Der kleine Prinz - Antoine de Saint-Exupéry - E-Book + Hörbuch

Der kleine Prinz Hörbuch

Antoine de Saint-Exupéry

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Beschreibung

Königs Erläuterungen: Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben Das spart dir lästiges Recherchieren und kostet weniger Zeit zur Vorbereitung. In einem Band bieten dir die neuen Königs Erläuterungen ALLES, was du zur Vorbereitung auf Referat, Klausur, Abitur oder Matura benötigst. Alle wichtigen Infos zur Interpretation. - von der ausführlichen Inhaltsangabe über Infos zu Leben und Werk bis zu Stil und Sprache u. v. m. - plus 4 Abituraufgaben mit Musterlösungen und 2 weitere zum kostenlosen Download . findest du kurz und knapp aber auch ausführlich - Die Schnellübersicht fasst alle wesentlichen Infos zu Werk und Autor zusammen. - Die Kapitelzusammenfassungen zeigen dir das Wichtigste eines Kapitels im Überblick ideal auch zum Wiederholen. - Das Stichwortregister ermöglicht dir schnelles Finden wichtiger Textstellen. . und klar strukturiert - Ein zweifarbiges Layout hilft dir Wesentliches einfacher und schneller zu erfassen. - Die Randspalte mit Schlüsselbegriffen gibt dir bessere Orientierung beim Suchen wichtiger Textstellen. - Klar strukturierte Schaubilder zeigen dir wichtige Sachverhalte auf einen Blick. . mit weiteren extra Abituraufgaben und vielen zusätzlichen Infos zum kostenlosen Download.

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Zeit:1 Std. 46 min

Sprecher:August Zirner

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KÖNIGS ERLÄUTERUNGEN

Band 378

Textanalyse und Interpretation zu

Antoine de Saint-Exupéry

DER KLEINE PRINZ

Von Walburga Freund-Spork

Alle erforderlichen Infos für Abitur, Matura, Klausur und Referat plus Musteraufgaben mit Lösungsansätzen

Zitierte Ausgabe: Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz. Mit Zeichnungen des Verfassers. Ins Deutsche übertragen von Grete und Josef Leitgeb. Düsseldorf: Karl Rauch Verlag, 68. Aufl. 2012.  Über die Autorin dieser Erläuterung: Walburga Freund-Spork, Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Münster. Realschullehrerin, Fachleiterin für das Fach Deutsch Sekundarstufe I, Mitautorin des Lehrplans Deutsch für die Sekundarstufe I (NRW), Referentin für Fort- und Weiterbildung bei der Bezirksregierung Detmold, stellv. Seminarleiterin am Studienseminar Sek. I in Paderborn. In den Zeitschriften Diskussion Deutsch, Praxis Deutsch, Blätter für den Deutschlehrer und Literatur für Leser hat sie literaturdidaktische Beiträge vorgelegt. Literaturwissenschaftliche Untersuchungen zu Heinrich Heine, zu Novellen und Romanen der Gegenwart sowie zur modernen Essayistik sind von ihr in den Universitäts-Taschenbüchern und in den Grabbe-Jahrbüchern erschienen. Walburga Freund-Spork ist Autorin von Interpretationen und Lernhilfen namhafter Verlage.

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 52 a UrhG: Die öffentliche Zugänglichmachung eines für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmten Werkes ist stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig.

1. Auflage 2013

ISBN: 978-3-8044-6996-9

© 2002, 2013 by C. Bange Verlag, 96142 Hollfeld Alle Rechte vorbehalten! Titelabbildung: Szene aus The Little Prince (US. 1974) mit Richard Kiley als Pilot und Steven Warner als Prinz © Cinetext Bildarchiv

Hinweise zur Bedienung

Inhaltsverzeichnis Das Inhaltsverzeichnis ist vollständig mit dem Inhalt dieses Buches verknüpft. Tippen Sie auf einen Eintrag und Sie gelangen zum entsprechenden Inhalt.

