Der kleine Affel Knufftuff - Florian Sperber - E-Book

Der kleine Affel Knufftuff E-Book

Florian Sperber

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Beschreibung

Der kleine, freche und doch so liebenswürdige Affel Knufftuff erlebt mit den Kindern kleine und witzige Abenteuer. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Fantasie und Realität, denn der kleine Affel Knufftuff gehört schlicht und einfach zur Familie und mischt diese ordentlich auf. Doch am Ende eines jeden Tages ist alles wieder vergeben und verziehen und nicht nur der kleine "Rabaukenaffel" sondern oftmals auch alle anderen Beteiligten haben dabei eine wichtige Lektion gelernt. Die immer wiederkehrende Interaktion zwischen Erzähler und Kind bildet einen festen Rahmen dieser Gute-Nacht-Geschichten und wird schnell zum Gute-Nacht-Ritual. Zudem laden die vielen Wortspiele und umgedichteten Lieder der einzelnen Geschichten zum eigenen aktiven Spiel mit der Sprache ein und machen einfach großen Spaß. Kapitel 1: Knufftuff findet ein Zuhause Kapitel 2: Knufftuff wartet auf das Baby Kapitel 3: Knufftuff geht einkaufen Kapitel 4: Knufftuff will waschen Kapitel 5: Knufftuff im Zoo Kapitel 6: Knufftuff im Kindergarten Kapitel 7: Knufftuff und der Trotzfrosch Kapitel 8: Knufftuff und der Wackelzahn

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Seitenzahl: 96

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Der kleine Affel Knufftuff

TitelseiteDanksagungDie CharaktereDie Affelmusik1: Knufftuff findet ein Zuhause2: Knufftuff wartet auf das Baby3: Knufftuff geht einkaufen4: Knufftuff will waschen5: Knufftuff im Zoo6: Knufftuff im Kindergarten7: Knufftuff und der Trotzfrosch8: Knufftuff und der WackelzahnEndeImpressum

Dieses Buch kann auch personalisiert werden. Besuchen Sie dafür den kleinen Affel Knufftuff im Internet:

www.knufftuff.de

Danksagung

An meine geliebte Ehefrau Die mich unermüdlich unterstützt hat, während ich an diesem Buch schrieb und es mit jeder Menge Kreativität und Wortwitz gefüllt hat.

An meinen liebevollen Ehemann Der die Kinder und mich mit den schönsten Geschichten verzaubern konnte und mich so einfühlsam ermutigt hat, an diesem großartigen Projekt teilzuhaben.

An unsere tollen Kinder Die jede einzelne Geschichte in diesem Buch inspiriert und (fast) immer gespannt zugehört haben.

An Dijana Devic Deren unglaubliche Kreativität in alle Illustrationen geflossen ist und ohne die dieses Buch nicht annähernd so schön wäre.

Die Hauptpersonen

Lara

ist die Älteste und demnach auch die Vernünftigste in der Familie - naja, außer Mama und Papa schauen gerade weg. Sie ist ein stets gut gelaunter Schlafmuffel - eine Früheule sozusagen, also Frühaufsteher und Nachteule zugleich. Sie ist Rekordhalterin im Löcher-in-den-Bauch-Fragen und zudem absolute Kitzelkönigin: gegen sie hat nicht einmal Papa eine Chance. Ach, und ihr Lieblingsgericht ist übrigens Ketchup und Mayo mit ein paar Pommes - oder Vanilleeis mit Streuseln natürlich.

Dominik

ist der kleine Bruder - naja, eigentlich ist er ja fast schon mittelgroß. Er ist ein richtiger Rabauke und wenn es etwas anzustellen gibt, ist er immer dabei. Er ist besonders begabt im Räuberhöhlebauen, im Löwengebrüllimitieren und im Matratzentrampolinhüpfen. Er kann auch klettern wie ein Weltmeister, was ihm bei Omas Kirschbaumernte besonders nützlich ist. Ach, und als überzeugter Tierfreund ist es ihm übrigens ein großes Anliegen, alle Regenwürmer vor dem Ertrinken zu retten.

