Die Schmelze - Risto Isomäki - E-Book
Beschreibung

Risto Isomäkis Ökothriller - endlich auch als E-Book erhältlich! Jahrtausendealte versunkene Städte werden an der indischen Küste entdeckt. Für die Forscherin Amrita sind sie Zeugen einer urzeitlichen Eisschmelze im Himalaja - und einer Naturkatastrophe, die sich heute zu wiederholen droht! Die Eisexpertin Susan hat in Grönland das wegbrechende Eis direkt vor Augen und versucht, die dramatische Entwicklung aufzuhalten. Ein aussichtsloser Wettlauf gegen die Zeit?

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Seitenzahl:420

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Über das Buch

Risto Isomäkis Ökothriller – endlich auch als E-Book erhältlich!

Jahrtausendealte versunkene Städte werden an der indischen Küste entdeckt. Für die Forscherin Amrita sind sie Zeugen einer urzeitlichen Eisschmelze im Himalaja – und einer Naturkatastrophe, die sich heute zu wiederholen droht!

Die Eisexpertin Susan hat in Grönland das wegbrechende Eis direkt vor Augen und versucht, die dramatische Entwicklung aufzuhalten. Ein aussichtsloser Wettlauf gegen die Zeit?

Über den Autor

Risto Isomäki ist Schriftsteller, Wissenschaftsredakteur und Umweltaktivist. Er hat bereits an mehreren internationalen Umweltprojekten mitgearbeitet. Sein erster Öko-Thriller »Die Schmelze« war ein Bestseller. Risto Isomäki gelingt es, in einer hochspannenden Story vor den Gefahren der Erderwärmung zu warnen. »Ascheregen« ist sein fünfter Roman, mit dem er viele Leser in Finnland aufgerüttelt hat: Die Gefahren der Atomkraft werden hierin so realistisch geschildert, dass einem angst und bange wird.

Risto Isomäki

DIE SCHMELZE

Öko-Thriller

Aus dem Finnischen vonAngela Plöger

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe

des in der Bastei Lübbe AG erschienenen Werkes

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

Dieses Buch erscheint auch als Lübbe Audio.

 

Auf www.luebbe.de/isomaeki finden Sie einen Essay

von Risto Isomäki zum Thema Klimawandel:

»34 Ways to Stop Global Warming«.

 

 

 

Die im Text zitierten Platon-Zitate nach:

Platon, Sämtliche Werke, Band 4, Timaios, Kritias, Minos, Nomoi.

Übersetzt von Hieronymus Müller und Friedrich Schleiermacher (Minos)

 

Deutsche Erstausgabe

Für die Originalausgabe:

© 2005 by Risto Isomäki

Titel der finnischen Originalausgabe: »Sarasvatin Hiekkaa«

Originalverlag: Tammi, Helsinki

Für die deutschsprachige Ausgabe:

© 2008 / 2015 by Bastei Lübbe AG, Köln

Umschlaggestaltung: Jeannine Schmelzer unter Verwendung von Motiven von © istockphoto/bbuong, © shutterstock/Iakov Kalinin

E-Book-Produktion: Dörlemann Satz, Lemförde

ISBN 978-3-7325-1616-2

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

Durch die Ebene zwischen dem Hindukusch und dem Tafelland von Dekhan strömten noch vor zwölftausend Jahren zwei gewaltige Flüsse: der Saraswati und der Indus.

Inhalt

Prolog: Golf von Khambhat, Westküste Indiens

Wasser und Sand

Sand und Eis

Eis und Wasser

Epilog: Golf von Europa

Prolog

GOLF VON KHAMBHAT,WESTKÜSTE INDIENS

Der Mythos von Atlantis, dem untergegangenen Festland, hat die Menschen so lange beschäftigt, dass man meinen sollte, die Entdeckung von Atlantis hätte einen beträchtlichen Nachrichtenwert. Nach einer Umfrage hatten englische Journalisten angenommen, die Entdeckung von Atlantis würde die viertgrößte denkbare Neuigkeit sein. Bei der Abstimmung der englischen Journalisten stand auf einer Liste hypothetischer Meldungen sogar die Möglichkeit einer Wiederkunft Christi noch hinter Atlantis.