Fußnoten Fußnoten sind im Text in eckigen Klammern mit fortlaufender Nummerierung angegeben. Tippen Sie auf eine Fußnote und Sie gelangen zum entsprechenden Fußnotentext. Tippen Sie im aufgerufenen Fußnotentext auf die Ziffer zu Beginn der Zeile, und Sie gelangen wieder zum Ursprung. Sie können auch die Rücksprungfunktion Ihres ePub-Readers verwenden (sofern verfügbar).

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Verknüpfungen zu den Online-Aufgaben Im Abschnitt 6 „Prüfungsaufgaben“ finden Sie einen Hinweis zu zwei kostenlosen zusätzlichen Aufgaben. Diese Aufgaben können über die Webseite des Verlages aufgerufen werden. Tippen Sie auf die Verknüpfung und Sie werden direkt zu den Online-Aufgaben geführt. Dazu wird in den Web-Browser Ihres ePub-Readers gewechselt – sofern Ihr ePub-Reader eine Verbindung zum Internet unterstützt und über einen Web-Browser verfügt.

Verknüpfungen zu Inhalten aus dem Internet Verknüpfungen zu Inhalten aus dem Internet werden durch eine Webadresse gekennzeichnet, z.B. www.wikipedia.de. Tippen Sie auf die Webadresse und Sie werden direkt zu der Internetseite geführt. Dazu wird in den Web-Browser Ihres ePub-Readers gewechselt – sofern Ihr ePub-Reader eine Verbindung zum Internet unterstützt und über einen Web-Browser verfügt.  Hinweis:

INHALT

1. Das Wichtigste auf einen Blick – Schnellübersicht

2. Antoine de Saint-Exupéry: Leben und Werk

2.1 Biografie

2.2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund

Ein Pionier der Luftfahrt

Der Erste Weltkrieg

Frankreich zwischen den Kriegen

Frankreich und der Zweite Weltkrieg

2.3 Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken

3. Textanalyse und -Interpretation

3.1 Entstehung und Quellen

3.2 Inhaltsangabe

I

II

III–IX

X

XI

XII

XIII

XIV

XV

XVI–XVII

XVIII–XX

XXI

XXII

XXIII–XXV

XXVI

XXVII

3.3 Aufbau

Schematische Darstellung

Kommentar

Zur Gattung

3.4 Personenkonstellation und Charakteristiken

Die Typen im Kleinen Prinzen

Charaktere und Beziehungen

3.5 Sachliche und sprachliche Erläuterungen

3.6 Stil und Sprache

3.7 Interpretationsansätze

4. Rezeptionsgeschichte

5. Materialien

Der kleine Prinz als Märchen

Späte Einsicht eines amerikanischen Kritikers

Tiefenpsychologische Deutung (Drewermann)

6. Prüfungsaufgaben mit Musterlösungen

Aufgabe 1 *

Aufgabe 2 **

Aufgabe 3 ***

Aufgabe 4 **

Literatur

Zitierte Ausgabe

Textausgaben

Nachschlagewerke

Biografien

Sekundärliteratur

Internet-Adressen (Stand: Februar 2013)

1.Das Wichtigste auf einen Blick – Schnellübersicht

Damit sich jeder Leser im vorliegenden Band rasch zurechtfindet und das für ihn Interessante gleich entdeckt, hier eine Übersicht:

Im 2. Kapitel wird Antoine de Saint-Exupérys Leben beschrieben und der zeitgeschichtliche Hintergrund dargestellt. Dabei wird besonders abgehoben auf die Pionierleistung des Autors in der Fliegerei, die den Hintergrund abgibt für sein literarisches Werk:

Antoine de Saint-Exupéry lebt von 1900 bis 1944. 1921 entdeckt er während des Militärdienstes seine Leidenschaft für das Fliegen und arbeitet zeitweise als Fluglehrer, Post- und Testpilot. Er überlebt mehrere Flugzeugabstürze.