Der kleine Babybruder Julian

ist zu Beginn unserer Geschichte noch gar nicht auf der Welt. Aber schon bald wird er allen in der Familie den Kopf verdrehen mit seinem niedlichen Babygegurgel und -gegluckse. Er wird gleichzeitig an beiden großen Zehen lutschen können und dabei auch noch süß aussehen. Er wird der Einzige in der Familie sein, der für ein Bäuerchen auch noch gelobt wird - auch wenn es eher ein ausgewachsener Bauer ist. Kurz, er wird das bezauberndste Baby der Welt sein.

Der kleine Affel Knufftuff

ist kein gewöhnlicher Affel - und ein Affe ist er schon zweimal nicht! Er ist ein kunterbunter, quatschikopfiger Zappelaffel, Lauseaffel, Ausreißeraffel, Wirbelwindaffel, Rabaukenaffel, Giraffel, ... Moment, halt! Ein Giraffel ist er nicht. Aber dafür ein Musikantenaffel, Chefkochaffel, Zwickaffel, Frechdachsaffel, Wackeldackelaffel. Ui, das ist ja ganz schön viel und sicherlich habe ich da noch einiges vergessen. Aber sobald du das Buch gelesen hast, fallen dir bestimmt noch mehr Spitznamen für den kleinen Knufftuff ein ...

Hallo du da, hier spielt die Affelmusik!

Ach, unser kleiner Affel Knufftuff, er sieht doch auch wirklich aus wie ein großartiger Künstler, findest du nicht auch?!

Er hat den Rhythmus einfach im Blut: Er ist Liedermacher, Sänger und Tänzer zugleich. Er hätte wirklich das Zeug zu einem weltbekannten Superstar! Alles, was ihm fehlt ist nur noch ... naja, Talent ... und Glück ... oder beides! Na egal, Hauptsache es macht Spaß!

Wenn du also auch Lust hast, mit dem kleinen Affel lautstark mitzusingen, die Noten aber nicht kennst, dann gibt es hier für dich den Geheimtipp: Der kleine Knufftuff hat seine Lieder auf die Melodien der folgenden bekannten Kinderlieder gedichtet. Und die kennst du bestimmt!

Tuff, tuff, tuff die Eisenbahn

Ein Männlein steht im Walde

Die Affen rasen durch den Wald

Zeigt her eure Füße

Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann

Old MacDonald had a farm

Im Kindergarten

ABC, die Katze lief im Schnee

Ach wie gut, dass niemand weiß (Rumpelstilzchen)

Schnappi, das kleine Krokodil

Zehn kleine Zappelmänner

Hallo du! Liegst du schon im Bett?

Ja?

Toll, dann können wir gleich loslegen mit der Geschichte vom kleinen Affel Knufftuff.

Nein?

Na jetzt aber los. Hopp, rein ins Bett und unter die Decke geschlüpft. Unser kleiner Affel Knufftuff ist schon ganz ungeduldig.

Du bist sicher schon ganz neugierig und willst endlich wissen, wer dieser Affel Knufftuff eigentlich ist, oder? Also, Knufftuff ist ein kleiner, lustiger, frecher, bunter … Halt! Einen Moment noch …

Vorher muss ich dir doch erst von Lara und Dominik erzählen! Die beiden Geschwisterkinder haben ordentlich Flausen im Kopf und sind unzertrennlich — auch wenn es mal einen kleinen Streit gibt.

In Mamas dickem Bauch hat sich noch ein Baby versteckt. Bis das aber auf die Welt kommt, dauert es noch eine Weile. Du kannst dir aber sicher vorstellen, dass alle schon ganz ungeduldig auf das Baby warten. Vor allem Lara hat schon große Pläne mit ihrem kleinen Babybruder.

Lara, Dominik, Mama und Papa leben in einer kleinen Stadt irgendwo hier in der Nähe. Vielleicht kennst du diese Stadt ja. Sie liegt an einem Fluss, und zwar dort, wo sich eigentlich Fuchs und Gans gute Nacht sagen würden, wenn es nicht so viele Stechmücken gäbe. So bleiben Fuchs und Gans jedoch lieber zu Hause, wenn es Abend wird.

Mama und Papa müssen beide arbeiten und immer früh aus dem Haus. Das macht aber nichts, denn Lara und Dominik gehen begeistert in den Kindergarten und nachmittags, wenn Not am Mann ist, kommen Oma und Opa mit dem Fahrrad vorbei, um auf sie aufzupassen.

