Detektivin Wunderwuzzi in Dänemark - Karin Jäger - E-Book

Detektivin Wunderwuzzi in Dänemark E-Book

Karin Jäger

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Beschreibung

Silke ist eine schrille, flatterhafte Persönlichkeit und von Kindesbeinen an Detektivin. Sie liebt das Meer, auch wenn es gerade kalt ist, und dänisches Plundergebäck. Als Spezialistin für Cold Cases widmet sie sich dem Aufspüren von Personen, die bereits vor langer Zeit verschollen sind. Ihr aktueller Fall hat sie und ihre drei kleinen Suchhunde nach Dänemark geführt. Dort forscht Silke nach einer seit Jahren vermissten Landsfrau, um den Angehörigen die Möglichkeit zu geben, abzuschließen. Aber sich dabei erholen und sich vergnügen möchte Silke auch! Kommen Sie mit und verfolgen Sie Silkes Erlebnisse, die sie als Tagebuch für ihre Fans und Follower bloggt. Wird Silke diesen Fall lösen? Karin Jäger schreibt Geschichten und Gedichte und das ist ihr 14. Band.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Karin Jäger

Detektivin Wunderwuzzi in Dänemark

20 kribbelige Kapitel

Die Autorin behält sich die Verwertung der urheberrechtlich geschützten Inhalte dieses Werks für Zwecke des Text- und Data-Minings nach §44b UrhG ausdrücklich vor. Jegliche unbefugte Nutzung ist hiermit ausgeschlossen. Der Inhalt dieses Buchs ist urheberrechtlich geschützt. Die unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, sind untersagt. Alle im Inhalt erwähnten, beschriebenen oder abgebildeten Personen, Orte und Ereignisse sind fiktiv.

Impressum

Text/Grafik: © 2026 Copyright by Karin Jäger

Umschlag: © 2026 Copyright by Karin Jäger

Verantwortlich für den Inhalt: Karin Jäger, c/o Block Services, Stuttgarter Str. 106, D-70736 Fellbach

Verantwortlich für den Druck: epubli – ein Service der Neopubli GmbH, Berlin

Über die Detektivin

Silke ist eine grauhaarige Lady unbestimmten Alters, eine schrille, flatterhafte, fantasievolle Persönlichkeit, die die Dinge vielleicht nicht immer total realistisch sieht. Von Kindesbeinen an hat sie sich als Detektivin betätigt. Sie liebt süßes und herzhaftes Gebäck wie Wienerbrød (dänische Plunder) und Pizza, und sie liebt das Meer, auch wenn es gerade kalt ist. Als namhafte Spezialistin für Cold Cases widmet sich Silke dem Aufspüren der sterblichen Überreste von Personen, die bereits vor langer Zeit verschollen sind. Ihre Mission ist es, den Angehörigen die Möglichkeit zu geben, mit ihrer Trauer abzuschließen. Ihre Suchhunde bildet Silke schon immer selbst aus und gegen Angriffe kann sich sich zur Not auch handgreiflich verteidigen. Sie ist Gelegenheitsraucherin und etwas esoterisch angehaucht. Obwohl Silke ihre Lebensaufgabe und Disziplin wichtig sind, sucht sie ebenso den Ausgleich, zum Beispiel in langen Spaziergängen mit ihren Hunden. Silke reist gern, um sich die große, wunderbare Welt anzusehen. Dabei verbindet sie das Angenehme mit dem Nützlichen und löst daher Vermisstenfälle auch international.

#1 Eine Lebensaufgabe

Diesen Sommer habe ich mir für den Urlaub etwas ganz Besonderes ausgesucht. Das wird ganz toll. Jetzt sitze ich hier schon im wunderschönen Dänemark in meinem schnuckligen Ferienhaus, genieße lecker einheimisches Wienerbrød zum Kaffee und studiere meine Aufzeichnungen.

Die Hundis sind draußen am Tollen, die Süßen. Die lange Autofahrt haben sie bestens überstanden. Ganz brav waren sie, so süß. Jetzt hatten sie ein paar Tage Zeit, sich von den Strapazen zu erholen. So eine Reise nimmt die einfach mit. Da kann man noch so oft Boxenstopp machen.

Ich selber brauchte auch ein paar Stunden am Meer, um runterzukommen von dem Stress und um zu relaxen. Ganz herrlich ist es hier. Man lebt hier in Dänemark wie Gott in Frankreich. Dieses Licht. Diese Luft. Und natürlich sind wir auch gleich rein ins Wasser, das leider noch etwas kalt ist. Aber ihr kennt mich ja: Ich bin eine Wasserratte. Und die Hundis sowieso.

