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Der Vampir Dracool hat es satt, den ganzen Tag in seiner Gruft abzuhängen. Viel lieber klatscht er sich gehörig Sonnencrème ins Gesicht und löst spannende Fälle. Dabei helfen ihm seine Freunde Drusilla, Renny und Hermansen. Im ersten Band stossen sie auf ein mysteriöses Phantom, das den heimeligen Ort Counterville in Atem hält. Die Lösung des Geheimnisses schweisst das Team zusammen und sorgt für so manche Überraschung!
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Veröffentlichungsjahr: 2022
A.J. Wilson
Das Buch:
Der Vampir Dracool hat es satt, den ganzen Tag in seiner Gruft abzuhängen. Viel lieber klatscht er sich gehörig Sonnencrème ins Gesicht und löst spannende Fälle.
Dabei helfen ihm seine Freunde Drusilla,
Renny und Professor Hermansen.
Im ersten Band stossen sie auf ein mysteriöses Phantom,
welches eine ganze Kleinstadt in Atem hält. Die Lösung des Geheimnisses schweisst das Team zusammen und sorgt für so manche Überraschung!
Die Autorin:
A.J. Wilson lebt und arbeitet in einem 300jährigen Haus in den Schweizer Voralpen. Alte Dinge mag sie generell, da diese die spannendsten Geschichten erzählen. Seit Kindertagen liebt sie Geschichten aller Art – ganz besonders aber diejenigen mit einer gehörigen Prise Mystery. Nebst dem täglichen Schreiben, arbeitet sie als Grafikerin und Illustratorin.
www.zerafin.ch
Band 1
von
A.J. Wilson
Edition Zerafin, Schweiz
1. Edition, 2021
© 2021 All rights reserved.
www.zerafin.ch
Edition Zerafin, Schweiz
Inhaltsverzeichnis
1
Steckbrief Dracool Holmes2
Steckbrief Renny Watson3
Steckbrief Drusilla Drako4
Steckbrief
Professor Hermansen 4
5
Warten auf ein neues Abenteuer6
Auf nach Counterville12
Eine äusserst unruhige Nacht28
Das Phantom schlägt erneut zu40
Dracool stösst auf eine erste Spur56
Eine verfrühte Abreise78
Das Phantom ist zurück94
Ein böses Erwachen112
Am Ende siegt der Keltenschatz136
Steckbrief Dracool Holmes
Dracool Holmes kam im Jahre 1847 im fernen Transsylvanien zur Welt.
Er ist ein direkter Nachfahre des Vampirfürsten Dracula. Allerdings ist er nicht so blutrünstig wie sein Urgrossonkel.
Genau genommen ekelt es ihn vor Blut so sehr, dass er erst gar keines sehen kann. Auch wenn er es nicht gerne zugibt: Sieht er zu viel von dem rubinroten Lebenssaft, fällt er durchaus ab und zu in Ohnmacht.
Sein Lieblingsgetränk ist Tomatensaft, garniert mit einem zarten Sellerie-Stängelchen.
Gemäss seinen kulinarischen Vorlieben nennt er sich Vegatir – ein vegetarischer Vampir. Leider fürchtet er sich vor Hunden fast zu Tode. Ein Umstand, der bei seiner Arbeit manchmal hinderlich sein kann.
Trotzdem besitzt er alle coolen Fähigkeiten, welche ein Vampir gewöhnlich hat.
Er kann fliegen, ist ungeheuer kräftig und schnell. Ausserdem lebt er für immer und ewig, solange ihm kein Vampirjäger den Garaus macht. Leider ist es für ihn nicht in jeder Situation möglich, diese Stärken einzusetzen, da er sonst als Vampir entlarvt würde.
Andererseits ist er der Ewigkeit eines Vampirlebens des Öfteren überdrüssig. Deswegen ist er seinem grossen Vorbild Sherlock Holmes gefolgt und arbeitet als Detektiv.
So ist er stets in die wahnwitzigsten Abenteuer verwickelt und langweilt sich nicht mehr so alleine in seiner Gruft.
