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Siggi und seine Freunde gehören zu den Besten – zumindest im neuesten Online-Game, das gerade die ganze Stadt in Atem hält. Level um Level versinken sie tiefer in der digitalen Welt, bis sie kaum noch wahrnehmen, was um sie herum geschieht. Toni und die Himmelsstürmer merken schnell, dass etwas nicht stimmt. Mit wachsender Sorge beobachten sie, wie die Jüngeren mehr und mehr den Blick für die Wirklichkeit verlieren und beschließen zu handeln. Doch können sie gemeinsam das Schlimmste verhindern? „Gefangen im Netz“ ist der dritte Band der beliebten Jugendbuchreihe Die Himmelsstürmer. Die Bücher erzählen spannende, moderne Geschichten über Freundschaft, Teamgeist und den Mut, für das Richtige einzustehen. Neben Fußball und großen Abenteuern geht es auch um Fragen des Glaubens und Werte, die Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleiten. Ideal für Leserinnen und Leser ab 10 Jahren, die fesselnde Abenteuer lieben – und für Eltern, Lehrkräfte, Pastoren oder Gemeindepädagogen, die nach unterhaltsamer und zugleich werteorientierter Jugendliteratur suchen.
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Seitenzahl: 124
Veröffentlichungsjahr: 2025
Manuel Suhre
Die Himmelsstürmer
Band 3: Gefangen im Netz
Über den Autor:
Manuel Suhre ist Autor, Möchtegernsportler und Serienliebhaber. Neben seiner Tätigkeit als YouTuber und Online-Redakteur hat er das Geschichtenerzählen für sich entdeckt, was seine Frau und die gemeinsamen drei Kinder des Öfteren als Testobjekte über sich ergehen lassen müssen. 1979 in Bergisch Gladbach geboren verbrachte er Kindheit und Erwachsenwerden im Westerwald, studierte anschließend Informatik in Osnabrück und bewohnt nun mit seiner Familie eine alte Dorfschule im wunderschönen Hunsrück.
Mehr über den Autor erfährst du unter:
www.schaumimohr.de
Bisher von den Himmelsstürmern erschienen:
Band 1: Die Himmelsstürmer – Im Käfig
Band 2: Die Himmelsstürmer – Torjagd in Schweden
Toni
Anton Schmidtke ist 14 Jahre alt, liebt das Fußballspielen und ist allen nur als ‚Toni‘ bekannt. Als torgefährlicher Linksaußen stürmt er für den VFL und träumt gemeinsam mit seinem besten Freund Julian von einer Profi-Karriere. In Band 1 (Die Himmelsstürmer: Im Käfig) lernt er auf einem Käfigturnier die Himmelsstürmer kennen und mit ihnen Lina, Matthias, Ruben und viele andere tolle Menschen, die sein Leben ganz schön auf den Kopf stellen.
Lina
Lina Seeberger ist ebenfalls 14 Jahre alt. Auch wenn Toni und sie die gleiche Schule besuchen, lernen sie sich erst auf einem der Käfigturniere im ersten Abenteuer der Himmelsstürmer kennen. Lina ist eine erstklassige Turmspringerin und mag es sehr, sich mit ihren Freunden im Jugendkreis zu treffen. Dank ihr lernen auch Toni und seine Zwillingsschwester Emma Linas Kirchengemeinde kennen.
Emma
Emma ist Tonis Zwillingsschwester. Auch sie ist begeistert von den Menschen und der Herzlichkeit, die sie im Jugendkreis kennenlernen durfte. Sie beginnt ein wenig für Jonas zu schwärmen, der dort Gitarre spielt. Im Gegensatz zu ihrem Bruder Toni ist Sport eher nicht so ihr Ding. Stattdessen zeichnet sie für ihr Leben gern.
Siggi
Siggi Schmidtke ist der kleine Bruder von Emma und Toni. Er ist zwei Jahre jünger als seine Geschwister und teilt sich gemeinsam mit Toni ein kleines Zimmer. Er erweitert stetig seine Videospiel-Sammlung und interessiert sich für alles, was mit Computern und Elektronik zu tun hat.
