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Studienarbeit aus dem Jahr 1997 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,0, Universität Bremen (Betriebswirtschaft), Veranstaltung: Technische Wertpapieranalyse, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung 1. Motivation Die Fragestellung, die durch das Thema des Referates angedacht ist, verbindet zwei Betrachtungs- und Sichtweisen miteinander, die auf den ersten Blick konträr erscheinen. Allein die Kombination der beiden Bearbeitungsfelder „Jahresabschluß“ - also die vornehmlich externe Betrachtungsweise einer Unternehmung - und „Break-even-Analyse“ - als internes Instrument der Kostenrechnung im Controlling - läßt auf einige Komplikationen schließen. Anhand der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, dieses Problem zu lösen. Hierbei ist nicht nur das unterschiedliche Maß an Informationen, das dem Betrachter zur Verfügung steht, zu berücksichtigen, sondern auch die Betrachtungsweise, die von diesem zugrunde gelegt wird. Die internen Aufgaben der Unternehmung sind vor allem darauf gerichtet, das Unternehmen im Konkurrenzkampf gegenüber anderen Marktteilnehmern erfolgreich zu führen, d.h. das vorhandene Potential zu erhalten oder gegenüber anderen noch auszubauen. Die Break-even-Analyse bietet hierzu eine von vielen Möglichkeiten, innerhalb des Kosten- und Leistungsmodelles - im Rahmen einer internen betriebsanalytischen Vorausschaurechnung - eine Lösung zur Abschätzung des kostenstrukturellen Risikos im leistungswirtschaftlichen Bereich zu finden.1 Um dieses noch einmal zu verdeutlichen, kann die Break-even-Analyse, aber auch das gesamte Gebiet der Kostenrechnung, mit dem Röntgengerät eines Arztes verglichen werden. Es zeigt dem Arzt das Innere des Menschen, also synonym das Innere einer Unternehmung. Da die inneren Vorgänge und Zustände äußerlich nicht sichtbar sind, ist das Röntgengerät unerläßlich für Diagnose und Therapie, also für das Unternehmen notwendig, um mögliche Fehler in der innerbetrieblichen Leistungserstellung zu entdecken und ihnen entgegenwirken zu können.2 Dieses Röntgengerät besitzt der externe Betrachter einer Unternehmung nicht, er muß also zur Beurteilung des Unternehmens Ersatz- oder Hilfsinstrumente entwickeln, die für ihn möglichst einen ähnlichen Informationsgehalt besitzen. Die interne und die externe Betrachtungsweise würden sich in diesem Fall decken. Beide Betrachtungen zielen auf ein von innen „gesundes“ Unternehmen, das sich am Markt behaupten kann. Gerade die Break-even-Analyse läßt hier eindeutige Entscheidungen zu, denn Break-even-Fragen sind immer mit der Untersuchung von Grenzpunkten verbunden, die „positive“ von „negativen“ Ergebnissen trennen. [...]
