Der römische Geheimbund - Margit Auer - E-Book
Beschreibung

Im Jahr 133 nach Christus: Magnus und Finn machen sich auf den Weg über die Alpen, um ihren alten Freund Rocko zu besuchen. Doch als die beiden Freunde in Rom ankommen, erleben sie eine böse Überraschung: Rocko wurde verhaftet - und das obwohl er als Arzt inzwischen reich und berühmt ist und sogar einen Gladiator betreut. Wer steckt dahinter? Was bedeuten die mysteriösen Zeichen an den Haustüren? Und wie lautet das Losungswort fürs Kolosseum? Wie gut, dass die Kinder nebenbei den Lieferservice "Celler Cena", "Schnelles Abendessen" betreiben: Der Duft des warmen Fladenbrots öffnet so manche Tür - denn auch Verbrecher haben Hunger!

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Seitenzahl:271

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Margit Auer, Jahrgang 1967, studierte Journalistik in Eichstätt und arbeitete anschließend als Redakteurin und freie Journalistin für verschiedene bayerische Tageszeitungen. Mit ihrem Mann, ihren drei Söhnen und der Katze Charlie lebt sie mitten in der barocken Altstadt von Eichstätt. Im Emons Verlag erschienen »Verschwörung am Limes« und »Die vergessenen Spiele«.www.autorenwerkstatt-auer.de

Dieses Buch ist ein Roman. Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind nicht gewollt und rein zufällig.

© 2012 Hermann-Josef Emons Verlag Alle Rechte vorbehalten Umschlagmotiv: Heribert Stragholz Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch eBook-Erstellung: CPI – Clausen & Bosse, LeckISBN 978-3-86358-086-5 Krimi für Kinder Originalausgabe

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Dum fata sinunt, vivite laeti!Solange das Schicksal es erlaubt, lebet froh!

Lucius Annaeus Seneca,

Eine kurze Einführung

Rom, so sagt man, wurde auf sieben Hügeln gebaut. Kapitol, Palatin, Quirinal heißen drei von ihnen. Hier gab es prächtige Villen und herrliche Gärten. Doch hinter den Mauern passierten die unheimlichsten Dinge.

Zwischen Palatin und Kapitol liegt das Forum Romanum, der Mittelpunkt der Stadt. Es war Marktplatz und Versammlungsort zugleich. Hier wurden wichtige politische Entscheidungen getroffen, Gerichtsverhandlungen geführt, bedeutende Ansprachen gehalten. Lateinschüler übersetzen bis heute die berühmten Reden von Cicero oder Cato. Hier fanden aber auch mitternächtliche Geheimtreffen statt!

Als Hauptstadt des römischen Imperiums strahlte Rom in die gesamte antike Welt hinaus. Von hier aus regierten Kaiser und Senatoren die rund vierzig Provinzen, die sich um das Mittelmeer herum erstreckten. Das Römische Reich war riesig: Frankreich, Spanien, Tunesien, Ägypten, Syrien, Türkei, Rumänien, Großbritannien, weite Teile von Deutschland und viele andere Länder gehörten dazu. Wo wir heute zu Hause sind, marschierten vor tausendneunhundert Jahren die Legionäre über gepflasterte Römerstraßen, wurden Tempel errichtet und lateinische Inschriften in Grabsteine gemeißelt.

Eine der römischen Provinzen hieß Rätien. Sie liegt an der Grenze zu Germanien. Hier wohnen vor langer Zeit die beiden Freunde Magnus und Finn, die du vielleicht schon aus den Büchern »Verschwörung am Limes« und »Die vergessenen Spiele« kennst. Von Vetoniana aus reisen Magnus und Finn diesmal über die Alpen nach Rom, einem neuen Abenteuer entgegen. Vetoniana gab es wirklich. Es ist das heutige Pfünz und liegt mitten in Bayern im Altmühltal.

Wir befinden uns im Spätherbst des Jahres 133 nach Christus. Begleitet von sieben Erwachsenen machen sich Magnus und Finn auf den Weg in die Hauptstadt. Zu dieser Zeit wohnten in Rom über eine Million Menschen der verschiedensten Kulturen. Aus allen Provinzen strömten die Menschen zusammen, um als Wissenschaftler zu arbeiten, Handel zu treiben und den Reichtum der Stadt zu genießen. Die Badeanstalten waren äußerst komfortabel, und nirgendwo gab es schönere Theaterbauten. Das berühmteste kennst du bestimmt: Es hieß zur Kaiserzeit »Flavisches Amphitheater« und ist heute als Kolosseum auf fast jeder Postkarte Roms abgebildet. Früher fanden dort Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen statt.

