Die Scherben des Mobbings - Daniel Voltaire - E-Book

Die Scherben des Mobbings E-Book

Daniel Voltaire

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Beschreibung

Die 10-Jährige Hannah wird in die 5.Klasse eines Gymnasium eingeschult und bekommt viele Probleme. Sie vermisst ihre alten Freunde, sie findet eine Freundin, doch wird dann von den anderen Mitschülern gemobbt und hat dann auch noch Liebeskummer und Schulstress. Zudem kommt noch, dass ihre Eltern ihr etwas sehr wichtige sagen wollen, was ihr Leben und ihren Alttag komplett verändern wird, doch zuvor versucht sie ihr größtes Problem, das Mobbing, zu beenden.

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Seitenzahl: 182

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Über mich

Ich bin Daniel Voltaire, bin im Veröffentlichungsmoment 14 Jahre alt (ja, das ist kein Tippfehler, ich bin 2004 geboren) und lebe im wunderschönen Bonn im Rheinland. Ich blogge seit Frühling 2017 auf meinem Blog „Voltaire – Blog“ über Essen und Lifestyle, habe im August 2017 mein ersten Ratgeber „Spaß an Schule?“ veröffentlicht und betreibe nebenher einen Online-Shop mit selbst gestalteten Druckprodukte wie Postkarten und habe für 2018 einen Schülerkalender sowie für 2019 einen eigenen Tageskalender designet und verkauft. Ich liebe Köln und den schönen Rhein, würde literweise Kaffee trinken, mag den Geruch von Benzin, könnte jeden Tag Pasta essen und bin totaler Workaholicer und liebe meine Arbeit und diese Leidenschaft.

„Hannah, steh auf. Es ist schon fast 7 Uhr!“, flüsterte die Mutter von Hannah leise. Hannah wachte auf und war zuerst verwirrt, da sie noch dachte, dass sie Sommerferien hat. Als sie richtig „anwesend“ war, schimpfte sie ihre Mutter an und schrie schon fast verärgert: „Man Mama, ich war so schön am schlafen und du weckst mich schon um 7 Uhr! Wir haben doch noch Ferien.“ Als Hannah diesen Satz verärgert zu ihrer Mutter schrie, lachten ihre Eltern. Ihr Vater war gerade aus dem Badezimmer gekommen und lehnte sich an dem Türrahmen ihres Zimmers an. Als Hannah dann genauer nachdachte, wurde ihr bewusst, dass ihre Ferien schon vorüber waren und heute ihr erster Schultag in der 5. Klasse eines Gymnasiums war. Sie sprang sofort aus dem Bett und tanzte vor Freude mit einem großen Lächeln. „Jetzt komm, wir frühstücken. Weil heute dein erster Tag an der neuen Schule ist, habe ich dir eine kleine Überraschung gemacht“, sagte die Mutter mit einem großen Grinsen. „Rührei?“ fragte die 10 Jährige. „Nein, noch viel besser. Etwas was du ganz selten isst, aber sehr magst und es ist nicht sehr gesund.“ antwortete die Mutter von Hannah mit Vorfreude auf ihre Reaktion. „Okay, ich löse auf…