Lotte
Lotte ist eine gute Freundin von Siggi und wohnt im selben Häuserblock wie er. Schon seit ihren Krabbelgruppentagen kennen sich die beiden, und auch heute verbringen sie viel Zeit miteinander. Nachmittags trifft sie sich am liebsten mit Siggi, Klausi und Andi in irgendwelchen Online-Games. Hier ist Lotte unschlagbar, egal ob als clevere Strategin oder blitzschnelle Spielerin.
Klausi
Klausi gehört einfach dazu. Ohne ihre besten Freunde Siggi, Lotte und Andi? Unvorstellbar! Egal ob online oder offline – für Klausi zählt nur eins: zusammenbleiben. Ihre Eltern sind erfolgreiche Wissenschaftler, die rund um den Globus reisen und dabei gutes Geld verdienen. Zum Glück gibt es ihre Oma, die einzieht, wenn die Eltern auf Forschungsreise sind. Aber auch dann fühlt sich Klausi manchmal wie auf einer einsamen Insel.
Andi
Andi hat einfach den Dreh raus, wenn es darum geht, sich vor dem Sportunterricht zu drücken, Bauchschmerzen? Klar. Plötzlicher Schuhverlust? Na sicher. Doch sobald der Unterricht vorbei ist, fliegt er förmlich an den Rechner. Online ist er in seinem Element. Gemeinsam mit seinen besten Freunden Lotte, Klausi und Siggi ist er stets auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer.
Ruben
Ruben ist mit 16 Jahren der älteste Spieler der Himmelsstürmer. Als Kapitän übernimmt er das Training der kleinen Mannschaft und hält das Team zusammen. Im Spiel ist er eine wichtige Mittelfeld-Schnittstelle zwischen Abwehr und Sturm. Für ihn steht die Freude am Spiel und die Gemeinschaft mit den anderen im Vordergrund.
Julian
Julian ist Tonis bester Freund. Sie gehen in dieselbe Klasse und trainieren gemeinsam beim VFL. Er ist ein gefürchteter Links-Verteidiger und versorgt Toni präzise mit passgenauen Flanken. Wie bei vielen guten Freunden üblich, kann es auch zwischen Toni und Julian ab und an mal so richtig krachen. Doch in der Regel finden sie sehr schnell wieder zueinander.
Rosi
Rosi ist eine waschechte Himmelsstürmerin. Sie liebt das Fußballspielen und die Musik. Gemeinsam mit Jonas sorgt sie mit ihren Percussion-Künsten für die passende musikalische Untermalung im Jugendkreis. Auf dem Fußballplatz ist durchsetzungsstärker als viele ihrer männlichen Gegner. Sie gilt als loyale Freundin, versteht sich sehr gut mit Emma und Lina und spätestens seit dem letzten Abenteuer der Himmelsstürmer auch mit Julian.
Matthias
Matthias ist der Jugendpastor der Gemeinde, zu der auch das kleine Fußballteam der Himmelsstürmer gehört. Er betreut den Jugendkreis, organisiert Events und Freizeiten für Jugendliche, predigt aber auch in Gottesdiensten oder auf anderen Gemeindeveranstaltungen. Darüber hinaus trainiert er als ehemaliger Turmspringer und Olympia-Teilnehmer Linas Nachwuchs-Springteam. Er ist in jeder Hinsicht eine wichtige Anlaufstelle und Vertrauensperson für Toni, Lina und die anderen Teilnehmer des Jugendkreises.
Unter Einsatz seiner letzten Kräfte sprintete Siggi auf einen rostigen Schiffscontainer zu. „Jetzt nur nicht langsamer werden!“, spornte er sich an und holte zu einem gewaltigen Sprung über das vor ihm liegende Hindernis aus. Mit etwas Glück würde er seinen Verfolger abschütteln können. Rutschend landete er im feuchten Sand auf der anderen Seite des Containers und ließ für einen Augenblick die Kulisse des verlassenen Verladehafens auf sich wirken.
Erst vor wenigen Minuten hatte die Sonne die Regenwolken beiseitegeschoben und durchflutete nun die engen Gassen und Kaianlagen mit hellem Licht. Riesige Containerschiffe warteten unter wolkenkratzerhohen Kränen darauf, beladen zu werden und wieder in See zu stechen. Möwen flatterten kreischend auf Siggi zu, aber er hatte gerade keine Zeit, sie mit Brotkrumen zu füttern und verscheuchte sie daher schnell.