1939 Einberufung zur französischen Luftabwehr. 1944 Aufklärungsflüge über dem Mittelmeer, galt seit seinem Start zu einem Flug Richtung Grenoble am 31. Juli als verschollen. Wie man heute vermutet, wurde er von einem deutschen Jagdflieger abgeschossen; das Flugzeugwrack wurde 2003 vor Marseille geborgen. (Bereits 1998 fand ein Marseiller Fischer das Silberarmband von Saint-Exupéry.)

Antoine de Saint-Exupéry hielt seine Flugerlebnisse in Romanen und Essays fest: Südkurier (1928), Nachtflug (1930) und Wind, Sand und Sterne (1939) zeugen davon. Sein berühmtestes Buch, das Kunstmärchen Der kleine Prinz (1943), wird von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gelesen und hoch geschätzt.

Im 3. Kapitel bieten wir eine Textanalyse und -interpretation:

Der kleine Prinz – Entstehung und Quellen:

Nachdem die Gestalt des kleinen Prinzen jahrelang Gegenstand zeichnerischer Beschäftigung von Saint-Exupéry gewesen war, schlug ihm sein amerikanischer Verleger Curtice Hitchcock vor, die Zeichnungen zum Ausgangspunkt für ein Kinderbuch zu machen. Das Buch entstand im Sommer 1942 und erschien im Frühjahr 1943 in New York, wo der Autor zu dieser Zeit im Exil lebte. Direkte Quellen lassen sich nicht ausmachen. Die glückliche Kindheit des Autors im Schloss Saint-Maurice-de-Rémens hat darin ihren Niederschlag gefunden.

Inhalt:

Während einer Flugzeugpanne in der Sahara begegnet der Ich-Erzähler dem kleinen Prinzen, der ihn bittet, ihm ein Schaf für seinen Heimatasteroiden zu zeichnen. Der kleine Prinz hat eine lange Reise über sechs andere Asteroiden hinter sich. Den Erzählungen des kleinen Prinzen entnimmt der Ich-Erzähler, dass er auf seinem Planeten eine Rose, für die er sich verantwortlich fühlt und die er liebt, zurückgelassen und dass er seltsame Erfahrungen mit den Bewohnern anderer Asteroiden gemacht hat. Auch auf der Erde sucht er nach deren Bewohnern, um sie kennenzulernen, doch erscheinen ihm die Menschen ebenfalls unverständlich. Eine Schlange bietet ihm eine Möglichkeit zur Rückkehr auf seinen Asteroiden an, und ein Fuchs zeigt dem kleinen Prinzen, was es heißt, Freundschaft zu schließen. Auch dem Ich-Erzähler, der verzweifelt an der Reparatur seines Flugzeugs arbeitet, bringt der kleine Prinz Vertrauen entgegen. Mit ihm macht er sich auf die Suche nach einem Brunnen in der Wüste. Die Suche ist erfolgreich: Nach erfrischendem Trunk von dem köstlichen Wasser aus einem Wüstenbrunnen verabreden sich beide zu einem Wiedersehen an gleicher Stelle. Der Erzähler ahnt aber, dass der kleine Prinz heimkehren will. Er begleitet seinen kleinen Freund auf seinem letzten Weg zur Schlange. Was ihm bleibt, ist die sehnsüchtige Betrachtung des Sternenhimmels und die Gewissheit, dass irgendwo dort der Asteroid des kleinen Prinzen leuchtet.

Chronologie und Schauplätze:

Der kleine Prinz verlässt seinen Asteroiden, auf dem er zusammen mit seiner Rose gelebt hat. Auf seiner Reise über sechs weitere Planeten lernt er deren Bewohner und ihre wunderlichen Beschäftigungen kennen, ehe er auf der Erde, der siebten Station seiner Reise, ankommt. Der Ich-Erzähler, der die Geschichte des kleinen Prinzen sechs Jahre nach der Begegnung in der Wüste aufgezeichnet hat, glaubt, dass der Prinz von dort mit Hilfe einer Schlange auf seinen Heimatasteroiden zu seiner Rose zurückgekehrt ist. Schauplätze sind der Asteroid B 612, des Prinzen Heimat, sechs benachbarte Asteroiden und die irdische Sahara.