Pfannkuchen mit Nutella!“ Hannahs Lächeln wurde noch größer und breiter und sie sprang auf und umarmte ihr Mutter so fest, dass sie beide fast umgefallen wären. Sie ging schnell ins Bad und machte sich frisch. Neben ihrer Zahnpasta stand ein Spiegel. Vor lauter Freude und Aufregung auf die neue Schule griff sie zu fest und schnell zur Zahnpasta. Der Spiegel fiel mit einem lauten Knall auf den kalten Boden. Jetzt hoffte Hannah nur, dass der Spiegel nicht kaputt war, da ihre Freundinnen ihr mal erzählt haben, dass man dann für eine lange Zeit Unglück hatte. Mit einer großen Spannung hob sie den Spiegel, der eigentlich ihrer Mutter gehörte. Sie drehte den Spiegel mit geschlossenen Augen um und blickte auf. Vor Schreck biss sie sich auf ihre Zunge. Der Spiegel war kaputt! Durch den lauten Knall kamen jetzt die Eltern ins Bad rein. Und fragten Hannah, ob sie sich verletzt hat. „Nein, alles gut. Der Spiegel ist mir nur vor lauter Aufregung hingefallen. Tut mir Leid.“, sagte Hannah mit einem schlechten Gewissen wegen dem Unglück. Die Eltern beruhigten sich wieder, aber Hannah hatte trotzdem das schlechte Gewissen. Ob sie jetzt Unglück bekommt? Dieses Gewissen merkten schließlich auch ihre Eltern und fragten sie daher nochmal „Hannah, was ist mit dir?“ „Nichts, aber ich habe jetzt für eine lange Zeit Unglück.“, erklärte ihnen Hannah. Die Eltern sahen sich gegenseitig an und lachten dann. „Hannah, das ist doch nur Aberglaube! Glaub mir, es wird dir nichts passieren und du wirst immer Glück haben. Du hast ja auch noch einen Glücksbringer. Der schützt dich auch.“, meinte ihr Vater. Dann verschwand auf einmal auch Hannahs schlechte Gewissen, weil sie vollkommen vergessen hatte, dass sie noch den Glücksbringer hat. Den Glücksbringer hatte ihr ihre Oma geschenkt, die jetzt im Himmel war. Den Glücksbringer hatte sie immer an ihrer rechten Hand. Es war ein sehr fein gemachtes Armband. Mit wieder gutem Gewissen ging Hannah aus dem Bad raus und runter zum Frühstück. Nach dem Frühstück zog sie sich an und machte sich für die neue Schule bereit. Weil heute ihr erster Schultag war, wurde sie mit dem Auto ihrer Mutter gefahren. Im Auto dachte sie noch etwas über ihre neue Schule und über ihre Freundinnen nach, die sie in den Ferien vermisst hatte. Alle waren im Urlaub und könnten sich nicht treffen, um miteinander zu spielen. Sie sagte ihrer Mutter „Ich freue mich schon auf Lisa, Lena und vor allem Anna.“ „Ah ja, und natürlich auch auf die anderen!“, ergänzte sie. Ihre Mutter sagt nichts. Es war für ganz wenige Zeit Stille im Auto. Keiner sagte nur einen Piep. Doch dann fing ihre Mutter mit dem reden an und sagte zu Hannah leicht verwirrt „Äh, du bist doch auf der neuen Schule. Deine Freundinnen sind doch auf der anderen Schule. Hast du das etwas vergessen?“ Hannah sprach zuerst gar nicht. Es war wieder still. Doch dann realisierte Hannah wieder, dass sie ihre Freundinnen nicht mehr in der Schule sehen kann und sie wurde traurig. Sie hatte sich so sehr auf ihre Freunde gefreut. Sie waren schließlich ganze vier Jahre lang beste Freundinnen und sind durch dick & dünn gegangen. Sie haben auch eine lange Zeit hinter sich. Zudem wurde Hannah auch bewusst, dass sie sich jetzt neue Freundinnen suchen musste. Hannah war sehr mulmig, weil sie sich die ganze Autofahrt Sorgen machte, dass keiner mit ihr befreundet sein möchte und sie dann nicht mehr so beliebt wie in ihrer alten Klasse war. Hannah wollte in dem Moment gar nicht mehr zur Schule und wollte einfach nur von der Erde verschwinden. Sie wollte sich nicht von ihren alten Freundinnen trennen und neue Freunde finden. „Mach dir jetzt keine Sorgen. Du wirst schon Freunde finden. Die sind alle bestimmt ganz nett und freundlich zu dir.“, sagte ihr Mutter mit der Hoffnung, dass sich Hannah wieder freuen kann. Doch Hannah konnte sich einfach nicht vorstellen, dass die Schülerinnen dort nett sind und dann mit ihr spielen. Ihre Mutter gab ihr ein Kuss und wünschte ihr einen schönen ersten Schultag. „Schöner erster Schultag. Ich glaube eher <<schlechter oder schlimmer erster Schultag>>“, murmelte Hannah beim Aussteigen vor sich hin. Diesen Satz hörte natürlich ihre Mutter, die eigentlich jetzt schon los musste, damit sie nicht zu spät zur Arbeit kommt. „Denk doch ein bisschen positiv, Hannah. Komm du wirst ganz bestimmt viele nette Leute kennenlernen!“, sagte ihre Mutter schon ein bisschen genervt. Sie trödelte bis zum Eingang und war zuerst einmal alleine. Sie kannte schon ein paar Gesichter, weil es gestern einen Einschulungstag gab. Das war jedoch für Hannah sehr langweilig, da sie nur über die Schule erzählt haben. Und an dem Tag hat sie sich auch nicht mit den anderen befreundet, geschweige dem mit denen geredet. Also kannte sie nur sehr wenige von dem Treffen.