Und wie ihr wisst, geht es bei mir nie ganz ohne Arbeit. Natürlich haben wir uns auf diesen Ausflügen gleich ein bisschen umgesehen und strategisch gegrüßt. Die Zielperson habe ich zwar noch nicht ausfindig gemacht. Aber ich lasse es langsam angehen. Eile mit Weile, wie meine allerliebste Omi immer so schön sagte.

Die weniger wahrscheinlichen Ablageplätze haben wir bereits ausgekundschaftet, zum Warmlaufen sozusagen. Das waren wirklich schöne, abgeschiedene Stellen, richtig idyllisch in der Natur gelegen. Dänemark hat landschaftlich wirklich einiges zu bieten und ich muss über mich selbst staunen, dass ich nicht schon früher hergekommen bin. Doch Dänemark war wirklich immer ein Sehnsuchtsziel von mir, das könnt ihr mir glauben.

Und die Laika, die ist so was von anstellig und intelligent. Diese Rasse ist ja sowieso gelehrig. Aber die Laika ist schon noch was ganz Besonderes. Mittlerweile ist sie trotz ihrer Jugend so zuverlässig wie Belka und Strelka, die ja einiges mehr an Erfahrung auf dem pelzigen Buckel haben.

Spaßeshalber habe ich versucht, sie mit dem Knöchelchen von Opi zu trainieren. Nach all den Jahren – OMG, ich muss ehrlicherweise Jahrzehnte (!) sagen. Nach all den Jahrzehnten hatte ich nicht wirklich erwartet, dass da noch genügend Geruch dran ist, um Laika damit abzurichten. Doch es hat geklappt. Da war der liebe Opi doch noch mal zu was gut und er hilft mir immer noch bei meiner wichtigen Aufgabe. Danke, lieber Opi, wo immer du jetzt auch bist, glaube ich, dass du deinen kleinen Finger gerade nicht vermisst.

Ich wette, Opi hätte sogar gelacht, wenn er gekonnt hätte, als ich heimlich bei seiner Aufbahrung in der Kirche mit der Rosenzange... hihi. Und keiner hat es gemerkt. Ich wurde hingegen gelobt für den schönen Blumenstrauß, den ich Opi auf die geplünderten Hände gelegt hatte. Hihi, da muss ich heute noch kichern, wenn ich daran denke. Ich glaube, die Geschichte erzähle ich euch heute zum ersten Mal, oder? Ist doch ein Ding, oder? Aber ihr kennt mich, ich bin ein Wunderwuzzi.

Inzwischen habe ich ganz andere Möglichkeiten, um an Material für mein Hundetraining zu kommen. Doch damals war ich erst acht Jahre alt und musste die Chance nutzen. Was blieb mir anderes übrig. Ich hatte meinen ersten Vermisstenfall aufzuklären. Damals hatte ich einfach das Gefühl, dass die Polizei, die Erwachsenen nicht genug taten, um die liebe Berta zu finden; Liberta hieß sie eigentlich. Niemand suchte wirklich nach Berta. Da nahm ich die Sache selbst in meine kleine Hand, und ich muss gerade mal ein stolzes Tränchen verdrücken, wie ich dies euch heute erzähle.

Inzwischen habe ich mir einen Namen damit gemacht und es ist zu meiner Mission geworden, Angehörigen die Möglichkeit zu geben, abzuschließen. Und auch an diesem malerischen Ort, wo man sich Böses gar nicht vorstellen mag, gibt es so einen Fall, wo ich wahrscheinlich helfen kann. Ich habe eine Spur gefunden und irgendwie werde ich es wieder einfädeln, dass ich mit meinen Hundis das Grundstück des Verdächtigen absuche. Vielleicht haben wir dort Glück.

Aber Glück oder Kommissar Zufall ist nicht mein einziger Pfeil im Köcher, um einen Vermisstenfall aufzuklären. Vor dem Hintergrund meiner speziellen Expertise sehe ich die Landschaft mit ganz anderen Augen. Bereits im Vorfeld habe ich einen Plan ausgearbeitet, nach dem ich systematisch die Umgebung absuche. Dafür habe ich vier Wochen Zeit. Genauer gesagt sind es noch dreieinhalb Wochen und ich werde selbstverständlich daneben auch die Muße finden, Dänemark zu genießen und meine Akkus wieder aufzuladen. Also, jetzt im übertragenden Sinn. Meinen Akku vom Handy lade ich sowieso immer über Nacht, das ist kein Ding.

