Der Kurier des Todes - Gary Maas - E-Book

Der Kurier des Todes E-Book

Gary Maas

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Beschreibung

Klaus arbeitet seit Jahren als Fahrer und Kurier für eine Agentur, die fragwürdige Aufträge für mafiöse Geschäftspartner erledigt. Klaus weiß, dass er gelegentlich Schwarzgeld und Drogen transportiert. Das belastet zwar sein Gewissen, aber er ist davon überzeugt, dass er keine andere so gut bezahlte Arbeit finden könnte. Als ihm jedoch der Auftrag erteilt wird, einen investigativen Journalisten zu ermorden, glaubt Klaus den Gehorsam verweigern zu müssen, obwohl er weiß, dass er durch seine Weigerung selbst auf die Abschussliste geraten wird. Verzweifelt sucht Klaus einen Ausweg aus seinem Dilemma. Dabei erlebt er erschütternde Überraschungen

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Seitenzahl: 121

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Gary Maas

Der Kurier des Todes

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1: Beschatten

Kapitel 2: Einladung zum Frühstück

Kapitel 3: Die Beichte

Kapitel 4: Teamarbeit

Kapitel 5: Der Plan

Kapitel 6: Kontaktaufnahme

Kapitel 7: Nachdenken

Kapitel 8: Schlimme Verantwortung

Kapitel 9: Die Mediation

Kapitel 10: Der Mordauftrag:

Kapitel 11: Kalte Rache

Kapitel 12: Auf der Flucht

Kapitel 13: Gabriela

Kapitel 14: Noch ein Mord

Kapitel 15: Tante Martha und Onkel Horst

Kapitel 16: Horsts Plan

Kapitel 17: Einsperrungsaktion

Kapitel 18: Nachspiel

Impressum neobooks

Kapitel 1: Beschatten

Das Schneetreiben versperrte Klaus beinahe die Sicht auf das Haus und dabei war es sehr wichtig, dass er herausfand, ob der Journalist schon zu Hause war. Im Innenstadtverkehr hatte Klaus den schlanken Mann aus dem Blick verloren. War er mit einem Bus oder mit einem Taxi nach Hause gekommen oder geisterte er irgendwo im Schneesturm herum? Fleißig war der Mann, das musste man ihm lassen. Leider richtete er seinen Fleiß auf Tätigkeiten, die er lieber lassen sollte. Das meinten zumindest die Bosse, die Klaus beauftragt hatten, Informationen über die Kontaktpersonen des Journalisten zu sammeln.

Klaus hatte zu liefern ohne Fragen zu stellen. So war es immer. Seit Jahren schon hatte Klaus seine Aufträge auszuführen, keine Fragen zu stellen und die Gosche zu halten. Das hatte er satt, satt und noch einmal satt, aber eine andere Arbeit, die so gut bezahlt würde, könnte Klaus nie und nimmer finden, und er wollte seiner Familie zumindest den bescheidenen Wohlstand, den seine Frau und er mit den beiden jugendlichen Kindern genossen, weiterhin ermöglichen. Wenn die wüssten, was er in Wirklichkeit beruflich tat, um die Brötchen nach Hause zu bringen, würden sie ihn alle sofort verlassen. Davon war Klaus überzeugt.

Was war denn das? Klau richtete sich auf seinem Sitz auf und setzte den Scheibenwischer wieder in Gang. Jetzt konnte er das Auto deutlicher erkennen, das vor dem Haus des Journalisten gehalten hatte. Es handelte sich um ein kleines Auto. Aber niemand stieg aus. Beschattete noch jemand den Energiewichser, der seine Nase in Angelegenheiten steckte, die ihn gar nicht angingen? Nein, das konnte nicht sein. Kein Beschatter wäre so doof, sein Auto direkt vor dem Haus der Zielperson zu parken. Da, endlich stieg er aus, der meganeugierige Schnüffler. Er lief in seinem gewohnten schnellen Tempo zum Hauseingang. Und das bei dem glatten Untergrund. Erstaunlich, dass er dabei nicht der Länge nach hinflog.

