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Die Phantasie ist vielleicht das Einzige, was uns von den Tieren unterscheidet. Sie beginnt im zarten Kindesalter zu wachsen und wenn wir sie auch als Erwachsene behalten, so können wir auf ewig jung bleiben. Diese Kurzgeschichte handelt von einem Liebespaar, das nur kurz vereint durch Naturgewalten auseinandergerissen wurde und beide, jeder für sich allein, seinen eigenen schmerzvollen Weg durch das Leben gehen muss. Die Handlung wurde in den Bereich einer märchenhaften Phantasie verlegt, worin vielleicht für den geneigten Leser ein besonderer Reiz liegt.
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Seitenzahl: 24
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Lothar Seifert
Der verliebte Fluss
Liebe und Eifersucht. Ein Märchen für Erwachsene.
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Der verliebte Fluss
Der Junge
Die reißende Flut
Ein neuer Anfang
Die Frau
Epilog
Impressum neobooks
Ein Märchen für Erwachsene über Liebe und Eifersucht.
Die Phantasie ist vielleicht das Einzige, was uns von den Tieren unterscheidet. Sie beginnt im zarten Kindesalter zu wachsen und wenn wir sie auch als Erwachsene behalten, so können wir auf ewig jung bleiben.
Es war einmal ein kleiner Fluss. Er plätscherte munter und vergnügt in seinem Bett über Steine, vorbei an Wiesen und Wäldern, zwischen Bergen und grünen Feldern. So auch an einem kleinen Haus e , welches ganz aus Holz gebaut war. In diesem lebte ein kleiner Junge mit seinem Hündchen. Im Fluss schwammen lustige Regenbogenforellen, die ab und zu das klare Wasser mit einem wilden Sprung auf der Jagd nach Insekten verließen. Jene kleine Hütte stand gleich am Ufer des Flusses.
In dieser längst vergessenen Zeit konnten sich die Menschen und die Natur noch wortlos verstehen. Diese wertvolle Eigenschaft ging den Menschen leider mit der Zeit verloren. Sei es aus falscher Klugheit oder aus gierigem Eigennutz gegenüber der Natur heraus. Der Junge und sein Hündchen besuchten oft den nahen Fluss, entweder um darin zu baden oder um einfach eine schmackhafte Forelle zu angeln. Denn allzu oft knurrte beiden der Magen, hatte der Junge doch keine Eltern mehr, die ihn versorgten. Da das Flüsschen den Jungen lieb gewonnen hatte, trieb es mit seinen Wassern die Forellen in Richtung des Angelhakens und der Netze und es freute sich riesig, wenn ein Fisch am Haken zappelte. Es plätscherte gleich noch einmal so laut. Der Junge verstand dann das wilde übermütige Flüsschen und beide waren sich sehr nahe. Das kleine Hündchen aber war wasserscheu und so wurde es ab und zu vom Flüsschen ein wenig mit Wasser bespritzt, zu seiner und zur Freude des Jungen. Das Hündchen stob dann wie der Wind von dannen. Das Flüsschen konnte das gar nicht verstehen, denn für Flüsse gibt es ja bekanntlich nichts Schöneres als Wasser. Wasser ist ihr lebendiger Körper. Wenn aber mit dem Hündchen auch der Junge nass geworden war, bat das Flüsschen die Sonne, damit diese ihn mit ihren wärmenden Strahlen wieder trocknen möge. Es war ein Leben wie im Paradies, die Natur sorgte für die Menschen und diese wiederum achteten und schützten alles, was der Natur zu Nutzen war.
Freilich möchte es das Flüsschen am liebsten, wenn der Junge in ihm badete und es den zarten Körper liebevoll von allen Seiten streicheln und liebkosen konnte. Beide tobten ausgelassen und spielten miteinander, nur das Hündchen sah von der Ferne zu.