„Weiter!“
Zumindest für einen kurzen Moment schien ihn sein Gegner aus den Augen verloren zu haben. Diese Chance galt es zu nutzen. Vielleicht würden sie es diesmal tatsächlich schaffen. Wenn Lotte ihm nur noch ein paar Sekunden mehr Zeit verschaffen könnte.
In vollem Lauf sprang er in ein dickes Fischernetz, das über der Reling eines alten Kutters hing. Kraftvoll hangelte er sich daran empor, schwang sich an Bord des Schiffes und verschnaufte kurz an Deck des alten Segel-Kreuzers. Siggi lauschte angestrengt, konnte aber die Schritte seines Gegners nicht mehr hören.
„Was jetzt?“ Hektisch schaute er sich suchend um. Schließlich entdeckte er einen morschen Ausguck, der am oberen Ende des Masts auf einem der benachbarten Schiffe thronte. „Das könnte funktionieren.“
Er rappelte sich auf und erreichte mit wenigen weiten Sprüngen das alte Schiff. Gekonnt kletterte er an den rostigen Steigeisen des Mastes zur Plattform hinauf. Von hier aus konnte er den kompletten Hafen überblicken. Er suchte das riesige Gelände nach Lotte ab. Langsam musste ihm etwas einfallen. Der Schlusspfiff würde nicht mehr lange auf sich warten lassen, und dann war ein weiterer Versuch, das SWAT-Team zu schlagen, verloren.
Schließlich entdeckte er seine Gefährtin. Sie kletterte einen Berg aufeinandergestapelter Schiffscontainer hinauf, dicht gefolgt von einem Verteidiger, dessen Gesichtsmaske mit einem grimmig dreinblickenden Totenkopf bemalt war. Siggi musste handeln. Sofort, denn Lottes Verfolger war nur noch eine Armlänge von ihr entfernt. Langsam bewegte er sich auf den hinteren Rand der Plattform zu und versuchte die Entfernung zu Lotte abzuschätzen.
„Jetzt oder nie!“ Siggi rannte los, stieß sich mit dem linken Bein vom Rand der Plattform ab und wurde in die Luft katapultiert. „Sinkflug!“, befahl er seinem Fly-and-Dive-Anzug, den er sich erst diese Woche mit den Punkten aus dem letzten Turnier gegönnt hatte. Sofort reagierte die Spracherkennung des Anzugs auf seine Stimme, und mit angelegten Armen schoss Siggi auf Lotte und ihren Verfolger zu.
„Ich hab dich!“, rief er ihr über das Headset zu, das an seinem Helm befestigt war.
„Das ist gut. Ich kann seinen stinkenden Atem bereits in meinem Nacken spüren“, keuchte Lotte zurück.
„Drei … zwei … JETZT!“, schrie Siggi, und Lotte warf den schwarz-weiß gestreiften Ball nach vorne. „Komm schon!“, raunte Siggi seinem Anzug zu, den Wettkampfball fest im Visier. Doch da erst bemerkte er den Schatten, der sich ebenfalls auf den Ball zubewegte. „Wo kommt der denn her?“, rief er seinen Mannschaftskameraden nervös zu.
„Sorry, Siggi!“, hörte er Klausi in seinem Kopfhörer. „Das ist ihr Spielführer. Wir haben ihn im Bunker aus den Augen verloren.“
„Okay!“, stöhnte Siggi. „Dann wollen wir mal sehen, was ihr Kapitän so draufhat.“ Der Schatten über ihm würde sehr wahrscheinlich schneller an den Ball gelangen als er selbst. Sollte dies geschehen, konnte das SWAT-Team einen Gegenangriff starten und damit das Spiel für sich entscheiden. Kein Team konterte so stark wie die SWATs es taten. Fand er allerdings eine Möglichkeit, seinen Gegner zu stoppen, hätten Lotte oder Klausi zumindest eine kleine Chance, das Leder zurückzuerobern. Ihm blieb also keine Wahl.