Als aber Atlantis endlich gefunden wurde, schenkte dem kaum jemand sonderliche Beachtung. Denn die im Meer versunkene uralte Zivilisation und die Ruinen ihrer Städte waren an einer völlig falschen Stelle entdeckt worden.

Die Wissenschaftler des indischen nationalen Instituts für Meerestechnologie teilten im Mai 2001 mit, sie hätten an der indischen Westküste, am Grund des Golfs von Khambhat, »präzise geometrische Formen« entdeckt. Die Muster am Meeresgrund erinnerten stark an die Ruinen der uralten Städte, die die Kulturen von Mohenjodaro, Harappa und die anderen Indus-Saraswati-Kulturen hinterlassen hatten. Aber sie befanden sich in vierzig Metern Tiefe am Meeresgrund, vierzig Kilometer von der Küste entfernt.

Auf den Echolotbildern des Forschungsschiffs MS Sagar Paschmi waren halb von unterseeischen Sandmassen verschüttete Hausfundamente sowie lange, gerade Linien zu erkennen, die wie Bewässerungskanäle und offene Abwasserkanäle wirkten. Die unterseeische Ruinenstadt war neun Kilometer lang und zwei Kilometer breit.

Die Archäologen und Historiker in aller Welt reagierten auf die Entdeckung mit tiefem Schweigen. Da sie nicht zu den bisherigen Überlieferungen und Entdeckungen passte, war es das Einfachste, zu schweigen. Ein Teil der Reaktionen war geradezu feindselig. Sogar einige führende indische Erforscher der Indus-Saraswati-Zivilisation nannten den Fund eine Halluzination. Einige Monate später richtete sich die Aufmerksamkeit der gesamten Welt auf Dinge ganz anderer Art, als eine Schar von Fanatikern beschloss, die Weltgeschichte auf schnellen Vorlauf zu stellen, und drei entführte Passagierflugzeuge in die höchsten Wolkenkratzer New Yorks und in das Hauptgebäude des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten steuerte.

Die Forscher auf der MS Sagar Paschmi setzten ihre Arbeit jedoch fort, ohne sich von der eisigen Reaktion entmutigen zu lassen. Auf neuen Bildern waren Mauern zu erkennen, von denen einige drei Meter hoch aus dem Meeresgrund aufragten und mehrere Meter tief im Sand steckten.

Etwas weiter entfernt fand sich im Meer noch eine weitere, etwa gleich große versunkene Stadt. Beide Städte machten den Eindruck, als lägen sie an einem uralten, vor langer Zeit ausgetrockneten Fluss.

Wegen gefährlicher Strömungen und wegen des bis zu elf Meter umfassenden Tidenhubs war es unmöglich, in dieser Gegend zu tauchen. Die Forscher ließen einen ferngesteuerten Roboter hinab, der die Ruinen mit seiner eingebauten Kamera fotografieren sollte, aber das Wasser war so trüb, dass man auf den Fotos nichts erkennen konnte. Die einzige Methode weiterzukommen war, dem Meeresgrund Bodenproben zu entnehmen.

Schleppnetze und Greifer der MS Sagar Paschmi hoben schon am ersten Tag mehr als zweitausend von Menschen angefertigte Gegenstände, Schmuck, Werkzeuge aus Stein, Töpferwaren, Keramikscherben sowie kleine Skulpturen, die Tiere, Menschen und Götter darstellten. Auch Zähne von Menschen und andere Gegenstände und Materialien, deren Alter mit Radiokarbonmessungen bestimmt werden konnte, waren darunter.

Im Januar 2002 gab der indische Minister für Wissenschaft und Technologie Murli Manohar Joshi bekannt, dass diese aus der obersten Schicht der Meeresgrundsedimente gehobenen Gegenstände und menschlichen Zähne laut Radiokarbonmessungen 9500 Jahre alt seien.

Teil I

Wasserund Sand

 

DA SAGTE EIN HOCHBETAGTER PRIESTER:

Ach Solon, Solon, ihr Hellenen bleibt doch immer Kinder, zum Greise aber bringt es kein Hellene.

ALS ER DAS HÖRTE, VERSETZTE SOLON:

Wieso? Wie meinst du das?

