Die Zauberkicker, 2, Ausgedribbelt! - Benjamin Schreuder - E-Book

Die Zauberkicker, 2, Ausgedribbelt! E-Book

Benjamin Schreuder

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Beschreibung

Sportlichkeit und Fairness scheinen nicht allen im Fußballinternat so wichtig zu sein wie Ben und seinem neuen Freund Robin. Aber ist der wirklich sein Freund? Zumindest kann sich Ben auf sein zauberhaftes Maskottchen Pelé verlassen. Doch gegen fiese Gegenspieler und miese Wirtschaftsbosse kann selbst Maskottchenmagie nichts ausrichten. Ist vielleicht sogar das Internat in Gefahr? Und war Bens Aufnahme zur Probewoche nur eine Verwechslung? Ben würde hier so gern weitertrainieren ... Ein magisches Fußballabenteuer für Kinder ab 8 Jahren. Mit viel Witz und Fantasie erzählt.

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Seitenzahl: 82

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Titel

© Betty van Bonn

Ausgedribbelt!

Benjamin Schreuder

KOSMOS

Impressum

Alle Angaben in diesem Buch erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Sorgfalt bei der Umsetzung ist indes dennoch geboten. Verlag und Autoren übernehmen keinerlei Haftung für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, die aus der Anwendung der vorgestellten Materialien und Methoden entstehen könnten. Dabei müssen geltende rechtliche Bestimmungen und Vorschriften berücksichtigt und eingehalten werden.

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Umschlagsabbildung: © Betty van Bonn

Titelschildgestaltung von Guter Punkt GmbH & Co. KG

»kicker Kids®« ist eine eingetragene Marke der Olympia-Verlag GmbH.

© 2023, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Pfizerstraße 5–7, 70184 Stuttgart

Alle Rechte vorbehalten

ISBN 978-3-440-50725-4

E-Book-Konvertierung: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

Probewoche Tannwald – Tag 2Es hagelt BälleEin Waschbär hilft in der NotHoffen und Bangen in Zimmer 01 Das Spielmacher-ProblemFußballschuh vermisstEine quirlige BekanntschaftEin lauwarmes WillkommenKalte DuscheDer entspannteste Trainer der WeltEin dunkler MomentBens zweite ChanceDie neue StrategieKaterstimmung und MonsterspaghettiRobins DilemmaEine Entschuldigung, die keine istEin unerwarteter HilferufDetektivmission im FußballinternatDetektivmission Teil 2Völlig verrückter BallzauberEin Missverständnis, das ein Missverständnis ist?

PROBEWOCHE TANNWALD – TAG 2

07:00 Frühstück

08:30 Besuch »Labor«1

10:30 Abfahrt am Parkplatz

11:00 Ankunft in Hollenstadt

12:00 Spiel Borussia Hollenstadt vs. Rot-Weiß Tannwald

13:45 Rückfahrt

14:30 Mittagessen im Internat

15:30 Freizeitprogramm (Kickern, Konsolenspiele)

18:00 Abendessen

19:00 Labor2

Gruppe 1: Ben, Robin, Hannes, Einar, Victor, Roman, Tomasz, Marcel, Luca, Yoshi

Gruppe 2: Paul, Goran, Jaro, Samu, Erik, Hakan, Kai, Christian, Adam, Kostja

ES HAGELT BÄLLE

Der computergesteuerte Trainingsraum war gerade erst fertiggestellt worden. Es roch noch nach Plastikfolie, Teppich und frischer Farbe, als Ben durch die Plexiglastür trat. Überraschenderweise durfte er heute als Erster aus der Gruppe seine Reaktionsfähigkeit in dem Raum beweisen, den man in Tannwald schlicht LABOR nannte.

Surrend schloss sich die Tür hinter Ben. Als er in der Mitte des weitläufigen LABORs Aufstellung nahm, fühlte er sich kurz ein wenig verloren. Um sich von dem zunehmenden Kribbeln in seinem Bauch abzulenken, begann er sich schließlich in der neuen Umgebung genau umzusehen:

In der Wand gab es allerlei Öffnungen für die Ballmaschinen. Dutzende mit Netzen verhangene Vierecke stellten die Tore dar. Durch die Tür konnte er seinen Trainer Taylor erkennen, der ihm wie so oft aufmunternd zunickte. Dass Victor und Hannes ihn besonders missgünstig beäugten, entging ihm ebenfalls nicht. Ben war klar, dass die beiden ihm nicht mal einen einzigen Glückstreffer gönnen würden. Und insbesondere Victor lauerte auf jede Gelegenheit, Robin und ihn in Schwierigkeiten zu bringen. Bislang war er damit zum Glück gescheitert.