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Veröffentlichungsjahr: 2002
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Thema : Die Break-even-Analyse im Rahmen der Jahresabschlußanalyse
Projekt :Finanzanalyse und Portfoliomanagement
Veranstaltung :Fundamentalanalyse, insbesondere Jahresabschlußanalyse
VAK-Nr. :07-636
SBLN-Art :Referat
Fachbereich :Wirtschaftswissenschaft, Universität Bremen
Semester :WS 1996/97
Verfasser :Kai Gerdes Henry Müller Dirk Schmolke
Vortrag :05. 02. 1997
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ABBILDUNGSVERZEICHNIS Abb. 1 : Bestimmung des Break-even-Punktes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Abb. 2 : Mögliche alternative Absatzmengen eines Zweiproduktunternehmens zur Realisierung des Break-even-Punktes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Abb. 3 : Gewinnschwellengerade eines Zweiproduktunternehmens . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Abb. 4 : Erweiterung der Gewinnschwelle auf einen planmäßigen Mindestgewinn . . . . . . . 12 Abb. 5 : Auswirkungen einer Veränderung des Absatzpreises auf den Break-even-Punkt . . 14 Abb. 6 : Darstellung des „operating leverage“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Abb. 7 : Entwicklung des Unternehmenserfolges bei unterschiedlichen Fixkosten . . . . . . . . 20 Abb. 8 : Wahrscheinlichkeitsverteilung der Absatzmengen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Abb. 9 : Normalverteilung der Gewinnabweichungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Abb. 10 : Break-even-Analyse anhand eines ausgewählten Einzelabschlusses . . . . . . . . . . . 48 IIIPage 5
Abb.Abbildung
Abs.Absatz
Art.Artikel
Ausg.Ausgabe
BEPBreak-even-Punkt, -Punkte, -Punkten, -Punktes
Bsp.Beispiel
bspw.beispielsweise
bzw.beziehungsweise
ca.circa
DB(Gesamt-) Deckungsbeitrag
DBStDeckungsbeitrag pro Stück
d.h.das heißt
EDVElektronische Datenverarbeitung
etc.et cetera
evtl.eventuell
exkl.exklusive
f.folgende
ff.fortfolgende
GEGeldeinheiten
GuVGewinn- und Verlustrechnung
HGBHandelsgesetzbuch
i.d.R.in der Regel
inkl.inklusive
korr.korrigiert
Nr.Nummer
o.a.
o.ä.
Pos.Position
S.Seite
sog.sogenannte
usw.und so weiter
u.U.unter Umständen
Vgl.Vergleiche
z.B.zum Beispiel
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Die Fragestellung, die durch das Thema des Referates angedacht ist, verbindet zwei Betrachtungs-und Sichtweisen miteinander, die auf den ersten Blick konträr erscheinen. Allein die Kombination der beiden Bearbeitungsfelder „Jahresabschluß“ - also die vornehmlich externe Betrachtungsweise einer Unternehmung - und „Break-even-Analyse“ - als internes Instrument der Kostenrechnung im Controlling - läßt auf einige Komplikationen schließen. Anhand der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, dieses Problem zu lösen. Hierbei ist nicht nur das unterschiedliche Maß an Informationen, das dem Betrachter zur Verfügung steht, zu berücksichtigen, sondern auch die Betrachtungsweise, die von diesem zugrunde gelegt wird.
Die internen Aufgaben der Unternehmung sind vor allem darauf gerichtet, das Unternehmen im Konkurrenzkampf gegenüber anderen Marktteilnehmern erfolgreich zu führen, d.h. das vorhandene Potential zu erhalten oder gegenüber anderen noch auszubauen. Die Break-even-Analyse bietet hierzu eine von vielen Möglichkeiten, innerhalb des Kosten- und Leistungsmodelles - im Rahmen einer internen betriebsanalytischen Vorausschaurechnung - eine Lösung zur Abschätzung des kostenstrukturellen Risikos im leistungswirtschaftlichen Bereich zu finden.1
Um dieses noch einmal zu verdeutlichen, kann die Break-even-Analyse, aber auch das gesamte Gebiet der Kostenrechnung, mit dem Röntgengerät eines Arztes verglichen werden. Es zeigt dem Arzt das Innere des Menschen, also synonym das Innere einer Unternehmung. Da die inneren Vorgänge und Zustände äußerlich nicht sichtbar sind, ist das Röntgengerät unerläßlich für Diagnose und Therapie, also für das Unternehmen notwendig, um mögliche Fehler in der innerbetrieblichen Leistungserstellung zu entdecken und ihnen entgegenwirken zu können.2Dieses Röntgengerät besitzt der externe Betrachter einer Unternehmung nicht, er muß also zur Beurteilung des Unternehmens Ersatz- oder Hilfsinstrumente entwickeln, die für ihn möglichst einen ähnlichen Informationsgehalt besitzen. Die interne und die externe Betrachtungsweise würden sich in diesem Fall decken. Beide Betrachtungen
1Vgl. Küting, Karlheinz;Weber, Claus-Peter: Die Bilanzanalyse: Lehrbuch zur Beurteilung von Einzel- und
Konzernabschlüssen, Stuttgart 1994, S. 321.