JENER ERWIDERTE:

Jung in den Seelen seid ihr alle, denn ihr hegt in ihnen keine alte, auf altertümliche Erzählungen gegründete Meinung noch ein durch die Zeit ergrautes Wissen.

Platon (427-348 v. Chr.): Timaios

1

Die erste Warnung vor einer drohenden Gefahr kam und ging so schnell, dass die Besatzung des U-Boots

Lomonossow zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Chance hatte zu verstehen, was eigentlich los war. Noch vor einem Augenblick war alles ganz normal gewesen: Das U-Boot tauchte langsam in die Tiefe, das Wasser hinter den Panzerglasfenstern wurde schwärzer, die Lichtverstärker reflektierten mattes grünes Licht. Im Hintergrund das leise, ruhige Brummen des Motors. Dann, ohne jede Vorwarnung, sackte plötzlich der Bug des U-Boots steil nach unten, dem Grund des Europäischen Nordmeers entgegen.

Sergej Sawelnikow konnte sich gerade noch mit der rechten Hand am Handlauf festkrallen, bevor ihm der Boden der Lomonossow unter den Füßen wegsackte und zu einer Wand wurde. Ein scharfer Schmerz durchfuhr seine Schulter, als sein ganzes Gewicht an der einen Hand hing. Eilig ergriff er den Handlauf auch mit der anderen, bevor die Schultermuskeln reißen konnten. Natalia Beljajewa befand sich irgendwo hinter ihm, und Sergej dachte eine Sekunde lang, gleich würde das Mädchen auf ihn fallen oder an ihm vorbei hinabstürzen.

Sergej sah Wassili Tschujkows entsetztes Gesicht, als dieser mit dem Rücken voran gegen das Panzerglas des Bugs stürzte, und man hörte nur ein Klirren, als die Lichtverstärker gegen das Glas flogen. Sergej blickte sich um und sah, dass auch Natalja sich am Geländer hatte festhalten können, an das sie sich nun klammerte, dass ihr die Knöchel weiß wurden.

Der Bug der Lomonossow fiel immer steiler hinab. Sergej versuchte, die Zahlen des Tiefenmessers zu erspähen. Sie wechselten in schnellem Tempo: hundertzehn, hundertzwölf, hundertvierzehn.

Was war geschehen? War der Ballast des Schiffs verrutscht? Das sollte eigentlich nicht möglich sein.

Hundertsechzehn, hundertachtzehn, hundertneunzehn. Hatte sich das Sinken verlangsamt? Ja, der Schiffsbug

begann sich aufzurichten.

Hunderteinundzwanzig, hundertzweiundzwanzig, und dann hundertvierundzwanzig.

Ganz allmählich kam der Bug der Lomonossow wieder in die Waagerechte. Der Tiefenmesser zeigte hundertsechsundzwanzig Meter an.

Wassili setzte sich mühsam hin. Vorsichtig betastete er die Finger der linken Hand und verzog das Gesicht. Ein Teil der Hand hatte üble Abschürfungen.

Sergej näherte sich ihm, ohne jedoch das Geländer loszulassen. Er drehte sich um und sah, dass Natalja es ihm gleichtat. Das Mädchen wirkte nicht ängstlich, sie handelte ruhig und überlegt. Im Stillen nickte Sergej beifällig. Natalja Beljajewa hatte zweifellos das Zeug zur Tiefseeforscherin. Wie viele Neunzehnjährige hätten die Situation genauso gemeistert?

»Alles in Ordnung bei dir?«, fragte Sergej Wassili.

»Ich denke schon. Die Hand tut mir weh, aber ich glaube nicht, dass die Finger gebrochen sind.«

»Das Beste wird sein, sie zu röntgen, zur Sicherheit.« »Ich glaube nicht, dass das nötig ist«, wehrte Wassili ab.

»Trotzdem darfst du gehen und sie untersuchen lassen«, sagte Sergej. »Falls du es nicht verstanden hast, sage ich noch mal deutlich, dass dies sozusagen ein Befehl war.«

»Na gut, Chef«, grinste Wassili.

Sergej hob den Lichtverstärker auf und reichte ihn Wassili.

»Probier mal, ob er noch funktioniert.«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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