»Na, bist du ready, Ben?«, erkundigte sich Taylor schließlich über eine Gegensprechanlage.  Sofort schnellte Bens Daumen nach oben. Oh ja, er war mehr als bereit. Mit einem »Have fun ... hab Spaß!« drückte der Trainer auf die Fernbedienung und startete das Trainingsprogramm.

Eine Computerstimme verkündete:

Stuuuuufe eiiiiiiins!

Ein kurzer Pfeifton schrillte und ein Lichtsignal zeigte die Öffnung an, aus der der erste Ball lossausen würde. Ben verengte seine Augen zu Schlitzen – jetzt hieß es: maximale Konzentration! Und schon ging es los! Ball Nummer eins rollte schnell und flach auf Ben zu. In derselben Sekunde blinkte ein Licht über einem der Tore auf. Prompt beförderte er die Kugel per Direktabnahme dorthin – ein wuchtiges Tschak! ertönte. Bens Herz hüpfte höher. Dieses Training war genau nach seinem Geschmack. Er konnte es kaum erwarten, die nächsten Treffer zu landen.

Bälle zwei, drei und vier waren ebenfalls das reinste Kinderspiel für ihn. Dann aber kamen die Geschosse Mal um Mal heftiger angesaust. Ab der siebten Runde zischten die Bälle nicht mehr nur von vorn, sondern auch leicht seitlich auf Ben zu. Die letzten fünf Flachbälle kamen dann in überraschend kurzen Abständen. Darauf war Ben nicht vorbereitet. Zwei davon versemmelte er und schickte ihnen ein mürrisches Knurren hinterher. Dann bekam er eine kurze Pause. Ben wischte sich die ersten Schweißperlen von der Stirn.

»Goodstart, Ben!«, schallte die Stimme des Trainers durch die Lautsprecher. »13 hits von 15. Weiter so. Nun wirds ein little bit schwieriger. Sei bereit für Level 2!« (›Saii böraiiid‹ betonte Taylor mit seinem sympathischen amerikanischen Akzent). Die Computerstimme kündigte

Stuuuuuuuufe zweeiiiiii!

an.

Ben dachte, er sei auf alles gefasst, doch dann segelte Ball 16 plötzlich hüfthoch auf ihn zu. Verdutzt stoppte er die Kugel erst einmal, was ihn wichtige Zeit kostete. Und kaum hatte er das Leder ins richtige Tor geballert, kam schon der nächste Ball pfeilschnell angeflogen, diesmal sogar auf Brusthöhe. Und damit nicht genug: Die nächsten Geschosse kamen überraschenderweise von den äußersten Seitenwänden auf ihn zu. Er musste nun noch aufmerksamer sein und noch schneller reagieren. Zum Glück wurde er Ball für Ball sicherer und traute sich sogar, einige per Volleyschuss einzunetzen.

»11 von 15 verwandelt«, lautete das Fazit des Trainers in der anschließenden Pause. Ben rieb sich mit dem Hemd den Schweiß aus dem Gesicht. »Bleib dran, Buddy! Du machst das excellent! Und jetzt die letzten fifteen ... fünfzehn!«

Stuuuuuuuufe dreeeeiiiiiiii!

Diese Stufe hatte es wirklich in sich! Die Kugeln schnellten nun von allen Wandseiten auf Ben zu. Auch die Flughöhe der Bälle schien völlig unvorhersehbar. Sogar waschechte Flatterbälle waren dabei. Völlig überrascht war er, als ein Ball direkt auf seinen Kopf zugeflogen kam. Beim Versuch, den Ball im Rückwärtsgang zu stoppen, verlor Ben das Gleichgewicht und landete auf dem Hintern. Im Anschluss verpasste er zwei Bälle, bevor er sich wieder aufrappelte und den allerletzten Ball noch mal schwungvoll im Tor versenkte.

»Great! Fantastic! Wieder 11 von 15 und das auf Level drei – beim ersten Versuch«, jubelte Taylor.

Ben stapfte schweißgebadet aus dem Trainingsraum. Ganz zufrieden war er nicht mit sich. Und doch war er in diesen Sekunden heilfroh, dass er sich auf das Abenteuer Tannwald eingelassen hatte. So einen hypermodernen Trainingsraum hätte er ansonsten wohl nie im Leben von innen gesehen ...