Naja, Opa kommt mit dem Fahrrad. Oma fährt meistens mit dem Auto. Dann sagt sie immer, dass sie noch einkaufen müsse oder spät dran wäre oder so ähnlich. «Mein Sportmuffelchen …», seufzt Opa dann nur, schaut Oma dabei liebevoll an und bringt somit alle stets zum Lachen.

Wie in jeder normalen Familie herrscht auch hier morgens immer ordentlicher Aufsteh-, Anzieh- und Frühstückstrubel. Gestern früh ist aber etwas Besonderes passiert: Stell dir vor, Lara ist gerade mit dem Frühstück fertig, als etwas an der Terrassentür vorbeihuscht. Schnell hüpft Lara von ihrem Stuhl und drückt sich die Nase an der Scheibe platt. Und tatsächlich: Da sitzt doch etwas auf der Schaukel und winkt ihr frech zu!

Es sieht fast so aus wie ein kleiner Affe, nur dass das Fell ganz bunt ist. Auf dem dicken Bauch hat es einen großen knallgrünen, kreisrunden Fleck. Drum herum ist das Fell braun, wie auch auf dem Rücken. Der linke Arm aber ist blau und der rechte Arm wieder grün. Das rechte Bein ist rot und der Fuß dazu schon wieder grün. Dafür ist aber der linke Fuß blau und, wer hätte es anders gedacht, das linke Bein — natürlich grün. Der Kopf ist wieder braun und die Nase strahlend weiß.

Wow, das war jetzt aber ganz schön kompliziert, oder? Ich habe schon einen richtig bunten Farbknoten in meinem Kopf. Du auch?

Das Tier draußen auf der Schaukel grinst Lara jedenfalls fröhlich an und winkt mit der kleinen grünen Hand. Lara ist sprachlos.

«Papa?! Was ist das für ein Tier?», fragt sie und schaut zu Papa. Aber Papa hört mal wieder nicht. Er ist gerade mit Dominik beschäftigt und wäscht sein Gesicht ab, das voller Haferflocken- und Bananenmatsche ist.

«Papaaaa! Papaaaa! Papaaaa!», ruft Lara so lange, bis Papa endlich den Kopf dreht, eine Augenbraue hochzieht und fragt: «Ja, Schatz?»

«Was — ist — das — für — ein — Tier?», wiederholt sie mit Nachdruck.

«Welches Tier denn?», fragt Papa nur verwirrt zurück und sein Blick folgt dabei dem ungeduldig zappelnden Zeigefinger seiner großen Tochter nach draußen in den Garten. «Also ich kann nichts erkennen. Tut mir leid.»

Oh nein, Papa hat recht! Das Tier ist verschwunden! Ratlos schaut sich Lara um und versucht das Tier wiederzufinden. Aber so sehr sie auch sucht, sie kann es nicht entdecken. Traurig zieht sich Lara die Jacke an, um mit Dominik in den Kindergarten zu gehen, denn sie sind, laut Papa, schon «echt spät dran» und müssen «wirklich flotte Karotte» machen.

Aber schon nach dem Kindergarten, als die Kinder von Oma abgeholt werden, sieht Lara dieses bunte, affenähnliche Tier tatsächlich wieder.

Es hüpft auf dem Spielplatz neben dem Kindergarten herum und klettert gerade auf das Dach der großen Lokomotive, die fast genauso bunt ist, wie das Tier selbst. Lara zieht aufgeregt an Omas Jacke und ruft immer wieder: «Ich will auf den Spielplatz, bitteeeee!»

Und wie Omas so sind, nickt diese zustimmend und setzt ein warmes Omalächeln auf. Lara rennt also los zur Spielplatzlokomotive und schaut unsicher zu dem Tier hoch. Es ist eigentlich nur ein Tierchen, denn groß ist es wirklich nicht. Eher so groß wie ein Kuscheltier.

«Halli, hallo, hallöchen! Komm her und spitz dein Öhrchen!», hört Lara das Tierchen kichern. Und dann fängt es sogar laut zu singen an:

«Tuff, knuff, tuff, die Eisenbahn, wer will mit dem Affel fahr'n? Alleine fahren mag ich nicht, drum nehm' ich mir die … — Ähm, Moment mal, wen nehme ich mit? Ich bin der Affel Knufftuff. Und du? Wer bist du?»