Personen:

Die Bewohner der vom Prinzen besuchten sechs Nachbarasteroiden – der König, der Eitle, der Säufer, der Geschäftsmann, der Laternenanzünder und der Geograf – zeichnen sich durch Typenhaftigkeit aus, im Unterschied zu entwicklungs- und lernfähigen Charakteren wie dem Prinzen, dem Ich-Erzähler oder dem Fuchs.

Hauptpersonen sind der Ich-Erzähler und der kleine Prinz. Ihnen gemeinsam ist die Erinnerung an die Kindheit und die Bewahrung eines kindlich-magischen Blickes auf die Wirklichkeit, die Bewunderung der Schönheit der Wüste und des Himmels. Wertvolle Unterstützung erfährt der kleine Prinz auf der Erde durch helfende Tiere: dem Fuchs und der Schlange.

Stil und Sprache:

Der durchgängig präsente Ich-Erzähler schließt mit Wir-Formeln („Wir freilich, wir wissen …) einen Pakt mit seinen jugendlichen oder jung gebliebenen Lesern. Dominant sind Erzählerbericht und Dialog: Durch Einfügen wörtlicher Redeteile macht er den Leser zum Augenzeugen des Geschehens und unterstreicht durch die Wahl seiner sprachlichen Mittel die illusionistische Haltung der typisierten Personen auf den einzelnen Asteroiden. Auffallend sind die sentenzenhaften Kapitelschlüsse. Der Haupthandlung, der Verbindung zwischen dem Erzähler und dem kleinen Prinzen, kommt auf ihrer gemeinsamen Lebensetappe symbolische Bedeutung zu.

Folgende Interpretationsansätze werden angeboten:

Hugo Deyserink stellt in seiner Annäherung an den Text vor allem den Gegensatz zwischen der (positiven) Sichtweise der Welt des Kindes (imagination) und der negativen Sichtweise des Erwachsenen (raison) heraus. Während er erstere der unschuldigen Welt der Kinder zuordnet, ist die Welt der Erwachsenen für ihn durch Vernunft gekennzeichnet, die aber keineswegs nur Abwertung, sondern Korrektur erfährt, indem die Welt des Kindes eine neue Bewertung erfährt.

Ernst August Racky setzt sich mit dem Menschenbild Saint-Exupérys auseinander. Er sieht in der Darstellung der Typen die menschliche Unfähigkeit und Unwilligkeit, selbst das als negativ Erkannte zu ändern.

Eine autobiografische Erinnerung an das Glück der eigenen Kindheit sieht Pierre Pagé als Impetus für das Märchen vom kleinen Prinzen. Mit ihr kehrt der Autor zu den Tugenden der Freundschaft, Liebe und Humanität zurück, die allein das Leben lebenswert machen.

Von dieser positiven Bewertung des Textes setzen sich Monika Bosse und Eva-Maria Knapp-Tepperberg ab, die – der gesellschafts- und ideologiekritischen Zeit in den 1970er Jahren geschuldet – Stimmung gegen die im Kleinen Prinzen positiv dargestellte bürgerliche Gesellschaft machen. Die poetischen Intentionen des Textes bleiben dabei unbeachtet.

Edward J. Capestany wendet sich den Phasen zu, die der Text in der Entwicklung vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter seiner Meinung nach durchlaufe. Ziel müsse sein, die Neigung zum kalten Positivismus zu überwinden und die Ebene der Mystik, des Glaubens und der Nächstenliebe zu erreichen, um in der Vereinigung mit Gott als letzter Stufe die Glückseligkeit zu erreichen.