Als erstes hatten sie Deutsch mit Frau Müller. Frau Müller war auch ihre Klassenlehrerin. Sie sah sehr nett und freundlich aus. Zumindest darüber war Hannah froh. In Deutsch hat sich Hannah kein einziges mal gemeldet, weil sie Angst hatte etwas falsch zu sagen und sie dann alle auslachen würden. Sie kannte ja bis jetzt noch immer niemanden. Nach Deutsch hatten sie eine Pause von 20 Minuten. Der Höhepunkt von Hannahs Sorgen war jetzt an der Reihe. Sie hatte sich schon viele Sorgen im Auto gemacht. Als sie den Klassenraum mit einem komischen und eingeschüchterten Gefühl verlassen hatte, hatte sie nur noch ihr Bot in einer Hand und war zuerst in der Aula, wo sich alle Schüler der Schule befanden. Sie war alleine und auch ziemlich am Rand. Während sie langsam ihr Brot aß sah sie mit beiden Augen die anderen Mitschülerinnen wie sie mit einander redeten und über ihre alten Schulen und Freunde erzählten. Hannah wurde wieder etwas traurig. Sie musste wider an ihre alten Freunde von damals denken. Damit es aber nicht so auffiel, dass sie alleine ohne Freundinnen ist und einfach nur dort steht, ging sie zur Schulpinnwand. In der Aula hatte die Schule eine Pinnwand mit allen wichtigen Informationen wie z.B. dem Vertretungsplan oder AGs oder Ähnlichem. Sie tat so als ob sie sich das durchlas und sich dafür interessierte. In Wahrheit hat sie die komplette Pause gehofft, dass keiner sie als „Verrückt“ betrachtete und dass die Pause schnell zu Ende sein sollte, weil sie irgendwann nicht mehr wusste was sie machen sollte. Als sie sich gerade überlegen wollte, etwas anderes zu machen, hat es schon geklingelt und der Unterricht fing wieder an. Jetzt hatte Hannah Physik mit Herr Schäffer. Ihn kannte Hannah noch nicht, doch sie hatte kein gutes Gefühl dabei. Sie dachte, der Lehrer wäre nicht so nett und freundlich wie Frau Müller, ihre Deutschlehrerin. Als sie den Physikraum betrat und sich für die Begrüßung vorbereitete, bekam sie schon vom Lehrer Ärger. „In dem Tempo stehen wir noch morgen hier. Zack, Zack. Wir sind hier nicht im Kindergarten.“, schimpfte der etwas ältere Physiklehrer. Hannah wurde rot. Es war ihr peinlich, da sich die gesamte Aufmerksamkeit der Klasse auf sie richtete. Sie nahm schnell ihr Physikbuch, ihr Heft und ihre Mappe aus der Tasche raus. Bei der Hektik fiel ihr das Heft und die Mappe auf den Boden. Ihre Sitznachbarin hob es auf und lächelte Hannah an. Hannah sagte leise aber freundlich „Danke.“ und lächelte sie ebenfalls an. Alle begrüßten den Lehrer und sie setzten sich wieder auf ihre Plätze. „Weißt du, der Lehrer ist echt streng und doof.“, flüsterte ihre Sitznachbarin zu Hannah. Hannah fragte wiederum „Woher weißt du das?“ Sie antwortete lächelnd: „Meine große Schwester ist hier auf der Schule und hat mir das deswegen erzählt.“ Hannah nickte und sagte nur „Ach so okay.“. Die 10 Jährige war erfreut, dass sie schon mal den ersten Schritt gewagt hat und mit einer aus der Klasse redete. Hoffentlich findet sie mich nicht blöd, dachte sich Hannah, die den Unterricht gar nicht mitverfolgte und bei den Gedanken wo anders war. Hannah wagte sogar noch mehr. Sie fragte freundlich ihre Sitznachbarin: „Wie heißt du eigentlich?“ „Sabrina. Und wie ist dein Name?“, antwortete das Mädchen. „Äh, Äh, Ähm...“, kam aus Hannah raus. Sie war zu aufgeregt und hatte schon fast ihren Namen vergessen. „Ähm, ich heiße Hannah.“, fügte sie noch hinzu. In der Stunde lang redeten die beiden 10 Jährigen über die neue und alte Schule und so wussten sie mehr über den anderen „Sollen wir Freundinnen sein?“, fragte Hannah am Ende der Stunde. Sabrina lachte und sagte „Na klar. Wir können im Klassenraum neben einander sitzen. Neben mir sitzt noch keiner.“ Hannah packte ihre Physiksachen in ihre große Schultasche ein und war froh eine Freundin gefunden zu haben. Die beiden Mädchen gingen raus und spielten in der Pause miteinander. Dieses mal hatte Hannah auch nicht das Bedürfnis, dass die Pause schnell vorbei sein sollte. Ganz im Gegenteil, sie wollte sogar mehr Pause haben. Nach den beiden Stunden „Klassenleiterstunde“ wurde Hannah von ihrer Mutter wieder abgeholt. Hannah war sehr froh und glücklich, dass sah auch ihre Mutter und fragte sie, wie denn der erste Schultag war. Hannah erzählte über ihre Lehrer, die Schule und über Sabrina, ihre neue fast beste Freundin. Sie war eigentlich in der neue Schule ihre beste Freundin, da sie keinen anderen genau kannte und bis jetzt außer ein „Hallo“ nicht geredet hat. Zuhause aß sie Mittagessen und machte dann ihr Hausaufgaben für den nächsten Tag, die sie erledigen musste. So verbrachte sich den ganzen Tag und ging dann abends schlafen, damit sie morgens ausgeschlafen aufwacht.

