Dino Riders - Flucht aus Vulkania - Leslie Hunter - E-Book

Dino Riders - Flucht aus Vulkania E-Book

Leslie Hunter

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Beschreibung

Connor traut seinen Augen nicht, als er nach Ana-Chrona zurückkehrt: Die Bloods haben den DinoRiders ein Friedensangebot gemacht. Doch den hinterhältigen Bloods kann man nicht trauen, finden zumindest Connor und sein Blutsbruder Fox. Gemeinsam reiten sie nach Vulkania, der Heimat der Bloods. Und tatsächlich war die Waffenruhe nur eine List, die Bloods wollen Melaya vernichtend angreifen! Da werden Connor und Fox gefangen genommen. Wie sollen sie die DinoRiders warnen? Und welche Pläne hat der böse Magier Redrum mit Connor?

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MOBI

Seitenzahl: 56

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Listig sein

Offene Tore

Verschluckte Worte

Connor warnt Fox

Triumphzug

Connor überzeugt Silverbear

Auf nach Vulkania!

Auf der Lauer

Verfolgungsjagd

Leichte Beute

Rodeo auf dem Allosaurus

Listig wie ein Blood

Vulkania

Im Bann des Magiers

Gefangen!

Ausbruch

Angriff aus der Luft

Zertrümmerte Statue

Connor feuerte den Ranzen in die Ecke und warf sich auf sein Bett. Sein Mathelehrer hatte ihm in der Klassenarbeit eine Vier verpasst – er hatte die Hälfte der Aufgaben gar nicht erst verstanden. Das Aufpassen fiel Connor in letzter Zeit schwer. Seit er wusste, wie sehr seine Freunde ihn in Ana-Chrona brauchten, dem Königreich der DinoRiders, konnte er sich kaum mehr konzentrieren.

Nach ewigem Grübeln stand Connor wieder auf. Er nahm die Kiste aus dem Regal, die sein Großonkel Leslie ihm vererbt hatte. Leslie war vor drei Jahren von einem seiner gefährlichen Abenteuer nicht zurückgekehrt. Diese Kiste hatte er Connor vermacht, obwohl sie sich nur ein einziges Mal gesehen hatten. Connor liebte ihn dafür. Denn dieses Geschenk öffnete ihm die Tür zu einer anderen Welt, in der Dinosaurier, Säbelzahntiger und Menschen zur gleichen Zeit lebten. Einige der Riesenechsen waren für harte Arbeit gezähmt. Andere waren ultraschnelle Reittiere, so wie Connors Fährtenleser, ein schlauer Ornithomimus.

Der einzige Nachteil: Connor konnte nicht einfach so in diese Welt gehen. Er wurde irgendwie … abgeholt …

Connor setzte sich im Schneidersitz auf den Boden und zog sich die Kette mit dem Haifischzahn vom Hals. Diesen Anhänger hatte Onkel Leslie ihm bei seinem Besuch geschenkt.

Connor steckte den Haifischzahn in das Schloss der Kiste. Sie war von oben bis unten zerkratzt und voller tiefer Furchen. Sein Blick fiel auf die Warnung auf dem Deckel: Nur öffnen, wenn du kämpfen kannst!

»Oh ja, das kann ich!«, murmelte Connor. Er spürte, wie er neue Kraft schöpfte. Vielleicht konnte er nicht 844 4/9 + 53 3/7 berechnen. Aber dafür wusste er, wie man einen Ornithomimus zähmte. Wie man auf einem Tyrannosaurus Rex ritt. Und warum man einen Säbelzahntiger niemals beim Trinken stören sollte.

Connor drehte den Zahn im Schloss herum. Der Deckel sprang auf. Fast so als habe ein unsichtbarer Geist nur auf seine Befreiung gewartet. In der Kiste befanden sich Spielfiguren: Krieger und Dinosaurier. Beim ersten Mal hatte Connor sie enttäuscht aufgebaut – und später sein blaues Wunder erlebt.

Connor nahm einen kleinen Krieger mit roten Haaren in die Hand. Das war Fox, sein bester Freund. Fox nannte ihn sogar Bruder, so gut verstanden sie sich.

Connor sah ihn lange an. »Wann sehen wir uns endlich wieder?«, flüsterte er kaum hörbar und strich mit dem Finger über Fox’ Kopf. Die Figur antwortete nicht. Aber kurz kam es Connor so vor, als hätten die Augen aufgeblitzt.

Connor setzte Fox auf einen Pteranodon. Das war eigentlich der Flugsaurier von Silverbear, dem Großvater von Fox und Häuptling der DinoRiders. Im Sturzflug ließ er den Pteranodon auf einen fiesen Krieger in schwarzer Rüstung niedersausen. Ragnyr, der Anführer der Bloods und schlimmster Feind der friedlichen DinoRiders.

