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Der kleine honiggelbe Bär und das türkisblaue Luftpferdchen reisen durch das Universum. Sie müssen spannende Abenteuer bestehen und treffen viele neue Freunde und seltsame Gesellen. Der kleine honiggelbe Bär lebt auf der blauen Erde. Mit seinem Freund dem türkisblauen Luftpferdchen bezwingt er in alter Märchenmanier seine eigenen Ängste, indem er sie durchschreitet. Er lebt in einer Welt, in der die Hoffnung nicht verloren ist. Wer beherzt das Abenteuer Leben beschreitet und Freunde an seiner Seite hat, wird seine Lebensfreude niemals verlieren. Kinder haben viele Ängste. Der kleine honiggelbe Bär und das türkisblaue Luftpferdchen gehen direkt darauf ein. Sie weinen, lachen und geben auch in den schwierigsten Situationen nicht auf. Kinder fühlen sich oft zu klein für diese Welt. Der kleine Bär und das Luftpferdchen geben Kindern Mut, sich den Problemen des Lebens zu stellen. So wird aus dem kleinen "knallgelben" Bären, der von sich denkt, er sei ein Problembär – ein selbstbewusster honiggelber Bär – der sich in seinem Fell "bärig" wohl fühlt. Für Kinder ab 4 Jahre - Dieses Buch wurde mit viel Liebe in der "Phantasieküche" der Autorin gekocht & mit wunderschönen, vierfarbigen Illustrationen von Corinna Beurenmeister "gewürzt";
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Seitenzahl: 36
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Irene-Maria Seimann
Der honiggelbe Bär
Die Reise zum Planeten der Liebe
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Der honiggelbe Bär
Die abenteuerliche Reise zum Planeten der Liebe
Herr Sonne und Frau Mond
Gruselmilchstraßen und schwarze Löcher
Die Milchstraßen-Straßenbahn
Der Edelsteinfunkelplanet
Ein Kobold in höchster Not, ein garstiger Hase und der freundliche Andromedahaufen
Der gelbe Planet der Liebe
Impressum neobooks
Irene-Maria Seimann
Illustrationen von Corina Beurenmeister
ES WAR EINMAL ein kleines Häuschen. Es stand am Waldrand, und bunte Wiesenblumen wuchsen rundherum. In diesem Haus wohnte eine glückliche Bärenfamilie.
Eines Tages sagte Mama Bär zu ihrem Sohn: „Aufstehen, kleiner Brummbär! Die Schule fängt bald an.“
Aus dem Bett schauten nur zwei gelbe Ohren zwischen der Decke und dem Polster hervor. Ein dünnes Stimmchen wimmerte: „Ich habe Bauchschmerzen! Ich kann nicht aufstehen“! Mama Bär zog die Bettdecke zurück und legte ihre Tatze auf die Stirn des kleinen Bären. „ Mmmh, Dr. Fühldichgutbär müssen wir nicht rufen. Bleib heute im Bett und schlaf dich gesund.“ Der Kleine atmete erleichtert auf. Mama Bär gab ihrem Sohn einen dicken Kuss und ging in das Dorf, um Kamillentee zu kaufen.
„Puh, das war knapp!“, dachte der kleine gelbe Bär. „Gott sei Dank“, Mama Bär hatte seinen Schwindel nicht bemerkt. Er wollte nicht zur Schule gehen, und das hatte einen bestimmten Grund: Unser Bärenkind war anders als seine Schulkameraden. Er unterschied sich überhaupt von allen übrigen Bären, denn der kleine Bär war gelb. Seiner Meinung nach KNALLGELB! Alle anderen Bären waren braun, hellbraun, dunkelbraun, rostbraun, kastanienbraun, braunbärbraun, brummbärbraun, bärlibärbraun, gummibärbraun, schwarzbraun oder haselnussbraun. Nur nicht gelb.
Mama und Papa Bär hatten ebenfalls ein braunes Fell.
Jeden Tag wurde das kleine Bärenkind von seinen Mitschülern verspottet. Das machte ihn sehr traurig und manchmal hatte der gelbe Bär Angst. Er kam sich vor, als wäre er der größte Problembär aller Zeiten, denn er fühlte sich in seinem eigenen Fell nicht wohl.
Mit der Zeit wurde es im Bett langweilig. Unser kleiner Freund wollte unbedingt erkunden, warum gerade er das Pech hatte, gelb zu sein. Vor allem wollte er jemanden finden, der mit einem kräftigen Abrakadabra sein ekelhaftes, KNALLGELBES Fell in ein wunderschönes Braunbärfell verzaubern könnte. Er wollte kein Problembär mehr sein.
Also schlich sich das Bärenkind aus dem Häuschen und ging in den tiefen Wald. Der kleine Geselle hatte ein großes Geheimnis! Er kam zu einer Höhle, stellte sich vor den Eingang und pfiff einige Male. Vorerst passierte nichts. Dann ein Poltern, ein starker Luftzug, und sein bester Freund stand strahlend vor ihm: Es war ein türkisblaues Luftpferdchen!
Du fragst Dich, wie ein Luftpferdchen aussieht?
Du kennst doch sicher Seepferdchen? Nun, genauso sieht ein Luftpferdchen aus, nur dass es fliegen kann und nicht im Wasser lebt. Außerdem kann es nicht sprechen, aber das war nicht weiter schlimm. Unsere Freunde verstanden sich auch ohne Worte.
Der kleine gelbe Bär setzte sich auf den Rücken des Pferdchens und schnalzte dreimal mit der Zunge. Daraufhin hob das Luftpferdchen vom Waldboden ab und flog immer höher zum Himmel hinauf.
„Bitte, lass uns zu Frau Sonne fliegen, sie ist gelb, vielleicht erklärt mir die gute Frau, warum gerade ich KNALLGELB sein muss“. Und so flogen sie höher und höher, und bald sahen die Häuser klein wie Stecknadelköpfe aus.
Es war eine lange, beschwerliche Reise, und je näher sie der Sonne kamen, umso heißer wurde es.
Endlich am Ziel angekommen, begrüßte der kleine Bär den großen, gelben Stern. „Grüß Gott, Frau Sonne, würden Sie mir bitte helfen?“
„Wie kommst du darauf, mich Frau Sonne zu nennen?“, brummte der helle, heiße Stern grimmig. Der kleine Bär erschrak. Niemals hätte der gedacht, dass diese helle, schöne Sonne mit einer derart dunklen, tiefen Stimme sprechen würde. „Mein Name ist Herr Sonne, Graf von Sonnenstrahl, merk dir das!“, brummte die große, gelbe Kugel. „Weshalb störst du meine Ruhe?“
Der kleine Bär antwortete mit schüchterner Stimme: „Ich bin als einziger Bär der Welt KNALLGELB. Alle lachen mich aus“. „Was habe ich damit zu tun?“, brummte der Graf von Sonnenstrahl.
