Der Frontalunterricht als Unterrichtsmethode. Theorie und Praxis - Doro Hoffmann - E-Book

Der Frontalunterricht als Unterrichtsmethode. Theorie und Praxis E-Book

Doro Hoffmann

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Pädagogik - Schulpädagogik, Note: 1,7, Universität Leipzig (Grundchulpädagogisches Institut), Veranstaltung: Konzeptionen des Unterrichts in der Grundschule, Sprache: Deutsch, Abstract: Um in meiner späteren Berufstätigkeit über eine geeignete Grundlage für den Frontalunterricht zu verfügen, werde ich in meiner Arbeit den Frontalunterricht in Theorie und Praxis beleuchten. Dabei möchte ich den Frontalunterricht prüfen, seine Vor- und Nachteile und vor allem seine optimale methodische Durchführung finden und dadurch sinnvollen und für alle Beteiligten ‚ertragreichen’ Frontalunterricht möglich machen. Im Theorieteil werde ich mich in der Hauptsache an der Darstellungslinie Hilbert Meyers in seinem Buch Unterrichtsmethoden – Band II: Praxisband2 orientieren, da ich der Meinung bin, dass er den Frontalunterricht ausführlich und anschaulich analysiert. In anderen Büchern werden zum Teil ähnliche Argumentationslinien verwendet, aber dort wird meiner Meinung nach bei Weitem nicht so klar und auch nicht so praxisorientiert wie bei Meyer gearbeitet.

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Veröffentlichungsjahr: 2005

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0. Gliederung

1. Einführung

2. Theorie

2.1. Charakterisierung

2.2. Geschichtliche Entwicklung

2.3. Gründe der Anwendung, Vor- und Nachteile

2.4. Elemente der Gestaltung

2.4.1. Umgangsformen

2.4.2. Einbezug der Schüler – Aufrufen und Drannehmen, Gesprächsführung

2.4.3. Techniken der Erschließung

2.4.4. Tafelarbeit

3. Praxis

3.1. Beobachtungskriterien

3.2. Protokoll der Stunde

3.3. Auswertung

4. Resümee

5. Literatur

 

1. Einführung

 

Frontalunterricht, bei Gudjons, Klingberg u.a. auch darbietender Unterricht genannt, soll in dieser Arbeit zum Thema ‚Unterrichtskonzeptionen’ genauer betrachtet werden. Warum habe ich mir genau diese Unterrichtsmethode gesucht, die ja nach wie vor einen schlechten Ruf hat und sowohl von Professoren und Studenten, aber auch Lehrern im Schuldienst mehr oder weniger bewusst abschätzig erwähnt und beschrieben wird?

 

Durch meine eigene Erfahrung als Schüler und auch durch die drei absolvierten Schulpraktika ist mir bewusst geworden, dass der Frontalunterricht – wie auch Meyer schreibt[1] - einen Großteil des tatsächlichen Unterrichts ausmacht. Die Gründe dafür sind sicher vielfältig. Meyer nennt einige. Zum einen wäre die Stofffülle im Unterricht zu nennen, der man nach Meinung vieler Lehrer nur durch die frontale Form des Unterrichts gerecht wird. Tatsächlich ist diese Sozialform am besten dazu geeignet, Sach-, Sinn- und Problemzusammenhänge darzustellen, die dann auch in Ergebnissicherungen und -kontrollen am leichtesten abgefragt werden können (siehe dazu auch Abschnitt 2.1.). Aber dass dadurch meist nur kurzzeitig Wissen aufgebaut wird – im Gegensatz zum verinnerlichten Lernen bei Eigenaktivität und Erschließung durch Handeln – wird erst auf den zweiten Blick klar. Zum anderen meinen viele, durch den Frontalunterricht die Kontrolle über die Schüler besser behalten zu können – was einleuchtet, denn nur in dieser Form des Unterrichts können alle Schüler jederzeit vom Lehrer im Blick behalten, ermahnt und diszipliniert werden. Die Schüler sind dabei jedoch meist nur aus Angst vor Bestrafung und durch das Bewusstsein der Kontrolle aufmerksam und diszipliniert, nicht durch eigene Einsicht. Als dritten Grund führt Meyer an, dass Frontalunterricht gut geeignet ist, Rituale im Unterricht aufzubauen. Damit wird unter anderem die Machtbalance zwischen Lehrern und Schülern gesichert. Außerdem wissen durch die Rituale Schüler wie Lehrer, woran sie sind – welche Verhaltensweisen erwartet werden bzw. zu erwarten sind, welche Konsequenzen auf welches Handeln folgen usw. Das vereinfacht und verkürzt an vielen Stellen den Unterricht und die sozialen Interaktionen, führt aber auch dazu, dass Interessen, Phantasien und motorische Bedürfnisse sowie vorhandene Potentiale kanalisiert und unterdrückt werden, wie Meyer es ausdrückt.