Klaus beobachtete das Kleinauto, das davonfuhr. Verdammt! Bei dem Schneetreiben konnte er das Nummernschild nicht deutlich erkennen. Was sollte er tun? Hierbleiben und das Haus des Journalisten weiter observieren? Oder dem Auto, aus dem der Schnüffler ausgestiegen war, folgen um herauszufinden, wer ihn nach Hause gefahren hatte? Vielleicht war etwas Kompromittierendes herauszufinden, wenn Klaus das Auto verfolgte. Klaus war klar, dass seine Bosse den Ruf des Schnüfflers durch den Dreck ziehen wollten. Klaus musste herausfinden, wo der Schnüffler Dreck am Stecken hatte. Also hinterher!

Klaus brauchte bei den schlechten Sichtverhältnissen gar nicht darauf zu achten, dass der Fahrer des Kleinwagens auf sein Auto aufmerksam werden könnte. Bei dem Schneetreiben musste Klaus an dem Kleinwagen dicht dranbleiben, um ihn im Blick zu behalten. Das Auto fuhr zurück in die Innenstadt und verschwand in der Tiefgarage des Gebäudes, in dem sich die Zeitungsredaktion des Journalisten befand. Also doch etwas Unverfängliches. Schon wieder vergeudete Zeit wie so oft in letzter Zeit. Die Beschattung des Journalisten war wirklich öde Arbeit.

Klaus beschloss es für diesen Abend gut sein zu lassen, auch wenn die Bosse morgen vielleicht deswegen meckern würden. Der Mensch hatte schließlich ein Recht auf ein klein wenig Privatleben. So fuhr Klaus nach Hause.

Vor seinem Häuschen in dem Vorort angekommen, ließ Klaus vom Auto aus das Garagentor hochfahren und fuhr seinen unauffälligen Mittelklassenwagen, den die Bosse ihm zur Verfügung stellten, in die Garage hinein. Als er den Flur betrat, kam seine vierzehnjährige Tochter aus dem Wohnzimmer und lief zur Treppe, die in den ersten Stock hinaufführte. Sie grüßte den Vater mit einem knappen „Hallo, wieder da?“ und verschwand nach oben. Klaus vermutete, dass sein fünfzehnjähriger Sohn in seinem Zimmer vor seinem Computer saß oder mit seinem Smartphon irgendwelche Botschaften mit Freunden austauschte. Als Klaus seinen Mantel abgelegt hatte, ging er ins Wohnzimmer, wo Brigitte saß und irgendeinen Roman las, wie Klaus vermutete. Ihre Lesewut verstand er nicht, aber er war froh, dass sie sich beschäftigen konnte, ohne ihn zu belästigen und ihm zu viele Fragen über seine Arbeit zu stellen.

Arbeit, das war ein Witz. Klaus hatte nie im eigentlichen Sinn gearbeitet und das war ihm peinlich bewusst. Als er damals nach dem ersten Staatsexamen keinen Referendarplatz bekommen hatte, hatte er die, wie er meinte, vorübergehende Beschäftigung als Fahrer und Kurier für ein Frankfurter Unternehmen angenommen, das Gaststätten mit dem versorgte, was sie für den laufenden Betrieb benötigten. Erst später sollte Klaus erfahren, dass die Gaststättenbesitzer Lieferungen erhielten, die sie gar nicht bestellt hatten, und die zu überhöhten Preisen. Nur die wenigsten von denen wagten es, gegen die zusätzlichen Lieferungen zu protestieren. Sie wussten, was ihnen im Verweigerungsfall blühten. Von dem Job war Klaus nie losgekommen und nun war er zu alt geworden, um eine andere Arbeit zu finden, die gleich gut bezahlt würde.