Steckbrief Renny Watson
Renny Watson ist Dracools bester Freund und Assistent. Vor der Gründung der Detektei «Holmes&Watson» war er Dracools Butler. Renny liebt es, Ordnung ins Detektivbüro zu bringen. Einzig sein unstillbarer Hunger nach Insekten aller Art bringt manchmal etwas Unruhe ins Team.
Obwohl er ab und an tollpatschig ist, ist stets auf ihn Verlass, und es kommt durchaus immer wieder vor, dass er einen entscheidenden Hinweis entdeckt.
Obwohl sein Chef und Freund ein Vampir ist, kann er es sich nicht verkneifen, ab und zu Knoblauch zu essen. Er liebt ihn in der Spaghetti-Sauce, in seinem Kohl-Smoothie und nicht zuletzt in Form von Halsweh-Pastillen zum Lutschen.
Steckbrief Drusilla Drako
Drusilla ist freie Mitarbeiterin im Detektivbüro und ebenfalls eine Vampirin. Sie ist ganze 200 Jahre jünger als Dracool, weswegen sie ihn ab und zu ein bisschen altmodisch findet.
Wegen ihrer äusserlichen Reize wird sie manchmal als Lockvogel eingesetzt, wenn sie zum Beispiel eine Beschattung eines untreuen Ehemannes durchführen. Dabei müssen Dracool und Renny stets aufpassen, dass Drusillas Blutdurst nicht zum Vorschein kommt.
Ferner recherchiert Drusilla oft in Form einer getarnten Reporterin. Dracool schätzt ihre Gesellschaft und cleveren Einfälle. In aller Heimlichkeit schwärmt er für Drusilla.
Dazu kommt, dass sie die Einzige im Team ist, die Kenntnisse über die neueste Computertechnik hat und sich ohne Probleme in der modernen Welt zurechtfindet.
Steckbrief Professor Hermansen
Prof. Theodor Hermansen ist der wissenschaftliche Mitarbeiter bei «Holmes&Watson». Er wird von allen entweder Hermansen oder schlicht Professor genannt.
Er ist sowohl Professor im Fach Archäologie als auch Chemie.
Hermansen ist immer dann zur Stelle, wenn Beweise auftauchen, welche sein umfangreiches Wissen benötigen, um entschlüsselt zu werden.
Nebst seinem Wissensschatz ist er darüber hinaus väterlicher Freund für alle anderen im Team. Wer eine Schulter zum Anlehnen braucht, findet bei ihm tröstende Worte.
Eine weitere wichtige Aufgabe des Professors besteht darin, für Dracool Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 180 herzustellen. An seiner Mixtur arbeitet er stetig weiter, sodass der Vampir sogar am Tage für seine Kunden arbeiten kann und dabei nicht zu Staub zerfällt.
«Wenn das so weitergeht, muss ich mir eine andere Tätigkeit suchen! Seit Tagen kein neuer Auftrag.» Dracool sass auf seinem mit rotem Samt überzogenen Chefsessel und jammerte lautstark vor sich hin.
«Du könntest ja eine weitere Anzeige im „Nachtexpress“ schalten, vielleicht kommen dann neue Mandanten», schlug Renny vor, während er durch das Büro wirbelte und dem Staub mit einem Federwedel zu Leibe rückte.
«Ach, immer dieselbe olle Anzeige. Da kommen dann wieder nur eifersüchtige Ehefrauen und wollen, dass wir ihren Männern hinterher schnüffeln. Ohne mich!», mischte sich Drusilla schnippisch in das Gespräch ein. Sie war dabei, ihre langen, rot lackierten Nägel zu feilen.
«Aber irgendetwas müssen wir tun, sonst gehen wir pleite!», entgegnete Renny verschnupft.
Gerade als Drusilla Anlauf für ihre nächste Stichelei nahm, klingelte es an der Tür.