Viele bedeutende Menschen lebten in der Hauptstadt. Einer von ihnen hieß Claudius Galenus. Ihn gab es wirklich, auch wenn er einige Jahre später lebte als in diesem Buch beschrieben. Er war ein hervorragender Arzt, der Gladiatoren, Politiker und sogar den Kaiser behandelte. Er war aber auch ziemlich gemein und hochnäsig, seinen Kollegen machte er das Leben schwer.

Wieder ist es ein kniffliger Fall, den die beiden Freunde Magnus und Finn zu knacken haben. Unterstützung bekommen sie von Adrian, Titus, Konstantin und dem dicken Bobo, die gemeinsam ein eigenes Unternehmen gegründet haben. Immer nach der Schule treffen sie sich in »Bobos Backstube«, um Fladenbrote in den Ofen zu schieben. Auch die geheimnisvolle Silvana hilft kräftig mit.

Die Kinder liefern die warmen, frisch belegten Fladenbrote direkt in die Häuser. Damit kann ihr Unternehmen mit Fug und Recht als erster Pizzaservice der Antike bezeichnet werden! Die Kunden damals mussten allerdings auf leckere Tomaten verzichten – sie kamen erst durch die Entdeckung Amerikas zu uns nach Europa. Doch mit kleinen Fischen, Ziegenkäse oder Oliven belegt haben die Fladenbrote sicherlich auch sehr fein geschmeckt.

Mit dabei bei diesem Abenteuer sind auch die Mauleseldame namens Herzchen und eine struppige rotbraune Katze. Werden Magnus und Finn es schaffen, das Rätsel zu lösen, bevor es wieder heim nach Vetoniana geht? Auch diesmal gibt es wieder mehrere Verdächtige …

1. Kapitel

Es war ein milder Herbsttag. Die Bauern jenseits der Grenze brachten die Ernte ein, und auch auf der anderen Seite des Limes, in Vetoniana, begannen die Soldaten, sich auf kältere Tage vorzubereiten. Appius Claudius, der Vater von Magnus, war zum Holzhacken eingeteilt.

»Niemand hat es so gut wie ein römischer Legionär!«, rief er laut und holte mit der Axt weit aus. Das Holzstück brach auseinander, und die beiden Teile flogen krachend zu Boden.

»Wir müssen im Winter nicht frieren…«

»…und im Sommer viel schwitzen«, neckte ihn ein Kollege, der gerade an ihm vorbeilief. Appius Claudius war dafür bekannt, dass er das Soldatenleben in den höchsten Tönen lobte. Er war Soldat mit Leib und Seele und konnte sich keinen besseren Beruf vorstellen.

»Übernimmst du meinen Wachdienst heute Nacht?«, zog ihn ein zweiter Mann auf, der hinüber zu den Pferdeställen marschierte.

Aber Appius Claudius schüttelte den Kopf. »Ich brauche meinen Schlaf, damit ich morgen wieder mein Land verteidigen kann!« Er schwang erneut die Axt. »Hoch lebe das Römische Reich!«

Andere Soldaten holten Lederhäute aus dem Lagerraum und begannen, sie in die Fensteröffnungen zu spannen. Nur noch wenige Wochen, dann würde der Winter kommen. Nachts wurde es jetzt schon empfindlich kühl hier im nördlichen Teil des Römischen Reichs, und das Leder hielt wenigstens einen Teil der Kälte draußen, wenn sich die Soldaten nachts in ihren Schlafstuben in die Decken wickelten.

Die Schläge des Holzhackers hallten bis hinüber zum Exerzierplatz, wo Magnus und Finn den Soldaten beim Üben zuschauten. Magnus war der Sohn von Appius Claudius, Finn sein Freund aus Germanien. Dreißig Mann mit Schilden und Schwertern waren kampfbereit, die Helme und Kettenhemden glänzten in der tief stehenden Sonne. Es waren neue Männer, die vom Lagerchef angelernt wurden.

»Sieht das nicht prächtig aus?«, schwärmte Magnus und blickte anerkennend auf die Legionäre. Doch Finn hatte nur einen müden Blick für das Spektakel übrig. »Kämpfen können wir Germanen auch«, gähnte er und schnippte gelangweilt ein vertrocknetes Herbstblatt von seinem Ärmel. »Das haben wir euch Römern mehr als einmal bewiesen. Außerdem, es sind ja nur Holz- schwerter.«

Hoppla, hat der heute schlechte Laune, dachte Magnus und beschloss, lieber den Mund zu halten.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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