„Schatz, du hast wieder Überstunden machen müssen. Wann wird das endlich vorbeisein? Du schuftest dich zu Tode in letzter Zeit“, sagte Brigitte. „Nur noch ein wenig Geduld. Licht ist am Ende des Tunnels zu sehen. Bald sind die Aufträge, die bei der Firma aufgelaufen sind, abgearbeitet und dann unternehmen wir beide vielleicht eine kleine Reise. Deine Eltern könnten ein paar Tage lang auf Sarah und Felix aufpassen. Der Frühling kann in diesem Jahr doch nicht ewig ausbleiben.“ „Wenn du so wenig Zeit zu Hause verbringst, denke ich manchmal, ich sollte wieder arbeiten gehen. Ich kann doch nicht immer hier allein herumsitzen und lesen.“ „Nur noch ein paar Tage Geduld und dann ist die Hochdruckphase vorbei. Du weißt doch, wie öde du deine Arbeit im Büro gefunden hast. Deine Entscheidung, zu Hause Vollzeitmutter zu sein, war goldrichtig. Ich verdiene genug, zumal ich häufig Überstunden machen kann.“ „Aber du hast nie vorher so viele Überstunden schieben müssen wie jetzt.“ „Ja, ich weiß. Aber das hat sein Gutes. Wir werden ein dickes Polster für Urlaubsreisen zur Verfügung haben.“

Bevor Brigitte noch weitere Fragen über seine Arbeit stellen konnte, lief Klaus in die Küche. Er schob eine Tiefkühlpizza in den Ofen, holte sich ein Bier aus dem Kühlschrank und ging zurück ins Wohnzimmer. „Klaus, du musst wieder anfangen, dich bewusst zu ernähren. Der Mensch kann nicht von Tiefkühlkost allein leben. Ich will nicht meine alten Tage als Witwe zubringen, weil du mir an einem Herzinfarkt weggestorben bist.“ „Also erstens bin ich topfit und zweitens würdest du bei deinem Aussehen von einem ganzen Schwarm Verehrer belagert werden, sollte ich über den Jordan gehen. Dein blendendes Aussehen bringt mich auf wirklich krumme Gedanken. Na, wiederum nicht ganz so krumm. Ich glaube, er richtet sich gerade auf und wird bald überhaupt nicht mehr krumm sein. Eine kleine Verabredung in deinem Schlafzimmer nachher?“ „Schön, dass du wieder darauf kommst, Klaus. Ich mache mich seit Tagen schön, aber du siehst das nicht. Iss deine Pizza auf, wir trinken ein Glas Rotwein zusammen und dann gucken wir, ob du noch in Stimmung bist.“

Kapitel 2: Einladung zum Frühstück

Am nächsten Morgen stand Klaus vor allen anderen Familienmitgliedern auf. Er musste früh zu einem der Bosse nach Hause fahren, ihn abholen und zum Flughafen befördern. Der Boss hatte in Neapel einen Termin mit Lieferanten. Klaus wollte gar nicht wissen, was sie lieferten. Er wusste nur allzu gut, dass es sich nicht immer um Olivenöl und Pizzateig handelte. Ein weißes Pulver wurde gelegentlich auch geliefert. Auf diese Praxis war der schnüffelnde Journalist anscheinend gekommen. Man hatte das Leck noch nicht gefunden. Wer hatte geplaudert? Klaus war es auf jeden Fall nicht. Eigentlich sollte Klaus nicht wissen, was sich im Inneren der Köfferchen verbarg, die er ab und zu von den Gaststättenbesitzern abholte, aber er schloss aus den Bemerkungen der Bosse, dass Geld transferiert werde, Schwarzgeld. Klaus war inzwischen zu einer Art Möbelstück oder Werkzeug geworden. Man benutzte ihn, als habe er weder Augen noch Ohren noch ein Gehirn im Kopf. Er war eben bei Bedarf zur Stelle, funktionierte nach Wunsch und blieb immer unauffällig im Hintergrund.