2Vgl. Polaschewski, Edwin; Peran, Christian; Schlein, Uwe: Entscheidungsorientierte Kostenrechnung,
Berlin 1991, S. 9.
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zielen auf ein von innen „gesundes“ Unternehmen, das sich am Markt behaupten kann. Gerade die Break-even-Analyse läßt hier eindeutige Entscheidungen zu, denn Break-even-Fragen sind immer mit der Untersuchung von Grenzpunkten verbunden, die „positive“ von „negativen“ Ergebnissen trennen.3
Für die externe Untersuchung können Kapitalgeber in Form von Finanzinstituten durch die Gewährung von Fremdkapital oder durch den Erwerb von Beteiligungen, z.B. in Form von Aktien, auftreten. Ebenso können dieses Privatanleger sein, die durch den Kauf von Obligationen oder Aktien Interesse an dem Unternehmen zeigen. Diesen externen Betrachtern kann das zu untersuchende Unternehmen durch die zur Verfügungstellung von umfangreichem Zahlenmaterial und durch das Umsetzen des „Shareholder Value“-Gedankens, der auf einen langfristig steigenden Unternehmenswert im Sinne der Aktionäre zielt4, entgegen kommen. Für Kapitalgeber mit einem sehr kurzfristigen Horizont, z.B. Anleger mit spekulativen Charakter aufgrund von Chartsignalen, kann die Break-even-Analyse keine Entscheidungshilfe bieten, da sie für derartige Überlegungen eine zu lange Periode berücksichtigt.
Die Fragestellung, die letztendlich geklärt werden sollte, ist darauf gerichtet, ob das zur Verfügung stehende Datenmaterial ausreicht, um als externer Betrachter eine vernünftige und aussagekräftige Break-even-Analyse durchführen zu können. Ansonsten müssen vielmehr Vereinfachungen getroffen werden, um so auf ein adäquates Ergebnis zu kommen. Sollte dieses nicht möglich sein, so ist weiter zu prüfen, ob die erzielten Ergebnisse einen ausreichenden Aussagewert besitzen.
Zur Lösung des oben beschriebenen Problemes ist es zunächst einmal wichtig, die Grundlagen der Break-even-Analyse zu kennen und sie anzuwenden, um dann im folgenden die Ergebnisse richtig interpretieren zu können.
3Vgl. Schweitzer, Marcell; Troßmann, Ernst: Break-even-Analysen: Grundmodell, Varianten, Erweiterungen,
Stuttgart 1986, S. 253.
4Vgl. Lang, Jörg: Das Jahr der Stockpicker, in: Finanzen 01/1997, S. 42 ff.
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Dabei wird zunächst auf die Aufgaben und Ziele der Break-even-Analyse eingegangen, um zu verdeutlichen, vor welchem Hintergrund ein Unternehmen diese anwendet. Anschließend werden in diesem Kapitel die Standard- und Spezialmodelle der deterministischen und der stochas-tischen Break-even-Analyse vorgestellt. Durch eine abschließende Beurteilung der konventionellen Breakeven-Analyse wird die Grundlage für eine Anwendung in der externen Unternehmensanalyse geschaffen.
Bei einer Anwendung der Break-even-Analyse im Rahmen der Jahresabschlußanalyse wird zunächst einmal auf einige grundsätzliche Probleme des externen Analytikers eingegangen. Im weiteren werden in diesem Kapitel verschiedene Berechnungsmethoden vorgestellt, die es ermöglichen sollen, den BEP näherungsweise darzustellen. Die Probleme, die hierbei entstehen können, werden anhand eines Praxismodelles näher durchleuchtet, so daß es am Ende dieser Untersuchung möglich sein wird, die eingehende Fragestellung durch Theorie- und Praxisanwendung hinreichend beantworten zu können.
Eine thesenförmige Zusammenfassung sowie eine kritische Würdigung der Verfasser wird diese Arbeit abrunden.