Dracool und Drusilla hielten inne, und Renny hastete an die Tür, um sie zu öffnen. Obwohl er längst kein Butler mehr war, hatte er immer noch die Angewohnheit, schnellstmöglich an der Türe zu sein. Mit einem angedeuteten Bückling zog er an der Klinke.
Herein spazierte eine hochgewachsene Frau um die Fünfzig. Sie sah äusserst vornehm aus in ihrer hochgeschlossenen Bluse und ihrem Rock aus kariertem Stoff. Über den Schultern hatte sie einen Schal aus demselben Tweed drapiert, der vorne durch eine edel anmutende Brosche zusammengehalten wurde. Ihr braunes Haar, welches mit silbernen Fäden durchzogen war, war zu einer eleganten Frisur hochgesteckt.
Renny holte zu einer einladenden Geste ein, doch das war nicht nötig. Die Dame betrat das Büro ohne grosse Umschweife.
Dracool schaffte es gerade noch rechtzeitig, die Füsse vom Tisch zu nehmen. Er stand auf, stolperte um seinen Schreibtisch und streckte der Besucherin die Hand entgegen. Irritiert schaute die Frau seine Hand an und hob kritisch eine Augenbraue. Sie dachte nicht daran, Hände zu schütteln. Stattdessen hob sie ihre eigene mit dem Handrücken nach oben vor Dracools Nase. Holmes blieb nichts Anderes übrig, als sich zu einem Handkuss durchzuringen. Scheinbar war sich diese Dame das so gewohnt.
Nachdem sich Dracool wieder von seiner Verneigung aufgerichtet hatte, fragte er: «Was kann ich für Sie tun, gnädige Frau? Bitte setzen Sie sich doch.» Renny räumte einen Stapel Kriminalromane von Agatha Christie vom Besucherstuhl und stellte sie zurück ins Regal. Die Dame tat, als ob sie das nicht bemerkt hätte, und setzte sich.
«Ich bin gekommen, da ich dringend ihre Hilfe benötige. Es handelt sich um ein sehr ernstes Anliegen», räusperte sie sich. «Geht’s um Ihren Mann?», fuhr Drusilla dazwischen und kassierte dafür einen strafenden Blick von ihrem Chef.
«Nein, es geht nicht um meinen Mann. Mein Name ist Gräfin Alexandra von und zu Counterville. Mein Schloss und meine gesamte Grafschaft werden durch ein unheimliches Phantom in Angst und Schrecken versetzt.»
«Ein Phantom?» Die Ausführungen der Gräfin hatten sofort Dracools Interesse geweckt. Renny hielt vor lauter Spannung den Atem an und selbst Drusilla hielt den Mund und hörte ausnahmsweise einmal nur zu.
«Erzählen Sie uns mehr davon. Wie genau verbreitet dieses Phantom Angst und Schrecken?», hakte Dracool nach und deutete Renny, Notizen zu machen.
Wie geheissen, holte er einen Notizblock aus der Innentasche seines Jackets. Hektisch schrieb er alles nieder, was die Gräfin zu berichten hatte.
«Es begann beim letzten Vollmond, also vor gut einem Monat. Wie jedes Jahr um diese Zeit fand unser Sommernachtstraum-Festspiel statt. Auf dem Höhepunkt der Theateraufführung platzte das scheussliche Phantom auf die Bühne und liess einen Korb voller Ratten auf der Bühne frei. Es waren bestimmt an die hundert dieser scheusslichen Kreaturen. Die Ratten bahnten sich den Weg ins Publikum, und Sie können sich vorstellen, was das für ein Geschrei und Gerenne war. Das Phantom selbst rief mit dunkler Stimme, dass dies erst der Anfang sein würde. Und dies sollte keine leere Drohung sein. Fortan schlich es nachts durch unser Dorf und veranstaltete so manches Ungemach.» Die Gräfin fächerte sich vor lauter Aufregung ein wenig Luft zu. Dramatisch schloss sie für einen Moment die Augen. Die Erinnerung an diese Erlebnisse zehrte scheinbar an ihren Nerven.
Beim Anblick dieser angeschlagenen Frau wurde selbst Drusilla weich und holte ihr ein Glas Wasser.