Kurz vor dem Haus des Bosses rief Klaus über Smartphon den Boss an und kündigte an, er werde in zehn Minuten vorfahren. So hatte der Boss es gern. Als Klaus das Auto vor der Villa zum Stehen brachte, verließ schon der Boss sein Haus und lief schnellen Schrittes durch den Vorgarten zur Straße. Klaus hatte kaum Zeit, aus dem Auto auszusteigen, um den Kühler herumzulaufen und die Wagentür zu öffnen. Als der Boss nach einer knappen Begrüßung eingestiegen war, lief Klaus zurück zur Fahrertür, stieg ein, ließ den Motor an und fuhr los.

„Na, Herr Müller, wie geht es uns heute Morgen?“, hörte Klaus die Stimme des Bosses aus dem Fond. „Wesentlich besser als gestern Abend. Im Schneegestöber in der Stadt herumzuirren; das war recht anstrengend. Der helle Sonnenschein und das Tauwetter heute Morgen kommen mir gerade recht.“ „Und was hat unser Schnüffler gestern so alles getrieben? Ging er ins Bordell? Bestellte er sich irgendwelche Kinderpornos?“ „Sie haben vielleicht Humor. Ich glaube, er lebt nur für seine Arbeit. Bislang konnte ich nicht einmal eine heimliche Geliebte ausfindig machen. Gelegentlich geht er mit seiner Frau in ein kleines, aber feines Lokal in seiner Nachbarschaft, aber das scheint die einzige Ablenkung zu sein, abgesehen von seinem Sportfimmel natürlich. Bei dem schlechten Wetter der letzten Tage konnte er nicht im Park seine Runden laufen. Ich nehme an, er hat einen Trainingsraum im Keller. Ich habe einmal gesehen, dass beim schlechten Wetter um halbsechs in der Früh ein Kellerlicht eingeschaltet wird und ungefähr 75 Minuten lang leuchtet, bis es ausgeschaltet wird. Das entspricht in etwa der Dauer seines Langlaufs draußen, wenn das Wetter halbwegs genießbar ist.“ „Sehr gewissenhaft, Herr Müller. Einfach am Ball bleiben. Sie werden bestimmt bald über etwas stolpern. Der Bursche wird aber zu einem echten Problem. Er stellt immer mehr Fragen. Einige Kontakte haben uns wissen lassen, dass die Fragen, die er ihnen stellt, eindeutig zeigen, dass er immer mehr Informationen sammelt, die uns schädigen können. Wenn wir kein kompromittierendes Wissen über ihn bekommen, mit dem wir ihn erpressen können, müssen wir ihm eine großzügige Abfindung für sein Stillschweigen anbieten. Ich glaube jedoch nicht, dass das bei ihm verfangen würde. Er würde ein solches Angebot publik machen um uns zu schaden. Er würde aber nichts beweisen können.“

In dem Augenblick hielt Klaus das Auto vor dem Abflugterminal an, stieg rasch aus, lief um das Auto und riss die Hintertür auf, damit der Boss aussteigen konnte. „Also bis heute Abend, Herr Müller. Halten Sie die Augen auf und die Ohren steif.“

Klaus stieg wieder ins Auto und fädelte es in den Verkehr ein. Dann fuhr er in die Nachbarschaft, wo der Journalist zu Hause war. In der gehobenen Wohngegend zu wohnen, das konnte sich der Schnüffler wohl nur deswegen leisten, weil seine Frau Studienrätin war und gut verdiente. Ob sie sich Kinder wünschten? Vielleicht hatten sie keine Zeit für Kinder. Fürs Kinderkriegen waren sie wahrscheinlich zu beschäftigt. Wenn alle Stricke reißen sollten, müssten sie vielleicht die Frau entführen und den Schnüffler so unter Druck setzen. Nein, das würde nicht funktionieren. Sobald die Frau freigelassen wäre, würde der Schnüffler erst richtig zum Angriff blasen. Klaus erschrak. Mein Gott, er fing an so zu denken wie die Bosse. Denken war nicht Klaus‘ Aufgabe. Das musste er sich immer vor Augen halten. Nur Befehle ausführen, mehr nicht.