Auch Yves le Hir betritt die Ebene religiöser Mystik, indem er im Kleinen Prinzen Anklänge an das Leben Jesu herausstellt und in ihm eine christusähnliche Lichtgestalt sieht. Während der Tod Jesu der Erlösung des Menschen gegolten habe, bedeute er für den kleinen Prinzen jedoch ausschließlich den Weg zur Rückkehr zu seiner Rose.

2.Antoine de Saint-Exupéry: Leben und Werk

Antoine de Saint-Exupéry (1900–1944) © ullstein bild

2.1Biografie

JAHR

ORT

EREIGNIS

ALTER

1900

Lyon

29. Juni: Antoine de Saint-Exupéry wird als drittes Kind des Grafen Jean-Marie de Saint-Exupéry und Marie de Fonscolombe geboren. Der Vater, Versicherungsinspektor, stammt aus dem Limousin, die Mutter kommt aus der Provence.

1904

Saint-Maurice/La Môle

Nach dem Tod des Vaters verlässt die Mutter mit ihren fünf Kindern das Haus in Lyon. Sie lebt abwechselnd im Schloss ihrer verwitweten Groß- und Patentante in Saint-Maurice-de-Rémens (Ain) und im Schloss der Großmutter mütterlicherseits in La Môle (Var), 30 km von der Bucht von Saint-Tropez entfernt. Auf einer Eisenbahnfahrt vom Lokalbahnhof La Foux nach Saint-Tropez entdeckt der Vierjährige seine Begeisterung für die schnelle Fortbewegung. Die Kinder werden von ihrer über alles geliebten Mutter, einer Malerin, in katholischer und monarchischer Tradition erzogen. Wenn Antoine de Saint-Exupéry später an seine als glücklich erlebte Kindheit zurückdenkt, hat er das Schloss Saint-Maurice-de-Rémens mit dem dazugehörigen Dorf vor Augen. Die Leidenschaft für die Technik ist früh erwacht. Er träumt vom Fliegen und führt seinen Geschwistern begeistert seine Erfindung eines Fahrrad-Aeroplans vor.

4

1909

Le Mans

Oktober: Die Familie lässt sich in Le Mans nieder. Dort wohnt schon der pensionierte Großvater, Fernand de Saint-Exupéry. Auch einige Tanten leben in der Stadt. Die Strenge seines autoritären Großvaters führt zu Spannungen und Missstimmigkeiten. Antoine besucht als Externer das Jesuiten-Kolleg von Notre-Dame de Sainte Croix, das auch schon sein Vater besucht hat. Er leidet unter der Tatsache, dass er kein Internatsschüler ist, weil diese größeres Ansehen genießen. Seine Schulleistungen sind in der Regel nur mäßig. Ein Mitschüler (Gaultier) beschreibt ihn später als schlampig. Seine Mitschüler nennen ihn wegen seiner Himmelfahrtsnase „Mondgucker“. Seine Entwicklung verläuft insgesamt unvorteilhaft und unregelmäßig.

9

1910

Le Mans

Seine Mutter kehrt nach Saint-Maurice-de-Rémens zurück und überlässt ihn der Obhut einer Gouvernante und den Tanten Anais und Marguerite.

10

1912

Le Mans

Antoine de Saint-Exupéry übersetzt für sich Julius Caesar aus dem Lateinischen, um herauszufinden, wie die römischen Kriegsmaschinen funktionierten. Mit dem Piloten Védrines kann er im Aerodrom von Ambérieu seinen ersten Flug unternehmen. Begeistert schreibt er darüber ein Gedicht, von dem drei Zeilen überliefert sind.[1] Er nimmt Violinunterricht.

12

1914

Madame de Saint-Exupéry tritt bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Pflegeschwester in das Krankenhaus von Ambérieu ein.

14

1914

Villefranche-sur-Saône

Oktober: Schulwechsel ins Internat Montgré.

14

1915

Fribourg/Schweiz

Erneuter Wechsel mit dem Bruder François in das Internat der Maristen.

15

1917

Paris