Die Stimme klingt hoch und piepsig. Lara antwortet nicht und macht vorsichtshalber einen Schritt zurück. Das bunte, zappelnde Etwas, das ganz wirr dahinquasselt, ist ihr nun doch ein kleines bisschen unheimlich.

«Hey, du Quatschikopf!», quiekt das Tierchen und singt dann weiter: «Quatschikopf, Quatschikopf, hast ’nen großen Blumentopf!»

Na, das ergibt ja gar keinen Sinn. Was meint dieses komische Wesen wohl? «Was denn für ein Blumentopf?», fragt Lara verwirrt und schaut sicherheitshalber noch mal an sich herunter.

Doch anstatt zu antworten, hüpft das Wesen vom Dach der Lokomotive und landet zielsicher direkt vor ihren Füßen.

«Sag mal, wie heißt du denn nun?», fragt das bunte Zappeltierchen, das sich eben selbst Knufftuff genannt hat, und schaut dabei erwartungsvoll zu Lara hoch.

«Ich bin … Lara», antwortet Lara etwas zögernd.

Daraufhin hüpft Knufftuff mit einem Satz an dem Mädchen hoch und klammert sich an ihren Schultern fest. «Darf ich dein Freund sein?», fragt er die völlig verblüffte Lara und gibt ihr einen dicken Schmatzer auf die Backe. Da wird diese ganz rot und kann nur noch verlegen nicken.

Knufftuff quietscht laut auf vor Vergnügen und ruft: «Na dann los! Fangen spielen, Fangen spielen! Wer als Erster an der Rutsche ist, hat gewonnen!» Dabei macht er einen riesigen Satz von ihrer Schulter, schlägt zwei Purzelbäume und düst turboschnell zur Rutsche.

Lara steht einfach nur mit offenem Mund da und schaut dem kleinen Flitzeaffel ungläubig hinterher. Dann aber schüttelt sie sich kurz und ruft etwas vorwurfsvoll: «Hey, kleiner Knufftuff, das gilt nicht! Ich war noch nicht bereit!» Denn das ging ihr eben alles nun wirklich etwas zu schnell.

«Na gut», nickt der kleine Affel, «Entschuldigung!» Er rennt zurück zu ihr und zieht sie am Hosenbein hinter sich her zur Rutsche.

«Komm, dann lass uns die Rutsche verkehrt herum hochklettern!», fordert der kleine Knufftuff Lara mit einem schelmischen Grinsen auf. Und schon ist er hochgeflitzt, wartet oben auf Lara, um dort seiner neuen Freundin wieder auf den Arm zu hüpfen und sie fest zu drücken.

Schön fühlt sich das an, so kuschelig, findet Lara. Doch plötzlich löst sich das Mädchen aus der Umarmung und schaut dem kleinen Knufftuff tief in die Augen: «Du, sag mal … Eines musst du mir aber noch verraten: Was genau ist eigentlich ein Affel?»

Knufftuff kratzt sich hinterm linken Öhrchen und überlegt kurz. Mit so einer Frage hat er wahrhaftig nicht gerechnet.

«Na, ich!», antwortet er schließlich. «Ich bin ein Affel, das siehst du doch!»

Ähm, also eine ausführliche Erklärung war das wohl eben nicht gerade. Aber Lara scheint dies als Antwort zu genügen, denn sie drückt den kleinen Affel wieder an sich und freut sich, einen neuen Freund zu haben.

Nun kommt Dominik die Rutsche hochgeklettert, denn was seine Schwester kann, das kann er schon lange, denkt er sich.

Oben angekommen starrt er mit offenem Mund auf den kleinen Affel, mustert ihn von oben bis unten und wieder von unten bis oben und staunt schließlich voller Bewunderung: «Mensch, der ist ja knuffig!»

«Na hör mal, du alter Quatschikopf!», empört sich Knufftuff sogleich. «Also erstens bin ich kein Mensch sondern ein Affel und zweitens bin ich nicht knuffig sondern allenfalls knufftuffig!»

«Oh, Tschuldi!» entschuldigt sich Dominik ganz verwirrt. «Ich meinte ja nur, ...» versucht er sich noch zu erklären, bevor der kleine Affel plötzlich breit grinsend an ihm hochspringt und auch ihm einen dicken Schmatzer auf die Backe gibt.

«Ätsch, schon längst vergeben und verziehen!» kichert das bunte Tierchen. «Wollen wir auch Freunde sein?»