Trotzdem dachte Klaus immer wieder darüber nach, was den Journalisten antrieb: Ruhm, Ansehen, mehr Geld, Aufstieg in der Zeitungsredaktion oder Prinzipien. Klaus konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand heutzutage aus Prinzipientreue handelte. War das in der Geschichte der Menschheit je der Fall? Klaus wusste es nicht. Er wusste nur, dass es sich nicht lohnte, darüber nachzudenken.

Als Klaus das Haus des Schnüfflers erreichte, war es schon acht Uhr. Der Journalist musste sein Trainingsprogramm schon beendet haben. Klaus war sicher, dass der Fitnessfreak heute Morgen im Keller trainiert haben musste, denn der Untergrund war zu rutschig zum Laufen. Als Klaus im Auto saß und darüber nachdachte, hörte er ein Klopfen an seinem Fenster. Als er hinschaute, blickte er in das Gesicht des Journalisten. Unwillkürlich ließ Klaus das Fenster herunterfahren. Dann hörte er zum ersten Mal die Stimme des Journalisten aus der Nähe: „Kommen Sie mit hinein. Ich lade Sie zu einem zweiten Frühstück ein. Meinen Sie nicht auch, dass es endlich Zeit ist, einander richtig kennenzulernen, wo Sie doch fast immer in meiner Nähe sind?“ Was konnte Klaus erwidern? Einfach davonfahren, das ging nicht. So stieg er aus. „So ist’s richtig. Sie werden sehen, ich bin harmlos und recht freundlich. Außerdem freue ich mich immer auf Gespräche mit netten Menschen. Sie sind ein netter Mensch, oder? Sie sehen zumindest recht nett aus. Kommen Sie, kommen Sie. Ich tu Ihnen nichts.“

So folgte Klaus dem schlanken Journalisten zu seiner Haustür. Als er eingetreten war und seinen Mantel hingehängt hatte, wollte sich Klaus die Schuhe ausziehen, wie es in jedem ordentlichen Haushalt üblich war, aber der Journalist bedeutete ihm, die Schuhe anzubehalten. Alle Fußböden seien gefliest und sehr pflegeleicht, sagte er. „So, nehmen Sie bitte da am Küchentisch Platz. Ich frage Sie nicht nach Ihrem Namen, denn das könnte Ihnen unangenehm sein und ich will Ihnen jede Unannehmlichkeit ersparen. Ich gehe davon aus, dass Sie meinen Namen kennen. Meine Frau hinterlässt mir immer frischen Kaffee, wenn Sie das Haus verlässt. Wir schaffen es nicht immer, zusammen zu frühstücken. Übrigens, Sie können sich ruhig Notizen machen, wenn irgendwelche Informationen Ihnen nützlich erscheinen. Meine Frau weiß, dass ich nach meinem Sportprogramm viel Hunger habe. So, ich stelle die Wurst- und Käseplatte auf den Tisch. Möchten Sie zwei Scheiben Toast?“ „Ja, bitte.“ „Nehmen Sie zum Kaffee Milche, Zucker oder Süßstoff?“ „Nur schwarz, bitte.“ „Lassen Sie es sich schmecken!“

Nachdem sich der schlanke Journalist hingesetzt hatte, schaute er Klaus an und sagte: „Wissen Sie, ich wollte schon immer einen Beschatter kennenlernen. Sie machen das aber nicht richtig hauptberuflich, oder? Ich möchte Ihnen nicht zu nahetreten, aber Sie fallen auf. Ihr Auto ist gut, aber Sie müssen Leute zu dritt oder zu viert beschatten und einander abwechseln. Aber für mich ist Ihre jetzige Methode ganz angenehm. Ich habe mich an Ihr Auto und an Ihr Gesicht gewöhnt. Ich fühle mich irgendwie geborgen, wenn Sie in der Nähe sind.“