Sie wachte auf, ging ins Bad, frühstückte. Aber heute musste sie mit dem Bus zur Schule fahren. Das war für Hannah sehr neu, denn eigentlich fuhr sie immer mit ihren Eltern. Als sie morgens dann das Haus mit etwas Aufregung verließ, ging sie zur Bushaltestelle, die nicht sehr entfernt von der Wohnung war. Sie wartete auf den Bus und stieg ein. Sie bemerkte schnell, dass der Bus sehr voll war und sie sich einquetschen musste. Sie quetschte sich in den Bus rein und hielt sich an der Stange fest. Sie hat schon beim ganzen bremsen und Gas geben mehrmals auf den Schuh einer Person getreten. Sie blickte zur Person und sah einen relativ großen, sportlichen Mann, der ein Anzug hatte. Sie hat gedacht, dass der Anzugträger bestimmt ein Wichtiger Mann ist und ganz streng ist. Langsam wurde es ihr peinlich. Plötzlich gab es im Bus eine Vollbremsung, Hannah war komplett abgelenkt und ist runter gefallen. Hannah lag auf dem Boden. Jeder Fahrgast schaute sie an. Die komplette Aufmerksamkeit war auf sie gereichtet und sie wurde zu einer Tomate. Es war ihr sehr peinlich, weil mittlerweile der Anzugträger sich beschwerte und mit Hannah schimpfte. „Man, pass doch etwas auf. Mensch, kannst du dich nicht mal richtig fest halten!“, schimpfte der Anzugträger, der von der Gymnasiasten genervt war. Aus Hannah kam nur ein „Tut mir Leid.“ raus, weil sie sich schon komplett auf die Mädchen, die in der Nähe von ihr waren, fokussiert hatte. Hannah wollte jetzt nur noch von der Welt weg, weil ihre Mitschülerinnen da waren und sie Hannah ausgelacht haben. An der nächsten Station musste sie schon aussteigen und zur Schule gehen. Sie ging sehr trödelnd und langsam, weil es ihr noch immer unangenehm war. In der Klasse hat sich die schwere Situation von Hannah schnell verbreitet und als sie zu den Anderen hinsah, lachten sie alle aus und kicherten mit den anderen Freundinnen. Sie hat die anderen ignoriert. Doch spätestens ab nächster Woche konnte sie die anderen nicht mehr ignorieren, da sie immer noch ausgelacht wurde. Immer noch wollte keiner mit ihr befreundet sein, außer Sabrina. Doch sie hatte langsam auch den Kontakt abgebrochen. Sie lachte zwar nicht über Hannah, aber sie waren nicht so eng befreundet wie in der ersten Schulwoche. Außerdem passierten ihr in den nächsten Wochen noch mehr peinliche Dinge. Die anderen hatten schon alle Freundinnen und Freundeskreise und kannten sich so, als ob sie schon seit 8 Jahren zusammen wären. Doch nur Hannah war das Mädchen, das unbeliebt war. Innerhalb des ganzen Halbjahrs wurde sie gemobbt und als das unbeliebte und peinliche Mädchen betrachtet. In den Winterferien hat sie nichts besonderes getan. Sie war hauptsächlich zuhause und hat sich mit sich selbst beschäftigt. Doch worauf sie sich am meisten freute, war Weihnachten. Sie liebte die Weihnachtszeit. Wenn es draußen kalt ist und noch am Besten wenn es schneite, man zuhause eingekuschelt im warmen Bett, und einen Kakao trinkt oder dabei ein Buch liest. Genau das machte für sie Herbst und vor allem Winter aus. Aus diesem Grund freute sie sich besonders auf Weihnachten. Zudem sah sie dann wieder ihre ganze komplette Familie. Eigentlich ist das Familientreffen an Weihnachten immer bei der Oma von Hannah, doch dieses Jahr findet es bei ihr im Hause statt. Zudem konnte sie in den Winterferien ein bisschen auch de andere Mitschüler vergessen wegen ihrer Vorfreude auf Weihnachten und weil sie diese nicht mehr jeden Tag sehen musste. Am 24. Dezember wachte Hannah morgens mit einem breitem Lächeln auf und ging zur Küche, wo ihre Eltern waren. Alle umarmten sich zuerst und wünschten sich frohe Weihnachten. Inzwischen hatten sie schon ihre eigene Tradition. Alle bekamen die Geschenke abends nach dem Essen, damit auch alle bei der Bescherung dabei sein können. Morgens aßen sie alle zusammen, jedoch noch ohne den Gästen, weil die erst gegen Vormittag und Mittag kommen. Sie saßen am Esstisch und erzählten, was sie alles noch vorbereiten müssen und welche Klamotten sie tragen möchten. Gegen Nachmittag kamen dann auch die ersten Gäste. Sie umarmten sich und Hannah hatte richtig das Gefühl, dass sie eine große und liebe Familie hat. Sie haben alle den Nachmittag genossen und Kuchen und Kaffee getrunken. Doch Hannah musste zuerst sehr lange warten, bis die Gäste angefangen haben den Kuchen zu essen, weil ihre Mutter gesagt hatte, dass sie nicht direkt Kuchen essen sollte, sondern es höflicher ist, wenn sie noch wartet, bis als erstes die Gäste anfangen. Gegen Abend, hatte ihre Mutter ganz lecker ein Hähnchen gebraten. Alle waren am Esstisch und haben über das letzte Jahre geredet. Hannah fand es noch am Anfang echt interessant, zu erfahren, was die anderen im letzten Jahr so gemacht haben, doch es war so viel passiert, dass sie dort noch für eine lange Zeit am Tisch redeten. Nach schließlich einer Stunde, fragte Hannah ganz leise ihre Mutter, ob sie aufstehen darf. Die Mutter flüsterte zu Hannah „Ja.“ und lächelte sie nickend an. Hannah stand auf, ging in ihr Zimmer und spielte für eine kurze Zeit mit ihrem Handy. Nach kurzer Zeit kam ihr Vater rein und sagte zu Hannah „Hannah, komm wir teilen jetzt die Geschenke aus!“ Hannah sprang schnell aus ihrem Bett auf. Sie ging zum Wohnzimmer und sie fingen mit der Geschenkausgabe an. Hannah suchte nach ihrem Geschenk. Sie fand es ganz versteckt unter den Geschenken von ihren Familienmitgliedern. Sie bekam das, was sie sich gewünscht hatte. Und zwar einen Nintendo 3DS. Sie war überglücklich und bedankte sich bei ihren Eltern. Diese sagten daraufhin „Bedanke dich aber auch bei den anderen, denn jeder von ihnen hat etwas Geld bezahlt, damit wir das letztendlich kaufen können.“ Hannah bedankte sich bei jeden und war echt sehr dankbar, denn sie wusste, dass sie sich das eigentlich nicht leisten können, weil ihre Eltern nicht den Bestbezahlten Job hatten.

