Die Ritter - Lothar Seifert - E-Book

Die Ritter E-Book

Lothar Seifert

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Beschreibung

Abends beim Zubettgehen möchten viele Kinder eine Gutenachtgeschichte hören. Sonst wird es schwierig mit dem Einschlafen. Das beginnt sehr früh mit Bilderbüchern, mit dem Singen von Schlafliedern und endet, dem Alter entsprechend, mit dem Vorlesen spannender Geschichten. So sind die folgenden Märchen über Ritter, Drachen und Zauberer für meinen Sohn als "Martins Märchenbuch 1996" entstanden. Er konnte beim Erzählen die Handlung mitbestimmen. Besonders nach dem Besuch einer alten Burg, eines Schlosses oder eines, in vielen Orten stattfindenden Mittelalterfestes, können sie mit diesen Abenteuern die Phantasie entwickeln und das Interesse an Geschichten in ihrem Kind auf eindrucksvolle Weise vertiefen.

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Seitenzahl: 43

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Lothar Seifert

Die Ritter

Ein Märchenbuch

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Die Ritter - Ein Märchenbuch

Eine Gutenachtgeschichte

Impressum neobooks

Die Ritter - Ein Märchenbuch

da zog ein Ritter durchs Land, um Abenteuer zu erleben und anderen Menschen zu helfen. Er hatte eine goldene Ritterrüstung an und ritt auf einem schönen Pferd. Als er dürstend an einem Brunnen in einem kleinen Dorf eine Rast machte, um etwas zu trinken, sah er einen kleinen, sehr traurigen Jungen. „Was ist mit dir?“, fragte er ihn. Ich habe keine Eltern mehr und niemanden, der sich um mich kümmert. Das stimmte auch den Ritter traurig und er sagte zu dem Jungen: „Willst du als mein Knappe mit mir durchs Land ziehen, so sollst du immer von mir beschützt werden und Kleidung und auch Essen bekommen.“ Der kleine Junge freute sich sehr darüber und zog von nun an mit dem Ritter weiter, nachdem er sich von den Leuten im Dorf verabschiedet hatte.

Das Hochwasser

Nach einiger Zeit fing es zu regnen an. Immer mehr regnete es und am Himmel waren nur noch schwarze Wolken. Die beiden kamen an einen Fluss, der von den Fluten des starken Regens angeschwollen war. Mitten im Fluss stand ein kleines Häuschen, von dem schaute nur noch das Dach aus den Fluten hervor. Als der Ritter genauer hinblickte, sah er auf dem Dach ein kleines Kind sitzen, das es gerade noch rechtzeitig nach oben geschafft hatte. Es winkte ihnen zu und rief um Hilfe, denn das Wasser stieg durch den vielen Regen immer höher und höher. Unser lieber Ritter überlegte nicht lange, er sprang in die reißenden Fluten und schwamm zu dem Kind hinüber. Er erreichte es gerade so nur mit Mühe und Not. Aber auch der Knappe sollte nun eilig helfen, denn zurück mit dem Kind durch die brodelnden Wassermassen, konnte es auch der starke Ritter nicht allein schaffen. Leider bekam der Knappe es mit der Angst zu tun und dem Ritter blieb nichts weiter übrig, er musste es allein versuchen. Dabei trieb ihn und das kleine Kind, das er sich auf den Rücken gesetzt hatte, die starke Wasserströmung immer weiter vom Ufer weg auf einen tosenden Wasserfall zu. Verzweifelt rief er dem Knappen zu, er solle doch endlich allen seinen Mut zusammen nehmen. Der fürchtete sich aber immer noch. Als es dann kaum noch eine Chance gab, fasste er sich endlich doch ein Herz und sprang mutig ins Wasser. Kräftig schwimmend kam er gerade noch rechtzeitig zu Hilfe und gemeinsam mit dem Ritter brachten sie das kleine Kind ans rettende Ufer. Darüber freuten sich auch die Eltern des Kindes, die gerade von der Arbeit nach Hause gekommen waren und gar nicht wussten, was passiert war. Der Ritter konnte nun sehr stolz auf seinen Knappen sein, darum schenkte er ihm ein scharfes Schwert, das dieser nun immer bei sich tragen konnte. Beide zogen nun weiter auf ihrem Weg. Aber so, wie es erst zu viel geregnet hatte, kam jetzt eine große Trockenheit ins Land. Der Wald, durch den sie ritten und der kein Ende nehmen wollte, war schon ganz vertrocknet. Die dürren Äste raschelten im Wind und kein Vogel konnte vor Durst mehr sein Lied singen. Was sollte nun werden?

Bei der Hexe im Wald

Nach langer Wanderung waren sie so richtig müde und erschöpft. Eines Abends aber sahen sie durch die Bäume ein Licht schimmern und sie ritten hin zu der Hütte, in der das Licht brannte. Nachdem der Ritter höflich angeklopft hatte, antwortete eine alte Frau: „Nur herein mit euch.“ Dabei lachte sie so merkwürdig. Die beiden betraten das Haus. Aber was von draußen so alt und hässlich ausgesehen hatte, war drinnen ein schöner Palast. Sie sagten der alten Frau höflich guten Abend und baten sie um etwas zu Trinken, um sich für die Weiterreise zu stärken. Die Alte lachte abermals recht seltsam, aber keiner dachte sich etwas dabei. So tranken beide ihre Becher aus, den die alte Frau auf den Tisch gestellt hatte. Das hätten sie aber lieber nicht tun sollen. Die alte Frau war nämlich eine böse Hexe und sie hatte ihnen einen Zaubertrank zum Trinken gegeben, der sie im Nu in Eichhörnchen verwandelte. Von nun an sollten der Ritter und sein Knappe als kleine Eichhörnchen für die böse Hexe das Essen kochen. Nachts mussten beide in Käfigen schlafen und am Tage durften sie auch nie die Küche verlassen. So verging einige Zeit. Den beiden fiel, so sehr sie auch hin und her überlegten, kein Ausweg ein.