Mit einem kräftigen Ruck breitete er die Arme aus. Die Schwingen bremsten seinen Körper sofort ab, und er vollführte im gleichen Moment einen schnellen Bogen nach oben. Mit voller Wucht stieß er seinem Gegner den Helm in die Rippen. Dieser taumelte und Siggi gelang es, sich an den Knöcheln seines Kontrahenten festzuklammern. Hektisch mit den Flügeln schlagend, kämpfte der gegnerische Kapitän gegen das Trudeln an. Mit diesem plötzlichen Bremsmanöver hatte er nicht gerechnet. Immer noch ineinander verhakt, krachten sie gegen einen alten morschen Schiffsrumpf und kamen schließlich rollend auf dem Arenaboden zum Liegen.
„Wo ist er?“, fragte Siggi aufgeregt in sein Headset. „Wo ist der Ball?“
„Ich sehe ihn auch nicht mehr“, stöhnte Lotte, die erschöpft auf einem Container die Hände auf die Knie stützte und die Umgebung absuchte.
Doch dann ertönte die Stimme des Arena-Kommentators über die Lautsprecher: „Und damit gehört der Sieg erneut den SWATs!“ Das Spiel ließ laut simulierte Jubelrufe und Publikumsgeschrei ertönen. „Sorry an die Kleinstadtpoeten, aber wie viele Niederlagen gegen diesen übernatürlichen Gegner wollt ihr noch einstecken? Wie dem auch sei: Trainiert noch ein bisschen, und für das Rückspiel wünschen wir euch viel Erfolg.“
Siggi streifte das Headset vom Kopf und ließ sich genervt auf sein Bett fallen. Nach nur wenigen Sekunden begann der Vibrationsalarm seines SHIFTphones bereits zu brummen. Andi, Klausi und Lotte hatten sich vermutlich sofort zur Spielbesprechung im Chat ihres Servers getroffen. Aber es war schon sehr spät, und Siggi hatte keine Lust, die Diskussionen einer weiteren Niederlage gegen die SWATs über sich ergehen zu lassen. Sie hatten ihr Bestes gegeben, das stand fest. Aber die SWATs waren so intelligent programmiert, dass sie bislang noch von keinem aus Menschen besetzten Team besiegt worden waren.
„Naja, was soll's!“, murmelte Siggi enttäuscht vor sich hin. Morgen ist ein neuer Tag. Er krabbelte ins Bett, knipste seine Nachttischlampe aus und warf einen Blick auf seinen Bruder Toni, der sich schnarchend im Bett hin und her wälzte.
Siggi schloss die Augen, doch die Gedanken an das Spiel ließen ihn nicht los. Was konnten sie tun, um das nächste Mal eine Chance zu haben? Während er langsam in den Schlaf glitt, formten sich in seinem Kopf erste Ideen. Morgen würde er mit den anderen darüber sprechen. Vielleicht, nur vielleicht, würden sie dann die SWATs besiegen können.
„So kann das nicht weitergehen, mein Bester!“, verwarnte Toni seinen kleinen Bruder, als sie am kommenden Morgen gemeinsam zur Schule schlenderten. „Bis tief in die Nacht zockst du dieses komische Spiel. Mama hat längst Wind davon bekommen und das nicht nur deswegen, weil deine Leistungen in der Schule ganz schön nachlassen.“
Schmollend trat Siggi gegen einen kleinen Kieselstein, der fast gegen eine ältere Dame geflogen wäre, die gerade ihren Rollator über den Zebrastreifen schob. Glücklicherweise bemerkte sie es nicht und schob zufrieden lächelnd ihr kleines Gefährt auf die gegenüberliegende Straßenseite.