Inzwischen erzählte die Gräfin nervös, wie das Phantom Schweine aus dem Stall vom ortsansässigen Bauern gelassen hatte. Danach hatte es die Kirchenglocken abgehängt und ganze Gemüsegärten zerstört. Nicht zuletzt machte es sich einen Spass daraus, abends Leute auf ihrem Heimweg zu erschrecken.
Dracool und Renny waren froh, als Drusilla mit dem Wasser aus der Küche zurückkam. Es hatte den Anschein, die Gräfin fiele demnächst in Ohnmacht.
Nach einigen Schlucken vom kühlen Nass ging es ihr offenbar schon wieder besser.
Die Verzweiflung war ihr dennoch deutlich anzusehen: «Ich bitte Sie inständig, auf mein Schloss zu kommen und diesem Unhold den Garaus zu machen. Die Besucherzahlen in Counterville gehen bereits zurück, weil sich die Zeitungen bereits über das Phantom auslassen. Meine Bürger sind auf ihre Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen. Sonst steht es schlecht um unseren schönen Ort.»
Dracool tätschelte die Hand der Gräfin und sprach beschwichtigend auf sie ein. Was das Beruhigen aufgebrachter Damen angeht, hatte er jahrhundertelange Erfahrung: «Bitte machen Sie sich nicht länger Sorgen. Wir werden uns der Sache umgehend annehmen.» Dabei nickte er seinem Team zu.
Drusilla und Renny wussten, was zu tun war. Ohne Umschweife leiteten sie die nötigen Vorbereitungen ein. Ihr Chef tätschelte weiterhin ein wenig die Hand der Auftraggeberin. Es konnte den Anschein erwecken, dass die Aufgabenteilung eindeutig war. Renny und Drusilla arbeiten, während Dracool den Gentleman gibt. Doch so war das nicht. Seine Freunde wussten, dass der Meisterdetektiv in Gedanken schon längst beim Fall war. Gewiss würde er bereits seine ersten Schachzüge planen.
Schon bald ging die Reise los. Gemeinsam mit der Gräfin machten sich Dracool, Drusilla und Renny von London aus auf den Weg. Professor Hermansen wollte sich den Besuch auf dem Schloss Counterville ebenfalls nicht entgehen lassen. Er plante, aus beruflichem Interesse einigen archäologischen Erkundungen nachzugehen, und freute sich auf die willkommene Abwechslung. Erst konnte er sich zwar nicht entscheiden, was er aus seinem Labor alles mitnahm. Für seine Forschungen bestmöglich ausgerüstet zu sein, war ein Muss. Genauso wenig reiste er mit unnötigem Gepäck.
Leicht genervt warteten die anderen vor der Detektei. Schliesslich stolperte der Wissenschaftler schwer bepackt und keuchend die Treppen herunter. Die Erleichterung war gross, dass es endlich losging.
«Hast Du Deinen Kram beisammen, geronnene Blutwurst nochmal!», motzte Drusilla den älteren Herrn barsch an.
«Ja, ja, ich komme ja. Ohne meine Ausrüstung bin ich einfach nur der halbe Hermansen!», maulte der Professor zurück und stieg in den dunkelvioletten Van des Detektivbüros. Eingeschnappt verkrümelte er sich auf die hinterste Bank. Drusilla nahm auf der Rückbank Platz, während Renny sich ans Steuer setzte. Dracool schwang sich auf den Beifahrersitz. Er war wieder einmal damit beschäftigt, sich seine Sonnencrème ins Gesicht zu schmieren.
Die Gräfin setzte sich in ihren silbernen Rolls Royce vor ihnen und deutete ihrem Fahrer loszufahren. Renny startete den Wagen und fuhr hinterher.
