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Die kleine Schnecke fühlt sich einsam. Sie wird von ihren Artgenossen ausgeschlossen, ohne zu wissen, warum. Ihr anstrengender Weg zu sich selbst führt sie durch eine Welt voller Herausforderungen und Prüfungen. Doch am Ende dieser Reise erkennt sie nicht nur, wer sie wirklich ist, sondern auch ihre Stärken und Leidenschaften. Erst, als sie nicht mehr an sich selbst zweifelt und merkt, wie liebenswert sie ist, findet sie ihren richtigen Weg - und die Liebe.
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Seitenzahl: 19
Veröffentlichungsjahr: 2024
‚Es drückt so‘, denkt die kleine Schnecke. ‚Es ist so eng. Ich muss die Wand ein bisschen weiter nach außen drücken. Ups, was war denn das?‘ Irgendetwas hatte geknackt. ‚Ich muss doch einmal nachschauen, was das ist. Huch, jetzt ist es ganz kaputt! Was ist das?‘ Die kleine Schnecke war aus ihrem Ei geschlüpft. Und jetzt saß sie da und ihr erster Gedanke war: ‚Ich bin.‘
Eine ganz andere Welt tat sich auf einmal auf. Um sie herum knackte und raschelte es. Überall begannen ihre Geschwister aus ihren Eiern zu kriechen. Alle sahen sich erst einmal überrascht um. Sie kannten sich ja noch nicht. Und es waren alle froh nicht allein zu sein. Ihre Mama war schon lange weitergekrochen. So ist das nun einmal bei den Schnecken. Das war schon immer so, und so wird es auch immer bleiben, so wurde es ihnen zugeflüstert, als sie noch in ihren Eiern steckten. Sie wussten, dass sie noch eine Weile zusammenbleiben würden, bis ihr Haus fest genug war, um in der Welt sicher zu sein. Das Futter, das ihre Mama für sie hingegeben hatte, würde für alle genau ausreichen. Da hieß es schnell anfangen zu essen, denn sie brauchten Kraft für ihren weiten Weg.
Die kleine Schnecke fing an zu fressen. Sie hatte gleich in ihrer Nähe ein schönes Blättchen gefunden, ganz saftig und lecker. Auch die Schnecke neben ihr fing an zu fressen. Auf einmal rief sie: „Wie siehst du denn aus?“ Unsere kleine Schnecke interessierte es nicht, wie jemand anderes aussah. Sie hatte Hunger und wollte nur fressen. Mhmm, war das lecker. Bald merkte sie, dass es um sie herum immer stiller wurde und sie schaute sich doch einmal um, was da los war. Alle schauten sie an. He? Warum das denn? War sie gemeint? Was stimmte denn nicht mit ihr? Sah sie denn nicht aus, wie alle anderen Schnecken-Kinder auch?
„Du bist ja falsch rum. Geh weg, du gehörst nicht zu uns.“ „Wieso? Was ist denn falsch rum?“
„Dein Schneckenhaus, es ist falsch rum. Das ist ja nicht normal. So was. Und das in unserem Nest. Pfui, raus hier!“
