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Ein Märchen in der Coronazeit So wie Corona belastend für Menschen sein kann, geht es auch der Königstochter mit ihrer Krone. Das Wahrnehmen des Anderen und der Mut zur eigenen Veränderung führen nicht nur die Prinzessin in eine glücklichere Zukunft.
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Veröffentlichungsjahr: 2020
Astrid Caspar
Die Königstochter mit der Krone(La princesa con la corona)
Für unser Enkelkind.Das mit Mut in die Welt kommt - wo viel Schönes ist -Mai 2020
Impressum
© Astrid Caspar, 2020
Texte und Bildmaterialien: Astrid Caspar (Autor)
Verlag & Druck: Selbstverlag Skript-Up [email protected]
ISBN: 9783969174852
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Die Königstochter mit der Krone(La princesa con la corona)
Die Königstochter war schlank und schön von Gestalt. Sie hatte immer die schönsten Kleider an. Jeden Morgen überlegte sie, welches sie anziehen sollte, weil sie so viele hatte. Meistens wechselte sie ihr Kleid auch nach dem Mittagsschlaf, weil eins schöner war als das andere. Aber etwas wechselte die Königstochter nicht, das war ihre Krone mit den vielen goldenen Zacken.
Die Königstochter lebte in einem großen Schloss. Es waren so viele Zimmer in dem Schloss, dass sie an einem Tag nicht alle aufsuchen konnte, selbst wenn sie nur kurz in jedem Zimmer verweilte. Um alle Zimmer aufzusuchen, würde sie drei Tage brauchen. Dann war sie aber noch nicht unter dem Dach gewesen und auch nicht im Keller. Aber da ging sie eigentlich auch nicht hin. Der Dachboden war verstaubt und der Keller dunkel.
Jeden Abend zog sie ihre schönen Kleider aus und hing sie über ihren großen Stuhl mit der hohen Lehne.
Das Übergewand, es war aus rosa Seide, war kunstvoll von oben bis unten mit Blumen bestickt. Am meisten gefielen der Königstochter die kleinen weißen Lilien. Ihre vielen goldenen Armreifen musste sie immer in ihrer Nähe haben. Sie lagen nachts auf ihrem Nachttisch.
Endlich lag die Königstochter von der vielen Anstrengung ermüdet in ihrem großen Bett.
Die dicken Decken waren ihr eigentlich etwas schwer, und sie musste auf den vielen weichen Kopfkissen die richtige Lage finden, denn ihre Krone zog die Königstochter auch in der Nacht nicht aus. So hatte sie immer etwas Mühe, die Kissen richtig zu kramen. Vor Erschöpfung machte sie endlich die Augen zu.
Nun kamen ihre zwei Diener auf leisen Sohlen in ihr Schlafgemach.
Der eine ging an die rechte Seite ihres Himmelbetts, der andere an die linke, und sie zogen mit viel Vorsicht, denn sie wollten nicht, dass die Königstochter aufwachte, den blauen Schleier um ihr Bett.
