Der magische Lunapark - Nick Bliss - E-Book

Der magische Lunapark E-Book

Nick Bliss

0,0
6,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Hereinspaziert! Willkommen im Lunapark, einem Ort voller Geheimnisse, Magie und Abenteuer. Wenn der sagenhafte Signore Ventura seine magischen Tickets verteilt, geht es richtig rund: Denn damit reist man direkt ins Reich der Fantasie, wo die Fahrt mit einer Achterbahn geradewegs ins Weltall führt und die Wildwasserbahn im Land der Dinosaurier endet und die Schrecken aus der Geisterbahn Wirklichkeit werden! Die Freunde Felix, Olivia und Luca machen sich zusammen mit Hund Robin auf, diese magischen Welten zu erkunden. In jeder davon ist ein Schlüssel versteckt, der ein Stück näher zu Lucas verschwundenen Eltern führt. Unglaublich, aber wahr: Bei der Probefahrt mit der Achterbahn »Star Trax« werden Felix, Olivia und Luca direkt ins Weltall katapultiert. Nachdem sie um ein Haar eine Bruchlandung auf dem Mond hingelegt haben, treffen sie auf einen Astronauten, der ihnen ein kniffliges Rätsel stellt. Nur, wenn die Kinder es lösen und den Schlüssel finden, können sie zurückkehren …

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 63

Veröffentlichungsjahr: 2019

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



eISBN 978-3-96129-141-0

Edel Kids Books

Ein Verlag der Edel Germany GmbH

Copyright © Edel Germany GmbH, Neumühlen 17, 22763 Hamburg

www.edel.com

Text: Nick Bliss

Illustrationen: Timo Grubing

Lektorat: Christiane Rittershausen

Projektkoordination: Dagmar Hoppe

Covergestaltung: Vanessa Weuffel, Köln

ePub-Konvertierung: Datagrafix GmbH, Berlin

Die Veröffentlichung dieses Werkes erfolgt auf Vermittlung der literarischen Agentur Peter Molden, Köln.

Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved.

Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Die Helden

Felix

ist zehn Jahre alt und liebt Abenteuer. Sein Zimmer ist bis unter den Rand vollgestopft mit Actionfiguren und Autos, und wenn er mal groß ist, will er unbedingt Astronaut werden. Oder Dino-Forscher. Oder Rennfahrer. Im magischen Lunapark findet er alles auf einmal – doch es lauern auch viele Gefahren …

Olivia

genannt Livi, ist Felix’ Zwillingsschwester. Am liebsten steckt sie ihre Nase in Wissensbücher und hört niemals auf, Fragen zu stellen. Im magischen Lunapark sind ihre Kenntnisse oft von großem Nutzen.

Luca

kommt aus Italien. Er ist eher still und besonnen, kann aber auch mutig und tapfer sein, wenn es darauf ankommt. Lucas erklärtes Ziel ist es, seine Eltern zu retten, die im magischen Lunapark verschollen sind.

Mister Robin

heißt eigentlich Robinson und ist Felix’ bester Freund – ein etwas eigensinniger Collie-Terrier-Mischling, der mit ihm durch dick und dünn geht. Ganz gleich, was Felix tut, sein vierbeiniger Freund ist immer dabei. Und im magischen Lunapark kann er sogar sprechen …

Lorenzo Ventura

ist Lucas Onkel und der neue Besitzer des Lunaparks. Signore Ventura glaubt an die Kraft der Fantasie – mit ihrer Hilfe will er Lucas Eltern wiederfinden, die im Park verschollen sind. Und die Kinder helfen ihm dabei …

1Countdown

Die Stadt, in der Felix und Olivia lebten, war nicht besonders groß. Genau wie das Haus, in dem sie wohnten.

Es hatte zwei Stockwerke, ein kleines Vordach, einen kaputten Briefkasten und einen Garten, in dem eine alte Schaukel stand. Früher hatten Felix und Olivia oft darauf geschaukelt, aber inzwischen interessierten sie sich kaum noch dafür, schließlich waren sie schon zehn Jahre alt. Zehn Jahre und zwei Monate, wenn man es genau nahm. Denn Felix und Olivia waren nicht nur einfach Geschwister, sie waren Zwillinge. Und das bedeutete, dass sie am selben Tag Geburtstag hatten.

Besonders ähnlich waren sie sich allerdings nicht, und das nicht nur, weil Felix’ Haar kurz und glatt war und das seiner Schwester lang und lockig. Sondern auch, weil Olivia, die alle nur kurz „Livi“ nannten, die meiste Zeit in ihrem Zimmer verbrachte und ihre neugierige Nase in Bücher steckte, während Felix am liebsten draußen war. Denn dort fand er das, was er mehr wollte als alles andere: Abenteuer!

„Countdown bei minus zwanzig“, sagte Felix.

Unter dem Helm klang seine Stimme ohnehin anders als sonst, aber er verstellte sie zusätzlich, damit sie sich abenteuerlicher anhörte. „Sauerstoff-Check, Mister Robin.“

Sein Co-Pilot, der neben ihm kauerte, guckte ihn ein bisschen ratlos an. Er war ein gutmütiger Collie-Terrier-Mischling und der Hund der Familie. Eigentlich hieß er Robinson, aber Felix nannte ihn meist Mister Robin, weil er fand, dass das besser passte.

„Sauerstoffcheck“, verlangte Felix erneut.

„Wuff“, machte Mister Robin. Durch die Gläser der Fliegerbrille, die Felix ihm aufgesetzt hatte, sah er ihn treuherzig an.