Als Ben in den Flur zu den anderen trat, schlug Taylor mit ihm ein. »Weiter so, Windegg-Boy!«

Victor schien da deutlich weniger begeistert. »Phhh! Unser Kuhjunge kann den Ball treffen, na und?«, winkte er ab und zischelte Ben dann ins Ohr: »Bild dir bloß nicht ein, dass du hierher gehörst! Noch heute wird auch die Internatsleitung kapieren, dass alles ein Missverständnis---«

»Spar dir deine hohlen Drohungen ...«, unterbrach Ben ihn augenrollend.

»Tja, mehr hat Victor leider nicht drauf«, stimmte Robin ihm laut zu. Dann schlug er mit Ben ein. »Perfekt vorgelegt, Zimmernachbar! Ich hoffe, ich bin auch gleich dran. Das macht sicher tierisch Spaß!«

In dem Moment ertönte das Surren eines stumm gestellten Smartphones. Taylor griff reflexartig in die Tasche seines Trainingsanzugs und starrte dann mit zusammengekniffenen Augenbrauen auf sein Display: »Oh, sorry guys ... Jemand von Borussia Hollenstadt hat geschrieben! Ich muss da gleich anrufen. Es geht um das Match später. It’s gonna be raining cats and dogs.«

»Häh?! Es wird Katzen und Hunde regnen?«, übersetzte Yoshi mit fragendem Unterton. Ben schmunzelte verwundert.

»Nur sprichwörtlich natürlich«, erklärte Taylor lächelnd. »Es wird wohl ’n Haufen Wasser vom Himmel runterplatschen. Aber ich bin optimistic, dass das Spiel trotzdem stattfindet.«

Hastig platzierte er die Fernbedienung für das LABOR in der Halterung, murmelte etwas von wegen ›schlechter Empfang‹ und stapfte mit dem Handy aus dem Gebäude.

EIN WASCHBÄR HILFT IN DER NOT

Während Ben Taylor hinterherblickte, dachte er an das bevorstehende Spiel. Wie es wohl sein würde, zum ersten Mal in einer komplett neuen Mannschaft zu spielen?

© Betty van Bonn

Er dachte sich nichts dabei, als er Victor und Hannes hinter Robins Rücken tuscheln sah. Doch mit einem Mal ging alles sehr schnell. Plötzlich hatte Victor die Fernbedienung in der Hand und öffnete damit die Tür zum LABOR. Dann packte er Robin und schob ihn gemeinsam mit Hannes grob in den Raum. Robin war von der Aktion ebenso überrumpelt wie Ben. Bevor Ben oder einer der anderen eingreifen konnte, schloss Victor mit einem triumphierenden Grinsen die Tür. Vergeblich versuchte Robin die Tür von innen zu öffnen.

»So, Robin, jetzt zeig mal, ob du mehr draufhast, als der Boxer hier«, grölte Victor durch die Sprechanlage.

Robin war sichtlich genervt. »Okay, okay. Ihr Vollpfosten hattet euren Spaß ...«, hörte man ihn dumpf durch die geschlossene Tür. »Und jetzt macht wieder auf, und zwar pronto!«

»Und danach geht ihr gleich zurück in den Kindergarten, aus dem ihr kommt«, funkte Ben mit wutverzerrter Stimme dazwischen.

Auch der breitschultrige Einar kam hinzu und deutete auf die Halterung an der Wand. »Victor, leg das Teil jetzt mal zackig zurück. Oder willst du mit Hannes hochkant aus dem Internat fliegen?!«

»Warum sollten wir zwei denn bitte schön rausfliegen?«, erwiderte Hannes scheinheilig.

»Alle hier haben es doch gehört ...«, übernahm Victor. »Unser Robin konnte es kaum erwarten, dran zu sein. Da hat er sich vorgedrängelt und uns gezwungen, das Programm zu starten. ›Rotzfrech‹, würde ich sagen!«

Yoshi ballte die Faust. »Den Schrott glaubt euch keiner hier, ihr Erbsenhirne!«

Victor hatte derweil nichts Besseres zu tun, als das Trainingsprogram zu starten. Die Computerstimme krähte:

Stufe füüüüüüüüünf!

Mit schreckstarrer Miene blickte Ben zu Robin, der etwa denselben Gesichtsausdruck hatte. Und dann prasselten die Bälle nur so auf seinen Zimmernachbarn ein. Anfangs machte der sich noch die Mühe, die Geschosse irgendwie abzuwehren. Doch als sie immer fester und in immer kürzeren Abständen auf ihn zuschossen, gab er schließlich auf. Er warf sich flach auf den Boden und schützte seinen Kopf mit den Armen.

© Betty van Bonn

»Rück jetzt endlich das Ding raus«, forderte Ben von Victor und schnappte nach dem Gerät in dessen Hand.