Natürlich schrecke ich auch nicht davor zurück, den Verdächtigen direkt anzugehen. Schon so mancher ist nervös geworden, als ich ihn auf einen Fall ansprach. Und wer nervös wird, der macht Fehler!

Für mich ist so eine Reaktion auf eine alte Geschichte, die einen Unbeteiligten eigentlich kalt lassen sollte, natürlich ein Ansporn. Da weiß ich dann sofort, dass ich auf der richtigen Spur bin.

Manchmal stelle ich dem Verdächtigen eine Falle. Ich behaupte, ich wüsste etwas, und lege mich auf die Lauer. Und der Täter läuft dann brav los und macht irgendwas Dummes, haha. Meistens holt er die Leiche hervor, um sie wegzuschaffen. Bevor er fertig ist, wird er von der Polizei aufgesammelt und die Handschellen klicken. Ein paar Mal wurde auch versucht, mich aus dem Weg zu räumen. Ja, das war manchmal ganz schön brenzlig. Aber euer Wunderwuzzi übersteht alles, und ein besseres Geständnis kann man nicht bekommen. Außer natürlich, wenn der Täter zugibt, dass er es war. Ihr wisst, wie ich das meine.

Ich würde ja zu gerne einmal irgendwo in der Ferne einen Cold Case klären. An einem exotischen Ort. Unter Palmen. Ohne meine Hundis jedoch bin ich nichts und die Quarantäne bei der Ein- und Ausfuhr will ich ihnen nicht antun. Ganz abgesehen von der Reise im Gepäckraum eines Fliegers. Nein, da bleibe ich lieber auf meinem eigenen Kontinent. Da gibt es auch viele lohnenswerte Ziele. Sowohl landschaftlich-kulturell als auch der Sache wegen. Menschen verschwinden ja leider überall. Oder zum Glück für meine Reiselust, hihi.

Jetzt muss ich aber kurz mal unterbrechen, meine Lieben. An der Tür hat es geklopft. Wer kann das nur sein? Hier kennt mich doch niemand...

***

Prominenz ist ein zweischneidiges Schwert.Mancher fragt sich zu spät: War es das wert?

***

#2 Verwicklungen

Meine Lieben! Jetzt habt ihr ein paar Tage gar nichts von mir gehört! Das tut mir unendlich leid und ich hoffe, ihr habt euch nicht allzu viele Sorgen um mich gemacht! Doch ihr wisst bestimmt schon aus den Medien, dass es mir gut geht. Ja, ich habe es ziemlich gut überstanden. Es war allerdings eine sehr knappe Sache dieses Mal!

Vielleicht lag es an der frühen Stunde, dass ich noch nicht voll auf dem Quivive war und mich deswegen eine halbe Sekunde zu spät auf die Seite geworfen habe. Da hat er mich dann erwischt!

Das ist eine ganz ordentliche Schramme geworden, das kann ich euch sagen! Zwölf Zentimeter lang quer über den Bauch, aber zum Glück weniger als einen Zentimeter tief. Das hat wie doll geblutet! Und mein schönes T-Shirt war auch hin. Mensch, das war nagelneu!

Ich ließ mir die Wunde allerdings direkt im Krankenwagen zusammenklammern und bin gar nicht erst mit in die Klinik, obwohl die das ganz dringend wollten. Tetanus-Impfung war ja noch aktuell und wer sorgt denn sonst für meine Hundis, während ich in der Klinik bin? Darauf konnten die Sanitäter mir auch keine Antwort geben!

Ein bisschen flau vom Blutverlust wird mir die nächsten zwei, drei Tage schon noch sein. Aber danach können ich und meine Wauzis der Polizei selbstverständlich behilflich sein. Leichenspürhunde sind rar und deswegen hat man mich jetzt offiziell um Hilfe gebeten. Da besteht auf jeden Fall eine moralische Verpflichtung für mich und außerdem bin ich ja gerade deswegen extra hierher gekommen; um nach dieser Leiche zu suchen.

Aber zuerst musste ich mich ein wenig erholen und aufbauen und mich auch darum kümmern, dass das Internet im Ferienhaus wieder in Gang gebracht wird. Ich bin die letzten Tage ziemlich auf dem Zahnfleisch gegangen. Ohne Internet kann ich ja eigentlich gar nicht. Doch leider war es für einige Zeit ausgefallen, weil ich ausgerechnet das Kabel fürs Internet verwendet habe, um meinen Angreifer zu fesseln. Das sagt einem in dem Moment auch keiner! Und wenn ich gewusst hätte, was das für Diskussionen und Verhandlungen mit meinem Vermieter auslöst, dann hätte ich mir die Zeit genommen, ein anderes Kabel zu suchen!