Weil es in den Ferien geschneit hatte, haben Hannah und ihre Eltern gemeinsam Schneeballschlachten gemacht. Hannah hatte einen wahnsinnigen Spaß daran und wollte gar nicht mehr nachhause zurück. Am liebsten würde sie für immer Schneeballschlachten machen. Während der Schneeballschlacht traf ein Schneeball von ihrer Mutter ihr Auge. Ihre Mutter dachte sich nichts großartiges, weil es ja nur Schnee war. Doch als Hannah dann anfing zu weinen rannte ihre Mutter zu Hannah, die noch immer am weinen war. „ Im Schneeball war ein kleiner Ast drin!“ Die Mutter entschuldigte sich bei Hannah und sie ging nachhause, um das Auge zu kühlen. Zuhause bemerkte dann Hannah schließlich abends am Spiegel, als sie ihre Zähne putzte, dass ihr Auge richtig geschwollen und rot blau war. Sie dachte jetzt wieder an ihre Klasse. Sie wusste schon jetzt, dass alle sie wieder auslachen würden und sie wegen ihrem Auge mobben würden. Doch sie hörte plötzlich auf danach zu denken. Sie hat sich vorgenommen, dass sie ihr Ziel mit dem Mobbing erreicht. Sie gab also die Hoffnung nicht auf und kämpfte, dass sie nicht mehr die „kleine und unbeliebte Hannah“ ist, sondern die „normale Hannah“, die nicht immer von ihren Mitschüler/-innen gemobbt wird.

