellig, sprachlich zugänglich und altersgerecht gestaltet?Wie gehen wir mit den Beschwerden der Kinder um? Gehen wir auf sie ein oder stereotypisieren wir die Kinder?Wie berücksichtigen wir die unterschiedlichen Fähigkeiten der Kinder im Alltag?1Glossar zur Diversität, TU Darmstadt (https://www.tu-darmstadt.de/universitaet/diversity/glossar_diversity.de.jsp). Hier können einzelne Begriffe nachgeschaut werden.
Kathrin Fehse&Janice Fuchs
Junge Menschen wollen und können Demokratie aktiv mitgestalten. Erwachsene sind dafür verantwortlich, sie darin zu stärken. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) hat Qualitätskriterien und ein Reflexionstool entwickelt, das Pädagog:innen darin unterstützt, Demokratie erlebbar zu machen. Es enthält Praxiseinblicke und anregende Impulse für die eigene Arbeit, u. a. mit einer Materialsammlung, einer Selbsteinschätzung und aktuellen Beiträgen.
Folgende Kategorien/Kriterien werden beleuchtet:
Werte &Demokratiekompetenzen
Demokratieverständnis
Beteiligungsverständnis
Reflexionsfragen
Was kann ich von jungen Menschen lernen?Was sind für mich wichtige Kompetenzen für ein demokratisches Miteinander?Wie zeigt sich mein Demokratieverständnis in meiner Arbeit?Haltung & Rolle
Diversität &Lebensweltenorientierung
Lernkultur
Projektmanagement
Kooperationsmanagement
DEIN Kriterium für gute Demokratiebildung
Die DKJS setzt sich für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen ein und bringt dafür Akteure aus Staat, Wirtschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammen (www.dkjs.de).
Das Reflexionstool findet ihr hier: www.reflexionstooldemokratiebildung.de.
Emel Ertem
Vorurteile treten oft unbewusst und dennoch folgenreich in Erscheinung. Gerade im pädagogischen Alltag können sie Kinder und Familien verletzen oder ausschließen. Dieser Beitrag zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Vorurteile in alltäglichen Situationen wirken, welche Gedankenfallen dahinterstecken und wie Pädagog:innen diskriminierungssensibel reagieren können.
Vorurteile sind in der Regel kein Ausdruck schlechter Absichten, sondern das Ergebnis unserer Sozialisation und unbewusster Denkgewohnheiten – und eben das macht sie so wirkmächtig. Denn Vorurteile sind nicht harmlos. Sie sind Grundlage für Bewertungen, Hierarchien und Abgrenzungen und bilden den Nährboden für Diskriminierung.