Dracool bat Drusilla darum, in ihrem Tablet Recherchen über den Ort Counterville einzuholen. Mit wenigen Klicks fand sie die benötigten Informationen:
«Das Schloss Counterville steht auf einer Anhöhe über der Ortschaft Counterville und stellt eines der bedeutendsten Bauwerke der Neoromantik in England dar. Counterville ist heute ein grosser Tourismusmagnet, welcher jährlich bis zu 750'000 Besucher anlockt. Besitzer des Schlosses sind der Graf und die Gräfin von und zu Counterville. Grosse Teile des Gebietes um das Schloss stehen unter Naturschutz. Selbst wilde Ponys leben in den Wäldern der Grafschaft, und es herrscht ein allgemeines Jagdverbot.
Doch auch Counterville kommt an der modernen Welt nicht vorbei. Nächstes Jahr soll der Spatenstich für ein grosses Einkaufszentrum mit integriertem Kino, Restaurants und Freizeitpark stattfinden. Nicht alle Einwohner sind mit dem Bau einverstanden, doch trotz aller Einwände und Einsprachen wurde er durch den Stadtrat dennoch bewilligt.»
Dracool horchte auf. «Dort scheint ja nicht nur das Phantom für Unruhe zu sorgen. Da bin ich ja mal gespannt, was uns alles erwartet», murmelte er und schob sich die Sonnenbrille den Nasenrücken hoch.
Die weitere Reise führte raus aus London, hinaus auf das Land. Goldene Landschaften, welche tagsüber in das sanfte Licht der Herbstsonne getaucht waren, zogen an ihnen vorbei. Schliesslich näherten sie sich Counterville. Inzwischen war die Dämmerung angebrochen, und faserige Nebelschwaden stiegen aus den Wäldern empor, welche sich beidseitig der Strasse erhoben. Dracool fühlte sich zum ersten Mal an diesem Tag behaglich. Nun war es nicht mehr länger nötig, sich um seinen Sonnenschutz zu kümmern.
Er öffnete das Fenster. Mit seinen Vampirsinnen nahm er die Umgebung anders wahr.
Seinen scharfen Augen blieben die unzähligen nachtaktiven Tiere, welche sich in der Dämmerung zu trollen begannen, nicht verborgen. Und den Tieren wiederum blieb seine Ankunft nicht verborgen. Denn wie alle Vampire hatte Dracool einen ganz besonderen Draht zu den Bewohnern des Waldes. Durch die Kraft seiner Gedanken war er in der Lage, mit ihnen Kontakt aufzunehmen.
Gewiss wäre Drusilla dazu ebenfalls imstande. Doch diese starrte lieber auf ihr Handy, um mit ihren virtuellen Bekannten zu chatten. Dracool schüttelte verständnislos den Kopf. Es schien ihm, dass die zweihundert Jahre Altersunterschied zwischen ihnen doch etwas ausmachte. Ihm sagten die altmodischen Dinge wie Briefpapier, gepflegte Unterhaltungen und ein Austausch von Angesicht zu Angesicht schlicht mehr zu. Trotzdem war er in seiner Arbeit oft froh um die technischen Fähigkeiten Drusillas.
Zwischen den Baumwipfeln erschienen die beiden grossen Türme von Schloss Counterville. Renny konnte sich ein bewunderndes «Ahhhh! und Ooooh!» nicht verkneifen. Selbst Dracool gab zu, dass es ein äusserst beeindruckendes Bauwerk war, denn die Beschreibung des Herrschaftssitzes auf dem Wikiknow-Eintrag war etwas zu bescheiden. In der Tat erhob sich die Residenz weit über einen Felsen und war in verschiedene Gebäude gegliedert. Die beiden Front-Türme waren umgeben von unzähligen kleineren Türmchen. Es war schlicht und ergreifend ein prachtvoller Anblick.
Ihre Reise hinauf zum Schloss führte die Gruppe erst einmal durch die Ortschaft Counterville. Hier schien die Zeit ein wenig stehengeblieben zu sein. Ein altes Fachwerkhaus reihte sich an das andere. Laden- und Restaurantschilder waren liebevoll in einem altenglischen Stil gehalten und kunstvoll von Hand gemalt. Es verwunderte keineswegs, dass sich hier Touristen gerne aufhielten.