„Letzte Nacht hätten wir es fast geschafft. So nah dran am Sieg waren wir bislang noch nie.“
„Und was dann?“, wollte Toni wissen. „Was, wenn euch dieser mysteriöse Sieg eines Tages gelingen sollte? Hat das Mitternachtszocken dann ein Ende? Das glaubst du doch selbst nicht.“
„Was kümmert dich das überhaupt? Du wechselst doch ohnehin bald auf dieses Fußballinternat. Dann musst du dir mit mir nicht mehr die Nächte um die Ohren schlagen.“
„Bis zum Fußball-Gymmi dauert es noch. Und bis dahin würde ich nachts gerne gut schlafen können. Andernfalls penne ich im Training ein, und dann kann ich meine Zukunft als Möchtegern-Profi ohnehin abschreiben.“
Schweigend gingen sie weiter. Erst als sie Mimmos noch geschlossenen Pizzastand hinter sich gelassen hatten, unterbrach Siggi die Stille. „Was erhoffst du dir eigentlich von einer Karriere als Fußballer?“
„Naja …“ Toni dachte eine Zeit lang über die Frage seines kleinen Bruders nach. „Findest du es nicht reizvoll, deinen Lebensunterhalt mit einer Sache zu verdienen, die dir ziemlich viel Spaß macht?“
„Doch“, nickte Siggi langsam und begann dann zu grinsen. „Genau deswegen sitze ich bis tief in die Nacht am PC.“
Toni verdrehte die Augen. „Ok, verstehe. Du denkst, wenn du nur oft genug zockst, wirst du damit eines Tages Geld verdienen?“
„Klar. Schon mal was von E-Sports gehört?“
„Klingt nach einem Auffangbecken für Leute, die sich Tag und Nacht Cola schlürfend hinter ihrem Bildschirm verstecken.“
„Unsinn. Kaum ein Sportler verfügt über derart ausgeprägte motorische und geistige Fähigkeiten wie ein E-Sportler. Hand-Auge-Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit, räumliches Orientierungsvermögen, Spielverständnis, taktische Ausrichtung, Durchhaltevermögen, laterales Denken, …“
„Was für ein Denken?“
„Laterales. Solltest du auch mal probieren. Ist hilfreich für die Ideenfindung oder beim Lösen von Problemen.“
„Pfft.“ Jetzt schmollte Toni und kickte einen Kieselstein den Bordstein entlang.
„Naja“, fuhr Siggi seufzend fort. „Mit einem Sieg bei Counter-Ball gegen das berüchtigte SWAT-Team, werden alle aus dem Siegerteam für ein Jahr als E-Sportler unter Vertrag genommen.“
„Alter. Du bist gerade mal 12 Jahre alt. Niemand darf dich unter Vertrag nehmen.“
„Bei Schülern unter 16 Jahren ist es eher so eine Art nebenschulisches Praktikum. Du erhältst Zugang zu E-Sport-Wettkämpfen, kannst mit Profis trainieren, darfst hinter die Kulissen schauen und vieles mehr. Es wäre einfach der perfekte Einstieg in eine Welt, von der ich schon lange träume.“
„Na dann …“, Toni klopfte seinem kleinen Bruder auf die Schulter. „Versuch heute in Mathe nicht einzuschlafen. Ich habe gehört, dass dieser ganze Computerkram immer auch ziemlich viel mit Zahlen zu tun hat!“ Dann ließ er Siggi auf dem Schulhof stehen, joggte hinüber zu Lina, die er am Vertretungsplan gesichtet hatte und rief seinem Bruder über die Schulter zu: „Und mach das ein oder andere Mal ein bisschen echten Sport. Würde dir sicher guttun. Bis später.“
Siggi gesellte sich zu Lotte, Klausi und Andi, die vor dem Süßigkeitenautomaten der sechsten Klasse auf ihn warteten.
„Was war los?“, wollte Lotte aufgeregt wissen. „Du hast dich gestern Abend gar nicht mehr blicken lassen.“
„Zu müde. Und irgendwie auch keine Lust.“
„Diesmal waren wir echt nah dran“, erinnerte sich Klausi.
„Jap.“
„Starten wir heute Abend einen neuen Versuch?“, wollte Andi wissen.
„Wir müssen!“, erklärte Siggi. „Wenn wir es ins Praktikum schaffen wollen, müssen wir die SWATs besiegen, und wer weiß, wie lange wir diese Chance noch bekommen. Irgendwann kommt ein anderes Team und macht die Bots fertig. Dann war’s das mit unserem Schülerpraktikum.“
„Da muss ich euch leider enttäuschen, aber heute Abend kann ich nicht“, warf Klausi traurig ein.
„Was? Wieso das denn?“, wollte Lotte empört von ihrer Teamkameradin wissen.
„Meine Eltern kommen von ihrer Forschungsreise zurück, und damit ist das ‚Bis-tief-in-die-Nacht-am-Rechner-Sitzen‘ vorerst abgesagt.“
„Oh, nein!“, stöhnte Andi. „Dann fällst du echt aus? Zu dritt können wir unmöglich gegen die SWATs antreten.“
