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Darf ich mich vorstellen? Ich bin der junge Rüde Lobo, ein lebhafter Rottweiler-Schäferhund-Mischling aus dem Tierheim. Dank meiner sympathischen Wesensart habe ich niedlicher Winzling meine neue Familie gefunden, deren Leben sich auf der Stelle komplett ändert. Denn ich habe durchaus meinen eigenen Kopf und bin ein waschechter Macho. Somit ist Herrchen der Beste und mein Rudelchef, aber mein Frauchen…. Möchtet Ihr die Katastrophe erfahren? Eines kann ich Euch verraten: Ich halte meine Herrchen den ganzen Tag auf Trab, das könnt Ihr mir glauben. Erlebt es heute noch mit! Die witzige Hundegeschichte, erzählt aus Sicht des Hundes. Mit seiner einfachen Schreibweise ist das Kinderbuch sehr gut zum Vorlesen geeignet. Für Kinder von 2-10 Jahren
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Seitenzahl: 53
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Heinz Steiner
Der quicklebendige Rüde namens Lobo
Das humorvolle Hundebuch
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Die erste Zeit in meinem neuen Zuhause
Jeden Tag eine andere Aktion
Was ich alles lernen muss!
Viel Angenehmes und auch das Gegenteil
Wir kriegen Besuch und gehen zum Tierarzt
Auf großer Fahrt und ein unerwünschter Jagdinstinkt
Allerlei Aktivitäten
Meine neue Umgebung
Ein wahrer Campingfan
Hundealltag und Urlaub in der Tierpension
Der Hundehimmel
Impressum neobooks
Ich bin ein junger Schäferhund-Rottweiler-Mix und mein neues Leben beginnt mit dem Tag der offenen Tür im Tierheim. Meine neuen Besitzer kommen auf einen spontanen Besuch vorbei und wollen sich die tierische Unterkunft einfach mal anschauen. Da sehen sie mich im Zwinger sitzen, ein kleiner Welpe mit riesigen Pfoten und einem freundlichen Gesichtsausdruck. Als ich sie sehe, wedele ich heftig mit meiner langen Rute und gucke sie mit meinen großen Kulleraugen an. Prompt ist es um sie geschehen. Sie beschließen sofort, der kleine Kerl darf zu uns kommen und arrangieren die Formalitäten mit dem Personal des Tierasyls. Momentan heiße ich noch Tyson, aber das wird sich ab sofort ändern, denn dieser Name gefällt meinen neuen Herrchen absolut nicht. Also werde ich kurzerhand umgetauft und trage jetzt den wohlklingenden Namen Lobo.
Soeben geht die Fahrt los zu meinem neuen Domizil. Es entpuppt sich als winzig kleiner Ort, idyllisch gelegen mitten in der Natur, umgeben von erholsamen Wäldern und saftig grünen Wiesen, komplett abseits vom Autoverkehr und jeglichem Straßenlärm. Sobald wir ankommen bin ich etwas aufgeregt. Neugierig beäuge ich meine neue Familie und das ungewohnte Zuhause. Jetzt muss ich erstmal rumlaufen, mich im vollen Umfang umsehen und ausnahmslos alles beschnüffeln. Aha, eine schwarze Katze gibt es hier auch, gleich mal hinterher laufen, um sie kennen zu lernen. Leider flüchtet diese umgehend auf den geräumigen Wohnzimmerschrank, na ja sie wird sich wohl noch an mich gewöhnen. Hier ist es ja schön, ziemlich viel Platz und es gibt auch einen hübschen Garten zum Buddeln, ist ja prima.