Die Bloods wollten Ana-Chrona zerstören. Den Grund kannte niemand. Doch Connor glaubte, dass Redrum die Bloods dazu anstachelte. Er war ihr Schamane, ein dunkler Magier, dessen Herz und Seele pechschwarz waren – wenn er so etwas wie ein Herz überhaupt besaß.

Connor vergrub die Figur von Redrum tief in der Kiste. Dabei bemerkte er ein vergilbtes Stück Papier. Es war um den Hals eines Apatosaurus gebunden. Eine neue Nachricht von seinem Großonkel, der angeblich tot war:

Lieber Connor,

mit Waffengewalt alleine sind die Tore von Ana-Chrona nicht zu überwinden. Das haben sogar die Bloods verstanden. Mit einer List hingegen … Es ist verdächtig ruhig an der Grenze. Was führen die Bloods im Schilde? Nur eins ist klar: Es ist ein teuflischer Plan! Ohne deine Hilfe werden die DinoRiders ihnen ins Messer laufen. Finde heraus, was die Bloods vorhaben!

Lerne von deinen Feinden, Connor! Gebrauche selbst eine List! Rette Ana-Chrona!

Dein Großonkel Leslie

Connor lief ein Schauer über den Rücken. Er hatte das Gefühl, das Leben aller DinoRiders stehe auf dem Spiel. Und auf sein Gefühl konnte Connor sich immer verlassen.

In Gedanken versunken spielte Connor noch eine Weile mit den Figuren. Aber nichts tat sich. Er machte Hausaufgaben, aß mit seinen Eltern zu Abend, putzte sich die Zähne und ging schlafen. Die Figuren ließ er auf dem Teppich stehen.

Mitten in der Nacht schreckte Connor plötzlich hoch. Etwas Feuchtes wischte über sein Gesicht. Es war die Zunge von Fährtenleser, seinem Reitsaurier!

Connor öffnete die Augen. Er lag auf einer Lichtung im dichten Urwald. Um ihn herum piepste, japste und stöhnte es. Schwefeldampf hing in der Luft. Ein kleiner Psittacosaurus jagte kreischend durchs Unterholz. Connor blinzelte. Die Strahlen der aufgehenden Sonne blendeten ihn.

»Fährtenleser?«, rief er in die Helligkeit hinein. Ein fröhliches Trompeten kam zur Antwort. Dann verdunkelte sich die Sonne. Der Ornithomimus stand auf den Hinterbeinen.

Begeistert sprang Connor auf. Er hatte also nicht geträumt! Er war zurück im Reich der DinoRiders. In Ana-Chrona.

Connor trug nun einen Anzug aus braunem Leder und Stiefel. Ein Band hielt ihm die Haare aus dem Gesicht.

Unbändige Kraft strömte plötzlich durch Connors Adern. Die Bloods waren listig, ja? Dann würde er eben noch listiger sein müssen! Ana-Chrona durfte nicht sterben!

»Komm her, mein Guter!«, forderte er den Ornithomimus auf. Fährtenleser ließ sich wieder auf alle viere fallen. Der Waldboden bebte. Vögel flatterten erschrocken auf.

Connor ging zu seinem Reittier und streichelte es. Fährtenleser senkte seinen Kopf und genoss die Liebkosungen.

»Bring mich so schnell wie möglich zu Fox!«, bat Connor. »Ana-Chrona ist in großer Gefahr!«

Fährtenleser verstand. Er verstand alles, was Connor ihm sagte. Von Kopf zu Kopf oder von Herz zu Herz.

Langsam ging die Echse in die Knie. Connor klammerte sich an dem schuppigen Oberschenkel fest und zog sich nach oben. Die meisten DinoRiders ritten ihre Tiere mit Sätteln und Zaumzeug. Aber jetzt musste es auch ohne gehen.

Genau auf die Stelle, wo der Hals in den Rücken überging, setzte sich Connor. Fordernd klopfte er Fährtenleser mit der flachen Hand gegen den Hals.

»Los, mein Junge, zeig, was du draufhast!«

Der Ornithomimus stellte sich auf die Hinterbeine und trompetete lautstark. Zunächst musste er sich durch Gebüsch und Dickicht kämpfen. Dann aber erreichte er freie Steppe. Wie ein Pfeil schoss der Saurier durch die Landschaft von Ana-Chrona. Connor spürte jeden Muskel des Tieres in Bewegung. Staubwolken wirbelten hinter ihnen auf.

Ein zwanzig Meter langer Alamosaurus zog seinen winzigen Kopf aus einer Baumkrone und glotzte. Zwei Ankylosaurier-Männchen kämpften um ein Weibchen. Immer wieder rammten sie ihre mit Hornplatten besetzten Schädel gegeneinander.

Connors Herz jubelte. Was gab es Schöneres, als auf einem Saurier zu reiten?

Doch dann biss er die Zähne zusammen. Die Bloods heckten etwas aus – und keiner der DinoRiders ahnte etwas.