So liefen dann die ganzen Ferien von Hannah ab und sie machte sich Pläne für das neue Jahr und setzte sich Ziele. Spätestens jetzt musst sie wieder an die Schule und an das Mobbing denken. Noch hatte sie keinen Plan wie sie das Mobbing endgültig beenden konnte und wieder ein paar Freunde bekommt. Sie wollte auf gar keinen Fall die coole und beliebte sein. Ihr reichten schon ein paar Freunde, mit denen sie die Pause verbringen konnte und sich auch mal ab und zu verabreden konnte.

Sie bereitete sich die letzten Tagen der Ferien für die Schule vor, damit sie einigermaßen motiviert im Unterricht sitzt und gut vorbereitet ist.

Am ersten Schultag wurde sie, wie sie es gedacht hatte, von allen Leuten der Klasse gemobbt und ausgelacht wegen ihrem Auge. Schließlich bekam sie wieder ihre „Mobbing-Bauchschmerzen“ und einen schweren Klos im Hals. Sie hat sofort die Lust und vor allem die Motivation am Unterricht verloren und wusste schon jetzt, dass es die nächsten Tage, Wochen und Monate sein wird, weil sie bis jetzt noch immer keinen genauen Plan hatte, wie endlich das Mobbing aufhören sollte. Sie konnte ja schließlich nicht immer morgens mit immer stärkeren Bauchschmerzen aus dem Haus gehen und deswegen auch noch im Unterricht schlecht sein. Sie hatte sich das Ziel gesetzt, gute Noten zu schreiben und sich auch im Unterricht zu beteiligen. Dieses Ziel wollte sie auch eigentlich verfolgen, doch wegen dem Mobbing ging das für Hannah nicht. Sie wollte auch nicht für immer die „unbeliebte und peinliche Hannah“ bleiben. Sie wollte selbstbewusster werden. Das alles waren ihre Ziele und Vorsätze, doch wie sollte sie das nur schaffen? Als sie auf den Vertretungsplan, der im Foyer an der Pinnwand hing, guckte, sah sie, dass sie die ersten beiden Stunden „Klassenleiterstunde“ haben und also organisatorisches besprechen. Alle Schüler/-innen warteten im Gang vor dem Klassenzimmer auf die Klassenlehrerin Frau Kamper, War nicht die Deutschlehrerin die Klassenlehrerin? die auch Hannahs Biologie und Sport Lehrerin war. Die Mädchen haben alle über ihre Ferien gesprochen. Was sie gemacht haben, wo sie im Urlaub waren oder wie sie Weihnachten gefeiert haben. Hannah stand ganz alleine und einsam an der Wand und konnte nur die anderen Mädchen belauschen und hören, dass z.B. Sabrina, die Hannah am meisten mit ihrer „Gang“ mobbt und auslacht, in der Winterferien in den Alpen und Ski fahren war. Schließlich kam auch die Lehrerin. Hannah hob ihre Schultasche vom Boden auf und ging als letzte in den Raum, weil sich alle anderen wie immer drängelten. Da Hannah die letzte war, die den Raum betrat, bat sie ihre Klassenlehrerin, dass sie die Tür hinter sich schließen sollte. Hannah war schon fast ganz am Ende des Klassenraums und hat in der Zeit, wo sie sich einen Platz gesucht hatte, nicht gemerkt, dass die Lehrerin ein Kabel für den Projektor an die Steckdose, die sich unmittelbar neben der Tür befand, anschloss. Da Hannah noch so müde und verträumt war, sah sie das Kabel, dass mitten im