Die erste Zeit bin ich erstmal bei Frauchen, doch das passt mir als Macho überhaupt nicht. Sie versucht verzweifelt, mich stubenrein zu bekommen. Aber erstmal klappt das nicht so gut, weil ich viel zu viel andere aufregende Sachen zu tun habe. Wir gehen oft Gassi und ich muss all die anderen Hunde kennen lernen und mit ihnen spielen und kämpfen. Außerdem gibt es draußen unheimlich viele unbekannte Gerüche und ich bin überall intensiv am Schnüffeln. Alle Steine und Kiesel vom Erdboden werden in den Mund genommen und auch der ganze andere Dreck und Müll, der überall rum liegt. Frauchen hat alle Hände voll zu tun, um mir das abzugewöhnen, aber ich will nicht wirklich auf sie hören. Warum auch, sie mit ihrer leisen, piepsigen Stimme. Bei Herrchen, meinem Rudelchef, ist das ganz anders, der duldet keine Faxen, das habe ich sofort gemerkt.
Die ersten Tage bin ich durch und durch zufrieden. Ich bekomme viermal am Tag was zu fressen, damit ich groß und stark werde. Mein Heißhunger ist so gewaltig, dass mein Fressnapf jedes Mal bis auf den letzten Krümel ausgeleckt ist. Nach ein paar Tagen kommt etwas wirklich Schreckliches auf mich zu. Mein Herrchen und Frauchen meinen nämlich, ich rieche sehr streng und wollen mich baden. Da Herrchen ja der Stärkere ist, hebt er mich vorsichtig in die Wanne. Aber ich denke gar nicht daran, mir etwas gefallen zu lassen, was ich nicht kenne. Sofort fange ich an, heftig zu strampeln und will umgehend raus aus dem komischen Etwas. Uh, ist das aalglatt, da rutsche ich wie verrückt hin und her und jetzt fängt auch noch das Wasser an zu laufen. Oh, Schreck was mach ich nur, am besten aus voller Kraft wehren. Herrchen kann mich kaum noch halten, Frauchen naht schon mit einem Handtuch und ich will das alles wirklich nicht. Ich schüttele mich kräftig und das komplette Bad ist total beschmutzt und voller Flecken. Viel Seife habe ich nicht abbekommen, aber nass bis auf die Haut bin ich und extrem empört über diese Tat. Wie können sie mir so was antun. Dies war mein erster und auch letzter Wannenausflug, ab jetzt bevorzugt Frauchen den Garten und die Gießkanne. Das lasse ich mir gerade noch so gefallen, wasserscheu bin ich nämlich gar nicht.
Jetzt komme ich jedoch zurück zum stubenrein werden. Die ersten Tage passieren einige Unfälle im Haus. Gott sei Dank, auf die pflegeleichten Fliesen. Na ja, ich bin ja auch noch klein und Frauchen steht fleißig nachts alle paar Stunden auf, um mich raus in den Garten zu lassen. Nach einer Woche sind schon die ersten Erfolge vorhanden und als echter Rüde habe ich auch schon gelernt, mein Bein zu heben. Der erste Versuch war schon schwer und ich bin fast umgefallen, aber das ist egal. Ich will das jetzt können und versuche geduldig bis es klappt. Nachts weckt mich Frauchen allerdings viel zu oft, ich kann jetzt schon viel besser einhalten. Wie soll ich ihr das bloß klar machen? Ich bleibe einfach liegen und gehe nicht raus, das wird wohl das Beste sein. Aber Frauchen lässt nicht locker und scheucht mich andauernd raus in den Garten zum Pinkeln. Doch bald hat sie es kapiert und ich habe meine unbehelligte Nachtruhe und auch tagsüber klappt es immer besser.
Während der nächsten Tage lerne ich die Nachbarn und alle andere Familienmitglieder kennen und schon bald habe ich einige Hundefreunde. So treffe ich oft Gino, ein Pudelrüde und wir verstehen uns glänzend. Wir spielen und tollen stundenlang durch den Garten, bis wir beide richtig kaputt sind und uns eine wohlverdiente Pause gönnen. Außerdem lerne ich Mona und Lisa kennen, die beiden Hunde der Nachbarn. Die beiden Weibchen machen nicht wirklich Anstalten, mit mir zu kämpfen und zu rennen. Das will ich aber nicht hinnehmen und gehe den beiden mit meinem ausgeprägten Spieltrieb gehörig auf die Nerven. Lisa, die Ältere der beiden kennt kein Pardon und erzieht mich gnadenlos mit einen deutlich warnenden Knurren.