„Verstanden“, bestätigte Felix. „Sind bei minus zehn …“

„Wuff“, wiederholte sein vierbeiniger Freund. Jetzt schaute er doch ein wenig verunsichert drein.

„Wir starten jetzt in den Weltraum“, erklärte Felix ungerührt. „Wir werden kühn dorthin gehen, wo noch kein Junge und kein Hund zuvor gewesen sind. Drei … zwei … eins …“

„Was soll denn das werden, wenn es fertig ist?“

Ein Gesicht tauchte plötzlich vor dem Cockpit der Rakete auf. Felix, der sich ganz auf den Start konzentriert hatte, erschrak so sehr, dass er einen lauten Schrei ausstieß.

Und Mister Robin jaulte.

Dabei war es kein Außerirdischer, der plötzlich aufgetaucht war und mit großen Augen zu ihnen hereinsah.

Sondern bloß Livi …

„Mama hat gesagt, du sollst den Müll rausbringen“, erklärte sie kurz und knapp.

„Jetzt nicht, wir starten gerade“, erklärte Felix.

„Etwa damit?“ Sie trat einen Schritt zurück und deutete auf all die Computer und Konsolen, die Felix um sich und Mister Robin herum aufgetürmt hatte. „Das sind doch nur die alten Kartons, die Papa im Keller aufbewahrt.“

„Na und?“ Felix biss sich auf die Lippen.

Manchmal war Livi echt unmöglich.

„Mister Robin, Countdown Abbruch!“, befahl er dann mit rauer Stimme. „Wir fahren die Triebwerke wieder runter.“

„Wuff“, kam die Bestätigung.

„Na also“, meinte Livi, die mit verschränkten Armen draußen stand und grinste. „Geht doch.“

„Spielverderberin“, schimpfte Felix, während er aus dem Cockpit stieg. Mister Robin sprang ihm hinterher.

„Wenn du dich auch nur ein bisschen mit Raumfahrt befassen würdest, dann wüsstest du, dass man nicht einfach wie mit einem Flugzeug losfliegen kann. Man muss mit einer Rakete senkrecht starten und die Schwerkraft der Erde überwinden.“

„Was du nicht sagst“, maulte Felix. Er nahm den selbst gebastelten Helm ab.

„Und mit dem Ding auf dem Kopf würdest du auch nicht sehr weit kommen“, kritisierte Livi weiter.

Felix zuckte nur mit den Schultern.

Was hatte sie bloß immer?

Klar war der Helm ein alter Papierkorb, in den er vorn eine Öffnung geschnitten hatte, und natürlich bestand seine Rakete nur aus alten Kartons, er war ja nicht blöd. Aber wenn er drinsaß und spielte, dass Mister Robin und er ins Weltall flogen, dann fühlte es sich echt an. 

Und nur darauf kam es schließlich an, oder?

„Bringst du den Müll jetzt raus?“, hakte Livi unbarmherzig nach. „Oder soll ich Mama berichten, dass du keine Lust hast?“

„Alte Petze“, knurrte Felix und stampfte davon.

Mister Robin folgte ihm.

„Die hat ja keine Ahnung“, raunte Felix seinem vierbeinigen Freund zu. „Wie sollte man denn sonst ein brauchbares Abenteuer erleben, wenn man es nicht spielt? Beim Müllraustragen jedenfalls ganz bestimmt nicht. In dieser Stadt passiert doch nie irgendetwas Aufregendes“, behauptete er.

Doch da sollte er sich irren.

2Morton

Aufregung gab’s schon am nächsten Tag – wenn auch anders, als Felix es sich gewünscht hätte.

Auf dem Weg zur Schule sprach er wie an jedem Morgen kaum ein Wort. Anders als Livi, die die ganze Zeit plapperte und über alle möglichen Dinge redete. Noch schlimmer wurde es, als Cleo dazukam, die mit ihnen in dieselbe Klasse ging. Die beiden Mädchen hörten gar nicht mehr zu reden auf. Felix, der das ziemlich langweilig fand, dachte lieber daran, wie er am Nachmittag seine Rakete reparieren und zusammen mit Mister Robin einen zweiten Startversuch wagen wollte. Aber plötzlich sagte Cleo etwas, das ihn die Ohren spitzen ließ.

„Das mit dem Lunapark habt ihr mitbekommen?“, fragte sie.

„Nein, erzähl“, forderte Livi sie auf.

„Na ja, ihr kennt doch den alten Vergnügungspark am Rand der Stadt“, berichtete Cleo. 

„Angeblich soll es einen neuen Besitzer geben, der den Park wieder aufmachen will.“

Felix merkte, wie sein Herz schneller schlug.

Natürlich kannte er den alten Lunapark, er war gar nicht weit von dort, wo sie wohnten. Einst hatten sich dort Karussells gedreht, und Achterbahnen waren auf- und abgeflitzt. Doch dann hatte der Park geschlossen – angeblich, weil es einen Unfall gegeben hatte. Seither gammelte alles vor sich hin. Die Gebäude und Fahrgeschäfte verfielen und waren von Grünzeug überwuchert.

Felix fand das jammerschade, denn er mochte Jahrmärkte und Rummelplätze, und er liebte es, Karussell und Achterbahn zu fahren. Im Lunapark war er nie gewesen, denn der Park hatte genau in dem Jahr geschlossen, in dem Livi und er auf die Welt gekommen waren. Zehn Jahre war das her.

Eine Ewigkeit.

„Und der Park soll wirklich wieder aufmachen?“, fragte er.